Erfahrungen mit den Anwälten des örtlichen Mietervereins

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immodream

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Erfahrungen mit den Anwälten des örtlichen Mietervereins
Hallo, ich habe heute , nach 12 Jahren Ruhe, meinen vierten, durch den Mieterverein angezettelten Gerichtsprozeß gewonnen.
Ich verstehe einfach nicht , warum die Anwälte des Mietervereins ihre Mandanten nicht richtig beraten.
In der heutigen Gerichtsverhandlung habe ich dem Mietervereinanwalt aus der eigenen Broschüre " Die zweite Miete " vorgelesen und gefragt ob das, was der DMB schreibt nun falsch oder richtig ist?
Der Richter hat geschmunzelt und dem Mietervereinanwalt geraten, seiner Mandantin auf dem Flur alles noch einmal zu erklären.
Die Verhandlung hat 15 Minuten gedauert.
Nach meinen Erfahrungen in 3 vorherigen Prozeßen mit dem Mieterverein kan ich nur jedem Vermieter raten, sich von dem unqualifizierten Geschreibe der Anwälte nicht einschüchtern zu lassen.
Grüße
Immodream
 

Pharao

Hi Immodream,

ob der gegnerischen Anwalt nun "unqualifiziert" war oder ist, mal dahingestellt. Nur mal als Beispiel: Mieter zahlt grundlos keine Miete oder nur Stückensweise, trotzdem wird der Mieter von seinem Mieteranwalt vertreten, obwohl dieser mit Sicherheit weis, wie die Rechtslage dazu aussieht. Deswegen würde ich aber den gegnerischen Anwalt nicht als "unqualifiziert" betiteln, wenn er versucht im Sinne seines Mandanten zu handeln. Manche Personen wollen auf biegen & brechen bis zum Gericht, egal was der eigene Anwalt einem anrät ....

Allerdings müsste auch ich schon mal feststellen zu meiner freude (hat nichts mit dem Beispiel oben zu tun), das der Mieteranwalt bzw Mieterverein den Mieter nicht ganz optimal beraten hat .... Einen netten Nebeneffekt hatte das danach auch, seitdem verzichtet der Mieter gleich mit seinem Mieterverein oder Anwalt zu drohen ;)
 
Martens

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Natürlich hat auch ein Mensch in schlechter juristischer Situation ein Anrecht auf einen Anwalt, darum ging es wohl nicht, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich habe in Bärlin bisher ganz überwiegend Pfeifen auf Seiten des Mietervereines kennengelernt. Das geht dann leider zu Kosten des Mieters, der zahlt ja letztlich die Zeche für die Schlechtberatung...

Christian Martens
 

Gast 2

Anwälte Mietervereine

ich weiß seit langem, dass diese Rea nur nach dem Mund der Kunden reden. Da wird Werbung gemacht, kommt dann ein Kunde so wird dem nach dem Munde geredet. Bei der Gerichtsverhandlung ist dies dann nicht mehr aufrecht zu halten. Die Kunden werden dann bei Gericht meist nicht von einem Rea. des Mietervereins vertreten.
Der Mieterverein macht mehr kaputt als gut, denn dem Mieterverein geht es nur um den Verdienst des Vereins
 

MrBesserwisser

Zum Teil dürfte das auch an den Mietern liegen. Aus Unkenntnis beschreiben die den Sachverhalt (zumindest nach meiner Erfahrung) oft falsch oder unvollständig. Wenn man sich den Rest zusammenreimen muss, kann es zu Irrtümern kommen.
 

Papabär

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Wenn man sich den Rest zusammenreimen muss, ...
... dann hat man den Sachverhalt wohl nicht richtig hinterfragt.


@immodream: Herrlich, dass Du die mit ihren eigenen Waffen schlagen konntest. :engel003:
Ich konnte den Club zwar mal mit einem Ausdruck aus deren eigener Internetveröffentlichung zum Thema heizen & lüften ruhigstellen ... aber nicht direkt vor Gericht.


... bisher ganz überwiegend Pfeifen auf Seiten des Mietervereines kennengelernt.
Was erwartest Du von denen, wenn die Oberpfei ... ähem, der Oberboss dieses Vereins sich noch im Juli 2012 über ein BGH-Urteil aufregt, dass lediglich die bereits gängige Rechtsprechung (auch des BGH) wiederholt. Drück mich
 
immodream

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Hallo,
es ging hier nicht um Irrtümer oder falsche Aussagen des Mieters.
Es ging schlicht und ergreifend um Kosten für die Heizungsreinigung und um die Eichgebühren für die Wasseruhr.
Hätte der Mietervereinanwalt einmal die eigene Broschüre gelesen, hätte er den Mieter richtig beraten können und den Prozeß abwenden können.
In den vier Prozeßen , die man auf Anraten des Mietervereins in den letzten 25 Jahren gegen mich geführt hat, waren wirklich nur Pfeifen als Anwälte vor Ort.
Grüße
Immodream
 

Pharao

Hi Immodream,

eigentlich stört es mich wenig, wenn der Mieter einen schlechten Anwalt hat und deswegen evtl. sogar einen Prozess verliert, hauptsche ich hab einen guten Anwalt der sich mit der aktuellen Rechtslage sehr gut auskennt. Ja ich weis, sehr egoistisch, aber damit kann ich gut leben ;)

immodream schrieb:
In den vier Prozeßen , die man auf Anraten des Mietervereins in den letzten 25 Jahren gegen mich geführt hat, waren wirklich nur Pfeifen als Anwälte vor Ort.
Martens schrieb:
Ich habe in Bärlin bisher ganz überwiegend Pfeifen auf Seiten des Mietervereines kennengelernt. Das geht dann leider zu Kosten des Mieters, der zahlt ja letztlich die Zeche für die Schlechtberatung...
Einerseits durchaus etwas erschreckend, denn immerhin sollte ein Fachanwalt sich schon in seinem Fach auskennen, aber andererseits, wieviele gute Beratungen für den Mieter waren evtl. auch dabei ?

Ich mein, gibt sicherlich auch Anwälte die einen Vermieter mal falsch beraten haben. Ob deswegen gleich ein ganzer Verein/Verband oder eine ganze Berufssparte schlecht seinen muss ?
 
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Martens

Martens

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Ich wünsche mir auf der "Gegenseite" immer einen guten Anwalt.

Dieser wird nämlich eine realistische Einschätzung der Fragestellung vornehmen, seinem Mandanten die zutreffenden Informationen geben und damit möglichst zur Klärung der Situation beitragen. Eine weitere dieser unsäglichen Klagen - meist ja über "dumm Tüch" - könnte somit vermieden werden.

Ein mieser Anwalt stellt dem Mandanten die Situation so dar, wie dieser sie hören will und klagt dann auf Teufel komm raus. Das macht keine Spaß, selbst dann nicht, wenn man gewinnt. Diese Energie hätte sinnvoller verwendet werden können.

Christian Martens
 
immodream

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Hallo Pharao,
da ich ja keinen Verein/Verband oder eine Berufssparte als schlecht bezeichnen möchte, habe ich ja auch geschrieben " Erfahrungen mit den Anwälten des örtlichen Mietervereins".
Grüße
Immodream
 

Heizer

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Meine Erfahrungen sind ähnlich.

MV-Anwälte bekommen wahrscheinlich sonst nirgends einen Fuß auf den Boden.

Aktuell habe ich 2 Fälle auf dem Tisch. In beiden sind die Argumente Haarsträubend. Nichtmal die Heizkostenverordnung ist geläufig.

In letzten Schreiben wurde dann die Gebäudeisolierung bemängelt. Keine Ahnung was das den Wärmelieferanten angehen soll. (Contracting) Im anderen Fall wurde die Schlichtungsstelle in Berlin angerufen. Leider hatte die RA keine Ahnung davon, dass die nicht für Wärmelieferungen zuständig sind.

In beiden Fällen haben wir das schlussendliche Vergleichsangebot der Anwälte abgelehnt. Nun läuft das Mahnverfahren mit schließlicher Zahlungsklage.

Da die Einspruchsfrist inzwischen abgelaufen ist und die Einsprüche der RA substanzlos waren, ist das wie ein Elfmeter ohne Tormann.

Es geht nicht mehr um die Richtigkeit der Abrechnung sondern nur noch um die Zahlung an sich. Unsere Rechtsabteilung macht sowas jeden Tag. Da sollten keine Fehler passieren.


Dank der Unfähigkeit des MB zahlen die Mieter dann einige Hundert Euro mehr an Mahn- und Gerichtskosten. Übernimmt sowas eigentlich der MB? Ich meine die haben es ja schließlich verbockt.
 

Gruwo-NDS

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Ach, dann bin ich also nicht der einzige :smile031:.

Auch ich durfte in den vergangenen Jahren die Erfahrung machen, dass so gut wie kein Schreiben der hiesigen Mietververeine Substanz hatte.
 

Berny

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Hätte der Mietervereinanwalt einmal die eigene Broschüre gelesen, hätte er den Mieter richtig beraten können und den Prozeß abwenden können.
Weshalb sollte er denn Interesse an einem geringen Honorar haben...?
 

Heizer

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Weshalb sollte er denn Interesse an einem geringen Honorar haben...?


Du willst doch dem MV nicht unterstellen, dass dieser nur die eigenen Interessen und nicht die der Mieter im Blick hat, oder?

*tüteltüteldidum*
 

Ronny451

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Du willst doch dem MV nicht unterstellen, dass dieser nur die eigenen Interessen und nicht die der Mieter im Blick hat, oder?

*tüteltüteldidum*

Ja, sehe ich auch so. Auch als Rat an alle Mieter, die mitlesen: Es ist oft sehr traurig, was diese Mietervereine zustande bringen an "Beratung". Die Meinung, dass die Juristen der Mietervereine woanders keinen Job bekommen, ist mehr als denkbar. Allerdings verstehe ich bis heute eines nicht: Warum finanzieren die Rechtsschutzversicherungen die oft hanebüchenen Klagen der Mieter so unproblematischt? Oft werden ja die Mieter förmlich in die Rolle des "Klagehansels" gedrängt.. Blödes System, welches Mieter und Vermieter oft unnötig gegeneinander hetzt..
 

Pharao

Auch als Rat an alle Mieter, die mitlesen: Es ist oft sehr traurig, was diese Mietervereine zustande bringen an "Beratung". Die Meinung, dass die Juristen der Mietervereine woanders keinen Job bekommen, ist mehr als denkbar.
Hi,

sorry, aber nur weil es gelegendlich mal eine schlechte Beratung gibt bei dem ein oder anderen, bedeutet das nicht, das jetzt alle Mietvereine oder ein bestimmter Mietverein ihren Mitglieder immer schlecht beraten. Wieviele "gute" Beratungen waren den dabei, die jetzt nicht aufgezählt werden ?

Und wie so oft: gelegendlich gibt`s eben auch mal schlechtere Anwälte (auf jeder Seite !), egal ob wir hier im Mietrecht, im Strafrecht oder im Zivielrecht, ect uns befinden. Soll sogar auch Steuerberater, Ärzte, ect geben, die einem manchmal nicht so toll beraten ....

Sorry, aber gelegendlich muss man sich eben auch mal eine zweite Meinung einholen und nicht blind jedem vertrauen.
 
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Soontir

Soontir

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Hallo Pharao,

grundsätzlich gebe ich dir schon recht, denn es gibt auch gute Anwälte beim DMB (habe die Erfahrung leider schon machen müssen^^).

Aber wenn ich bei einem Mieterverein als Anwalt arbeite, sollte ich schon Ahnung von der Materie haben, was leider nicht immer der Fall ist.
 

Gast2

Mieterverein

Auch ich habe bislang jeden Prozess, den der Mieterverein angezettelt hat gewonnen. Der Mieterverein spricht der Kundschaft nur nach dem Mund, denn die wollen ja keinen Beitragszahler verlieren. Die Schreiben des Mietervereins sind zumeist das Papier nicht wert. Es geht einzig und alleine darum die Kundschaft zu halten. das schlimme an der Sache ist, dass der Mieter gegen den Vermieter aufgehetzt wird und der Vermieter unnötigen Ärger hat..
 
Soontir

Soontir

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Das ganze kann aber auch bei einem sog. Fachanwalt für Mietrecht passieren.

Einer meiner Mieter hat es 2x auf Anraten ihres Anwalts auf einen Prozess ankommen lassen.
Beide mal verloren^^.

Also solch Vollpfosten gibt es auch ausserhalb von MIetervereinen.
 

Berny

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Einer meiner Mieter hat es 2x auf Anraten ihres Anwalts auf einen Prozess ankommen lassen.
Beide mal verloren^^.
Also solch Vollpfosten gibt es auch ausserhalb von MIetervereinen.
RA sagt: "Leider ist das Gericht nicht unseren Argumenten gefolgt."
RA denkt: "Hauptsache, Du Blödmann bezahlst meine Rechnung!"
 
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