"Familien-Mietrabatt" problematisch?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von mieter70, 20.05.2008.

  1. #1 mieter70, 20.05.2008
    mieter70

    mieter70 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    möglicherweise bin ich (als MIETER!) thematisch gar nicht in der richtigen Community (?)...

    Erlaube mir dennoch, dieses Thema hier einzustellen, weil ich mir erhoffe, die ein oder andere fachkundige und fundierte Info einzuholen.

    Ich bewohne eine 95m²-Wohnung in einer deutschen Großstadt und zahle eine relativ -im Vergleich zum allg. Mietspiegel dieser Stadt/Stadtteil- günstige Kaltmiete in Höhe von 500,00 EUR.

    Meine offiziellen Vermieter sind (als Hauseigentümer) sowohl mein Vater als auch ein weiteres blutsverwandtes Familienmitglied.

    Ein seit ca. 30 Jahren auch im Haus lebendes Ehepaar zahlt die identische Kaltmiete in Höhe von 500,00 EUR.

    Auf mein Nachfragen in -Richtung meines Vermieters (meine Familie)- bzgl. eines möglichen zu gewährenden Familienrabatts, entgegnete man mir, dass ich doch bereits sehr günstig wohne.
    Die identische Mietzahlung des -angesprochenen- seit 30 Jahren im Hause lebenden Ehepaaares "ist halt so" --> und demnach sei keine weitere Mietvergünstigung für ein Familienmitglied möglich.

    Als Argumentation galt zudem, dass man -bei einer weiteren Vergünstigung für mich- "Ärger" mit Finanzbehörden etc. bekommen könnte, wenn die Miete unverhältnismässig "niedrig" sei.

    Meine Fragen an die hiesigen Experten:

    1. Kann ein Vermieter mit seinen Familienmitgliedern eine beliebige "niedrige" Miete (von 499,00 EUR bis runter zu bspw. symbolischen 1,00 EUR / Monat) vereinbaren?

    oder

    2. Gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene "Mindestmiete" (in bezug auf den gängigen Mietspiegel), die man zwingend vereinbaren MUSS?

    Von meinem Rechtsempfinden her müsste man doch als Vermieter gänzlich frei entscheiden dürfen, wie hoch man die Mieten für seine zur Verfügung gestellten Wohnräume ansetzt, oder?

    Für ein Feedback bzgl. dieser Problematik wäre ich sehr dankbar.

    Vielen Dank vorab!

    Gruß
    mieter70
     
  2. AdMan

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  3. #2 F-14 Tomcat, 20.05.2008
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    der Vermieter entscheidet einzig und allein für wieviel er es vermietet
    ABER wenn es dem Finanzamt zu wenig ist dann schätzt meines Wissens das Finanzamt die angebrachte miete und der Vermieter muss dann von der geschätzten miete steuern zahlen
     
  4. #3 mieter70, 20.05.2008
    mieter70

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    Aber das kann doch dann nur eine Schätzung unter absolutem Vorbehalt sein, oder?

    Im Klartext:
    Wenn das Finanzamt eine gezahlte niedrige Miete anzweifelt --> dann ist doch spätestens mit belegbaren Kontoauszügen über die "niedrigen" Mietzahlungen die ganze Sache klar -- und dann kann ja wohl kaum eine "Schätzung" standhalten?

    (Finanzbehörden mögen ja öfters schätzen, aber bei belegbaren Nachweisen sind doch Schätzungen hinfällig -- meines Wissens nach leben wir ja immer noch in einem Rechtsstaat...)
     
  5. #4 F-14 Tomcat, 20.05.2008
    F-14 Tomcat

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    als beispiel :
    ich habe meinen Vater ein lebenslanges Wohnrecht in einer Wohnung in meinem Haus gegeben (Nießrecht) er hat 15000€ steuern bezahlen dürfen
     
  6. #5 mieter70, 20.05.2008
    mieter70

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    Hmm - schön und gut, aber ich verstehe nicht so wirklich den Zusammenhang zu meiner Schilderung (?)....und dass jemand 15.000 EUR Steuern (jenseits aller Einkunftsarten) FÜR NIX zahlt, erscheint mit nebenbei noch suspekter....
     
  7. #6 F-14 Tomcat, 20.05.2008
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    der Vater Staat will steuern deswegen schafft er sich quellen

    eine davon sind Schenkunggen und Einkünfte aus Vermietungen zu versteuern

    somit dürfen sie und ihr Vermieter sich sich einigen wie mann steuern zahlen muss

    mal so wie ich es sehe finde ich es nicht Grad richtig wenn man ohnehin schon wenig miete bezahlt noch um eine ermäßigung will (egal ob mann Familie hat oder nicht) ich würde da mal über eine Mieterhöhung nachdenken
     
  8. #7 lostcontrol, 21.05.2008
    lostcontrol

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    nein. der vermieter muss mindestens 58% der ortsüblichen vergleichsmiete verlangen.
    sagt zumindest unser steuerberater und so hab ich das auch im netz nachrecherchieren können.

    der mietspiegel bezieht sich auch auf die ausstattung der wohnung.
    d.h.: parkettböden, einbauküchen, neues bad, neue fenster usw. wirken sich selbstverständlich auf den mietpreis aus. wenn z.b. in einem haus eine wohnung seit 40 jahren nicht mehr modernisiert / saniert wurde, kann man erwarten dass die miete für diese wohnung deutlich niedriger ist als für die luxussanierte gleich grosse wohnung im gleichen haus.
    andererseits wird man als verwandter sicherlich mit mietminderungen für allerlei kleinigkeiten eher "durchkommen" die letztendlich von niemandem geprüft werden, solange der vermieter damit einverstanden ist.

    das finanzamt sieht das nun mal unter umständen anders, vor allem wenn im gleichen haus ein direkter vergleich gegeben ist.
    ich würde empfehlen diesbezüglich mal mit dem steuerberater zu reden, es besteht ja ein direkter zusammenhang zwischen den einnahmen die man so hat und dem was man so absetzen kann.
    wenn deine familie gewillt ist, dich günstiger wohnen zu lassen, gibt es sicherlich andere möglichkeiten diesen "rabatt" zu erteilen ohne dass sich das beim finanzamt bemerkbar macht...
     
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