Fehlbetrag einer Eigentümergemeinschaft in der Abrechnung...Umlage oder Rücklage?

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von i2ariba, 18.07.2013.

  1. #1 i2ariba, 18.07.2013
    i2ariba

    i2ariba Gast

    Hallo,
    Für unsere verkaufte Wohnung haben wir gerade ein relative hohe Forderung von der Hausverwaltung für 2012erhalten, da die Jahresabrechnung aufgrund von teureren Baumaßnahmen, geringerer Wohngeldeinnahmen etc. einen erheblichen Fehlbetrag aufweist.
    Kann der Verwalter solche Fehlbeträge einfach als Kosten in die Jahresabrechnung mit aufnehmen und umlegen?
    Oder können wir mit Einspruch gegen die Abrechnung eine Belastung der Rücklage oder eine neue Sonderumlage erzwingen?
    Würden diese Mehrkosten aus der Rücklage oder einer neuen Sonderumlage beglichen wäre dies für uns "gratis", da wir ja die Wohnung verkauft haben.

    Danke für Eure Antworten!
     
  2. AdMan

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  3. #2 Fremdling, 18.07.2013
    Fremdling

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    Hi i2ariba,

    eine Forderung aus der Jahresabrechnung 2012 kann doch nur dadurch entstehen, dass Deine monatlichen Abschläge, die auf dem Wirtschaftsplan 2012 basieren, letztlich zu klein waren. Anhand der Abrechnung müsstest Du diejenigen Positionen aus der laufenden Bewirtschaftung erkennen, die ggü. dem Plan angewachsen sind.

    Baumaßnahmen werden z.L. der Rücklagen bestritten und letztere hätten bis zur Durchführung entweder durch eine Regelansparung oder vorher beschlossener Sonderumlage auf der erforderlichen Höhe sein müssen.

    Sofern das bei Euch anders läuft, rate ich zur Nachfrage und Überprüfung vor Zahlung.
     
  4. #3 Martens, 19.07.2013
    Martens

    Martens
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    Die Jahresabrechnung trifft denjenigen, der zum Zeitpunkt der Beschlußfassung über die Abrechnung grundbuchlicher Eigentümer ist.
    Wurde die Wohnung verkauft, ist zu prüfen, ob das Grundbuch bereits geändert wurde.

    Der Verwalter macht nur einen Entwurf der Abrechnung, einen Vorschlag. Erst wenn die Eigentümerversammlung eine Abrechnung beschließt, erwachsen den Eigentümern (nicht den Verkäufern) daraus Pflichten und Rechte.

    Wenn Zahlungsausfälle zu verzeichnen sind, werden die übrigen Eigentümer diese durch erhöhte Aufwendungen kompensieren müssen, insbesondere dann, wenn hohe Ausgaben getätigt wurden.
    Das kann eine Kostenposition "Umlage Zahlungsausfall" o.ä. für alle Eigentümer begründen.

    Christian Martens
     
  5. #4 chriskmuc, 29.07.2013
    chriskmuc

    chriskmuc Neuer Benutzer

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    Um es nochmals zu präzisieren.

    Sofern der Verkäufer allen seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß Wirtschaftsplan und Beschlussfassungen (evt. Sonderumlagen) erfüllt hat, muss dieser keine weiteren Kosten tragen, sofern zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zur Jahresabrechnung der neue Eigentümer gem. Kaufvertrag zur Übernahme aller Lasten und Pflichten eingetreten ist.

    Der neue Eigentümer ist somit verpflichtet, die Differenz aus der Abrechnungsspitze komplett alleine zu tragen. Jedoch nicht evt. Wohngeldrückstände des Verkäufers - es sei denn, die GO regelt etwas anders.

    M.E. müsst Ihr NICHTS nachzahlen. Da Ihr auch wohl keine Eigentümer mehr seit und wohl auch nicht zur ETV eingeladen worden seit, könnt Ihr somit den Beschluss wohl auch gar nicht anfechten. Falls doch, dann solltet Ihre evt. den Sachverhalt genau prüfen/darstellen.

    Ausnahme: Im Kaufvertrag wurde etwas anderes geregelt.

    Sicherheitshalber schadet es wohl nicht, den Verwalter darauf hinzuweisen, dass Ihr Euer Wohngeld komplett bezahlt habt und sämtliche Kosten nun vom neuen Eigentümer zu tragen sind.

    Ich denke nicht, dass der Differenzbetrag aus einer Abrechnungsspitze bei einem Verkauf auf alle übrigen Eigentümer umgelegt werden darf. Ich würde mir das, als Miteigentümer, wohl nicht gefallen lassen. Der Verwalter wäre wohl gut beraten, dass nicht zu tun.
     
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