Es dauert meist ewig, bis die Betriebskostennachzahlung erfolgt - wie damit umgehen?

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von ChristianP, 29.04.2014.

  1. #1 ChristianP, 29.04.2014
    ChristianP

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    Hallo,

    ich habe eine Wohnung in meinem Haus mit 2 Wohnungen vermietet, die andere bewohne ich selbst. Ich bin der Vermieter.
    Mein Mieter hat bisher jedes Jahr Betriebskosten nachzahlen müssen, und jedes Jahr hat es Monate (und etliche Nachfragen) gedauert, bis das Geld kam.
    Ich habe das bisher auch recht "menschlich" gehandhabt. Das Problem ist, daß das Geld zwar zuverlässig kommt, aber das dauert. Eine Erhöhung der monatlichen Vorauszahlungen habe ich mal im Gespräch mit dem Mieter erwähnt, gleichzeitig weiß ich aber auch, daß es eh dabei bleiben wird, weil der Mieter es nicht auf die Reihe bekommt den Dauerauftrag zu ändern. Ich glaube, daß da nicht mal schlechte Absichten dahinterstecken, sondern daß der Mieter mit solchen Sachen ein wenig überfordert ist.
    Das Geld wird irgendwann kommen, da bin ich mir sicher - aber dieses ewige Nachfragen müssen meinerseits, und daß ich den "Vorgang" nicht abschließen und aus dem Kopf "löschen" kann, nervt mich allmählich ein bisschen.
    Ich will auch nicht zum Schlag mit der Keule ausholen, da der Mieter eigentlich perfekt ist (wie gesagt, das Geld kommt garantiert irgendwann) und ich auch menschlich mit dem Mieter klarkomme. Da man mit dem Mieter in einem Haus lebt, will ich den Hausfrieden nicht gefährden.
    Wie würdet ihr in so einer Situation vorgehen?

    Vielen Dank für eure Ideen und Anregungen,
    Christian
     
  2. AdMan

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  3. #2 Leipziger82, 29.04.2014
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    Wenn das Geld pünktlich kommt und Du dich mit ihm verstehst, würde ich evtl. gar nichts tun. Aus rechtlicher Sicht könntest Du sicher eine Mahnung nach der anderen raushauen, was aber an seiner "Unfähigkeit" nichts ändern wird, oder?

    Ich würde im Gespräch vielleicht mal mit Nachdruck aber freundlich an seine Verpflichtungen erinnern.
     
  4. #3 Papabär, 29.04.2014
    Zuletzt bearbeitet: 29.04.2014
    Papabär

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    Das Vertrauen - dass das Geld irgendwann kommen möge - mag zwar einerseits ehrenrührig sein, andererseits würde man im Falle eines echten Zahlungsausfalles viel zu lange auf ein solches Vertrauen bauen ... und den Mietausfall damit quasi sehenden Auges in die Höhe schnellen lassen.

    Du hast nichts über die Höhe der Nachzahlung ect. geschrieben. Wenn der Mieter ansonsten solvent ist, würde ich lieber einmal in den sauren Apfel beißen, eine großzügige VZ-Anpassung vornehmen (man kann ja vorab auch im Gespräch versuchen, sich auf einen Betrag zu einigen) und dem Mieter dann wegen der Änderung seines Dauerauftrages auf´n Zünder gehen.

    Geht´s dem Mieter finanziell eher grenzwertig knirsch, würde ich wohl mehrere kleine Anpassungen vornehmen, um zumindest in absehbarer Zeit auf angemessene (mögl. Guthabenausspuckende) VZ zu kommen.



    Bei kleineren Nachzahlbeträgen (von Mietern zu denen wir ansonsten ein gutes Verhältnis haben) gehe ich aber zuweilen auch schon mal den Weg der gelassenen Ignoranz.

    Ich habe z.B. auch einen Mieter, dem ich wegen seiner (Miet-)Rückstände durchaus schon die fristlose Kündigung aussprechen könnte. Aber er repariert so ziemlich alles - ohne Geld dafür zu verlangen, organisiert mitten im Winter eimerweise Streusalz [I](als bei den Bau-, Groß-, und Fachmarkthändlern des gesamten Landkreises sämtliche Vorräte aufgebraucht waren und die Kreisverwaltung schon Nothilfe in der benachbarten Tschechoslowakei angefordert hatte)[/I], und - und - und. So ein Mieter ist natürlich Gold wert - und seine Rückstände werden jedesmal mit (fast heimlichen) Zahlungen für derartige Einsätze verrechnet ... so lange bis er davon erfährt und neue Rückstände aufbaut.
     
  5. Berny

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    Papa, dafür bekommste von mir eine verdiente EMSE (ErsteMaiStreichelEinheit)...:84:
     
  6. #5 ChristianP, 05.05.2014
    ChristianP

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    Hallo zusammen,

    danke für die Antworten.


    Unter 300 Euro. Nur die BK-Nachzahlung.

    Ist schon passiert, auf einen Betrag hat man sich geeinigt - aber was bringt das, wenn der Mieter es nicht auf die Reihe bekommt, den Dauerauftrag anzupassen?

    Auch schon passiert ... Mieter will sich drum kümmern. Aber es passiert nichts.

    Gruß
    Christian
     
  7. Berny

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    Dann schriftlich abmahnen und bei Nichterfolg kostenpflichtige gerichtliche Zwangsmassnahmen androhen.
     
  8. #7 ChristianP, 05.05.2014
    ChristianP

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    Hallo Berny,

    im Moment widerstrebt es mir, einerseits Abzumahnen und andererseits bei Nichterfolg kostenpflichtige gerichtliche Zwangsmassnahmen anzudrohen.

    Aus Unwissenheit/Unerfahrenheit, wie so etwas funktioniert, und weil ich befürchte, daß sich das unterm Strich nicht lohnt.

    Ich vermute, daß ich erst mal Zeit, Aufwand und Geld investieren darf und muss - richtig?

    Gruß
    Christian
     
  9. #8 Papabär, 05.05.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Hm, naja ... Du würdest erst einmal Zeit und Geld aufwenden müssen.

    Viel entscheidender scheint mir hier jedoch, dass Du Dich mit dem Mieter ansonsten wohl gut verstehst und dieses zwischenmenschliche Verhältnis offenbar nicht riskieren willst. Das ist halt der Nachteil, wenn man mit seinem Mieter Tür an Tür lebt.

    Es gibt da also m.E. nur die Möglichkeiten, dem Mieter entweder so lange auf´n Zünder zu gehen, bis er reagiert hat ... oder ihm eben mit schriftl. Abmahnungen und letztendlich auch mit einem gerichtl. Mahnverfahren beizukommen. Letzteres dürfte für den Hausfrieden jedoch nicht förderlich sein, dass muss einem von vorneherein klar sein.
     
  10. Berny

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    Manche Schmarotzer leben auf diese Tour ganz "prima"...: *einliedchenpfeif*
     
  11. #10 immodream, 07.05.2014
    immodream

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    Hallo ChristianP,
    ich hab unter anderem auch ein älteres Ehepaar, das jedes Jahr Beträge um 100 € nachzahlen muß.
    Auch dieses Ehepaar tut sich sehr schwer ( Ausländer, leichte Sprachschwierigkeiten, aber gute Mieter ) den Dauerauftrag zu ändern.
    Ich hab es daher aufgegeben, sie zu einer Erhöhung der NK Vorauszahlung aufzufordern.
    Grüße
    Immodream
     
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