Erhöhter Reinigungsaufwand bei Haustierhaltung

Dieses Thema im Forum "Reinigung" wurde erstellt von vauemes, 13.05.2016.

  1. #1 vauemes, 13.05.2016
    vauemes

    vauemes Neuer Benutzer

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    Ich habe etliche Fragen, die ich hier zusammen stellen möchte.

    Ein relativ neuer Mieter hat sich vor einiger Zeit einen Hund angeschafft. Er wurde gekauft und war plötzlich da.
    Dass das von uns restlichen zwei Mietern und der im Haus wohnenden Vermieterin akzeptiert wurde, lag daran, dass uns das Tier einfach leid tat und auch keiner eine Hundephobie hat. Das Tier ist lammfromm und bellt selten.
    Der Hundebesitzer (wohnt Erdgeschoss) bürstet seinen Hund jedoch nicht bis kaum, das heißt, auch auf dem großen Schmutzläufer im allgemeinen Eingangsbereich sammelt sich im handumdrehen viel Tierhaar und zusätzlicher Strassenschmutz an (auch die eine oder andere pralle und zerquetschte Zecke), das die übrigen Mieter natürlich auf den Weg in ihre Wohnungen ins restliche Treppenhaus mitziehen.
    Der nach einer Woche dichte feine Tierhaarflor ist nicht besonders schnell aus dem großen Schmutzfänger zu entfernen. Gleiches gilt für die Haare auf den Teppichbelägen der Treppen. Ohne Staubsauger geht nun nichts mehr, und die im Haus wohnende Vermieterin tut sich mit dem vermehrten Hantieren wegen ihres hohen Alters schwer.
    Unsere bisherige Hausgemeinschaft hat bisher ohne definierte Hausordung auch in Bezug auf Reinhaltungsmaßnahmen sehr gut funktioniert. Aber durch den Hund ist der Reinigungsaufwand wirklich sehr deutlich höher geworden.
    Das wiederholte Gespräch mit dem Hundehalter hatte das Ergebnis, dass der Hund nach wie vor kaum ausgebürstet wird und er der Ansicht ist, dass er den Dreck der anderen ja auch im vierwöchentlichen Turnus wegputzen müsste und der erhöhte Putzaufwand auf alle zu übertragen sei.
    Man muß noch erwähnen, dass bis vor dem Hund die übrigen Mieter sehr auf Dreckvermeidung geachtet hatten und das Reinigen kaum Aufwand machte.
    Meine Frage: kann dem Hundebesitzer eine erweiterte Reinigungspflicht auferlegt werden?

    Schon vorher und nun mehr durch den Hund ist die mattweisse Wohnungstür des Hundehalters im unteren Eckenbereich fast schon schwarz verschmiert und sieht schlicht übel aus.
    Kann der Mieter verpflichtet werden, diese Türaussenfläche zu säubern und sauber zu halten?

    Bald nach seinem Einzug begann es besonders im oberen Treppenhaus sehr eigen zu riechen, wahrscheinlich mangels Lüftung in seiner Wohnung. Im Sommer wird ja permanent das Treppenhaus gelüftet, aber im Winter wars oft schlimm. Man schämt sich regelrecht, wenn Besuch kommt. Nun kam, besonders wenn es warm wurde und trotz Permanentlüftung der Geruch von offenbar gammelndem altem Hundefutter aus seiner Wohnung hinzu. Seine vollen Wertstoffsäcke im Gemeinschaftslagerort (ehemalige offene Holzlege) sind oft beschädigt, es stinkt je nach Windrichtung, und des öfteren krabbeln wegen kaum gereinigter Hundefutterdosen Unmengen Maden innen und teilweise aussen auf den Säcken herum. Die auch mal übelriechend auslaufen. Man stösst auf taube Ohren bei ihm, niemand könne ihm hier etwas vorschreiben.
    Wie kann man dieses Problem handhaben, wenn der Mieter nichts an seinem Verhalten ändern mag?

    Sein Hund ist eine Hündin und hat die Angewohnheit entwickelt, auf die Rasenfläche vor dem Haus das kleine Geschäft zu machen. Nun bilden sich etliche kahle Stellen in dem dafür bevorzugten Bereich. Gleich hinterm Haus wäre eine große Wiese, aber da müsste der Hundehalter bei Wind und Wetter halt mit dem Tier hingegehen.
    Kann ihm verboten werden, das Tier weiterhin flüssig in den Garten machen zu lassen?

    Seit er eingezogen ist, steht die Haustüre sehr oft offen, auch über Nacht, und Sommers wie Winters. Besonders bedenklich dabei finde ich persönlich, dass im Haus tagsüber meist nur die Seniorin anwesend ist und damit gewissermaßen einer vermeidbaren Gefahr ausgeliefert ist. In Hausordnungen ist die nächtliche Schließzeit definiert, aber wie ist es um die Pflicht des Achtgebens auf eine geschlossene Haustür tagsüber bestellt, oder darf sie am Tage offen gelassen werden (auch hier wurde bisher auf Zu geachtet, egal welcher Tageszeit)?

    Kann die Hausordnung Verhaltensweisen einfordern, die die Mehrheit bewährt weiter praktizieren möchte und sicher nicht gegen Gesetz und Sitte verstossen?


    Ich frage hier auch in Vertretung der Seniorin, die die Hausbesitzerin ist und dem Mieter in gewisser Weise hilflos gegenübersteht.
     
  2. AdMan

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  3. #2 BHShuber, 13.05.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    ob die Dame dem Mieter hilflos gegenüber steht ist nicht von Belang, sie ist Vermieterin und wenn das alles so ist wie beschrieben, dann setzt der Dame eben einmal ein Schreiben auf, die dem betreffenden Mieter einmal die Umstände vor Augen hält.

    Unter Umständen könnte auch eine Abmahnung und ein Hundehalteverbot ausgesprochen werden, mehr kann man hier nicht machen.

    Gruß
    BHShuber
     
  4. #3 dots, 13.05.2016
    Zuletzt bearbeitet: 13.05.2016
    dots

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    ..., dass die restlichen zwei Mieter da quasi kein Mitspracherecht haben und das entweder akzeptieren oder ausziehen können (gut, es gibt nicht nur schwarz-weiß, sondern auch ein bisschen grau, aber im Groben ist das so).

    Das sollte man sich erst mal bewusst machen.

    Der Mieter mit Hund hat sich an die sich durch seinen Mietvertrag ergebenden Pflichten zu halten. Je nach dem, ob die Hausordnung Bestandteil des Mietvertrags ist, miss er sich dran halten oder auch nicht. Auch muss die Hausordnung für Mieter A nicht mit der Hausordnung für Mieter B übereinstimmen.

    Wenn der Vermieter duldet oder erlaubt, dass der Hund auf den Rasen pinkelt, darf er das. Die anderen Mieter haben da erst mal kein Mitspracherecht. Der Hundemieter hat keinen Vertrag mit dir. Dein Ansprechpartner für Beschwerden und ähnliches ist dein Vermieter.
     
  5. #4 vauemes, 13.05.2016
    vauemes

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    "Dein Ansprechpartner für Beschwerden und ähnliches ist dein Vermieter"

    Wir haben mit ihm und mit der Vermieterin gesprochen, und natürlich ist es letztendlich nur sie, die aktiv werden kann.
    Sie ist eine herzensgute und mittlerweile betagte kleine Frau, der vieles viel zu viel wird und bereits kleinere Konflikte auch ausserhalb von Vermietbelangen kaum bewältigbar sind. Das Verhältnis zu ihr ist über die Jahre sehr eng geworden. Sie hat daher in uns als funktionierende Gemeinschaft Rückhalt und Hilfe, auch wenn es um ganz alltägliche Dinge geht und sie diese anfragt. Daher schreibe ich hier, mit Bitte und Einverständnis von ihr, um Infos. Sie weiß einfach nicht, wie sie mit der Angelegenheit umgehen soll und ihre Anliegen an den Mann bringen kann. Das Rasenpinkeln missfällt ihr sehr, sie traut sich aber nicht, ausser netten Bitten mehr an ihren Rechten als Vermieterin einzufordern. Er sagt jaja, mach ich, und tut nichts, da er weiß, dass sie ihm keinen Widerstand entgegensetzen kann. Dass wir als zwei weitere Mietparteien mit seinem Reinigungsverhalten nicht einverstanden sind, weiß er.

    Eine definierte Hausordnung war für keinen von uns Betandteil der Mietverträge, trotzdem sich jeder selbstverständlich auch an einen kultivierten Sauberkeitsstandard hielt und hält.

    Damit das Ganze keinen Geschmack erhält, werden wir ihr die Beratung durch einen Mietrechtsanwalt ans Herz legen.
     
  6. #5 BHShuber, 13.05.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    das halte ich für den richtigen Weg, je schwächer der Vermieter desto angemessen nachdrücklicher oder auch härter die Maßnahmen um Sachverhalte anzustellen.

    Gruß
    BHShuber
     
  7. Nanne

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    Dazu kann er durchaus verpflichtet werden. Kommt er der Reinigung nicht nach, wird kostenpflichtig gereinigt.

    Da irrt der Mieter. Es gibt i.d.R. eine Hausordnung, die einzuhalten ist, sofern keine Unmöglichkeiten verlangt werden. Die Vermieterin kann den M.abmahnen, u.a.auf die Sauberhaltungs-/Reinigungspflicht hinweisen.

    Auch das kann ihm verboten werden durch die Vermieterin.

    Frage: wer lässt die Haustüre ständig offen? Derjenige kann darauf hingewiesen werden, dass er für die Folgen dessen verantwortlich gemacht werden kann. Man müsste ja keine Haustüre anbringen, wenn diese nutzlos sein sollte. Es können sich Tiere im Haus verkriechen, z.B. Mäuse, Ratten etc., ganz abgesehen von ungebetenen Menschen des nachts. Man kennt solche Vorkommnisse und deren Folgen...


    Und genau das nützt dieser Mieter aus. Ihr als Mieter könnt dieser Vermieterin helfen, lasst Euch eine Vollmacht von ihr geben um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

    Versucht es doch gemeinsam als Mieterschaft dem M. ins Gewissen zu reden, ihm die Folgen zu erklären..
    Wenn alles nicht hilft, klar Anwalt.


    Das meine ich doch auch, wie zuvor.

    ..miss..er sich dran halten...? (wenn man immer Fehler korrigieren will...)
    Unerklärlich. Hausordnung ist Hausordnung, denke ich mal. Es kann nicht einen Mieter aufgegeben werden die Haustüre zuzumachen, der andere darf die Türe offen lassen. I.d.R. gibt es in jedem Haus eine Hausordnung, welche den Mietern natürlich ausgehändigt/bekannt sein muss.

    Ob die Hausordnung von A und B identisch sein muss oder nicht spielt hier keine Rolle. Das Verhalten des Mieters mit dem Hund ist -nach der Schilderung- für keinen im Haus Wohnenden akzeptabel und gehört unterbunden. Meine Meinung. Andere sind anderer Meinung.


    Und bei übermässiger Geruchsbelästigung dürfen die Mieter evtl. die Miete mindern.
     
  8. #7 immobiliensammler, 16.05.2016
    immobiliensammler

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    Ohne weitere Worte, da selbsterklärend!
     
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  9. dots

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    Schön, dass du das denkst - aber das ist falsch.

    Auch das stimmt nicht. Aus mehreren Gründen.
     
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  10. Nanne

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    Und das ist falsch.
     
  11. Syker

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    Was ist falsch?
    Das die Zitate selbsterklärend sind?
     
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  12. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Jeden bereits eingeschlafenen Halbknatsch nach über ner Woche wieder aufzuwecken. Meine Meinung.
     
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  13. #12 Papabär, 27.05.2016
    Papabär

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    Hier gibt´s die Lösung, um zumindest das Problem mit den Hundehaaren in den Griff zu kriegen. :91:
     
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