ETW teilweise vermieten und selbst bewohnen.

Dieses Thema im Forum "Steuer - Vermietung und Verpachtung" wurde erstellt von sparta144, 26.02.2015.

  1. #1 sparta144, 26.02.2015
    sparta144

    sparta144 Gast

    Guten Tag, der Immobilienmarkt mit den rechtlichen/steuerlichen Aspekten ist Neuland für mich und daher wollte ich mich von Erfahrenen Tipps und Hinweise einholen.

    Ich habe eine ETW gekauft und werde es an 2 Personen teilweise vermieten und selbst bewohnen, genauso wie die Tiefgarage.
    Momentan bin ich noch Student und arbeite auf 450 Euro Basis als studentische Hilfskraft.
    Muss ich die Mieteinnahmen versteuern und wenn ja, wie hoch wären Diese.

    Der eine Mitbewohner ist ein guter Freund, daher wollte ich mit ihm keinen Mietvertrag ausmachen. Doch könnte es dann Probleme geben mit den Behörden, sprich Finanzamt usw.

    Falls ich diese Mieteinnahmen nicht angebe (weiss nämlich auch gar nicht wo man das angeben soll), ist es dann
    strafbar?

    Vielen Dank für die Antworten und Tipps schon mal im voraus.
     
  2. AdMan

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  3. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo sparta144,



    Ja frag mal beim Hoeneß Ulli was dann passiert ...



    Naja ganz so schlimm würde es mit den paar Euronen aus der Vermietung nicht werden.

    Steuerhinterziehung ist eine Straftat.



    Angegeben tust du das in der Einkommensteuererklärung da gibt es eine Anlage für Vermietung und Verpachtung.



    VG Syker
     
  4. Andres

    Andres
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    [Hier bissigen Kommentar über die sprachlichen Fähigkeiten von heutigen Studierenden einfügen.]

    Die Mieteinnahmen sind so zu versteuern, wie es auch ein vergleichbares Arbeitseinkommen wäre. Da du mit deinem Hiwi-Job den Freibetrag noch nicht voll ausschöpfst, ist ein Teil der Mieteinnahmen sogar steuerfrei. Mit etwas Glück (d.h. ausreichenden Werbungskosten bei nicht zu hoher Miete) sogar alles.


    Faustregel: Wenn dein Freund von seiner Freundin vor die Tür gesetzt wird und bei dir ein paar Tage auf dem Sofa schläft, ist das in dieser Form ok. Ansonsten schließt man auch unter Freunden einen schriftlichen Mietvertrag mit einem Inhalt, der die wechselseitigen Pflichten klar regelt.


    Ja. Du gibst die Einnahmen in Anlage V (wie Vermietung und Verpachtung) zur Einkommensteuererklärung ab. Bisher musstest du keine Steuererklärung abgeben - als Vermieter musst du.
     
  5. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Mit Ehrlichkeit kommt man am weitesten. Es gibt so tolle Datenabgleiche, an diesen bedient sich auch das Finanzamt. Und wenn Du nach Deinen Studium einen guten Job haben möchtest solltest Du nicht wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden sein.

    Außerdem ist man immer erpressbar und Anonymen Schreiben geht das Finanzamt immer nach. Und Freunde können schnell zu Feinde werden. Bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf.
     
  6. #5 alibaba, 28.02.2015
    alibaba

    alibaba Erfahrener Benutzer

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    Menschen mit GeringEinkommen , brauchen bei Untervermietung ..... bzw.

    ist steuerfrei ,so las ich neulich in ein Artikel über JobCenter wo es keine Jobs nich##wirklich gibt :043sonst::unsicher015:

    da sollte man ein SteuerBerater befragen ,vorsichtshalber :hut014:

    als ich jung und und noch naiv war ,rief ich mal beim FinanzAmt an ,und bat

    um eine Auskunft ,leider stellte ich fest das diese Menschen nur eins im Sinn haben

    und das ist nicht helfen den ehrlichen SteuerZahler :smile019:

    Heute bin ich gereift

    "jede Steuer in welcher Form auch immer ist Diebstahl ausgenommen Spenden"

    Gruss
    alibaba :45:
    PS:
    " Schwarzarbeit ist Notwehr gegen Hunger "
    " Korruption und Vetternwirtschaft das wohlstandsrad der Obrigkeit "
    wobei fast alles immer auffliegt , siehe auch den Baron der Doktoren
    welcher es nicht mehr schaffte sich an Harren raus zuziehen aus dem Sumpf
    galube die meissten Doktoris sind bei den Christen auf geflogen , bleibt nur
    der AfrikaTitel als MedizienMann/Frau :smile019:
    obwohl man schon als Doktor betitelt wird ,wenn man im schönen NachBarÖsiLand
    mit Besteck essen kann :hut014:
     
  7. #6 Sparta144, 01.03.2015
    Sparta144

    Sparta144 Gast

    Vielen Dank für die Antworten,

    Ich werde dann nachschauen und mir Hilfe holen müssen.
    Wissen Sie, wo ich Beratung zu diesem Thema bekommen kann?
    Beim Finanzamt oder beim Grundeigentümerverband.

    Mfg
     
  8. Andres

    Andres
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    Soweit es nur das Ausfüllen der Formulare betrifft, kannst du beim FA anfragen. Dort bekommst du zwar keine Beratung wie beim Steuerberater, aber da es bei der Steuererklärung für dich nur eine "Mitwirkungspflicht" und keine "Alles-alleine-machen-und-wissen-Pflicht" gibt, darfst du dort zumindest etwas Unterstützung beim Ausfüllen der Formulare erwarten - auch wenn man die manchmal geduldig einfordern muss. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist auch in den amtlichen Anleitungen zu den Steuerformularen erklärt. Das ist alles kostenlos.

    Wenn du mehr brauchst, wäre Haus & Grund eine Option. Das Beratungsangebot steht dort aber m.W. nur Mitgliedern zur Verfügung. Außerdem ist die Steuer dort natürlich nicht das hauptsächliche Beratungsfeld und weil solche Dinge auch immer etwas mit Erfahrung zu tun haben, wäre das nicht meine erste Adresse für Steuerfragen. Wenn man dort aber sowieso schon Mitglied ist, kann man die Beratung natürlich trotzdem einfach mal in Anspruch nehmen.

    Spätestens sobald du dann auch für dein Arbeitseinkommen eine Steuererklärung abgeben musst/willst, möchtest du dir vielleicht eine geeignete Software zulegen. Das ist zwar nicht so, als würde es dir jemand persönlich erklären, bietet aber oft ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis. Die sehr ordentlichen Ergebnisse dieser Programme kommen auch gut beim FA an - chaotische Unterlagen werden fast zwangsläufig intensiver geprüft, während ordentliche Unterlagen immer mal wieder einfach durchgewunken werden. :91:

    Wenn es doch persönliche Beratung sein soll, wäre entweder ein Lohnsteuerhilfeverein (Beratungsvoraussetzungen prüfen! Sollte aber bei einer WG-Vermietung noch kein Problem sein ...) oder ein Steuerberater das Mittel der Wahl.


    Letztendlich ist die Frage, wie viel Zeit und Geld man aufwenden möchte. Auch die eigene Bereitschaft, sich mit dem Thema zu befassen, spielt eine Rolle. Das rundum-sorglos-Paket gibt es allerdings nicht für lau ...
     
  9. #8 Grottenolm, 10.03.2015
    Grottenolm

    Grottenolm Neuer Benutzer

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    Kauf dir einfach ein Steuerprogramm.

    Ich hab das von WISO (Steuersparbuch)
    Die meisten Formularfelder für vermietung von Immobilien sind selbsterklärend.
    Wenn noch fragen offen sind, geht damit zum Finanzamt.
    Ich bin einfach mit meinem Tablett und dem Steuerprogramm zum FA-Beamten und hab dem die Formulare gezeigt. Der hat das noch 1-2 Sachen korrigiert und gut wars.
     
  10. #9 Helga29, 13.03.2015
    Helga29

    Helga29 Erfahrener Benutzer

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    Hallo Sparta,

    mein Rat zur Steuer ist:
    Lass' das erste Jahr die Steuererklärung einen Lohnsteuerhilfeverein machen und Dir dabei möglichst viel erklären. Ab dem zweiten Jahr kannst Du die Steuererklärung durchaus selber anfertigen mit Hilfe einer geeigneten Software.

    Die WISO-Software ist tatsächlich sehr gut. Allerdings kaufst Du Dir da am besten nicht das Markenprodukt für ~ 50 €, sondern die no-name-Version (die exakt die gleiche Software ist) für ~ 6 €. Da musst Du ein bisschen gucken, die gibt es in diesem Jahr unter dem Namen "Steuer 2014 Das Einkommensteuer-Programm" am Jahresanfang, also so Ende Januar beim Aldi. Es gibt nicht viele, die das raus haben, dass die Software die gleiche ist; als ich im Januar beim Aldi das an der Kasser erwähnt habe, da lachte der Verkäufer mich quasi aus; er selber würde selbstverständlich das WISO-Programm nutzen. Also lass' Dich nicht verwirren, wenn Du dazu unterschiedliche Meinungen hörst.

    Ich selber war lange Jahre sehr zufrieden bei einem Lohnsteuerhilfeverein und muss dieses Jahr das erste Mal die Steuererklärung selber machen, weil ich > 26k€ Mieteinnahmen habe und die Lohi dann nicht mehr tätig sein darf. Leider kenne ich das WISO-Programm nicht, so dass ich selber nicht vergleichen kann. Dass das no-name Produkt das gleiche ist wie das WISO-Produkt ist aber gesichert. Mein Daddy hat das überprüft, für den ist die jährliche Steuererklärung quasi DAS sportliche Ereignis des Jahres und er hängt seinen ganzen Beamten a. D. -Stolz rein, möglichst viel Steuerrückerstattung zu vermeiden.
    Ich vermute mal, dass bei dem no-name-Programm die GUI (also die Bedienoberfläche) anders ausschaut als bei dem WISO-Programm. Übrigens gibt es für Deutschland soweit ich weiß nur 3 Steuerprogrammanbieter, die jeweils verschiedene Versionen (z.B. kostengünstigere abgespeckte Versionen ihrer eigentlichen Software) auf den Markt geben. Das Aldi no-name-Produkt ist definitiv nicht abgespeckt, sondern hat einen sehr breiten Funktionsumfang inklusive Einführungsvideo und einem 400-seitigen Steuerratgeber als .pdf

    Mir selber graust es vor der Steuererklärung. Aber der Steuerberater will so 500 bis 1000€ für meine Steuererklärung und da setze ich mich dann doch lieber selber hin. Und wenn ich 2 Tage brauche, ich ziehe das dieses Jahr selber durch.

    (im übrigen bin ich auch der Meinung, dass jede Vermietung, auch an Freunde oder Familie eines Mietvertrages bedarf)

    Frühaufsteher-Grüße von
    Helga
     
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