Falsche Selbstauskunft kippt den Vertrag

Diskutiere Falsche Selbstauskunft kippt den Vertrag im Rücktritt vom Mietvertrag Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Habe gerade einen Artikel gelesen, der evt. für einige interessant sein könnte: Original von Welt am Sonntag, 16.11.2008 Viele Mieter tun alles,...

  1. #1 Eddy Edwards, 19.11.2008
    Eddy Edwards

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  3. RMHV

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    Wie so oft, wird auch hier der Sachverhalt nur unvollständig dargestellt. Eine Anfechtung wird nur vor Übergabe der Mietsache möglich sein. Wenn die Mietsache sich bereits im Besitz des Mieters befindet, kann bzw. muss das Mietverhältnis durch eine - eventuell fristlose - Kündigung beendet werden. Der Grund ist in beiden Fällen gleich. Die Rechtsfolgen werden sich unterscheiden.
     
  4. #3 Thomas123, 21.11.2008
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    ...und dann kommt es noch drauf an, nach welcher Zeit der Vermieter gemerkt hat, dass er beschummelt wurde. Wenn der Mieter drinn wohnt und schon pünktlich ein paar Monatsmieten gezahlt hat, hat der Vermieter schlechte Karten den Mieter loszukriegen.......
    wenn er beim neuen Vermieter die Monatsmieten auch nicht bezahlt, kann das ein Hinweis auf Einmietbetrug sein....dann sieht es besser aus....Anzeige bei der Polizei....aber wie gesagt, wenn er pünktlich seine Miete gezahlt hat, gibts für den Vermieter keinen Grund.....(wär mir auch egal..Hauptsache der Rubel rollt)....bei mir... :lol
    :wink
     
  5. #4 Paul5582, 11.01.2019
    Paul5582

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    Hi zusammen. Ich habe immoment den Fall auch. Der Mieter hat einen falschen Arbeitgeber genannt, beim Netto gelogen und nicht angegeben das er Insolvenz hat bzw angekreuzt. Nach zwei nicht gezahlten Mieten kahm es an Licht, weil ich dann nachforschungen angestellt habe. Bin jetzt beim Anwalt . Wir haben fristlos gekündigt und fechten den Vertrag an. Somit verliert er seine Mieterrechte laut Anwalt. Ob das hilft ihn schneller rauszukriegen weiß ich nicht. Hatte das von euch mal jemand. Ich war zu gutgläubig und das beim ersten Mieter.... Das passiert mir nicht wieder. .
     
  6. Andres

    Andres
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    Wohl auch nach 10 Jahren noch aktuell ...


    Einstein wird gerne die Redewendung "so einfach wie möglich, aber nicht einfacher" zugeschrieben. Das hier ist ein Fall für "zu einfach". Die Anfechtung vereinfacht die Sache erheblich, weil die ganzen Unsicherheiten rund um die Begründung einer Kündigung deutlich geringer sind. Es ändert aber nichts daran, dass der Mieter auf Räumung verklagt werden muss, wenn er die Wohnung nicht freiwillig zurückgibt (zumindest wenn man rechtsfehlerfreien Besitz erlangen will), dass man den Mieter nicht "ausfrieren" darf usw. - den grundrechtlichen Schutz der Wohnung hebt auch eine Anfechtung nicht auf.


    Dauert genau so lange, ist nur weniger riskant.
     
  7. #6 Melanie123, 12.01.2019
    Melanie123

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    Ungeachtet der notwendigen Räumungsklage stellt sich mir die Frage, ob im Fall von Paul nicht die 2 Monate Zahlungsverzug die einfachste und sinnvollste (in Einsteins Sinne) Möglichkeit ist.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 12.01.2019
    ehrenwertes Haus

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    Nein. Am Zeitablauf bis zum Räumungsurteil ändert sich zwar nichts. Die Chancen eine Räumung hinauszuzögern verschlechtern sich erheblich, wenn der Mietvertrag für unwirksam erklärt wird.

    Bei Paul5582 kann es sich auch um Einmietbetrug handeln. Vielleicht mal den Anwalt darauf ansprechen. Mit entsprechenden Hinweisen darauf, kann auch einen Strafanzeige, oder der Verzicht darauf, den Mieter zu einem vorgerichtlichen Auszug motivieren.
     
  9. #8 Melanie123, 12.01.2019
    Melanie123

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    Ich bin mir da in einigen Punkten nicht sicher. Ich vermute auch hier regionale Unterschiede und vor allem unterschiedliche Vorgehensweisen und Intentionen von Anwälten.
    Auch kommt es sehr auf die Gegebenheiten an.
    Mich hat einmal eine Anwältin einer Rechtshotline (gut, um schnell ein paar Detailfragen zu klären, die man aber immer selbst überprüfen sollte, unbrauchbar für eine umfangreiche juristische Beratung) darauf hingewiesen, dass es zwar durchaus sein könnte, dass in meinem Fall überhaupt kein Mietvertrag zustande gekommen sei, aber was ich denn meinte, dadurch gewinnen zu können. §985 BGB (mein bis dahin betriebswirtschaftliches Halbwissen) hielt sie in meinem Fall für eine sichere Möglichkeit, beim Landgericht zu landen und (neben dem Anwaltszwang) einige Monate Verzögerung in Kauf nehmen zu müssen.
    Ein bairischer Anwalt (gleicher Fall, Kontext der polizeilichen Hausdurchsuchung wegen Drogenhandel) kam auf die für mich völlig absurde Idee, eine Kündigung darauf zu begründen (obwohl die 2 Monate Mietrückstand gegeben waren). Mag in Bayern funktionieren. In NRW bei mir eher nicht. In Berlin wäre es Witz des Tages. [das ist das Schöne an Rechtsberatungshotlines: man kann nach 10 min = 12 € einfach auflegen ;-)]
     
Thema: Falsche Selbstauskunft kippt den Vertrag
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