Falsche Wohnfläche

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von Matthias24, 20.07.2010.

  1. #1 Matthias24, 20.07.2010
    Matthias24

    Matthias24 Neuer Benutzer

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    Hallo!

    Ich weiss nicht genau, ob ich in diesem Teil des Forums richtig bin, wenn nicht, verschiebt mich bitte.

    Ich habe eine schnelle Frage:

    Mein Vermieter hat sich letztes Jahr, durch Verkauf, geändert. Bei einer Renovierung habe ich nun festgestellt, dass ich wesentlich weniger Wohnfläche habe, als im Mietvertrag steht (etwa 15% weniger).

    Nun kann ich ja, wenn ich das richtig gelesen habe, die zuviel gezahlte Miete rückwirkend zurückforden. Meine Frage ist: Bei wem? 4 Jahre von den neuen Vermietern? Oder 1 Jahr bei den neuen und 3 Jahre bei den "alten"?

    Vielen Dank euch und eine sonnige Woche!
     
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  3. #2 Thomas76, 20.07.2010
    Thomas76

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    Normalerweise ist der aktuelle Vermieter dein Vertragspartner für alles.In der Praxis wird da aber möglicherweise das hin- und herschieben von Verantwortungen losgehen.
     
  4. kathi

    kathi Gesperrt

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    Ist ja normalerweise nicht so mein Ding mich mit Fragen in andere Beiträge einzumischen, aber da hier grade das Thema aufgekommen ist, kann das vielleicht jemand kurz beantworten:
    Angenommen ein Mieter hat eine Wohnung angemietet, die lt. MV ca. 80m² hat, und diese über Jahre hinweg bewohnt. (Teilinklusiv, also keine Neben-Betriebskostenabrechnungen)
    Dann kommt die erste Mieterhöhung unter Angabe der richtigen m² Grösse, als da wären z.B. 65m², also deutlich über 10% Abweichung.
    Mieter akzeptiert die Mieterhöhung mit der neuen, richtigen m² Anzahl und das Mietverhältnis läuft ganz normal weiter.
    Bis wann und wie lange zurück könnte hier ein Mieter rückwirkend zuviel bezahlte Miete einfordern, wenn ihm irgendwann mal auffällt, dass der BGH ihm ganz neue Perspektiven eröffnet hat.
     
  5. #4 Grueneninny, 20.07.2010
    Grueneninny

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    Ich versteh hierbei immer nicht ganz warum sich an diese qm gebissen wird.

    Man schaut sich die Wohnung an, erfährt den Mietpreis und zieht ein.
    Somit war man doch mit der "Wohnungsgröße" und dem Preis dafür einverstanden!?
    Warum dann hinterher mosern?
    Wenn ich es so genau nehme muss ich vor dem Einziehen halt selber messen, dann weiß ich es sicher und erspare beiden Seiten viel Stress.
     
  6. kathi

    kathi Gesperrt

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    Ich versteh das Urteil auch nicht. Wenn ich eine Wohnung sehe, die mir gefällt, alles passt rein und ist wunderbar, dann sollte das ok sein. Der BGH hat eben anders entschieden, warum auch immer. Könnte ja noch verstehn, wenn man zuviel gezahlte Nebenkosten (bei Abrechnung nach m²) zurückzahlen müsste als VM, aber ansonsten....
    Beantwortet leider noch nicht meine Frage
     
  7. #6 lostcontrol, 20.07.2010
    lostcontrol

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    grueneninny - is wie mit vielem, da wollte halt die justiz missstände beseitigen und hat nur probleme geschaffen.
    nicht umsonst raten die meisten vermieter hier dazu, KEINE quadratmeterzahl im mietvertrag anzugeben.

    ... das fängt damit an, dass man sie vielleicht tatsächlich garnicht weiss
    (das problem kenn ich z.b. zu genüge, ich hab zwar ganz tolle pläne von allen häusern, aber die stimmen alle hinten und vorne nicht - ein problem das aber nicht altbau-spezifisch ist wie man meinen würde sondern hauptsächlich damit zu tun hat, dass kaum ein bau so durchgezogen wird, wie er geplant wurde - und meist hat man halt nur die bauPLÄNE aber eben keine abschluss-messungen bzw. zeichnungen).
    ... und geht weiter damit, dass sich die DIN, nach der gemessen werden muss (WoflVO) im lauf der jahre mehrfach geändert hat (beispiel deckenhöhe: früher wurde ab 180cm voll gerechnet, heute erst ab 200cm, das kann, wenn man viele schrägen hat, 'ne ganze menge ausmachen)
    ... und hört auf damit, dass man vielleicht mal getrenntes klo und bad zusammenlegt und dabei natürlich 'ne andere fläche rauskommt als vorher, weil da ja noch die wand abgezogen werden musste, die jetzt nicht mehr da ist - umgekehrte beispiele gibt's dazu natürlich auch, ist mir nur grad keins eingefallen.

    der knackpunkt ist halt, dass das was im mietvertrag steht, runtergerechnet werden kann auf einen quadratmeterpreis. ich hab das ohnehin noch nie so wirklich nachvollziehen können, wir rechnen einfach nicht so. beispiel: wenn ich 'ne EBK einbaue dann wird die im normalfall auf 10 jahre gerechnet und auf die kaltmiete draufgeschlagen. das hat also mit dem theoretischen quadratmeterpreis nichts zu tun. ähnlich ist es mit böden, einbauschränken und anderen ausstattungs-themen, das ist für mich 'ne frage der qualität und nicht der quadratmeter.
     
  8. #7 sonaz40, 20.07.2010
    sonaz40

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    Ich finde wenn Sie 4 Jahre lang in einer Wohnung gelebt haben und damit auch zufrieden gewesen sind sollten sie nicht anfangen wegen 15% weniger Wohnfläche ein hin und her mit dem Vermieter anzufangen. Letztendlich haben Sie doch bei der übernahme nicht die Wohnfläche gemietet sonder die Wohnung die mit Preisleistung Verhältniss gestimmt hat und ihnen gefallen hat, oder?
     
  9. kathi

    kathi Gesperrt

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    Es gibt aber nunmal jetzt dieses BGH Urteil. Und ein Mieter wird nicht unbedingt auf rückwirkende Minderung verzichten, was ich auch verständlich finde, da ihm die nun zusteht.
    Wir reden hier nicht grade über wenig Geld:
    z.B. Miete 500€ für 50m² über 4 Jahre. Es sind aber nur 45m². Macht pro Jahr 600€ und nach 4 Jahren 2400€. Das ist ein Geschenk des BGH, dass jeder Mieter gerne annimmt. Verständlich find ich das. 2400€ haben oder nicht.......
    Meine Frage konnte immer noch niemand beantworten und ich find nichts drüber.
    Hat ein Mieter mit der Mieterhöhung die richtigen m2 anerkannt oder kann er rückwirkendend Forderungen stellen und wenn ja für welchen Zeitraum?
     
  10. #9 Thomas76, 21.07.2010
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    Ganz einfach : weil der BGH in seinem mieterfreundlichem Wahn die Möglichkeit geschaffen hat, ganz legal an relativ viel Geld zu kommen.Das lassen sich Mieter, die davon Wind bekomme natürlich nicht entgehen.Moralische Überlegungen und/oder der gesunde Menschenverstand wiegen da meist weniger schwer.
     
  11. #10 Niklos75, 26.09.2010
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    Das sehe ich anders. Im Mietvertrag wird nicht umsonst eine Größe angegeben, die sich am blichen Mietspiegel in einer bestimmten gegend orientiert. Du mietest eine Wohnung eben nicht "wie gesehen". Warum sollte ich denn mehr bezahlen als nötig?
     
  12. #11 lostcontrol, 26.09.2010
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    wie kommst du auf sowas?
    weder muss sich die kaltmiete einer wohnung am mietspiegel orientieren (und selbst wenn, dann müsste noch lange keine quadratmeterzahl im mietvertrag stehen)
    noch
    spricht irgendwas gegen "gemietet wie gesehen" (der mieter kann ja jederzeit bei der besichtigung den meterstab auspacken, kein problem).
     
  13. Berny

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    Der Meinung bin ich auch. Eine Flächenangabe ist in MVs auch garnicht zwingend vorgeschrieben - wenn auch sie trotzdem sinnvoll ist bzgl. der Betriebskostenabrechnung.
    Da unser Fragesteller nicht angegeben hat, ob der Nettomietpreis aufgrung von Quadratmetermietpreis mal Quadratmetern errechnet wurde, denke ich, dass sich rückwirkend rechtlich nichts machen lässt.
     
  14. malloy

    malloy Erfahrener Benutzer

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    Vieles wurde schon gesagt. Etwa sind meine Wohnungen auch alle kleiner als auf den offiziellen Baubeschreibungen und -plänen, das sage ich aber auch bei der Besichtigung, dass es laut Plan soundsoviel sein sollen, aber durch Putz und schräge Wände nicht garantiert werden kann, wenn nach der Größe gefragt wird. Wohingegen bei meinem Privathaus bei der letzten Renovierung herauskam, dass hier wohl damals bei dem damaligen Bauherren in den 70ern alles irgendwie größer gebaut wurde als auf den Plänen verzeichnet.
    Man kann es auch anders sehen: In jedem notariellem Kaufvertrag steht doch mittlerweile auch drin (zumindest in denen meiner erworbenen Mietwohnungen der letzten Jahre bei verschiedenen Notaren als Standardklausel), dass der Verkäufer die Größe und die Beschaffenheit nicht zusichert und ist dafür nach dem Kauf auch nicht mehr haftbar zu machen, der Käufer hat sich selbst von der Größe vor dem Kauf zu überzeugen und ggf. ein Gutachten auf eigene Kosten anzufertigen. Warum ist diese Regelung nun nicht auch gut genug für einen Mieter?!

    Ich schreibe seit einiger Zeit auch keine qm-Größe mehr in die Mietverträge. Die neueren Haus und Grund haben sogar gar kein Feld mehr dafür vorgesehen, ist ersatzlos entfallen^^
     
  15. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Wer sagt denn, dass diese Regelung bei einem Mietvertrag nicht gut genug ist? Es muss nur vereinbart werden.
     
  16. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hmm, und wie ist es denn mit den BK-Abrechnungen...?
     
  17. #16 pragmatiker, 27.09.2010
    pragmatiker

    pragmatiker Erfahrener Benutzer

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    BK müssen nach dem vereinbarten schlüssel abgerechnet werden. ist dieser qm so gelten die tatsächlichen (nicht evt. "vereinbarte")
     
  18. malloy

    malloy Erfahrener Benutzer

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    Grundsteuer bekomme ich einen eigenen Bescheid für jede Wohnung und alle anderen Kosten werden von der Hausverwaltung schon aufbereitet und tabellarisch umlagefähig/nicht umlagefähig geordnet per Abrechnung zugestellt, darin wird entweder pro Einheit (bspw. Sat-Anlage Leasing, Tiefgaragen-BK) umgelegt, per individuellem Verbrauch (Wasserzähler, HKV+Hz-BK) oder eben nach ME-Anteilen umgeschlüsselt (Hausmeister, Versicherung, Gartenpflege, Aufzug-BK, Müll...) vom Gesamtanteil der Wohnflächen der WEG gem. ME-Anteil aus Teilungserklärung, dazu wird im MV auf §556a Abs 1.1 BGB verwiesen, abweichend ->
    Zumindest steht das so im H&G-MV. Dazu muß kein QM-Angabe im MV stehen, es kann nach WohnflächenANTEILEN vom Gesamten gerechnet wird, wenn die BetrK nach BetrKV umgelegt werden. Hatte eine Abrechnung der HV zuvor bei H&G vorgelegt und die haben das so für ihren MV abgenickt, dass das passen würde. Kann mich da auch nur auf diese Stellen verlassen, ich kann schlecht ein 9977qm WEG-Hochhaus komplett neu vermessen...
     
  19. #18 lostcontrol, 27.09.2010
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    da kannst du - wie malloy schon schrieb - die anteile hernehmen (wie auch immer das auf dem papier dargestellt wird) oder eben auch prozentsätze. die quadratmeterzahl muss in der betriebskostenabrechnung genauso wenig auftauchen wie im mietvertrag.
    allerdings wirst du sie vermutlich offenlegen müssen, wenn jemand entsprechend nachfragt.
    wir arbeiten in unseren betriebskosten-abrechnungen bei denjenigen posten, die nach fläche umgelegt werden, mit prozentsätzen und dies wurde anwaltlich als OK abgenickt. beschwerden gab's auch noch keine (wobei ich vielleicht dazu sagen sollte dass wir ohnehin noch nie beschwerden bezüglich der abrechnungen hatten).
     
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