Erfahrungswerte: WEG-Verwalter für kleine WEG

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Venceremos!, 05.06.2013.

  1. #1 Venceremos!, 05.06.2013
    Venceremos!

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    Hallo,

    ich habe unlängst zwei Wohnungen in einem Dreifamilienhaus gekauft, es gibt also neben mir nur noch einen Miteigentümer. Auf mich entfällt die Mehrheit der Miteigentumsanteile. Die Verwaltung wurde bisher mehr schlecht als recht durch die Verkäufer der von mir erworbenen Wohnungen erledigt, d.h. es wurde kein Wirtschaftsplan erstellt und auch keine Instandhaltungsrücklage gebildet, sondern das Gemeinschaftseigentum betreffende Rechnungen wurden von den Mehrheitseigentümern bezahlt und dem Miteigentümer zur anteiligen Erstattung vorgelegt. Das ganze soll in der Vergangenheit durchaus streitanfällig gewesen sein, mindestens einmal ging ein Streitfall sogar vor Gericht.

    Da das so kein Zustand ist und einige umfangreichere Instandhaltungsmaßnahmen anstehen habe ich mit mit dem Miteigentümer darauf verständigt, einen professionellen Hausverwalter mit der Verwaltung des Hauses zu betreuen. Ich habe daraufhin drei Verwaltungen angefragt, die mir teilweise aus anderen Objekten bekannt waren oder Büros in der Nähe des Objekts unterhalten, und musste überrascht feststellen, dass von deren Seite gar kein Interesse an der Übernahme der Verwaltung besteht bzw. utopische Gebühren aufgerufen werden. Es wird nachvollziehbar argumentiert, dass der Verwaltungsaufwand zu einem Gutteil unabhängig von der Größe der WEG sei, und eine Umlage dieser Fixkosten auf wenige Einheiten unwirtschaftlich ist. Alle Verwalter empfahlen mir für ein so kleines Objekt die Selbstverwaltung.

    Frage:

    a) Hat jemand Erfahrungswerte mit der Verwaltung so kleiner WEGs? Was zahlt ihr pro Einheit / Monat?

    b) Gibt es empfehlenswerte (kompakte) Literatur zum Thema Selbstverwaltung einer WEG?

    c) Muss bei einer so kleinen WEG das übliche Prozedere (z.B., dass alle Entscheidungen auf einer Eigentümerversammlung abgesegnet werden müssen, mit entsprechenden Fristen, Protokollen etc.) strikt eingehalten werden, oder kann man auch größere Maßnahmen auf dem kleinen Dienstweg treffen, etwa indem entsprechende Handwerksaufträge von beiden Miteigentümern schriftlich erteilt werden?

    Für sachdienliche Hinweise bin ich dankbar.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Fremdling, 06.06.2013
    Fremdling

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    Hallo Venceremos,

    Deine Erfahrungen sind nicht überraschend, denn so ergeht es zahlreichen kleinen Gemeinschaften, wobei die Argumentation zur Unlust der Verwaltungsübernahme wirtschaftlich nachvollziehbar ist.

    a) Dazu gibt es an anderer Stelle im Forum unverbindliche Preisnennungen (aus der Erinnerung bis ca. € 25 pro WE/Mon.?).

    b) Literatur gibt es ganz sicher. Will aber keine Werbung platzieren und könnte dazu etwas per PN liefern.

    c) Falls Du im aktuellen Betrieb, in der Zukunft und auch im Rahmen weiterer Eigentümerwechsel keine unnötigen Probleme züchten möchtest, solltest Du auch in einer so kleinen Gemeinschaft möglichst alle 'Spielregeln' für WEGs einhalten. Selbstverständlich können auch eher 'pragmatische' Lösungen von Fall zu Fall geschmeidiger laufen.

    Viel Glück beim Auffinden eines Verwalters oder der Selbstverwaltung!
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Für 75 €/Monat würde ich einen Auftrag sicher nicht annehmen wollen.
     
  5. #4 Fremdling, 06.06.2013
    Fremdling

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    Hallo Venceremos,
    hier mal der LINK zu meinem 'Gedächtnis-Beitrag':50::
    Click
     
  6. #5 Venceremos!, 15.07.2013
    Venceremos!

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    Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich habe es daraufhin noch bei anderen Verwaltungen probiert und Absagen, aber auch realistische Angebote (25 - 35 Euro pro Wohnung) bekommen. Man muss also einfach etwas rumprobieren.
     
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