Erfassung Heizkosten

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Nietnagel31, 06.05.2015.

  1. #1 Nietnagel31, 06.05.2015
    Nietnagel31

    Nietnagel31 Neuer Benutzer

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    Guten Tag zusammen,

    ich hab hier als Neuling schon einiges gelesen und wollte jetzt auch mal selber schreiben.

    Sollte ich im falschen Unterforum sein, bitte durch einen Mod verschieben.

    Meine Frau und ich haben haben uns ein Zweifamilienhaus gekauft, in dem der ehemalige Eigentümer als Mieter im EG wohnen bleibt. Die Wohnung im OG, in die wir nun einziehen, war bis Ende Februar vermietet und wurde auch schlussabgerechnet.

    Der ehemalige Eigentümer hat vor 2 Jahren, also als er noch Vermieter war, bei der ISTA einen 5-Jahresvertrag abgeschlossen über die Hausverwaltung und die Nebenkostenabrechung.


    Frage: Geht dieser Vertrag automatisch auf uns über? Der Verkäufer hat unsere Daten (mit unserem Einverständnis) an die ISTA weitergeleitet, wir haben aber von denen noch nichts gehört. Die letzten Rechnungen von ISTA haben wir gesehen, wir finden das ehrlich gesagt alles ein wenig teuer (ca. 450 Euro inkl. Miete für die Wärmemengenzähler). Die Hausverwaltung würden wir gerne selber machen, wir brauchen eigentlich nur diese Funkheizmengenzähler, die an den Heizkörpern hängen.

    Zu den Nebenkosten haben wir folgenden Passus im (Ver-)Mietvertrag:

    "Soweit nicht durch Gesetz vorgeschrieben, bestimmt der Vermieter den Umlegungsmaßstab für die Betriebskosten nach billigem Ermessen"

    Frage: Was ist gesetzlich vorgeschrieben bezüglich der Betriebskosten?

    Wenn da jemand einen Link auf den richtigen Eintrag hier im Forum hat, wäre das nett.

    Der Übergang von Nutzen und Lasten ist wahrscheinlich diese Woche passiert, weil wir nicht wissen, wann der Kaufpreis bei den Grundschuldgläubigern eingegangen ist. Wir wissen nur, dass er letzte Woche bezahlt worden ist.

    Frage: Wir wollen jetzt dieses Wochenende ein Übergabeprotokoll mit dem Mieter ausfüllen. Sind noch weitere Sachen zu beachten?

    Danke und Gruß
    Nietnagel31
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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    Moin Nietnagel31,

    Der ehemalige Eigentümer hat vor 2 Jahren, also als er noch Vermieter war, bei der ISTA einen 5-Jahresvertrag abgeschlossen über die Hausverwaltung und die Nebenkostenabrechung
    Frage: Geht dieser Vertrag automatisch auf uns über?"
    - Kommt auf Euren Kaufvertrag an.

    "Der Verkäufer hat unsere Daten (mit unserem Einverständnis) an die ISTA weitergeleitet, wir haben aber von denen noch nichts gehört. Die letzten Rechnungen von ISTA haben wir gesehen, wir finden das ehrlich gesagt alles ein wenig teuer (ca. 450 Euro inkl. Miete für die Wärmemengenzähler)."
    - ISTA + Te**em sind erwiesenermassen die teuersten. Hatte mal -zig Angebote eingeholt; sie waren ~ doppelt so teuer wie der preisgünstigste örtliche Anbieter.

    "Zu den Nebenkosten haben wir folgenden Passus im (Ver-)Mietvertrag:
    "Soweit nicht durch Gesetz vorgeschrieben, bestimmt der Vermieter den Umlegungsmaßstab für die Betriebskosten nach billigem Ermessen""
    - Das ist möglich in einem Zweifamilienhaus, in welchen auch der Eigentümer selbst wohnt - zumindest, was die Heizkosten betrifft.

    "Was ist gesetzlich vorgeschrieben bezüglich der Betriebskosten?"
    - An und für sich mietflächenanteilmässige Aufteilung, wenn nicht geeignete Mess-/Zähl-Instrumente eingebaut sind.

    "Wir wollen jetzt dieses Wochenende ein Übergabeprotokoll mit dem Mieter ausfüllen. Sind noch weitere Sachen zu beachten?"
    - Schreibt alle rein, was wichtig erscheint, zweifach, mit Unterschriften und Datum.
     
  4. Andres

    Andres
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    Nein, aber vielleicht habt ihr euch im Kaufvertrag verpflichtet, ihn zu übernehmen.


    Für die Heiz- und Warmwasserkosten ist eine Abrechnung nach Verbrauch entsprechend der HeizkostenV vorgeschrieben. Ihr hättet euch in eurem Fall (zwei Wohnungen im Haus, davon eine selbst bewohnt) auch auf etwas anderes einigen können - habt ihr aber nicht.

    Den Rest hat Berny schon erschlagen: Abrechnung nach Fläche, außer wenn ein Verbrauch erfasst wird, was z.B. beim Kaltwasser so sein könnte.


    Darüber gibt nötigenfalls der Notar Auskunft.


    Von Raum zu Raum gehen und den Zustand sorgfältig dokumentieren. Fotos sind auch erlaubt und in Zeiten, in denen an jedem Schraubendreher noch eine x-Megapixel-Kamera klebt, auch kein Kostenfaktor mehr. Nicht übertreiben, nicht untertreiben. Maßband und Taschenlampe gehören zur absoluten Grundausstattung bei Übergaben. Sämtliche Zählerstände notieren. Lieber etwas unnötiges dokumentieren als sich später über die eigene Schludrigkeit ärgern.

    Ich glaube, jetzt haben wir's so etwa.
     
  5. #4 Nietnagel31, 07.05.2015
    Nietnagel31

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    Also im Kaufvertrag haben wir bezüglich der Übernahme des ISTA-Vertrages nichts stehen.

    Wir sind nun unsicher wie wir es am besten machen wollen.

    Ich habe gelesen, dass der ehemalige Eigentümer zwar den ISTA-Vertrag kündigen kann, dann aber die restliche Laufzeit in einer Summe bezahlen muss. Das wäre ja eher unschön.

    Wenn wir jetzt einen neuen Anbieter für die Messdienstleistung beauftragen brauchen wir ja auch wieder neue Erfassungsgeräte an den Heizkörpern, die auch geeicht sein müssen, soweit meine Info.

    Schöner wäre ja die bereits in der EG-Wohnung vorhandenen weiter zu nutzen. Wäre es vielleicht möglich, dass der Vertrag mit ISTA einfach weiter läuft und die Kosten dafür von uns übernommen werden, wenn man sich mit dem Mieter darauf einigen kann? In unserer Wohnung hängen auch die Erfassungsgeräte. Warum brauchen wir die überhaupt? Ich hatte in einem ZFH gedacht, dass man den Verbrauch des Mieters ermittelt und der Rest dann automatisch uns zugerechnet wird.
     
  6. Jobo45

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    Sprecht doch ISTA mal direkt an und fragt nach ob Ihr den Vertrag übernehmen könnt, dann habt Ihr in Ruhe Zeit Euch für nach der Laufzeit einen günstigeren Anbieter zu suchen, bzw. die Abrechnung komplett selber zu machen.


    Bei den Heizkostenverteilern handelt es sich nicht um Messgeräte für den absoluten Energieverbrauch, sondern nur zur Erfassung der verbrauchs Verhältnisse (Gesamtanzahl der Striche, bzw. Temperatur Differenz Impulse).
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Genau so ist es.:037sonst:
     
  8. #7 Nietnagel31, 11.05.2015
    Nietnagel31

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    Wir warten jetzt auf den Rückruf der ISTA.

    Da muss sich wohl eine Fachabteilung melden, was sie bisher noch getan hat.

    ich gehe davon aus, dass es am sinnvollsten wäre, den Vertrag des Voreigentümers zu übernehmen, wohlweißlich, dass die ISTA da mitspielen muss.

    Wenn wir uns einen neuen Anbieter suchen, ist das ja wahrscheinlich auch wieder mit zusätzlichen kosten für Anfahrt und Installation der Erfassungsgeräte verbunden.
     
  9. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Vielleicht braucht Ihr ja nicht das "volle" Programm. In wie weit ISTA da unterschiedliche Dienstleistungen anbietet weis ich nicht.
    Aber Euch würde ja das Austauschen und melden (gemäß Eichgesetz MessEG - Einzelnorm ) der Erfassungsgeräte reichen, denn Ablesen und abrechnen wollte Ihr ja selber. Also einfach mal nachfragen.
     
  10. Berny

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    Nietnagel31,
    falls Du Geld zuviel hast, beachteste Posting #2, 2. Absatz, nicht.
     
  11. #10 Nietnagel31, 27.05.2015
    Nietnagel31

    Nietnagel31 Neuer Benutzer

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    So, danke für die Geduld.

    Wir haben vorgestern eine Antwort von der ISTA bekommen.

    Man bietet uns die Weiterführung des Vertrags des Vorbesitzers an (bis Juni 2018):

    Miete Heizkörpererfassungsgeräte ca. EUR 150,00
    Abrechnungsdienst konventionell ca. 300,00
    Abrechnungsservice Hausnebenkosten ca. EUR 30,00
    Summe EUR 480,00 jährlich

    Den Abrechnungsservice könnten wir weglassen, super.

    Wenn wir den Vertrag nicht weiterführen, muss der Vorbesitzer bis zum Ende der Laufzeit die Miete der Gerätschaften in einer Summe bezahlen, ca. EUR 500,00

    Was habe ich denn für Alternativen?

    Wenn ich jetzt einen neuen Messanbieter beauftrage, muss der ja auch neue Erfassungsgeräte installieren. Soweit ich gelesen habe, müssen diese jetzt geeicht sein. Dafür werden ja auch wieder Fahrtkosten usw. anfallen.

    Wie würde man dann vorgehen? Angebote einholen, ganz klassisch wie bei Handwerkern auch? Kennt jemand lokale Anbieter in Dortmund?

    Fragen über Fragen

    Danke und Gruß
    Nietnagel31
     
  12. Berny

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