"Fallstudie": Absicherung bei Vertragsbruch

Dieses Thema im Forum "Maklerforum" wurde erstellt von hahn-immo, 13.05.2009.

  1. #1 hahn-immo, 13.05.2009
    hahn-immo

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    Ich hoffe erstmal, es entspricht den Foren-Regeln, für konkrete Fragen neue Threads zu eröffnen. Da es sich um einen abweichenden Sachverhalt handelt, wollte ich dies nicht in einen meiner anderen Threads schreiben.

    Momentan beschäftigt ein grundlegendes Problem viele Makler in unserem Gutachterausschuß (ich komme aus der Region Chemnitz): und zwar der Vertragsbruch im Käufer-Verkäufer-Einvernehmen.

    Ein Beispiel: ich habe einen Maklerauftrag für ein Einfamilienhaus und stelle mit einem potentiellen Interessenten einen Erstkontakt her. Dieser gibt mir jedoch zu Verstehen, dass der Preis zu hoch sei. Tatsächlich trifft dieser sich jedoch mit dem Verkäufer, vereinbart mit diesem, das Auslaufen des Maklervertrages abzuwarten - um danach das Objekt zu erwerben und die Maklerprovision zu sparen.
    Die Folge: entweder der Makler schlägt den (kostenintensiven und gegebenenfalls sogar verlustreichen) Rechtsweg ein oder verbucht das ganze unter der Rubrik "Maklerpech" (ein gern gebrauchter Terminus von Anwälten).

    Meine Frage: Gibt es Möglichkeiten, dieses von vornherein zu verhindern bzw. einzudämmen? Wie kann man sich vor derartigem Betrug schützen?
     
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  3. #2 pragmatiker, 13.05.2009
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    ich fürchte gar nicht, denn immer wenn es zum rechtsbruch kommt und die parteien nicht außergerichtlich einig werden, muss der rechtsweg gegangen werden.

    sie können natürlich versuchen, von den käufern und/oder verkäufern eine "hinterlegung oder kaution" zu bekommen, die die potentiellen käufer zurück erhalten oder die verrechnet wird, wenn das haus verkauft wird, aber in der praxis dürfte das ja kaum durchsetzbar sein.
     
  4. #3 hahn-immo, 13.05.2009
    hahn-immo

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    Danke für die Antwort.

    Die Sache mit dem Rechtsweg ist aber gerade das Dilemma: wenn man bei jedem zweiten Vertrag (und manchen Maklern hier geht es tatsächlich so!) den Rechtsweg einschreiten muß - ohne Gewißheit des Ausgangs, mit Kosten, die die möglichen Einnahmen überschreiten - dann kann dies ziemlich schnell zermürben und an den Rand der Existenz führen.
     
  5. #4 pragmatiker, 13.05.2009
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    sicher ist das so, das ist aber ebenso sicher nicht nur auf das maklerrecht bezogen.

    am schlimmsten trifft dieses problem gläubiger von dauerschuldverhältnissen, also mietrecht und arbeitsrecht. da sind die probleme wahrlich ungleich größer.
    frag mal lostcontrol...
     
  6. #5 lostcontrol, 13.05.2009
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    also ich glaub nicht dass unser fall mit den 25.000 € da so herausragend ist.
    es gibt hier im forum einige ähnlicher fälle, auch mit höheren schulden und schlimmeren schäden.
    das problem ist halt, dass jemandem, der sich aus steuerlichen gründen eine wohnung zum vermieten zugelegt hat und diese von der (nicht fliessenden) miete abbezahlen wollte so ein fall eben ruckzuck das genick brechen kann. da stehen dann wirklich existenzen auf dem spiel, und es geht ans PRIVATE eingemachte. beim makler geht's ja "nur" ums GESCHÄFTLICHE. wenn der laden nicht läuft ist es geschäftsrisiko. wenn's einen privaten vermieter trifft, dann trifft es ihn doch wesentlich härter.

    wie in allen branchen haben makler halt auch ihre geschäftsrisiken.

    kann man eigentlich makler verklagen, weil die einem den falschen mieter vermittelt haben? also der dann die miete nicht zahlt, die wohnung verwüstet und letztendlich unauffindbar verschwindet?
    ich glaub da steht man dann als vermieter genauso schlecht da und fühlt sich vom makler betrogen...
     
  7. #6 pragmatiker, 13.05.2009
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    mein hinweis auf dauerschuldverhältnis hat nichts mit geschäftlich oder privat zu tun. ein makler, der seinen lebensunterhalt verdienen muss kann genauso privat betroffen sein und pleite gehen, wenn die kunden für die arbeit nicht zahlen.

    das fatale an nicht gezahlten mieten oder arbeitslöhnen ist, das sich der schaden bei nur einem schuldner monat für monat erhöht, das ist völlig unvergleichbar mit schuldverhältnissen, die halt ein mal nicht bezahlt werden (handwerker, makler, verkäufer etc.)
    die haben dann vielleicht den verlust einer zahlung hinzunehmen, danach aber die wahl, mit diesem kunden keine weiteren geschäfte zu machen.

    wie anders der vermieter: eh er einen mieter draußen hat kann es bis zu jahren dauern und der oft mit verursachte schaden an der substanz (=Haus) kommt such noch dazu.

    im gegensatz zum vermieter hat der arbeitnehmer wenigstens noch die möglichkeit, zu kündigen und sich schnell eine andere arbeit zu suchen oder das risiko zumindest auf 3 monate zu begrenzen - danach gibt es wenigsten etwas: hartz 4 nämlich.

    ich plädiere schon lange für beschleunigte verfahren in mietprozessen, wie es ja auch beim arbeitsgericht der fall ist. (bzw. war - hab selbst mal ein arbeitsgerichtsverfahren in einem simplem fall druchgefochten - mein geld hatte ich nach 1,5 jahren ! )
     
  8. #7 lostcontrol, 13.05.2009
    lostcontrol

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    also so ganz klar ist mir deine argumentation hier nicht.
    wenn der makler mit seiner firma pleite geht, dann ist das eine geschäftliche insolvenz und hat mit seinem privatleben nicht zwangsläufig zu tun, je nach geschäftsform muss er möglicherweise auch nicht mal mit seinem privatvermögen haften.
    und einem makler geht's wie jedem anderen arbeitnehmer auch: er kann sich arbeitslos melden bzw. einen hartz4-antrag stellen wenn er nicht sofort einen anderen job findet.

    das ist doch bei einem makler dasselbe, oder?
    wenn ein handwerker seine arbeit und sein material nicht bezahlt bekommt, und gleich mehrere kunden treiben dieses spielchen (im moment scheint das recht häufig der fall zu sein, wie ich von den handwerkern höre), dann geht's da auch ruckzuck in die insolvenz.
    auch hier stellt sich dann wieder die frage nach der geschäftsform ob da mit privatvermögen gehaftet wird oder nicht.

    das stimmt natürlich leider.
    drum auch meine frage, ob man da nicht auch den makler in die haftung nehmen kann, der einem den "miesen mieter" verschafft hat.

    immerhin, du hast dein geld gekriegt!
    also bei unserem 25.000-euro-fall hat's auch 1,5 jahre gedauert, geld haben wir natürlich keines gesehen, bis heute nicht.
    die ex-mieter (ausgezogen waren sie ja mehr oder weniger freiwillig) hatten sich zu allem übel in der zwischenzeit auch noch getrennt (und haben eifrig versucht ihren rosenkrieg in den prozess einzubringen), ihre jobs verloren und unabhängig voneinander privatinsolvenz angemeldet.
    schick denen doch mal jemand den zwegat vorbei, vielleicht sehen wir dann doch noch was von der kohle. bzw. vielleicht kann er ja den leuten mal klarmachen, dass es keine bagatelle ist anderer leute eigentum kaputtzumachen!
     
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