Falsches Exposé - Maklerprovision verwirkt

Dieses Thema im Forum "Immobilien - Erwerb/Veräußerung im Inland" wurde erstellt von suki, 30.10.2013.

  1. suki

    suki Gast

    Hallo,

    mal wieder das Thema Makler. Folgendes hat der werte Herr geleistet:

    Im ersten Exposé hat er ein Haus mit folgenden Angaben angeboten:

    Grundstück: 1300 qm;
    Baujahr: 1964;
    Wohnfläche: 180 qm;
    Massivbauweise;

    Darauf hin abe ich Ihn angerufen und gesagt, dass es in diesem Wohngebiet kein solches Haus geben kann, da es sich um ein Wochenendgebiet handelt und es hier Bauvorschriften gibt....dannach kam folgendes:

    Grundstück: 1083 qm;
    Baujahr: 1984;
    Wohfläche: 120 qm;
    Massivbauweise;

    Bei der ersten Besichtigung haben wir festgestellt, dass die Terrasse überbaut wurde und gleich habe ich nach einer Baugenehmigung gefragt und ob bei der Kreisverwaltung noch Unterlagen liegen.
    Antwort: Verkäufer und Makler, es sei alles genehmigt und Unterlagen gebe es keine mehr;

    Ich bin dann zur Kreisverwaltung: Unterlagen waren vorhanden, und bezüglich der Terrasse existiert ein Baueinstellungsverfahren und das Dachgeschoss ist als Wohnraum nicht geeignet;

    Nun gilt folgendes:

    Grundstück: 1038 qm laut Grundbuch;
    Baujahr: 1982;
    Wohfläche: 46 qm;
    Massivbauweise, Terrassenüberbauung Ständerbauweise;


    Der Makler, clever wie diese Art Menschen sind, hat sich natürlich im Exposé gegen falsche Angaben geschützt. Ich weiß: Der Makler muss auch grundsätzlich keine eigenen Ermittlungen anstellen. Eine weitergehende Nachprüfungspflicht kann sich aber dann ergeben, wenn erkennbar ist, dass mit dem Haus etwas nicht stimmt....und das muss ihm langsam aber sicher aufgegangen sein.

    Hat jemand von Euch schon einmal ein Verfahren gegen einen Makler durchgefochten? Ich bin der Meinung, dass der Makler seine Treuepflicht verletzt hat und ich durchaus Chancen habe seine Provision nicht zu zahlen. Denn das Haus das er mir zweimal verkaufen wollte gibt es so nicht.

    Gruß
     
  2. AdMan

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  3. #2 Aktionär, 30.10.2013
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    Warum willst Du die denn zahlen? Hast du das Objekt nach all dem Hin und Her tatsächlich gekauft?
     
  4. suki

    suki Gast

    Ja, ich denke schon - habe das Objekt bereits um 60.000 Euro runter gehandelt...
     
  5. suki

    suki Gast

    bzw...nein, ich habe noch nicht gekauft - aber das könnte passieren. Dem Verkäufer nehme ich das ab, dass er das alles nicht gewußt hat. Das musste ich dem erst einmal beibringen...der Malker ist frei fliegent - hat sich nur darn gehängt und ein misserables Bild abgeliefert...
     
  6. Andres

    Andres
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    Er hat dich an den Verkäufer vermittelt. Wenn der Kaufvertrag zustande kommt, hat er also schon einmal seine Hauptpflicht erfüllt.


    (Ich beschränke mich mal auf den beweisbaren Teil: )

    Wie denn? Die letzte, dramatische Reduzierung der Wohnfläche geht darauf zurück, dass ein ganzes Stockwerk nicht angerechnet werden darf. Das muss kein offensichtlicher Mangel sein. Sonst kann man sich bei 1964 vs.1984 oder 1083 vs. 1038 auch immer auf Tippfehler herausreden.

    Und wenn er sagt, dass keine Genehmigungsunterlagen vorliegen, ist das zwar wahrscheinlich gelogen, aber wie offensichtlich das für den Makler ist, ist eine ganz andere Frage.


    Ja, aber nicht wegen so einer Sache.


    Ich nicht. Ich bin aber der Meinung, dass ich dieses Haus nicht kaufen würde, weil ich mit Betrügern (und für dieses Urteil reicht mir meine Meinung anstatt eines gerichtsfesten Beweises aus) prinzipiell keine Geschäfte mache.

    Statt zu überlegen, wie du den Makler um seine Provision bringst (was übrigens auch nicht gerade der Gipfel der Ehrlichkeit ist), würde ich dem Verkäufer mitteilen, dass mir Immobile und Makler zu dubios sind, und mich dann nach etwas anderem umsehen.
     
  7. #6 Aktionär, 30.10.2013
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    So sehe ich das auch.

    Aber wenn Du kaufst und der Makler dich vermittelt hat dann hat er auch Anspruch auf die Provision.
     
  8. suki

    suki Gast

    Wie immer kann ma das so oder so sehen.

    Betrüger kann man auch nicht sagen (ich beschränke ich mich mal auf den beweisbaren Teil), weil man es nicht beweisen kann.

    Für mich hat der Makler seinen Job nicht gemacht. Und wenn seine Haupaufgabe darin besteht, mit Hilfe von Falschangaben, einen Käufer zu einem Verkäufer zu führen und er dafür (vor dem Gesetzt) nicht verantworltich ist, weil das System das so will, dann kannst du auch nicht von Betügern sprechen. Hier wir im Kreis argumentiert. Der Makler kann machen was er will... und bekommt dafür sehr viel Geld.

    So, jetzt zum Thema Ehrlichkeit. Dieses Maklersystem ist nicht ehrlich. In Hamburg wurde das Prinzip, der Verkäufer bestellt und der Käufer zahlt bereits gekippt. Wer betellt bezahlt und das ist ehrlich. Wenn man sich dann gegen offentsichtlicher Fehlleistung wehr ist das legitim und wenn man das nciht bezahlen will ist das nicht unehrlich.
     
  9. #8 Aktionär, 30.10.2013
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    Warum soll er seinen Job nicht gemacht haben? Sein Job ist, ganz platt ausgedrückt, einen Käufer bringen. Das hat er getan. Job erledigt = Bezahlung gerechtfertigt.

    Zum "Hamburger-Modell": Was meinst Du wohl was die Verkäufer mit der Maklerprovision machen, die sie zahlen müssen? Richtig! In den Verkaufspreis einpreisen.
     
  10. suki

    suki Gast

    Das mit dem Job habe ausreichend erklärt, vielleichtt liest du das Ganze noch mal und ich hoffe du kannst dan den Kreis durchbrechen.

    Richtig, wird eingepreist, dass ist aber dann verhandelbar, eine Provision wird vorher festgelgt, und wer ich eine Bestellung selbst bezahlen muss, der überlege sich, ob er überhaupt bestellt. Wer nicht bezahlen muss bestellt gerne - das kennst du von der Weihnachtsfeier. Verstanden.
     
  11. #10 Aktionär, 30.10.2013
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    Kein Grund unfreundlich zu werden nur weil man unterschiedlicher Meinung ist. Das kommt im (Diskussions-)Foren nämlich öfter vor.
     
  12. #11 Pharao, 30.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 30.10.2013
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  13. suki

    suki Gast

    Eine andere Meinung akzeptiere ich dann, wenn sie differenziert ist. Meine Fragestellung fordert dies nahezu. Was einem Makler zusteht oder nicht und wann das so ist, kann man im Netz in verschiedenen Beispielen (Urteile) nach lesen. Deshalb auch der Hinweis auf die Treuepflicht. Nicht immer ist der Makler im Recht. Darüber hinaus habe ich Beiträge erhofft. Gerade der Aktionär hat sehr viele gute bereits geliefert. Aber beim Thema Makler, nö, danke. Man kann im Forum andere Meinung sein und dies auch schreiben - aber geanu so kann ich sie ablehen.
     
  14. #13 Pharao, 30.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 30.10.2013
    Pharao

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    @ suki,

    wenn du doch alles weist, warum fragst du hier dann nach ? Mal abgesehen davon, das in einem Forum jeder das schreiben kann, was er dazu zu sagen hat, egal ob DIR das genehm ist oder nicht !

    Sorry, aber dein Verhalten finde ich ziemlich unhöflich - immerhin erwartest du hier, das sich andere in ihrer unbezahlten Freizeit mit DEINEM Problem beschäftigen - da kann man durchaus etwas freundlicher sein !
     
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