Erfahrungen organisierte Vermietung / Garantierte Rendite?

Dieses Thema im Forum "Immobilienmarkt /Investments" wurde erstellt von dummer-esel, 18.01.2016.

  1. #1 dummer-esel, 18.01.2016
    dummer-esel

    dummer-esel Gast

    Hallo,

    ein Kollege hat mir neulich erzählt, dass er in Immobilien investiert, wo die gesamte Administration inkl. Vermietung von einem Unternehmen übernommen wird. Klar, dass dieser Aufwand dann auch abgerechnet wird und die Erträge damit etwas geringer sind, als wenn man alles selbst macht. Jedoch finde ich das Thema spannend und hoffe, dass hier der eine oder andere schon mal Erfahrungen damit gemacht hat.

    Konkret interessiert mich:
    - Welche Anbieter gibt es hier bzw. unter welchen Begriffen findet man diese? Ggf. schon eigene Erfahrungen?
    - Auf was muss man beim Anbieter und dessen Angeboten achten? (Energieausweis, Lage/Zustand, in der Nähe...) und wie kann ich seriöse Anbieter von unsereiösen unterscheiden?
    - Welches Budget sollte ich haben, um damit zu starten oder ab welchen monatlichen Raten würde eine Investition als solche Sinn ergeben?
    - Welche (versteckten) Kosten gibt es? (Courtage, Prämie, Admin-Kosten, Mietbeteiligung, ...)
    - Welche Risiken gibt es? (Mietausfall, Vandalismus, eigene Insolvenz) --> Wem gehört die Wohnung dann?
    - Wie sind Anbieter im Ausland zu bewerten, welche zusätzlichen Risiken gibt es hier (z.B. für eine teils selbst genutzte Ferienimmobilie in der Mittelmeerregion)?

    Vielen Dank schon mal für eure Gedanken und Erfahrungen!
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Toastedblackcat, 18.01.2016
    Toastedblackcat

    Toastedblackcat Benutzer

    Dabei seit:
    18.06.2015
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    14
    Ort:
    Ba-Wü
    Ich kenne das von einem Studentenwohnheim im Süddeutschen Raum (Gebrauchtimobilie). Ausser dass die Rendite etwas schmäler ausfällt gab es keinerlei Beanstandungen. Man muss sich wirklich um nichts kümmern.
    Was ich nicht machen würde: in eine Immobilie in einer Region investieren in der ich mich nicht auskenne. Daher würde für mich- wenn dann- nur etwas in D in Frage kommen.
    Als Neubau kenne ich das von Pflegeimmobilien. Ich bin grundsätzlich kein Freund davon- aber das muss jeder selbst eintscheiden. In einem Fall den ich mal näher betrachtet habe, hat eine Firma den Bau gemacht und dann über 25Jahre an einen Pflegedienst verpachet. Man muss als Investor ein Appartment und Teile des Gemeinschaftseigentums anteilig erwerben. Es wird sich um alles gekümmert (Vermeitung etc.) und man hat auch ein Vorrecht auf einen Platz dort- so sollte es mal soweit kommen bei einem selbst. Aber mich hat es nicht überzeugt. Details gerne per PN.
     
  4. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.709
    Zustimmungen:
    1.248
    Mir fehlen eigene Erfahrungen, ich lese nur regelmäßig Berichte von Leuten, die mit so etwas auf die Schnauze geflogen sind. Das sieht dann mindestens so aus, dass die erzielte Rendite irgendwo auf Tagesgeldniveau liegt. Wenn die Mühen und Risiken einer Vermietung nicht gewünscht sind, man aber trotzdem in Immobilien investieren will, würde ich direkt zu einer Unternehmensbeteiligung oder einem Fonds greifen, statt das schlechte Gewissen bezüglich der eigenen Altersvorsorge mit einer "Pflegeimmobilie" zu beruhigen, von der niemand weiß, ob sie jemals auch nur annähernd zu deinem vielleicht (nicht) eintretenden Pflegebedürfnis passen wird.


    Referenzen. Und zwar nicht in bunten Prospekten vom Anbieter sondern real einsehbar, samt dem "Papierkram".


    Bestimmt alle, aber auch noch ein paar naheliegendere: Schlechte wirtschaftliche Entwicklung, entweder aufgrund des Umfelds oder aufgrund der Führung. Das ist auch eines der grundlegenden Risiken, wenn man ganz klassisch selbst vermietet. Wenn dieses unternehmerische Risiko allgemein nicht gewünscht ist, suchst du eher eine verzinsliche Anlage.


    Noch mehr unseriöse Anbieter, eigene Unkenntnis der ortsüblichen Geschäftssitten und der Rechtslage, sprachliche Probleme, ...
     
  5. #4 Toastedblackcat, 18.01.2016
    Toastedblackcat

    Toastedblackcat Benutzer

    Dabei seit:
    18.06.2015
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    14
    Ort:
    Ba-Wü
    Was macht denn eine solche Vermietung für dich überhaupt interessant? Ich würde es mir gar nicht aus der Hand nehmen lassen wollen. Wäre es nicht eine Option eine klassische Immobilie zu kaufen und diese über den Hausverwalter verwalten zu lassen (Mietverwaltung). Bietet nicht jeder an und kostet etwas mehr - aber eine Option. Wenn der Verwalter was taugt natürlich.....
     
  6. #5 dummer-esel, 18.01.2016
    dummer-esel

    dummer-esel Gast

    Danke zunächst für die ersten Antworten.

    Meine Motivation war, langsam passives Einkommen (Mieteinkommen) und eine Sicherheit (Wohnungsbesitz) aufzubauen, indem ich lediglich ein paar Euro (vielleicht 200-300 monatlich? falls das realistisch ist) investiere. Wenn es statt 5% nur 2-3% Rendite sind, wäre das ok, wenn ich mich dafür nicht um den "Kleinkram" kümmern muss (d.h. Mieter suchen, Miete "eintreiben", Reparaturen, Hausmeister, Abrechnungen/Papierkram, Mieterangelegenheiten, ...).

    Kurz: Im Idealfall schaue ich mir "meine" Immobilie einmalig an, zahle anschließend 200 Euro mtl. (Rest kommt durch die Miete rein), ohne sonstigen Aufwand/Arbeit zu haben und nach max. 10 Jahren habe ich (und die Miete) alles abbezahlt und bin Eigentümer (letzteres ggf. auch schon früher).

    Die erwähnte Option mit Erwerb einer Immobilie und Beauftragung einer Hausverwaltung wäre vielleicht auch eine Option. Hier gibt es jedoch eine Anfangshürde, da man das Objekt und Finanzierung selbst suchen muss sowie eine passende Verwaltung finden muss.
     
  7. #6 Toastedblackcat, 18.01.2016
    Toastedblackcat

    Toastedblackcat Benutzer

    Dabei seit:
    18.06.2015
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    14
    Ort:
    Ba-Wü
    Verstehe. Ist ja auch vom Grundansatz ok- wenn man einsieht das "Bequemlichkeit" ihren Preis hat, bzw. an der Rendite zehrt.
    Ich kenne leider auch nur eine einzige Hausverwaltung der ich eine Mietverwaltung anvertrauen würde. Ebenso ist es mit der Suche nach der passenden Immobilie. Die würde ich gar keinem anderen überlassen wollen. Aber das ist eine Typ-Frage.

    Ich denke unter deinen Umständen bleibt nur: jemanden suchen der sich mit Immobilienkauf auskennt und dem du vertraust. Verwandschaft?Freunde? Kollegen?Makler? - eine hoffentlich passende Immobilie mit einem seriösen Hausverwalter, der dann eben auch die Mietverwaltung mit allem Pipapo mit übernimmt. Aber das wird schwer und eine lange Suche.

    Ich würde den Ansatz in einer Uni-Stadt suchen. Großer Gebäudekomplex mit guter Anbindung an die Öffi's oder in der Nähe der Uni. Da stehen viell. die Chancen relativ hoch etwas zu finden dass deinen Ansprüchen gerecht wird.
     
  8. #7 Pharao, 18.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2016
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2012
    Beiträge:
    7.861
    Zustimmungen:
    507
    Hi,

    wenn das so einfach wäre, dann hätte wohl fast jeder seine eigene Immobilie ... :91:

    Sorry, aber wenn ich Sachen lese, die grob dem entsprechen "finanziert sich ja von ganz alleine".... - Also genau mit dem Spruch sind gerade bei Immobilien schon sehr viele auf die Schnauze gefallen bzw. haben letztlich richtig drauf bezahlt!

    Natürlich kannst du auch alles (was mit der Vermieterrei zu tun hat, also sei es Buchhaltung, Vermietung, Steuer, ect) abgeben an Dritte, aber keiner von denen macht das umsonst. Und hierbei geht es noch nicht mal darum, ob die das gut machen, also aus Sichtweise des Eigentümers gesehen.



     
  9. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.382
    Zustimmungen:
    1.416
    Ort:
    Mark Brandenburg
    für das passive Einkommen muss ich ganz schön aktiv tätig werden, dass es sich auch wirklich rechnet. Und die Sicherheit des Wohnungseigentumes bringt auch ganz schöne Risiken insbesondere finanzieller Natur mit sich. Immobilie kaufen, ggf. abbezahlen und sich nie wieder drum kümmern müssen funktioniert langfristig nie. Bei einer guten Hausverwaltung mit ausreichendem Handlungsspielraum mag dass eine Weile gut gehen, aber irgendwann braucht die Immobilie und auch der HV eine klare Ansage und Zielstellung des Eigentümers. Die kann er nur vernünftig treffen und festlegen, wenn er weiß wovon er da redet. Dazu gehört, dass man das Objekt kennt, die inneren und äußeren Kerndaten und die Entwicklung in der Region berücksichtigt. Also alles was ich nur weiß, wenn ich selbst immer einen Blick drauf habe.

    Immobilien sind keine F&F-Systeme!
     
  10. #9 Toastedblackcat, 19.01.2016
    Toastedblackcat

    Toastedblackcat Benutzer

    Dabei seit:
    18.06.2015
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    14
    Ort:
    Ba-Wü
    Natürlich sind sie keine Selbstläufer- das hat der dumme Esel (^^ sorry aber hört sich zu gut an) ja auch verstanden und ist bereit dafür von seiner Rendite abzuzwacken und auf einen Teil zu verzichten dafür dass er jemanden findet der sich drum kümmert. Ich finde es allemal besser zu fragen als sich blind etwas zu kaufen und sich dann umzudrehen und zu merken: upps, ist ja doch ein Haufen arbeit was da auf einen zukommt
     
  11. #10 lostcontrol, 19.01.2016
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.08.2006
    Beiträge:
    16.612
    Zustimmungen:
    835
    Was ist denn ein F&F-System? Sorry, den Ausdruck kenne ich noch nicht...
     
  12. #11 lostcontrol, 19.01.2016
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.08.2006
    Beiträge:
    16.612
    Zustimmungen:
    835
    Das Problem liegt auch in meinen Augen vor allem in den Kosten für:
    - Hausverwaltung
    - Mietverwaltung
    - Makler
    Allein diese drei Dienstleister sind verdammt teuer wenn man selbst wirklich in garkeiner Art und Weise "mithelfen" will.
    Ich befürchte da bleibt dann von der Rendite nicht viel übrig, ich bezweifle sogar dass das mit den Mieteinnahmen überhaupt zu machen ist (zumindest so lange nicht, so lange man noch gleichzeitig einen Kredit abzahlen muss).
    GERADE bei kleinen Wohnungen (Pflegeimmo, sonstige Wohnheime etc.).

    Wenn ich dran denke was ich letztes Jahr in einem kleinen MFH (7 Parteien) eingenommen hätte, wenn ich nur die Mietverwaltung in Rechnung gestellt hätte (es gab 4 Mieterwechsel - ein trauriger neuer Rekord), jedes Mal 2 Kaltmieten Maklergebühren... das hätte echt 'ne schöne Kreuzfahrt gelangt.
    Dann noch die ganz normale Hausverwaltung, kleinere Hausmeisterdienste, Handwerkerbetreuung... da wäre locker nochmal so viel zusammengekommen...
    ("Kleinkram" wie da ein neuer Durchlauferhitzer, dort ein neuer Herd etc. garnicht eingerechnet, auch nicht die Räumungsklage usw..)

    Da muss die Rendite schon reichlich hoch sein, damit da tatsächlich noch was bei rüberkommt wenn man für all das bezahlte Dienstleister beauftragt.

    Ich würd's nicht machen - dann lieber 'ne einigermaßen gute klassische Anlageform, da ist das Risiko nicht so hoch und der Ärger geringer.
    Aber Ihr wisst ja - ich würde ohnehin keine Eigentumswohnung kaufen wollen - ist mir alles zu fremdbestimmt.
     
  13. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.382
    Zustimmungen:
    1.416
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Fire & Forget.
     
  14. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.709
    Zustimmungen:
    1.248
    Wer's etwas weniger militärisch mag, verwendet den Begriff "set and forget".
     
Thema:

Erfahrungen organisierte Vermietung / Garantierte Rendite?

Die Seite wird geladen...

Erfahrungen organisierte Vermietung / Garantierte Rendite? - Ähnliche Themen

  1. Mietvertrag nach Tod des Vermieters beendbar?

    Mietvertrag nach Tod des Vermieters beendbar?: Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe eine Frage zur Ausgestaltung eines Mietvertrages. Folgende Situation: Der Eigentümer eines ZFHs lebt...
  2. Vermieter darf Gas Anbieter wechseln?

    Vermieter darf Gas Anbieter wechseln?: Guten Abend, ich bin Vermieter und habe das Gewerbe vom vor Besitzer übernommen. Der vor Besitzer hat Gas Vertrag von den Stadtwerke. Und Gewerbe...
  3. Wer hat Erfahrung mit Alu Haustüren?

    Wer hat Erfahrung mit Alu Haustüren?: Hallo Leute, Ich möchte mir eine neue Haustür kaufen und meine erste Wahl ist momentan die Aluminium Haustür, obwohl ich persönlich noch keine...
  4. Feuchte Wohnung vermieten

    Feuchte Wohnung vermieten: Hallo, ich habe eine Wohnung, die schon immer ein Problem mit aufsteigender Feuchtigkeit in den Wänden hatte. Vor 2 Jahren habe ich diese etwas...
  5. Zu blöd zum vermieten?

    Zu blöd zum vermieten?: Hi, ich war gerade mal wieder auf Wohnungsbörse-Seiten, weil ich eine Mietwohnung für meine Mutter suche (sie hat kein Internet) und da ist mir...