Fahrstuhl Nachrüstung im Altbau

Dieses Thema im Forum "Aufzug" wurde erstellt von brennende_frage, 01.03.2012.

  1. #1 brennende_frage, 01.03.2012
    brennende_frage

    brennende_frage Gast

    Hallo Ihr,

    unser Alteigentümer ist verstorben und nach langen Wirren wurden wir nun offenbar an irgendeine GBR verkauft.
    Nun kam uns hier zu Ohren, das man gedenkt, uns Fahrstühle vor die Küchenfenster zu setzen, die Frage dazu ist eigentlich kurz und knapp: Dürfen die das einfach so?
    Zum einen sind die Wohnungen (da Hinterhaus/Seitenflügel/Nordlagen) eh schon sehr dunkel, zum anderen guggt uns ja dann jeder ins Zimmer, der vorbeifährt... wenn man das Fenster nicht gleich ganz zumauert ....
    Es handelt sich um einen 4 geschössigen Altbau in typischer verdichteter berliner Mietskasernen- Art- und Weise, bei welcher man nun das Dachgeschoss ausbauen möchte.
     
  2. AdMan

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  3. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    das mit "hörensagen" ist oft nicht richtig. Wie sicher ist den diese Info und von WEN hast du diese?

    Anosnten: nur weil evtl der Eigentümer darüber nachdenkt einen Fahrstuhl anzubauen, muss das noch lange nicht Wirklichkeit werden.

    Naja, es gibt auch noch andere Fahrstuhlmodelle die nicht ganz aus durchsichtigem Glas bestehen ..... Zumal man außerdem ja auch mal Vorhänge an die Fenster machen kann, ect.

    Naja, wenn dieser Anbau genehmigt wird, dann spricht ja nichts dagegen. Allerdings billig wird das für den Eigentümer nicht und ob sich das letztendlich rentiert ? Ich mein, nur weil ein Fahrstuhl da ist, kann man die Miete auch nicht in`s unermessliche treiben und so ein Fahrstuhl kostet bestimmt so an die 80.000 bis 120.000 Eurönchen + die wiederkommenden Wartungen + eine extra Telefonleitung, ect.
     
  4. #3 brennende_frage, 01.03.2012
    brennende_frage

    brennende_frage Gast

    Sicher ists erst, wenn wir ne Ankündigung im Briefkasten finden, aber das hörensagen zermürbt genauso. Wir "wissen" es, weil sie sich mit den Gutachtern vor unserem Fenster unterhalten haben darüber und hier Architekten durchs Haus rennen, die nicht nur den Dachboden vermessen, wie immer gesagt, sondern auch ständig aus den Fenstern im Hausflur heraus die Abstände zwischen den Fenstern. Klingt vielleicht alles panisch, aber ich gebs offen zu, wir sind nervös, niemand weiß, was hier wirklich kommt/passiert. Viele (auch ich) haben dieses Neueigentümerspiel (kaufen/verfallen/weiterverkaufen oder kaufen/entmieten/luxussanieren mit ständigen Umzügen) auch schon mehrfach erlebt, dementsprechend pessimistisch geht man da auch dran, wenn man keine Infos hat. :\

    Das mit den undurchsichtigen Fahrstühlen ist mir bewusst, aber genau das ist auch eines der Probleme, die ich da sehe: Ein undurchsichtiger Fahrstuhl bedeutet auch, wenn er vor meinem Fenster steht (ich bin im EG), das ich dort keinerlei Tageslicht mehr habe (und es ist schon sehr dunkel hier), die oberen Etagen hätten dann eher das Problem mit den Glaskästen, vermute ich, wenn denen jeder auf die Teller guggt. Baulich gäbe es hier keine andere Möglichkeiten, als diese eben genau davor zu bauen. (Wenn der erst im 1. OG losfährt, verschiebt sich das Problem eben ne Etage höher)

    Zu den Kosten: Unsere Vermutungen gehen mittlerweile eh in die Richtung (wir sind ausserdem ein Sanierungsgebiet), wir sehen es links und rechts von uns, das die Dachgeschosse zu Eigentum umgewandelt werden wird, von daher werden die das schon reingeplant haben. Fragt sich nur, was mehr Sinn macht: So ein Luxusdachgeschoss mit Fahrstuhl oder 4 Etagen darunter ohne Küchenfenster.
     
  5. #4 Pharao, 02.03.2012
    Zuletzt bearbeitet: 02.03.2012
    Pharao

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    Hi,

    wir haben auch mal die Idde bzw geplant gehabt einen Fahrstuhl einzubauen und auch da rannten die Architekten bzw die Firmen die den Fahrstuhl reingebaut hätten durchs halbe Haus mit Meterstab, ect. War schon ersthaft gemeint von unserer Seite aus, aber letztlich kamen wir dann doch zu dem Entschluss: unrentabel, bis sich diese Investition lohnen würde.

    Wie natürlich die Eigentümer bei euch entscheiden werden, das kann ich natürlich dir nicht sagen. Eine Penthousewohnung mit Fahrstuhl vermietet sich aber sicherlich sehr gut .....

    Ok, EG-Wohnungen haben von einem Fahrstuhl recht wenig und sehen das eher als Benachteiligung an. Aus Vermietersicht sind aber auch die oberen Stockwerke interessant wie gut sich diese Vermieten lassen. In der Regel sind EG-Wohnungen eh schwerer zu vermieten.

    Trotzdem könnte man sich ggf auch eine lichtdurchlässige Sichtschutzfolie (a´la Bad oder Klofenster) an`s Küchenfenster machen. Klar wird es dann nochmal etwas dunkler, aber wenigstens etwas Licht käme dennoch in die Küche und man wäre vor lässigen Blicken geschützt.

    Ich glaube kaum das du eine Chance hast es zu verhindern das der Fahrstuhl gebaut wird, wenn der Eigentümer dies wirklich vorhat. Ob das evtl ein Grund für eine Mietminderung ist, das kann ich dir nicht sagen. Wenn dann stolltest du hier aber einem Mieterverein mal aufsuchen und dich da beraten lassen.

    Wie deine Eigentümer planen, das kann ich dir natürlich auch nicht sagen. Aber ein Dachgeschossumbau ist auch nicht gerade billig. Da müssen neue Leitungen und Abflüsse neu eingezogen werden, neue Elektrik, neue Fenster, Dämmung, evtl neue Wände hochgezogen werden, ect ....

    Naja, das Grundgerüst würde ja niemanden stören, sodass man hier auch keine Küchenfenster zumauern müsste. Und alle anderen Mietparteien könnten den Fahrstuhl ja dann auch nutzen. Nur du mit deiner EG-Wohnung hast davon recht wenig. :unsicher026:
     
  6. #5 frenchberlin2, 24.06.2012
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    Ich kann Dich beruhigen, so lange die Architekten herumlaufen, geht es nur um die Genehmigung des Farhstuhlanbaus, das dauert mind. 6 Monate.
    Also erst einmal keine Panik.
    Das Bauamt und vorallem die Stadtplanung, die das genehmigt, weiß auch, dass Ihr fenster habt, in denen es dunkel werden könnte. Deswegen wird die Stadtplanung eventuell nur eine sehr moderne und noch kostenaufwendigere Version genehmigen, die vorsieht, dass es eine Art Brücke gibt: d.h. der ahrstuhl wird nicht direkt an die Fassade geklatscht sondern mit 1 Meter Abstand und vollverglast. Dunkel gemauerter Fahrstuhl wird aller Wahrscheinlichkeit gar nicht genehmigt. Also keine Panik.
    Und ganz ehrlich, ich musste herzlich lachen bei "zum anderen guggt uns ja dann jeder ins Zimmer, der vorbeifährt"
    Glaubst Du allen Ernstes, die Leute interessieren sich für Deine Wohnung? Dein Leben? Deine Einrichtung? - Ich glaube, die Menschen haben etwas besseres zu tun. Denke mal an die Niederlande: die haben nicht einmal Vorhänge, weil es zum guten Ton gehört, eben nicht reinzustarren. Wenn Du in hoher Preisklasse Dacheigentümer bekommst, werden die andere Probleme haben, als Deine Küche.

    Von der Lärmbelastung würde ich mir eher Sorgen um den Dachausbau machen, das kann sehr unlustig werden auch für Leute im EG. Aber das wirst Du noch erfahren.
     
  7. #6 Pharao, 25.06.2012
    Zuletzt bearbeitet: 25.06.2012
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    Hi Frenchberlin2,

    ich finde deine Aussagen etwas gewagt, das diese überall so gültig seinen muss. Ich mein, andere Stadt bedeutet evtl andere Vorschriften, andere Gesetzgebung, anderer Sachbearbeiter, ect.

    Zudem würde ich gerne mal Wissen wie du darauf kommst, das der Fahrstuhl hier 1 Meter entfernt gebaut wird und aus Glas seinen wird ? Kannst du Hellsehen oder kennst du das Anwesen um das es hier geht und arbeitest zufällig in dem Amt, was den Antrag entscheiden darf ?

    Wenn das Teil aus Glas ist und man in die Wohnung problemlos gucken kann, dann geht es nicht darum, ob andere sich für das Leben des Fragestellers oder die Wohnungsreinrichtung interessiert, sondern das man in die Wohnung einfach bei fahren mit dem Fahrstuhl reingucken kann, evtl unbewusst oder unabsichtlich oder ......

    Es ist also unwichtig, warum jemand reingucken kann/muss/darf/will. Fakt ist das man reingucken könnte je nach Bauweise des Fahrstuhls und nähe zum Fenster des Fragestellers und das dies evtl den Fragesteller stört, das kann ich nachvollziehen.
     
  8. #7 frenchberlin2, 25.06.2012
    frenchberlin2

    frenchberlin2 Benutzer

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    Ganz ehrlich, wenn es Dir so wichtig ist - ich muss jetzt arbeiten und kann keine stundenlangen Erklärungen geben - warum dies oder jenes wahrscheinlicher ist und warum man heute so und nicht anders genehmigt: DU kannst als Privatperson -auch als Mieter(!)- auch zu der Deinen Stadtteil betreffenden Stadtplanung selbst hingehen und fragen, was genehmigungsähig wäre. Vielleicht stellt sich auch heraus, dass das gar nicht geht.
    Dann lernst Du die Sachbearbeiterin kennen, selbst meißtens Architektin und verbringst halt einen Vormittag dort mit Wartezeit etc.
    Die Dame kann nett oder unfreundlich sein aber sie wird Dich aufklären - auch ohne, dass Du Planungsmaterial mitbringst.. Dann kannste hier berichten.

    Ich wollte es Dir nicht direkt sagen: Wenn Du per se willst, dass Dir keiner in die Whg. schaut, dann miete halt beim nächsten Mal kein EG. :84:
     
  9. #8 brennende_frage, 19.09.2012
    brennende_frage

    brennende_frage Gast

    Update

    Kurzer Statusupdate bisher: Nach der Architektenrunde kam eine Mieterhöhung für alle um die vollen 20%, der Schorni kam danach guggen, ob man die Schornsteine stilllegen kann, weil man die Dachgeschosse ausbauen möchte und kaum war er weg, flatterte uns allen ein Brief einer Entmietungsfirma in den Briefkasten, die sich gern mit uns unterhalten würde. Wird noch lustig werden .... *augenverdreh*
     
  10. Tisha

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  11. #10 brennende_frage, 19.09.2012
    brennende_frage

    brennende_frage Gast

    Ja, das ist bei uns fast ums Eck, Calvinstrasse 21, google hat da noch sehr ausführlichere Artikel zu. :\
     
  12. #11 brennende_frage, 19.09.2012
    brennende_frage

    brennende_frage Gast

    Ja, das ist bei uns fast ums Eck, google kennt unter "Calvinstrasse 21" noch ausführlichere Geschichten dazu, die häufen sich hier gerade.
     
  13. #12 frenchberlin2, 19.09.2012
    Zuletzt bearbeitet: 19.09.2012
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    Die andere Seite der Medaille der Vermietung

    Wir sind hier im Vermieterforum und was ich sagen werde, wird einigen Vermietern nicht gefallen.

    Mein Ratschalg ist vielleicht bitter - ich habe zu viel gesehen in Berlin:
    Nimm' das geld, was man Dir anbieten wird solange man Dir noch wirklich Geld anbietet - und auch zahlen wird.

    Schau' Dir hier an: in 2004 ist eine Mieterin in München sogar gestorben, nachdem man ihr den Kamin abgerissen hat.
    Ich selbst kenne Architekten, die sich vor Gerciht verteidigen mussten, weil man beim Kaminabriss Tötungsversuche vorgeworfen hat. Es ist ein altes Spiel, die für die Heizung notwendigen Kamine abzureissen. Alternativ sind Wasserschäden, Gasleitungen und andere Dinge defekt und zwingen zum Auszug. Irgendwann gelten dann auch die finanziellen Angebote zum Auszug nicht mehr und es wird noch härter vorgegangen.
    Quelle: Mieterinnentot

    Ansonsten schau' Dir den Film Lychener 64 an. Das lässt Dich erahnen, in welches Spiel Du da geraten bist.

    Und noch ein paar kurzfilme
    und lies Dir die Artikel im Blog hier durch:
    Gentrification Blog für Gleichgesinnte mit vielen Links


    Bei Fragen, einfach PN
     
  14. #13 Christian, 19.09.2012
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Ja, stimmt. Aber irgendwie ist das auch falsch.

     
  15. #14 brennende_frage, 19.09.2012
    brennende_frage

    brennende_frage Gast

    Danke erstmal euch allen!

    Ich denke, ich bin in einem Vermieterforum garnicht mal so verkehrt, hier kennt sich halt die andere Seite aus und was ich bisher hier so gelesen hatte, ist man hier im Forum auch nicht mieterfeindlich eingestellt und sieht sie nur als Futter (Schwarze Schafe gibt es überall). Im Gegenteil, ich hatte hier schon öfter kompetente Hilfe bekommen, gerade, wenn es um die NK- Abrechnung geht.
    Natürlich schaue ich auch in reinen Mieterforen, wir sind bereits dabei, uns mit anderen Häusern zu vernetzen, unser Haus ist organisiert, wir haben anwaltlichen und mietervereinten Beistand, usw, usf, trotzallem versuche ich, das Ding von beiden Seiten aus zu sehen, wenn man nur mit anderen Betroffenen spricht, wird der Blick da schnell einseitig und ich denke, das wird uns schlussendlich eher nicht helfen.
    Beträge genannt hat uns im übrigen noch niemand, diese ganze Sache wurde bisher so unprofessionell aufgezogen (Eigentümer versucht, unbekannt zu bleiben, wickelt alles über bisherige Hausverwaltung ab (die man sicher auch bald austauscht), gründet eine ominöse Gbr, damit sein Name nirgendwo auftaucht (im Grundbuch dann war nix mehr von GbR zu lesen) und schickt nun seine Entmieter, die "Im Auftrag des Eigentümers" (ohne Name) eine Vollmacht (ohne Name) mitsenden, mit welche sie "Mietverträge ändern und ergänzen" wollen und dürfen. Wir sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen hier und tapezieren uns die Wand damit. ;)

    Ich halte euch, wenn gewünscht, auf dem laufenden.
     
  16. Tisha

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    @ brennende Frage

    Ich würde es wie Frenchberlin machen. Geld nehmen und weg, ich gebe auch gerne zu, so richtig Spaß machen mir Auseinandersetzungen nicht. Vor allem ist bei den von dir angegebenen praktisch vorprogrammiert, das du nicht am längeren Hebel sitzt.

    Grundsätzlich kann man so etwas durchstehen, aber da ich noch einen Job habe, möchte ich meine Energie da rein stecken, bringt zumindest mir mehr.

    Sonst kannst du dich ja bei denen erkundigen, die die Sache durchgelebt haben, die sind derzeit auch nicht glücklicher und einige sind zwischenzeitlich trotzdem ausgezogen.

    Klar es gibt überall "schwarze Schafe", aber die Welt ist nicht nur böse ;-)
    Viel Erfolg bei dem was ihr nun vor euch habt!!!!
     
  17. Andy

    Andy Erfahrener Benutzer

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    Für mich passen bei dieser ganzen Gentrifizierungsthematik zwei Dinge nicht zusammen:

    1) Laut dem Eindruck, den die Nachrichten verbreiten, wird in jeder Großstadt auf Teufel komm raus gentrifiziert und das Mietniveau angehoben.

    2) Andererseits verbreiten die Nachrichten auch den Eindruck, dass die Kaufkraft aller Bürger, die nicht gerade zu den oberen 10% gehören, seit vielen Jahren stagniert oder sogar sinkt.

    Wie passen 1) und 2) zusammen? Ich habe den Eindruck, dass diese ganze Gentrifizierung ein unechter Hype ist und die Bürger heute einen größeren Teil ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben müssen und dafür an anderer Stelle sparen. Soooo viele Gutverdiener gibt es gar nicht...
    Und diese andere Stelle, an der die Leute sparen, sind Kinder.
    Die sinkende Bevölkerungszahl wird uns Vermietern eines Tages noch mal böse auf die Füße fallen!
    Nicht nächsten Monat, nicht nächstes Jahr, aber mit einiger Wahrscheinlichkeit noch während der Finanzierungslaufzeit für so manche Luxussanierung aus diesen Tagen.
     
  18. #17 Pharao, 05.11.2012
    Zuletzt bearbeitet: 05.11.2012
    Pharao

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    Hi Andy,

    und was sollten deiner Meinung nach die ganzen Vermieter jetzt machen ? Alles unter Wert anbieten ?

    Sorry und was kann jetzt der Vermieter dafür, das es Kinder eben nicht kostenlos gibt ? Zumal, würde es was ändern, wenn es mehr Kinder geben würde, aber später dann keine Arbeitsplätze ?

    Außerdem behaupte ich jetzt einfach mal, das seit die NK so stark gestiegen sind (und daran verdient der Vermieter 0€), das seit dem auch vermehrt Mietminderungen versucht werden geltend zu machen. Ich sag nur Schimmel, aber geheizt wir ein Schwabe ......

    Aber mal zurück zum Thema "Fahrstuhl nachrüsten im Altbau", was hat das damit zu tun ? Ich mein, da die Leute i.d.R. erstmal alle Älter werden (bevor sie ableben), muss/kann/sollte man sich schon Gedanken machen als Vermieter, wie man ältere Leute ggf. auch in eine Dachwohnung bringen kann, denn soviele EG-Wohnungen gib es garnicht .....
     
  19. Andy

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    Wert und Preis ist nicht dasselbe.
    Der Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage und Manipulation. Der ideal funktionierende Markt ist total offen und es gibt keine Informationsasymetrien. Heute haben wir keinen offenen Markt, sondern die Leute werden manipuliert. Angeblich kommt von irgendwoher eine riesige Welle Gut- und Spitzenverdiener, die die Preise auf dem Immobilienmarkt nach oben treibt. Die Nachrichtenlage ist aber anders: Das Einkommen der breiten Masse stagniert oder sinkt. Nur ein verschwindend geringer Teil hat ständig steigende Einkommen - Aber dieser Teil der Bevölkerung ist zahlenmäßig so klein, dass er auf dem Immobilienmarkt keine große Rolle spielen sollte.
    Auf keinen Fall existieren in Deutschland genug Spitzenverdiener, um damit die Altbauviertel sämtlicher Großstädte zu bevölkern. Das drückt das Wort "Spitzenverdiener" ja gerade aus: Es ist nur eine Spitze. Es sind nur wenige, die soviel verdienen.
    Trotzdem steigen die Kosten des Wohnens wegen dieser herbeifantasierten Spitzenverdienerwelle...
    Ich meine: Das ist zum größten Teil Hype, Blase und in Wirklichkeit wird den Leuten einfach ein größerer Teil ihres Einkommens für die Wohnkosten abgenommen als noch zu Zeiten der Bonner Republik.

    Nun zu Preis und Wert:
    Momentan liegt der Preis der Wohnens fast überall in Deutschland über dem Wert. Wenn man schon kurz vor der Rente steht oder schon im Rentenalter ist, vielleicht auch noch kinderlos - kann einem das egal sein. Bis zum Date mit Freund Hein wird es noch irgendwie gutgehen...
    Wenn man aber jünger ist und sogar Familie hat, die eines Tages auch noch mal was vom Besitz haben soll, dann sollte das geringe Bevölkerungswachstum einem schon zu denken geben. Schließlich sind die Kinder von heute die Mieter von morgen! Wo heute keine Kinder - da morgen keine Mieter.
    Den wahren Wert des Wohnens sollte man da ansetzen, wo auch den Mietern noch Luft bleibt, Kinder zu zeugen und ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Zurück zur Bonner Republik!
     
  20. #19 Pharao, 06.11.2012
    Zuletzt bearbeitet: 06.11.2012
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Andy,

    aber wenn ich eine Wohnung für den Wert x anbiete, dann obliegt es doch dem Mietinteressenten, ob der das anmieten will oder ob ihm das zu teurer ist. Wenn der Vermieter also genügen Mietinteressenten hat, die bereit sind auch den Wert x zu zahlen, warum sollte er es dann unter Wert anbieten ?

    Schliesslich gibt es ja anscheinend doch genügen Mietinteressenten die bereit sind das zu zahlen, denn ansonsten würde die Wohnung ja leer stehen bleiben ...

    Außerdem, jeder kann sich doch auch selber ggf. ein Haus bauen oder ggf. eine Immobilie kaufen, wenn er meint die Mieten wären zu teurer. Wenn er selber dann vermietet um ggf. den Kredit abzubezahlen, dann wird er i.d.R. auch schnell feststellen, das eine 0 auf 0 Rechnung nicht ganz klappt.
     
  21. Andy

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    Ja, für einen völlig transparenten Markt stimmt das.
    Aber ich meine, der Immobilienmarkt in deutschen Großstädten ist in dem Punkt nicht transparent, an dem eine angebliche Welle von Spitzenverdienern herbeiphantasiert wird, die überall die Preise hochtreiben.
    Ich meine: Diese Welle gibt es nicht, die Spitzenverdiener sind nach wie vor die Spitze. Einige wenige, in der Masse unbedeutend.
    Aber sie, die Spitzenverdiener an jeder Ecke, taugen als Argument, um der Masse einen größeren Teil ihres Einkommens für die Miete abzunehmen.
    Das ist für einen kurzfristig denkenden Vermieter eine tolle Sache - aber langfristig kann das nicht gutgehen.
     
Thema: Fahrstuhl Nachrüstung im Altbau
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