Erhaltungsaufwendungen; Verteilt auf 5 Jahre - 15%-Grenze?

Diskutiere Erhaltungsaufwendungen; Verteilt auf 5 Jahre - 15%-Grenze? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Guten Tag in das Forum, es ist mal wieder soweit - ich arbeite an der Steuererklärung für 2017 für ein in 2016 erwobenes Objekt...in diesem...

  1. #1 sandra83, 12.06.2018
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    Guten Tag in das Forum,

    es ist mal wieder soweit - ich arbeite an der Steuererklärung für 2017 für ein in 2016 erwobenes Objekt...in diesem Zusammenhang hätte ich folgende Fragen, wovon ich die meisten eigentlich schon selbst beantworten kann (danke an die guten Beiträge im Forum dafür :smile003:):

    1) Die 15%-Grenze von Erhaltungsaufwendungen bezieht sich auf die Gebäudekosten mit Anschaffungsnebenkosten, richtig? Die vom FA akzeptierte AfA sollte meiner Meinung nach dafür als Referenz genommen werden.

    2) Es zählen nur Erhaltungsaufwendungen/Instandhaltungen zu der 15%-Grenze, keine weiteren Werbungskosten, oder? Damit meine ich z. B. Fahrtkosten; Anschaffung einer Einbauküche (Abschreibung 10 Jahre) die mit vermietet wird etc.

    3) Größere Erhaltungsaufwendungen kann man ja auf bis zu 5 Jahre strecken. Zählt trotzdem der ursprüngliche Rechnungsbetrag zu den Erhaltungsaufwendungen im aktuellen Steuerjahr oder dann dementsprechend nur der Bruchteil? Dies hätte dann ja den Charme, die Aufwendungen fur Erhaltung etwas nach hinten zu schieben...

    4) Unterteilt man eigentlich die Erhaltungsaufwendungen in Reparatur und Modernisierung oder ähnliches? Oder wird grundsätzlich alles zu den 15% angerechnet?

    Ich danke Euch vielmals.

    Viele Grüße aus Solingen,
    Sandra:wink5:
     
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  3. #2 taxpert, 13.06.2018
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    Stimmt!

    Bei den Fahrtkosten z.B. kommt es daher darauf an, ob es sich z.B. um Fahrten handelt, um Material für Instandhaltungsarbeiten zu besorgen, oder z.B. um Fahrten zum StB. Die Küche ist ein eigenes Wirtschaftsgut und hat mit dem Gebäude nichts zu tun!

    Wenn der Erhaltungsaufwand die 15%-Marke knackt, ist er rechtlich kein Erhaltungsaufwand im Sinne §82b EStDV mehr, sondern Anschaffungskosten! Er kann daher auch nicht mehr auf mehrere Jahre verteilt werden!


    Es sit vollkommen egal, ob es sich um Modernisierung/Sanierung oder "nur" um (Schönheits-)Reparaturen handelt! Es fällt alles darunter!!

    Ausnahmen:

    1. Jährlich anfallender Aufwand
    Wobei das bitte je WE zu betrachten ist! Nur weil in einem 30-Parteien-Haus sicherlich jedes Jahr irgendwo Malerarbeiten anfallen, sind nicht alle Malerarbeiten "jährlich anfallender Aufwand"!

    2. Aufwand der qua Definition bereits AHK darstellt
    Also z.B. Schaffung von mehr Wohnfläche (z.B. Ausbau DG).

    3. nachträglich eingetretene Schäden
    Z.B. Vandalismus durch gekündigten Mieter

    Da sich die BFH-Rechtsprechung in 2017 zum Teil verschärft hat, gibt es für Erwerbe vor dem 01.01.2017 gewisse Übergangsregelungen, die die bisherige für den Stpfl. günstigere Regelung erhalten.

    In solchen Fällen ist definitiv der Gang zum StB angesagt!

    taxpert
     
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