ETW: Verkabelung (Unitymedia) defekt - wer kommt für die Reparatur auf

Dieses Thema im Forum "Kabel /Antenne / SAT-Anlage" wurde erstellt von AlexSchmidt, 31.07.2014.

  1. #1 AlexSchmidt, 31.07.2014
    AlexSchmidt

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    Hallo,

    Ich hätte eine Frage bzgl. einem Kabelanschluss.

    Fakt ist:
    Wir sind Eigentümer einer Wohnung in einem 12 Parteien Haus. Es gibt keinen Vertrag (mehr) von Unitymedia mit der Gemeinschaft, jedoch können einzelne Mieter immer noch einen Kabelanschluss bei UM beantragen. Z.Zt. gibt es von 12 Parteien nur eine mit einem aktivem UM-Anschluss (laut UM).
    Die Kabel verlaufen Bus ähnlich von Wohnung zu Wohnung in den Keller zum Verteiler.


    Das Problem ist:
    Wir möchten in der Wohnung jetzt auch Kabelanschluss haben. Techniker war da, sagt, Signal sei ganz schwach, das wird so nix.
    Verkabelung ist scheinbar etwas komplexer, konnte/wollte nix machen ist dann wieder abgezogen.


    Ziel ist:
    Jetzt wollen wir natürlich dass das Kabel geprüft und repariert wird. Unitymedia sieht sich (wahrscheinlich rechtmässig) nicht in der Verantwortung, da kein Vertrag mit der Gemeinschaft besteht.


    Frage: Wer kommt jetzt für die Kosten auf? Wir, als einziger Eigentümer den das Problem stört, oder die Gemeinschaft?
    Die Verkabelung ist ja Gemeinschaftseigentum, sie verläuft durch alle Wohnungen und da ja mal ein Vertrag mit Unitymedia bestanden hat, sind auch alle Eigentümer für die Reparatur mitverantwortlich - in meinen Augen.

    Hat hier jemand schon Erfahrung oder kennt sich ein wenig besser in der Materie aus? Ich will nicht direkt einen Anwalt einschalten müssen, aber es muss ja irgendwie gewährleistet werden, das wir ein anständiges TV Signal bekommen.
     
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  3. Andres

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    Im Ergebnis sehe ich das auch so. Die Begründung hat aber nichts mit UM zu tun.

    Ob die Gemeinschaft den "Mangel" (so es denn überhaupt einer ist) beseitigen muss, ist dann eine andere Frage. Gibt es noch andere Empfangsmöglichkeiten im Haus, z.B. eine Sat-Anlage und Telefonanschlüsse?
     
  4. #3 Fremdling, 31.07.2014
    Fremdling

    Fremdling Erfahrener Benutzer

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    Unterstellt, es gab mal einen Vertrag mit UM für die Gemeinschaft und es wurde die vorhandene Verkabelung für die Signalverteilung genutzt, wäre interessant zu wissen, was die Gemeinschaft beim Aufkündigen des UM-Vertrages hinsichtlich der Medienversorgung alternativ beschlossen hat und welches Schicksal dabei dem alten Kabelnetz zukommen sollte.

    Sofern die Gemeinschaft keinen Rückbau und keine andere Nutzung beschloss und damit die Altverkabelung lediglich brach liegen lassen wollte, wird sie sich auch nicht im Interesse einzelner Nutzer für die Instandsetzung und/oder Modernisierung des Netzes verantwortlich fühlen.

    Oft lässt bei einer sog. Baum-Struktur durch wilde Verteilungen die Signalstärke bis zur letztversorgten Wohnung zunehmend nach, was die Gemeinschaft dann auch nicht durch geordneten Rückbau und Modernisierung der Anlage auf ihre Kosten beheben wird. Ein Einbau neuer Verstärker und das Hochregeln der Pegel hat im Übrigen abhängig von den Endgeräten technische Grenzen.

    Letztlich bleibt dem einzelnen Nutzer dann die Klärung der Frage, ob UM bereit ist, vom Übergabepunkt bis in Deine Wohnung ein gesondertes neues Signalkabel zu verlegen. Ob dabei Gemeinschaftsräume durchquert werden müssen und dazu ggf. die Genehmigung der Gemeinschaft erforderlich wird, hängt von den räumlichen Umständen und den herrschenden Regelungen in Eurer Gemeinschaft ab. Meines Wissens übernimmt UM für eine bilaterale Verkabelung die Kosten nicht, womit es Dein Vergnügen wird.

    Was sagen denn Verwaltung und Beirat zum Ansinnen, die Gemeinschaft an den Kosten zu beteiligen?
     
  5. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    es müssen die Eigentumsverhältnisse des Kabelnetzes geklärt werden.
    Eventuell finden sich in der Baubeschreibung hinweise darauf.

    Ich denke aber bedingt durch die von Dir genannte Busstruktur dass es sich um Gemeinschaftseigentum handelt, demnach wäre auch die Gemeinschaft für die reparatur zuständig.
     
  6. #5 Venceremos!, 01.08.2014
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    Ich hatte gerade eine ähnliche Situation mit einer Eigentumswohnung. Die Telefondose war tot. Mit dem TV-Kabel dürfte es sich analog verhalten.

    Wäre die Steigleitung defekt gewesen würde es m.E. Aufgabe der WEG sein, diese reparieren zu lassen. Liegt die Schadstelle in der Wohnung fällt dies typischerweise in die Verantwortung des Wohnungseigentümers. Das Probelm ist, dass sich der Fehler meist nicht lokalisieren lassen wird, zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand. Ich habe daher eine neue Leitung herstellen lassen und diese selbst bezahlt (war recht preiswert, das hängt aber sehr von den lokalen Gegebenheiten ab). Von einer Klage gegen die WEG würde ich unbedingt absehen, da ein Erfolg sehr fraglich, das Klima anschließend aber definitiv vergiftet ist. Es schadt aber nicht, den Mangel bei der Verwaltung zu monieren und bei der nächsten WEG-Versammlung die Überprüfung, ggf. Reparatur der TV-Verkabelung zu beantragen. Vielleicht spielen deine Miteigentümer ja mit und genehmigen dies auf Kosten der WEG.
     
  7. #6 Tim_Berlin, 22.09.2014
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    Ich grabe diesen Thread mal wieder aus, weil ich exakt das gleiche Problem habe. in meiner *eigenen* WEG ist der TV Empfang via Kabel gestört. Das Signal ist vorhanden, aber extrem schwach, so dass keine Nutzung möglich ist.

    Laut Techniker von KabelDtl. liegt es *vermutlich* daran, dass einer der unteren Wohnungen (wohne im 3,5. OG) selber an der Buche was gemacht hat und die Isolierung irgendwo unzureichend ist.

    Es bestand ehemals ein Vertrag mit KabelDeutschland, der 2011 gekündigt wurde.
    In dem Protokoll heißt es sinngemäß "Verwalter erläutert Preiswillkür der KabelDtl. und weist auf alternative Empfangsmöglichkeiten via DVB-T und Internet hin. Das Kabelfernsehen bleibt als Einzelnutzungsvertrag verfügbar".
    In der Baubeschreibung ist m.W. der Kabelanschluss ebenfalls genannt.

    Die Ausführungen, dass es maßgeblich ist, wo die Störung ist, halte ich für nicht plausibel. Laut § 5 Abs. 2 WEG sind Anlagen und Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch dienen, nicht Gegenstand des Sondereigentums, auch wenn sie sich im Bereich der im Sondereigentum stehenden Räume befinden.
    Gerade und insbesondere die übliche "Baum-Struktur", in der das Signal von einer Wohnung in die nächste geht, spricht dagegen, dass sich das Kabel an irgendeiner Stelle überhaupt im Sondereigentum befindet.

    Sehe ich das richtig oder habe ich etwas sehr wesentliches übersehen?
     
  8. Andres

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    Das ist freundlich, weil du nicht schuld bist, und es ist bequem, weil sein Arbeitgeber nicht schuld ist. Ob es auch richtig ist, wäre eine andere Frage.


    Ist sie auch nicht unbedingt. Dazu müsste man zuerst einmal wissen, ob in der Teilungserklärung überhaupt der Versuch unternommen wurde, Teile des Kabelnetzes als Sondereigentum zu führen.

    Das ist kein "Baum" sondern ein "Ring", aber ansonsten siehst du das richtig: In so einem Fall wäre das ganze Kabelnetz nicht sondereigentumsfähig.
     
Thema: ETW: Verkabelung (Unitymedia) defekt - wer kommt für die Reparatur auf
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