Extrem hohe Nebenkostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Grueneninny, 21.11.2010.

  1. #1 Grueneninny, 21.11.2010
    Grueneninny

    Grueneninny Erfahrener Benutzer

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    Guten Abend Leutz!

    Wir hatten heute das Vergnügen die Nebenkostenabrechnung unseres alten Vermieters zu bekommen.
    Wir sind Ende Mai aus dieser Wohnung ausgezogen.

    Leider traf uns dann ein leichter Schock.
    Da wir letztes Jahr eine Nachzahlung von ca. 42 Euro hatten, und das letzte Jahr unseren Heizkostenverbrauch um ca. 25 % senken konnten, der Wasserverbrauch annähernd gleich geblieben ist, machten wir uns nicht große Sorgen.

    Jetzt sollen wir allerdings 855 Euro, zahlbar sofort, nachzahlen.
    Das kommt zustande, weil sonst die Jahre der Ölverbrauch, durch falsches Ablesen, zu niedrig berechnet wurde.

    Meine Frage ist jetzt:
    Kann man das einfach auf uns umwälzen weil der Vermieter den Ölstand falsch abgelesen hat.
    Und wenn das gehen sollte.
    Muss ich das sofort und in einer Rate zahlen?

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Grueneninny

    :garfield
     
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  3. #2 lostcontrol, 21.11.2010
    lostcontrol

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    kannst du das nachweisen, dass der vermieter den ölstand falsch abgelesen hat?

    ansonsten würde ich jetzt einfach mal annehmen, dass die nachzahlung deshalb so hoch ist, weil ihr pünktlich zum ende der heizperiode ausgezogen seid, d.h. die vorauszahlungen über die heizungsfreien sommermonate fehlen.
    es ist ja so, dass man genaugenommen den winter über immer zu wenig an vorauszahlungen leistet, dafür aber den sommer über zuviel (wenn garkeine heizkosten anfallen).
    oder anders gesprochen:
    wenn jemand eine wohnung nur über den winter anmietet, dann wird er eine hohe nachzahlung erwarten müssen, während jemand, der eine wohnung nur über den sommer anmietet, eher eine rückzahlung erwarten kann (natürlich in beiden fällen vorausgesetzt, dass die vorauszahlung "normal" angesetzt wurde, d.h. auf 12 monate verteilt).

    ansonsten gibt's da noch die regelung, dass wenn die heizkostenabrechnung nicht korrekt ausgeführt werden kann, weil z.b. die messgeräte gesponnen haben, kaputt waren oder ähnliches, der mieter 15% abziehen darf.
    aber dazu müsstet ihr wohl irgendwie nachweisen dass da nicht korrekt abgelesen wurde, was ich mir sehr schwer vorstelle.
     
  4. #3 Grueneninny, 21.11.2010
    Grueneninny

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    Nein, am Abrechnungszeitraum kann es nicht liegen.
    Wir haben für elf Monate die Nebenkosten gezahlt.

    Der Vermieter hat uns erklärt, das die so hohe Abrechnung daraus resultiert, das er den Ölstand letztes Jahr irrtümlicher Weise falsch abgelesen hat. Es handelt sich um eine Ölheizung. Er meint das der Zollstock wohl abgeknickt ist und dadurch ca 1000l Öl zuviel angenommen wurden, die tatsächlich nicht vorhanden waren.
    Der Verbrauch war bei der letzten Abrechnungsperiode ca. 2200 l und dieses mal über 4000l
    Würde ihm sehr leid tun, hilft mir gerade bei der hohen, und nicht erwarteten Forderung, gar nicht.
     
  5. #4 lostcontrol, 21.11.2010
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    und das ist ihm nicht aufgefallen?
    wundert mich.
    ich muss ja teilweise auch mit der "zollstock-methode" ablesen bzw. besser gesagt schätzen, aber mir fällt das auf, wenn der verbrauch so extrem abweicht vom vorjahr...

    p.s.: aber wenn's ihm immerhin leid tut, dann lässt er sich doch sicher auch auf 'ne ratenzahlung ein, oder? immerhin hat ER das verbockt und nicht ihr...
     
  6. #5 Grueneninny, 21.11.2010
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    Er meinte, er hätte sich schon gewundert, aber es nicht weiter beachtet, obwohl ihm die Firma, die die Abrechnung erstellt, mitgeteilt hat, das der Verbrauch vom Haus nur 52 % des Durchschnitts erreicht.

    Was bedeutet das jetzt nur alles für mich?
     
  7. #6 armeFrau, 21.11.2010
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    Gibts da nicht eine Frist zur Einreichung der NK Abrechnung? und wie ist es dann mit dem Vorjahr/den Vorjahren?
     
  8. #7 Grueneninny, 21.11.2010
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    Die waren immer unauffällig.
    Haben 1200 Euro bezahlt und am Ende mussten wir immer zwischen 40 und 100 Euro nachzahlen.

    Deswegen schockiert mich die Abrechnung jetzt so.
     
  9. #8 armeFrau, 21.11.2010
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    Was ich damit meinte ist, ob der Vermieter einfach die "vermasselte" Abrechnung des Vorjahres mit draufpacken kann?
     
  10. #9 Grueneninny, 21.11.2010
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    Das frage ich mich auch :?
     
  11. #10 Christian, 22.11.2010
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    Hey Losti,

    wir hatten das Thema zwar schon mal (ich finde es nur gerade nicht wieder), aber damals kam kein (für mich) befriedigendes Ergebnis heraus, daher wärme ich das Thema nochmal auf:

    Ich persönlich empfinde(!) die Zollstock-Methode als eine der genauesten Methoden. Kann auch daran liegen, daß ich einen Tank mit rechteckigem Grundriss und Querschnitt habe.

    Ich fände es interesannt, wenn du die oben zitierte Aussage bei Gelegenheit mal begründest oder irgendwie unterfütterst.

    Gruß,
    Christian
     
  12. #11 Grueneninny, 22.11.2010
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    Ich will nur noch feststellen, ich bin mir durchaus bewusst das das Öl im Haus von uns und den anderm Mieter verbraucht wurde.
    Einfach so verschwinden kann es ja nicht.

    Die Frage ist ja nur, ob der Vermieter nach einem Jahr sagen kann, ops mir ist da ein Fehler unterlaufen, hätte gerne in den nächsten zwei Wochen 855 Euro.

    Und das obwohl wir uns wirklich bemüht (und auch geschafft) haben die Nebenkosten zu senken.

    Nun habe ich erst mal einen Brief an den Mieterschutzbund geschrieben, den Sachverhalt erklärt, die vergangenen wie aktuelle Abrechnung beigelegt, und warte mal ab was die dazu sagen.

    Über weitere Einschätzung von hier würde ich mich freuen!

    LG
     
  13. #12 Mattieu, 22.11.2010
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    Nur meine Einschätzung, rechtssicher weiß ich es auch nicht:

    Es darf nur der zur Abrechnungsperiode gehörende Verbrauch berechnet werden.

    Hat der Vermieter sich in der vorigen Abrechnung geirrt, kann er versuchen, die aus der Korrektur hervorgehenden Mehrkosten nachzufordern, aber er kann sie nicht einfach in die neue Abrechnung hineinziehen.

    Evtl. ist die Nachforderung aus der alten Abrechnungsperiode schon verjährt, dann ist es sein Pech. Wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob eine NK-Abrechnung, die laut Forderungshöhe beglichen wurde, nicht als abgeschlossen und damit revisionsresistent angesehen werden muss. Dann kann er nachträglich gar nichts mehr machen.

    Abrechnungsfehler können nur zu Lasten des Vermieters gehen.
    Wie sähe die Situation aus, wenn es zwischen beiden Perioden einen Mieterwechsel gegeben hätte?
    Sollte dann der zweite Mieter die Minderkosten des ersten Mieters tragen?
     
  14. #13 Grueneninny, 22.11.2010
    Grueneninny

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    Stimmt, über die Konstelation habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht...
     
  15. malloy

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    Manchmal bin ich ja froh, so einen detailverliebten Voreigentümer gehabt zu haben...
     
  16. #15 lostcontrol, 22.11.2010
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    genau daran wird's liegen.
    wir haben nicht nur mehrere unterschiedliche tanks, sondern auch noch welche, die teils oval/abgerundet sind.
    es gibt diese altmodischen prozent-messdinger, aber selbst laut ofenbauer (den ich erst neulich zum messen dahatte, weil ich zum mieterwechsel 'ne "objektive" ablesung/messung brauchte) sagt er kann nur schätzen.

    du meinst diese aussage: "ich muss ja teilweise auch mit der "zollstock-methode" ablesen bzw. besser gesagt schätzen"?
    na wie gesagt: die tanks sind nicht rechteckig. entsprechend müsste ich relativ komplizierte geometrische berechnungen vornehmen um einen einigermassen exakten ölstand per zollstock-methode ermitteln zu können.
    und dann kommt erschwerend hinzu dass sich ja meist auch noch ein bodensatz im tank befindet, der garnicht verheizt werden kann, weil er verschlammt ist und die pumpe verstopfen würde (bzw. verstopft, hatten wir schon mehrfach, leider).
    irgendwann in den nächsten jahren wird's wohl mal neue tanks geben müssen, da werde ich drauf achten dass das besser gelöst wird.
    für die zentralheizung haben wir durchsichtige tanks mit scala, da ist das total easy.

    eigentlich müsste ich den ölstand in den mietertanks ohnehin nicht selbst messen oder schätzen, das problem ergibt sich immer nur bei mieterwechseln, und mittlerweile lass ich dafür den ofenbauer antanzen (der ist direkt gegenüber, also kein thema). so kann mir schon niemand vorwerfen ich würde jemand übervorteilen...
     
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