Erhaltungsaufwendungen

Diskutiere Erhaltungsaufwendungen im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo Leute, ich hoffe, hier weiß es jemand. Wir sind ja im größeren Stil am Umbauen. Dabei fallen 3 Sorten von Kosten an: ca. 40% direkt der...

  1. #1 BigLuke, 17.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2019
    BigLuke

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    Hallo Leute, ich hoffe, hier weiß es jemand.

    Wir sind ja im größeren Stil am Umbauen. Dabei fallen 3 Sorten von Kosten an:

    ca. 40% direkt der Mietwohnung zuordenbar
    ca. 30% anteilmäßig Miete/ eigene Wohnung
    ca. 30% eigene Wohnung

    Bei der Steuer 2017 konnte ich das auch ordentlich trennen - als Größere Erhaltungsaufwendungen (Kosten verteilt auf 5 Jahre)

    upload_2019-1-17_17-34-2.png

    Jetzt sitze ich an der 2018er Steuer. Bei der Verteilung der Kosten auf 5 Jahre muss ich nun entscheiden, ob ich alle Kosten anteilig mache oder alle Kosten direkt zuordne. Ich kann also nicht mehr trennen.

    Ist Euch da eine Änderung bekannt? Ich hätte kein Problem damit, alle Kosten anteilig anzugeben - dann passt es aber nicht mehr mit den Abschreibungen, die ich 2017 begonnen habe...
     

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  3. sara

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    Hast du neue Instalthaltungskosten in 2018 oder geht es nur um die Fortschreibung der Kosten aus 2017 nun 2. Jahr?

    Neue Kosten lt. Aufstellung entsprechend wie 2017 auch erstellen und eintragen.

    Den Betrag den du im letzten Jahr auf 5 Jahre verteilt hast , (1/5) jetzt als 2. Rate wieder eintragen.
     
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  4. #3 BigLuke, 18.01.2019
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    Morgen . Es geht um die Fortschreibung und um neue. Dann nehme ich das 2. Fünftel von 2017 und das erste von 2018 als direkte Kosten und mache das die nächsten Jahre so weiter...
     
  5. #4 sara, 18.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2019
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    Möchtest du denn die neuen Kosten wieder aufteilen auf 5 Jahre ?
    Oder sind sie so hoch, dass das gefordert wird?
    Du gibst in deiner Aufstellung/Anlage zur Steuererklärung an, 2. Rate Instandsetzung 2017 / bzw. wie du es im letzten Jahr genannt hast.
    Des weiteren die Auflistung der neuen Kosten aus 2018 und wenn du diese dann wieder aufteilen möchtest, ist das dann davon die 1. Rate usw.
    Plus evtl. kleinere direkt abzuziehende Beträge.
    Dann addieren und die Gesamtsumme in das Formular bei Instandhaltungen eintragen.
     
  6. #5 taxpert, 18.01.2019
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    Mir erschließt sich nicht ganz, woher die angefügten Bilder kommen. Aus einem Steuerprogramm? Hausverwaltungsprogramm? Da müsstest Du am besten die jeweilige Hotline fragen!

    ich kann es Dir nur an Hand des Vordruckes "Anlage V" erklären und -mit Einschränkungen!- für Elster.

    Grundsätzlich hat @sara es ja schon richtig erklärt.

    Im Jahr der Entstehung triffst Du grundsätzlich 3 Entscheidungen. Einmal die rechtliche, ob die Ausgaben ganz, teilweise oder garnicht (gehören dann auch nicht in die Erklärung!) zu den Wk gehören. Als zweites triffst Du Entscheidung, ob Du die Kosten in voller Höhe im laufenden Jahr als Wk ansetzen willst, oder ob Du das Wahlrecht nach §82b EStDV (Verteilung auf bis zu 5 Jahre) geltend machen willst. Wenn Du dieses Wahlrecht ausübst, musst Du weiter entscheiden ob Du die Kosten auf 2, 3 4 oder 5 Jahre verteilen willst. Eine spätere Änderung ist nicht möglich.

    Übst Du das Wahlrecht nach §82b EStDV aus, so kommen die Gesamtkosten, Anteil der im laufenden Jahr abgezogen werden soll (1/2, 1/3, 1/4 oder 1/5), ggf. Prozentanteil NICHT Wk (eigene Wohnung) und der sich daraus ergebende Betrag für das laufende Jahr in Zeile 41 der Anlage V. Dieser Betrag ist für die kommenden ein bis vier Jahre fix und gehört dann in die Zeilen 42 - 45 der Anlage V!

    Im nächsten Jahr wird die Spalte 41 neu bestückt, der Wert Vorjahr wandert immer eins nach unten.

    Ich persönlich mache das Ganze mit einer Excel-Tabelle mit den Spalten "Betrag gesamt", "davon §5a EStG", "Zuordnung V+V", "Betrag Wk", "Betrag privat", "davon §35a EStG". Die Gesamtsumme "Betrag Wk" kommt in Zeile 39 oder 41 mit Kreuz bei "durch direkte Zuordnung ermittelt".

    taxpert
     
  7. #6 immobiliensammler, 18.01.2019
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    Und wenn Du es über ELSTER machst doppelt und dreifach nachkontrollieren. Folgendes ist mir bei der 2016er Steuererklärung passiert:

    Im Jahr 2015 wurden Aufwendungen aus 2011 angegeben, für das Jahr 2012 war nichts eingetragen. Bei der Datenübernahme 2016 hätte dann ja 2011 verschwinden müssen und das leere Feld 2012 in die erste Zeile rutschen müssen, ist aber nicht passiert. Die Zahl aus 2011 stand dann einfach im Jahr 2012 (erste Zeile blieb also gleich). Ich habe das ehrlich gesagt nicht gemerkt und dann im Steuerbescheid den Hinweis bekommen, dass das Volumen aus dem Jahr 2011 schon verbraucht gewesen sei, man habe die WK entsprechend gekürzt.

    Ich habe dann nochmal mit dem Sachbearbeiter telefoniert und von dem den Hinweis bekommen, dieser Fehler in ELSTER sei bekannt, das Feld würde wohl entsprechend überschrieben, aber wenn das nach oben rutschende Feld leer sei dann würde nichts überschrieben und der alte Wert bleibe stehen. Ob das dann bei einem Update berichtigt wurde weiß ich nicht, müsste man mal ausprobieren.
     
  8. sara

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    Ach bin ich froh, dass ich Elster noch nicht verwendet habe.
    Ich habe immer eine separate Excel Aufstellung der ganzen abzugsfähigen Kosten mit auch den entsprechenden Anteilen bei Aufteilung, wie von mir geschildert.

    Liest sich schon etwas kompliziert... :unsicher016:
     
  9. #8 taxpert, 18.01.2019
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    Bitte immer bedenken, dass Elster kein Ersatz für eine gekaufte Steuersoftware oder den Gang zum StB/LoHi sein soll und darf! Von daher macht Elster zwar eine Menge Plausi-Prüfungen, damit der Fall sozusagen veranlagungsbereit ist, es hinterfragt die Angaben aber nicht! Deswegen übernimmt es bei Datenübernahme auch stur alle Daten, egal ob das sinnvoll ist oder nicht! Mehr darf die Steuerverwaltung auch gar nicht anbieten, denn sie ist nicht in §§2, 3 StBerG genannt (Ich nenne das immer Pfründesicherung der steuerberatenden Berufe!).

    Die Problematik der Programmierung trifft übrigens beide Seiten! Wir haben erst kurz vor Weihnachten festgestellt, dass manche Kennzahlen, die der Stpfl. in mühsamer Handarbeit Beleg für Beleg erfasst hat, bei uns nur als Summe aller Eingaben angezeigt wird! Folge: Der Stpfl. wird aufgefordert, die Zusammensetzung der Zahl zu erläutern, der wiederum regt sich zu Recht darüber auf, dass er das nochmal aufschlüsseln soll und sich die Bearbeitung verzögert, der Bearbeiter regt sich auf weil ihn der Stpfl. angemosert hat und er den Fall zweimal in die Hand nehmen muss! Der Bearbeiter hat jedoch keine Chance zu erkennen, das die Belege einzeln erfasst wurden oder auch nur, dass es sich bei der Zahl um eine vom System generierte Summe handelt!

    Wenn Du wissen willst, wie man den Servicegedanken im Steuerrecht einbringen kann um so z.B. zu einer höheren tax compliance zu kommen, der muss mal nach Schweden fahren!

    In einem Servicecenter in Bayern kannst Du grade noch deine LSt-Klasse oder andere ElStam-Daten ändern lassen. Deine Steuererklärung kannst Du genauso gut direkt in den Briefkasten werden!

    In Schweden stehen in jedem Servicecenter mehrere Computerterminals, an denen Du deine Steuererklärung machen kannst! Es laufen immer einige nette Kollegen des Skatteverket herum, die dich fragen ob sie dir behilflich sein können. Ich will ja nicht behaupten, dass dadurch die Abgabe der Steuererklärung oder das Steuerzahlen selbst zum Spaß wird, aber mit Sicherheit streßfreier!

    Die Anzahl derer, die elektronisch abgeben müssen (sei es über Elster direkt oder ein gekauftes Programm mit Schnittstelle zu Elster) wird immer weiter steigen. Ich weiß nicht wie weit die Kollegn in NRW sind. Bei uns wird nur noch elektronisch bearbeitet. D.h. deine Papiererklärung wird zunächst quer durch Bayern gekarrt um zentral gescant zu werden. Entsprechend länger dauert natürlich auch die Bearbeitung der Papiererklärungen!

    taxpert
     
  10. sara

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    bis jetzt hat noch keiner gemeutert. Danke für deine Erläuterung und den Hinweis.

    Ich muss gestehen, ich habe in der Regel Fristverlängerung beantragt bis Ende Sept. und auch erst im Sept. die Steuererklärung mit Belegen in den Finanzamtbriefkasten geworfen. Die Bearbeitung war dann immer sehr schnell, keinen Monat später und ich hatte den Bescheid. Vor zwei Jahren habe ich sogar 3 Tage nach Abgabe schon meine Belege zurück gehabt und 14 nach Tagen den Bescheid erhalten.
    Nur ein einziges Mal habe ich im Mai pünktlich meine Steuererklärung abgegeben, die Belege habe ich dann erst Ende Nov. zurückerhalten und anschließend den Bescheid. (Ich hatte schon die Befürchtung meine Belege wären verloren gegangen)
    In diesem Jahr haben wir ja alle die selbst abgeben, etwas mehr Zeit für die Abgabe der Steuererklärung, bis zum 31.07. naja, bis dahin werde ich es dann wohl mal schaffen.
    Vielleicht hol ich mir doch mal so eine Elster CD und schaue mir das ganze mal an. :?
    Aber meine Excel Dateien sind fertig und die brauche ich auch nur mit den neuen Zahlen füllen... :91:
     
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