Entschädigung für Mehraufwand/Kosten durch Wasserschaden?

Diskutiere Entschädigung für Mehraufwand/Kosten durch Wasserschaden? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, in meiner von mir selbst bewohnten Eigentumswohnung war im Badezimmer (ca. 4m²) plötzlich die Decke feucht. Ursache waren die...

  1. #1 Triple-J, 03.05.2017
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    Hallo zusammen,

    in meiner von mir selbst bewohnten Eigentumswohnung war im Badezimmer (ca. 4m²) plötzlich die Decke feucht. Ursache waren die Abflussrohre der darüber liegenden Wohnung, die sich über meiner Badezimmerdecke befinden. Diese waren nach Jahrzehnten mittlerweile undicht und tropften meine Decke voll.

    Nachdem ich dies der Hausverwaltung per Email meldete, beauftragte diese bereits am nächsten Tag eine ihr bekannte Firma. Dieser Firma musste ich zwecks Terminvereinbarung mehrfach hinterhertelefonieren und mailen, worüber ich auch die Hausverwaltung informierte, wodurch die Arbeiten erst vier Wochen später begannen.

    Ich war zunächst bereits überrascht, dass die Firma von vornherein darauf hinwies, drei Tage zu benötigen. Aber dies sei nötig. Es hieß: Montag Decke raus, Dienstag Rohre ersetzen, Mittwoch neue Decke rein. Ich habe mir die komplette Woche frei genommen. Die Firma forderte zudem, dass ich vor Beginn der Arbeiten Schrank und Spiegelschrank sowie Deckenlampe aus dem Badezimmer entferne, was wir schließlich zu zweit erledigt haben.

    Die Arbeiten dauerten am Montag von etwa 08:15 Uhr bis ca. 15:30 Uhr an, am Dienstag sogar bis 17:30 Uhr. Kurz bevor der Mitarbeiter am Dienstag Nachmittag ging, teilte er mir mit, dass die restlichen Arbeiten nun doch nicht am Mittwoch, sondern erst am Donnerstag "oder" Freitag gemacht würden. Als ich am Vormittag des Mittwoch telefonisch bei der Firma nachfragte, wurde der Donnerstag angegeben, wegen einer Uhrzeit würde man sich noch telefonisch melden. Als ich bis zum Vormittag des Donnerstag keinen Anruf erhalten hatte, telefonierte ich wieder mehrfach hinterher, ich wies freundlich darauf hin, dass ich kein Hartz-IV-Empfänger bin, der immer zu Hause sein kann. Die Dame von der Firma versprach mir wiederholt einen Rückruf, während ich in der ganzen Zeit zu Hause "parat" stand. Der Rückruf kam erst um 15:00 Uhr mit der Info, dass es am Donnerstag doch nichts mehr gebe und man erst am Freitag komme, einmal um 09:00 Uhr und erneut gegen 13:00 Uhr. Aus 13.00 Uhr wurde dann 14.10 Uhr, nachdem ich nochmals hinterhertelefonieren musste. Die Arbeiten wurden am Nachmittag des Freitags schließlich fertig gestellt.

    Im Ergebnis hatte ich 5 Urlaubstage damit vergeudet, für die Firma zur Verfügung zu stehen. Da die Arbeiten ganztägig verliefen bzw. mit reinem ungewissen Warten und Hinterhertelefonieren verbunden waren, war es mir auch nicht möglich, ggfls. einen Nachbarn zu bitten, während der Arbeiten und der "Wartezeiten" die ganzen Tage über anwesend zu sein. Darüber hinaus musste ich eine neue Deckenlampe kaufen, da die bisherige durch das (Selbst-)Abmontieren irreparabel beschädigt wurde. Des Weiteren wurde die neue Decke ca. 2cm tiefer angebracht, was dazu führt, dass mein bisher direkt unter der Decke angebrachter Spiegelschrank nun in Eigenregie neu befestigt werden muss (neue Löcher in Fliesen bohren etc.).

    Habe ich gegen die Hausverwaltung bzw. gegen die WEG einen Anspruch auf Kostenerstattung (Lampe) bzw. Aufwandsentschädigung (5 Tage zur Verfügung stehen sowie Demontage/Montage Schränke) bzw. bezüglich der "vergeudeten" Urlaubstage? Schließlich fallen weder die Ursache der undichten Rohre noch die "organisatorischen Defizite" dieser Firma in mein Verschulden. Oder fällt das für einen selbstnutzenden Eigentümer in den "Shit-happens-Bereich"?

    PS: Nur zur Einordnung: Der "Wasserschaden" an sich war harmlos. Es tropfte halt ein bisschen, dafür kontinuierlich, wodurch die Decke nass und weich wurde. Deshalb mussten die Decke ausgetauscht und die Rohre erneuert werden. Ansonsten ist nichts passiert.

    Danke.
     
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  3. #2 Chris_W, 03.05.2017
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    Hallo Triple-J,

    und die Decke war nach dem Rohraustausch auch trocken? Da hätte ich jetzt viel mehr bedenken, gerade wenn deine Decke kurz danach abgehängt wurde ohne Bautrockner, etc. Im Übrigen hätte ich weder den Spiegelschrank noch die Deckenlampe selber abgeschraubt, schließlich war das ja nicht dein Verschulden. Warum deine Deckenlampe beim selbst abschrauben kaputt gegangen ist, das kann ich jetzt nicht so nachvollziehen. Ansonsten würde ich hier jetzt sagen, dass du keine Entschädigung für deinen Zwangsurlaub bekommst, allerdings hätte ich auch dieses Termintheater so nicht mitgemacht.
     
  4. #3 Triple-J, 03.05.2017
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    Es wurde ja eine komplett neue Decke (Rigips) eingebaut.

    Das Ding war nach so vielen Jahren bereits etwas mit der Decke "verwachsen" und wollte sich nicht lösen und schließlich ist etwas kaputt gegangen. Naja, war eine einfache Deckenlampe, die neue Lampe hat keine 10€ gekostet. Über die Lampe habe ich mich daher auch weniger geärgert, sondern vielmehr
    - über den "Verbrauch" von fünf Urlaubstagen
    - an über fünf Tagen war das Bad nur eingeschränkt nutzbar (da kein Spiegelschrank und Schrank zur Verfügung standen, dass ist echt mies, wenn man es gewohnt ist ;))
    - der Mehraufwand mit neu Bohren von Löchern etc. Bei Letzterem habe ich mich gefragt, wie das hätte von statten gehen sollen, wenn ich ein alte Oma wäre und auch niemanden hätte, der das Bohren etc. für mich übernehmen könnte. Wahrscheinlich hätte es dann vier Wochen später einen weiteren Termin gegeben...

    Sollte mir sowas nochmal passieren: Wie wärst Du denn vorgegangen?
     
  5. #4 Tobias F, 04.05.2017
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    Und du meinst wirklich das der Verwalter oder die Gemeinschaft dafür haftet wenn Du zu .... bist deine eigene Lampe abzuhängen ohne sie dabei zu zerstören?
    Sorry, aber so etwas fällt unter die Rubrik: "Das verrät man niemandem" ;-)


    Du hast weder gegen die Verwaltung, keine Ahnung wieso du meinst hier einen Anspruch herleiten zu können, noch gegen die WEG einen Anspruch auf Schadenersatz. (siehe BGH BGH V ZR 10/10 und andere).
     
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  6. #5 Sweeney, 04.05.2017
    Zuletzt bearbeitet: 04.05.2017
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    Schadensersatzansprüche erfordern grundsätzlich eine Pflichtverletzung aus der ein tatsächlicher Schaden entstanden ist.

    Daraus ergeben sich drei Fragen:
    1) Gegen wen richtet sich der Anspruch?
    2) Welche Pflicht wurde schuldhaft verletzt?
    3) Welcher Schaden ist tatsächlich eingetreten?

    Hinsichtlich Punkt 3 liegen regelmäßig erhebliche Differenzen hinsichtlich der individuellen Wahrnehmung der Betroffenen und der Rechtsprechung vor. Eine Einbuße an Freizeit ist prinzipiell mit jedem Schadensfall verbunden und dürfte keinen Vermögensschaden darstellen, denn der Urlaub wurde vermutlich bezahlt und stellt somit keine finanzielle Benachteiligung dar. Anders könnte es im Falle von unbezahlten Urlaubstagen aussehen.

    Interessanter könnte in diesem Fall die ausfallende Nutzbarkeit des Badezimmers werden. Ich würde jedoch vorschlagen, dass wir zunächst die vorbenannten Punkte 1 und 2 klären, die für eine Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs erforderlich sind.

    Für Schäden am Gemeinschaftseigentum haftet die Eigentümergemeinschaft nur, wenn diese ihrer Verpflichtung nicht nachkommt, die im Gemeinschaftseigentum gelegene Schadensursache zu beheben. In diesem Fall erkenne ich bislang lediglich eine Alterung der Rohre, jedoch kein schuldhaftes Verhalten der Eigentümergemeinschaft. Ein detaillierter Vortrag wäre hier indiziert, um daraus ggf. Schadensersatzansprüche abzuleiten.

    Richtet sich der Anspruch gegen die Verwaltung, so dürfte die Situation ähnlich aussehen. Auch hier fehlt mir bislang ein substanziierter Vortrag über mögliche Pflichtverletzungen des Verwalters.

    Demzufolge ist im ersten Schritt zu klären, gegen wen sich der Anspruch richten soll und welche Pflicht schuldhaft verletzt wurde. Der bloße Vortrag einer "Wunschliste" dürfte kaum zielführend sein.
     
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  7. #6 BHShuber, 04.05.2017
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    Hallo,

    interessant hierbei wäre zu klären, ob in der Teilungserklärung die Zu- und Ablaufleitungen bis zum Hauptstrang im Sondereigentum liegen, denn dann könnte es heissen, dass der Sondereigentümer seiner Instandhaltungspflicht nicht nachgekommen ist und Schadenersatzansprüche an den Sondereigentümer und nicht der Wohnungseigentümergemeinschaft zu richten wäre.

    Das wiederum kann man niemanden zur Last legen, das liegt wohl in der Natur der Umstände, eine physische Anwesenheit wäre keine Voraussetzung gewesen, um die Arbeiten durchführen zu lassen.



    Genau das wäre zu klären, wie das in der Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung vereinbart steht, unter Umständen ein Fall für die Haus u. Grundbesitzerhaftplichtversicherung des darüber liegenden Eigentümers.

    Gruß
    BHShuber
     
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  8. #7 Tobias F, 04.05.2017
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    Sorry, aber das ist ............

    Der Sondereigentümer haftet genau so wenig für einen nicht vorhersehbaren Schadensfall wie die WEG. Denn niemand ist gezwungen vorsichtshalber alle 2-55 Jahre die Wände, Böden und Decken in seiner Wohnung aufzustemmen um nach den dort verlaufenden Rohren zu sehen.
    Eine Haftung käme nur in Betracht wenn dem Sondereigentümer oder der WEG die Schadensursache bekannt waren und man die Instandsetzung verweigert hat.



    Seit wann kann ein Eigentümer einer Eigentumswohnung eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung haben?
    - Eine solche kann nur die WEG besitzen.
    - Und diese wäre hierfür auch nicht zuständig.
     
  9. #8 BHShuber, 04.05.2017
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    Hallo,

    schon immer und kann auch nur jedem Raten eine zu unterhalten, auch ein Sondereigentümer kann für das Sondereigentum in Form einer Eigentumswohnung eine Haus- und Grundbesitzerhafptlichtversicherung unterhalten diese unabhängig der WEG-Versicherungen für die im Sondereigentum stehenden Bestandteile.

    https://www.baufi24.de/immobilien/immobilien-haftpflicht-fuer-vermieter-von-eigentumswohnungen/

    Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht der WEG deckt lediglich die Schäden die aus dem Gemeinschaftseigentum entstehen oder entstanden aber nicht Schäden die innerhalb oder vom Sondereigentum entstehen oder entstanden sind.

    Auch das ist nicht ganz richtig, denn der Sondereigentümer hat ebenso wie die WEG die Pflicht zur Instandhaltung der im Sondereigentum liegenden Bestandteile.

    Gruß
    BHShuber
     
  10. #9 Tobias F, 04.05.2017
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    Also ich lese dort nichts von einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Sorry.
    "Da die Grund- und Hausbesitzerhaftpflichtversicherung der Eigentümergemeinschaft in solchen Fällen nicht eintritt, ...................In der Regel kann er seine gesetzliche Haftpflicht, die sich aus der Vermietung von Wohnungen ergibt, über seine private Haftpflichtversicherung abdecken. ......................................ist eventuell der Abschluss einer gesonderten WohnungsHaftpflichtversicherung vonnöten................... "


    Etwas anders hat auch niemand behauptet.



    Auch das wurde nie bestritten. Allerdings haftet hier der Sondereigentümer, ebenso wie die WEG, eben nur bei "Verschulden".
     
  11. #10 BHShuber, 04.05.2017
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    Hallo,

    die private Haftpflichtversicherung deckt das nicht ab.

    Die von dir benannte Wohnungshaftpflichtversicherung heisst im Oberbegriff Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht und der Versicherungsumfang ist auf das Sondereigentum begrenzt, wie z. B. KFZ-Stellplatz, Wohnung, Keller und alles was im Sondereigentum liegt.

    Das habe wiederum ich nicht behauptet dass du was anderes behauptet hättest.

    Nochmal lesen.

    Gruß
    BHShuber
     
  12. #11 Triple-J, 04.05.2017
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    Danke für Eure zahlreichen Antworten. Ich versuche mal, auf die wesentlichen Dinge einzugehen:

    Nun, das Badezimmer war in der ganzen Zeit "eingeschränkt nutzbar". Während der Arbeiten hat der Handwerker das Badezimmer natürlich "im Besitz" gehabt, in dieser Zeit konnte ich es gar nicht nutzen. Außerhalb der konkreten Arbeiten war es wie gesagt eingeschränkt nutzbar, also insbesondere ohne Spiegelschrank und Schrank, was wirklich schlimmer war, als ich gedacht hatte. Duschen und WC nutzen war, sobald der Handwerker weg war, problemlos möglich.

    In der Teilungserklärung heißt es:
    [...] Zum Sondereigentum gehören: [...] Die Wasserleitungen vom Anschluss an die gemeinsame Steigleitung an. [...] Die Entwässerungsleitungen bis zur Anschlussstelle an die gemeinsame Fallleitung."

    Diese "Instandhaltungspflicht" kann praktisch (vom Sondereigentümer) gar nicht geleistet werden. Die betreffenden Abflussrohre befinden sich unterhalb des Badezimmerbodens der über mir liegenden Wohnung, teilweise sogar unter der dortigen Badewanne. Gleichzeitig befinden sie sich über meiner Badezimmerdecke (meine Badezimmerdecke ist dementsprechend tiefer als die Decken der anderen Räume, die neue Badezimmerdecke ist deshalb auch nur aus Rigips). Um dieser "Instandhaltungspflicht" nachzukommen, müsste die über mir wohnende Eigentümerin entweder ihren Badezimmerboden oder meine Badezimmerdecke aufreißen (es gibt auch keine Klappe oder so, die man öffnen könnte, wenn, dann muss die komplette Badezimmerdecke raus). Das Entfernen der Badezimmerdecke dürfte wesentlich einfacher und wirtschaftlicher sein, aber auch das wird wohl kaum realistisch jährlich zu erwarten sein. Ich habe dem unter mir wohnenden Bewohner auch noch nie die Badezimmerdecke aufgerissen, um meine Abflussrohre zu überprüfen.

    Also ich lasse bestimmt keinen fremden Menschen den halben Tag in meiner Wohnung allein. Da ziehe ich - wie bestimmt die meisten Menschen - das "Opfern des Urlaubs" doch lieber vor.

    Interessanter Punkt. Etwa vier Monate vor der in Beitrag #1 erwähnten Schadensmeldung hatte ich der Hausverwaltung schon einmal mitgeteilt, dass meine Badezimmerdecke an einer bestimmten Stelle feucht und rostig wird. Daraufhin kam ein Vertreter der Firma bei mir und der darüber liegenden Wohnung gucken und gemäß Nachhaken bei der Hausverwaltung hieß es, dass die Ursache eine Undichtigkeit am Badewannenablauf sei. Ich habe das zur Kenntnis genommen, überprüfen konnte ich es ja schlecht. In der Tat wurde es anschließend aber leicht besser und es war nicht mehr feucht. Erst ca. vier Monate später fiel auf, dass die Decke an der gleichen Stelle plötzlich wieder deutlich feucht ist und nun sogar mit dem Finger eingedrückt werden konnte. Alles Weitere in Beitrag #1...
     
  13. #12 BHShuber, 04.05.2017
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    Hallo,

    genau so wie ich mir das gedacht habe, so liegen die Zuleitungen bis zum jeweiligem Hauptstrang im Sondereigentum und ebenso wie ab dort die Gemeinschaft der Eigentümer für die Instandhaltung verantwortlich ist, ist auch der Sondereigentümer für die Strecke des Anschlusses bis zur Steigleitung und Fallleitung verantwortlich.

    Eine Prüfung kann man bei den Abwasser, bzw. Entwässerungsrohren auch endoskopisch durchführen, das ist kein großer Aufwand und es braucht sich kein Sondereigentümer einbilden, wie man auch bei dir gesehen hat, dass die ewig halten. Doch weis oder wissen das die wenigsten Sondereigentümer und vernachlässigen oftmals hier die Instandhaltungspflicht die für das Sondereigentum ebenso wie für die WEG das Gemeinschaftseigentum gilt.

    ZiTAT:
    Für Ihr Sondereigentum sind Sie allein verantwortlich
    Nach dem WEG sind Sie verpflichtet, die in Ihrem Eigentum stehenden Gebäudeteile, also Ihr Sondereigentum, so instand zu halten, dass von diesem keine Gefahr für andere ausgeht. Die hierfür entstehenden Kosten tragen Sie auch allein.

    Der Bodenbelag Ihrer Dachterrasse ist undicht und Feuchtigkeit dringt in den Estrich und die darunterliegende Decke. Hier sind Sie für den Schaden und auch Reparatur des Bodenbelags verantwortlich und müssen diese auch bezahlen.

    So kann durchaus ein Eigentümer für einen Schaden haftbar gemacht werden wenn dieser von seinen Sondereigentum ausgegangen ist bzw. seinen Ursprung im Sondereigentum zu finden ist.ZITAT Ende/Quelle: http://www.gevestor.de/details/neue...ie-als-wohnungseigentuemer-direkt-714534.html

    Drum prüfe man mal jetzt, in wie weit man den Sondereigentümer über sich hierfür haftbar machen kann, zudem sollte bei einem solchen Schaden entsprechend die Gebäudeversicherung mit ins Boot geholt werden, doch dürfte sich hier der Sondereigentümer welcher die Lampe und auch den Zeitaufwand entschädigt bekommen möchte schwer tun.

    ZITAT:
    Dagegen ist ein Anspruch gegen einen Miteigentümer § 906 Abs. 2 WEG möglich. Dieser ist zwar nicht Grundstückseigentümer. Die Norm findet auf Wohnungseigentümer aber entsprechend Anwendung. Zwischen Wohnungseigentümern besteht, wie §§ 14 Nr. 1 und 15 Abs. 3 WEG zeigen, ein gesetzliches Schuldverhältnis, in dem das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme ebenso gilt wie im Nachbarverhältnis von Grundstückseigentümern. Da dieses Rücksichtnahmegebot in § 906 BGB eine Ausprägung erfahren hat, die auch auf Wohnungseigentümer übertragbar ist und von dem objektiven Regelungsplan des Gesetzes her bei Erkennen der Lücke auch übertragen worden wäre, ist die Vorschrift einschließlich des § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB auf das Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander entsprechend anwendbar. Dass daneben auch noch eine Verschuldenshaftung in Betracht kommen kann, ist für die Frage der Gesetzesanalogie ohne Bedeutung.ZITAT Ende/ Quelle: https://www.haufe.de/recht/deutsche...tlichen-eigentum_idesk_PI17574_HI3402465.html

    Alles eine Frage dessen, wie weit man in der Sache gehen möchte, wegen einer 10€ Lampe sicherlich nicht.

    Gruß
    BHShuber
     
  14. #13 immodream, 04.05.2017
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    Hallo Triple-J,
    wenn du eine alte Oma gewesen wärst, hätte man in Ruhe in zahlreichen weiteren Terminen deinen Spiegelschrank und die Leuchte ab und wieder anbauen können.
    Hätte dann noch ein paar Tage mehr gedauert.
    Aber die Oma hätte ja auch keinen Urlaub nehmen müssen.
    Sei einfach froh, das die ganze Aktion relativ gut verlaufen ist und du nicht noch einen wirklichen Wasserschaden erlitten hast.
    Grüße von Einem , der gottseidank jetzt auch keine Urlaubstage mehr für seine Handwerker opfern muß
    Immodream
     
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  15. #14 Tobias F, 04.05.2017
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    Es wird wirklich immer ...... ;-)

    Den Richter möchte ich sehen der von einem Wohnungseigentümer oder einer WEG verlangt die Abwasserrohre regelmäßig (welcher Abstand wäre deiner Ansicht nach den ausreichend?) zu untersuchen.
    Zumindest wurde dies bisher noch in keiner unserer WEG's gemacht. Auch bei Wasserschäden, die eben irgendwann einmal auftreten, hat bisher noch keine Gebäudeversicherung den Nachweis der letzten Endoskopie gefordert ;-)



    Keine Ahnung wo du das her hast, aber es ist wie die nötige Endoskopie einfach nur .... ;-)
    Dem Sondereigentümer gehört der Belag inkl. evtl. vorhandener Tragschicht. Die darunter liegende Abdichtungh ist zwingend Gemeinschaftseigentum. Sollte diese also irgendwann einmal ...... - dann zahlt die Gemeinschaft.


    Zudem, was soll das ganze?
    Die Reparatur hat (mit 99,9 & Wahrscheinlichkeit) die Gebäudeversicherung gezahlt, denn zumindest unsere fragen hier nicht danach wer die "Endoskopiepflicht" verletzt hat.
    Die bei Selbstdemontage beschädigte Lampe geht auf das Konto: "Das üben wir noch ein mal".

    Das jemand eine Entschädigung für entgangene "Freude vor dem Badezimmerspiegel" möchte ist sicherlich ein Novum in der Rechtsgeschichte. Zumindest habe ich bisher kein diesbezügliches Urteil gefunden.

    Und zu den entgangenen Urlaubstagen ..... - einfach mal bei der Versicherung anfragen. Ich bin sicher auch die haben gerne ihren Spaß.
     
  16. dots

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    Und ich lasse mir garantiert keinen Opel als Werkstattersatzwagen nach dem Autounfall geben. Da leihe ich mir lieber einen drei mal so teuren Ferrari.

    Merkste was?
    Dem Nachbarn oder den Handwerkern einen Schlüssel geben, hätte gereicht. Du wolltest aber was anderes/besseres. Also kannst du auch keinen anderen dafür verantwortlich machen / dafür zahlen lassen.
     
  17. #16 Triple-J, 04.05.2017
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    Ähm, sorry, ich verstehe zwar, was Du mir sagen willst, finde den Vergleich aber extrem weit hergeholt. Ich habe für die Zeit der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeit des Badezimmers über eine knappe Woche hinweg schließlich keine Vollpension im 5-Sterne-Hotel als Ersatzleistung verlangt.

    Also wenn Du einem wildfremden Handwerker einfach den Schlüssel für Deine Bude übergibst und ihn über mehrere Tage dort alleine lässt, ok, dann kannst Du das tun. Sorry, aber so groß ist mein Vertrauen in wildfremde Menschen nicht und da bin ich sicher nicht der Einzige. Das mag mir im Hinblick auf meine Ursprungsfrage nicht helfen und der "Urlaubsverlust" geht im Ergebnis auf meine Kosten. Das hat m. E. aber weniger etwas mit "was anderes/besseres" wollen zu tun, sondern schlichtweg damit, dass ich nicht einfach so wildfremden Menschen meinen Wohnungsschlüssel in die Hand drücken möchte. Hätte ich dies getan und es wäre etwas weggekommen, müsste ich mir hier im Forum bestimmt vorwerfen lassen, wie naiv ich denn sein könne, einfach so meinen Wohnungsschlüssel an einen fremden Handwerker auszuhändigen...

    Die Idee, einem bekannten Nachbarn den Schlüssel zu geben, ist mir ja durchaus gekommen. Allerdings hätte der ja auch nicht den ganzen Tag in meiner Wohnung verbracht, bis der Handwerker fertig ist, so dass im Ergebnis der wildfremde Mensch dann doch alleine ist. Nee, da geht Sicherheit vor.

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich bei einem Mieter relativ schnell ein Richter für eine Mietminderung finden wird. Aber in meinem Eingangspost fragte ich ja schon, ob das Ganze bei einen selbstnutzenden Eigentümer in den "Shit-happens-Bereich" fällt und darüber besteht ja offenbar insgesamt Einigkeit.

    Das mit den Urlaubstagen war letztlich mein größtes Ärgernis, die blöde Lampe war Kollateralschaden. Und deswegen frage ich hier im Forum ja nach, um Meinungen einzuholen, ob es Sinn macht, gegenüber der Verwaltung "was zu fordern".

    Im Ergebnis können wir nunmehr sagen: Nein.
     
  18. #17 Tobias F, 04.05.2017
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    Meine letzte Anmerkung in diesem Thread:
    Du kannst gegenüber bzw. von der Verwaltung in diesem Fall überhaupt nichts fordern.
    Weder Schadenersatz für die Lampe, noch für die trostlosen die Tage ohne Spiegel im Bad, oder die grausame Zeit ohne die liebgewonnenen Schränke, oder die Kosten der Dübel für die Neumontage, oder die entgangenen Urlaubsfreuden oder was auch immer.
    Die Verwaltung haftet hier für überhaupt nichts.
     
  19. Nanne

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    ...wolltest aber was anderes/besseres...

    dots, geh mal in dich, und zwar solange bist du merkst, dass das, was du da von dir gibst, nur Käse ist.
     
  20. Duncan

    Duncan
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    Nun mal von der Handwerkerperspektive aus: In der Mehrzahl der Whg. ist jemand anwesend, wenn darin Arbeiten ausgeführt werden sollen, meist weil die Leute eh da sind. Das geht dann von den Mietern selbst über die Kinder, Putzfrau, Hund, Katze, Wellensittich bis zum halbem Familienclan samt Nachbarschaft. Wobei man sich schon etwas albern vorkommt so allein in einer 50 m²- Wohnung mit 6 vollverschleierten Frauen unterschiedlichsten Alters und ausgerechnet der 12-jährige Filius sollte den Sittenwächter spielen...

    Schlüssel direkt in die Hand gedrückt oder beim Nachbarn/Hausmeister erhältlich und dann in der Whg. arbeiten ist trotzdem Alltagsgeschäft. Ein ordentlicher lokaler Handwerker kann es sich nicht leisten irgendwas mitgehen zu lassen. Der ist dann seine Existenz los. Das Gerücht reicht dazu oft schon. Ich übergebe bei Bedarf den Schlüssel gegen Unterschrift an den jeweiligen Handwerksbetrieb und dann kommt eine Flasche Mineralwasser und den Glas samt Zettel dazu auf den Tisch. Noch nie den geringsten Anlass zur Beschwerde gehabt.

    hm - ich hab noch nie mehr als den gesetzlichen Mindesturlaub im Arbeitsvertrag stehen gehabt und ich hab noch nie geschafft den dann auch vollständig zu nehmen...

    Die Lampe war übrigens auch genau das Beispiel und der Grund warum man den Mieter bittet seine Plünnen bitte alleine wegzuräumen. Erstens hat kein Handwerker darauf Tampons, Binden und Rasierzeug zu verräumen zum anderen gibt es immer irgendein gammeliges Teil, dass dann beim genauen angucken zu Staub zerfällt und man ist dann Schuld, dass die nur 40 Jahre alte Plastelampe zerbröselt ist, wo sich doch erst vor ca. 20 Jahren alle Weichmacher verflüchtigt haben...
     
  21. dots

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    Das meinte ich nicht mit dem (zugegebenermaßen übertriebenen, aber dadurch vielleicht deutlicheren) Vergleich mit dem Opel und dem Ferrari.

    Du hast verlangt/gewollt, dass du während der Arbeiten anwesend bist (und hast wegen deinem eigenen Wunsch, anwesend zu sein, Urlaub genommen).
    Den durch den vergeudeten Urlaub entstandenen "Schaden" hättest du vermeiden können, in dem du deine Ansprüche ("Ich will persönlich anwesend sein") zurückgeschraubt hättest (und der Nachbarin oder den Handwerkern einen Wohnungsschlüssel gegeben hättest). Niemand hat verlangt, dass du persönlich anwesend bist, das ist dein Privatvergnügen gewesen, so dass du das niemandem (außer dir selbst) anlasten kannst.

    Ich habe das tatsächlich schon mal gemacht, kannte den Handwerker aber auch persönlich und weiß, wo er wohnt.
    Aber das war ja auch nur ein Beispiel. Du hättest halt irgendwen damit beauftragen können, die Handwerker reinzulassen.

    Genau so war das gemeint. Du möchtest keinem Fremden den Schlüssel in die Hand drücken, und weil du das so möchtest (willst), kannst du das keinem anderen anlasten.
     
    BHShuber gefällt das.
Thema: Entschädigung für Mehraufwand/Kosten durch Wasserschaden?
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