Fehler bei der Verwalterbestellung können teuer werden!

Diskutiere Fehler bei der Verwalterbestellung können teuer werden! im WEG-Verwaltung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Der Fall an sich ging ja schon durch die Presse: In Nürnberg musste an 5 Hochhäusern die Dämmung komplett entfernt werden wegen Brandgefahr...

  1. #1 immobiliensammler, 30.01.2019
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    Der Fall an sich ging ja schon durch die Presse:

    In Nürnberg musste an 5 Hochhäusern die Dämmung komplett entfernt werden wegen Brandgefahr (zusätzliche Überprüfungen nach dem Großbrand in London). Betrofffen sind 900 ETW, Kosten rund 50 Mio. Euro. Die Aktion ist zwischenzeitlich abgeschlossen, die Hochhäuser stehen "nackt" da, jede Außenwand ist natürlich feucht, Schimmel etc. etc.

    Jetzt ein neuerer Artikel dazu:

    http://www.nordbayern.de/region/nue...a-gar-nicht-zustandig-1.8531397?searched=true

    Zuerst wurde ja nur darüber gestritten, ob die Maßnahme überhaupt nötig war, Gutachten, Gegengutachten, wie zeitnah hat die Hausverwaltung gearbeitet etc.

    Jetzt hat ein findiger Anwalt ein neues Schlachtfeld eröffnet. Anscheinend war die Hausverwaltung überhaupt nicht rechtmäßig bestellt (Hausverwalter ist eine Vonovia-Tochter, die (Vonovia, damals Deutsche Annington) hat die Blöcke (stammen aus der Privatisierung von Post-/Eisenbahnerwohnungen) auch aufgeteilt und die ETW verkauft) wurde. Näheres im Artikel!

    Frage wäre wie hoch ist die Deckungssumme einer Vermögensschaden-Haftpflicht!
     
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  3. #2 immobiliensammler, 05.02.2019
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    Und jetzt der Paukenschlag:

    http://www.nordbayern.de/region/nue...ia-kein-rechtmassiger-hausverwalter-1.8573070

    Jetzt wird es richtig interessant, schließlich hat die Vonovia hier ja Aufträge über rund 50 Mio. zum "Abriss" der Außenfassaden der 5 Hochhäuser vergeben! Und dafür die Rücklagen nicht nur der 5 Häuser, sondern diversen Artikeln nach auch der anderen "Untergemeinschaften" platt gemacht.

    Auf die Schadensersatzprozesse bin ich wirklich gespannt!
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 05.02.2019
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    Egal wie es ausgeht, die große Zeche zahlen die Eigentümer.

    Mit Geld ist der angerichtete Schaden doch gar nicht wieder gut zu machen, wenn man berücksichtigt wieviel Nerven dabei auf der Strecke blieben und das einige Betroffene durch die Fassadenaktion insolvent wurden.

    Ja das Thema ist spannend, die Eigentümer tun mir aber leid.
     
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  5. #4 Schabulski, 08.02.2019
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    Hoffentlich findet sich ein neuer guter Verwalter, der diese Menge an WE ordentlich verwalten kann. Ich komme täglich an den Hochhäusern vorbei.
    Meine Gedanken sind bei den Eigentümern und Mietern. Leider hilft das Niemandem.
    Unsere Eigentümergemeinschaft macht auch nur negative Erfahrung mit VONOVIA.
     
  6. #5 Benni.G, 08.02.2019
    Zuletzt bearbeitet: 08.02.2019
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    Es ist halt die Frage, ob sich überhaupt ein Verwalter finden lässt, der sich diesen "Problemhäusern" antut.
    Eine Verwaltung wird in den Häusern bestimmt nicht mit Vorschusslorbeeren anfangen. Zudem sind viele Eigentümer (zumindest zum aktuellen Zeitpunkt) nicht fähig (danke Papabär) ihr Hausgeld zu bezahlen.
    Ich denke da gibt's nur eine Lösung - und die fängt mit VON an.
     
  7. #6 Papabär, 08.02.2019
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    Was immer uns der Künstler damit sagen will ...


    Das mag ja sein, aber für einen solchen Abrisseinsatz im Inland, bräuchte auch Frau VON der Leyen einen Bundestagsbeschluss.
     
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  8. #7 Olbi, 08.02.2019
    Zuletzt bearbeitet: 08.02.2019
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    :wink3:
    Danke für den Schmunzler am Abend,

    aaaaaber:
    :113:

    Die Frau VON braucht sogar eine Grundgesetzänderung, sofern es sich nicht um ein Amtshilfeersuchen im Rahmen eines Katastropheneinsatzes handelt...

    Die Jungs in blau sind dabei deutlich besser geeignet, als die Jungs in oliv, die haben auch mehrere Fachgruppen Sprengen.:112:
    (Die brauchen aber auch ein Amtshilfeersuchen)
     
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  9. #8 immobiliensammler, 09.02.2019
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  10. Andres

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    Angebot und Nachfrage eben: Wie viele Verwaltungen gibt es denn überhaupt, die so eine Größe handeln können, noch dazu einigermaßen kurzfristig? Im Artikel werden 4 Angebote genannt - das finde ich schon einigermaßen überraschend viel. Was die anderen drei aufgerufen haben, will man also lieber nicht wissen ...

    Außerdem finde ich das Angebot gar nicht so übel. Ich weiß zwar nicht, was in Nürnberg für WEG-Verwaltungen aufgerufen wird, aber wie allgemein in Süddeutschland wird man qualifizierte Verwalter kaum unter 25 €/Einheit bekommen. Dass die VIT bisher billiger als das war ... naja, kann sich ja jeder selbst denken. Bei 900 Einheiten (wenn ich es richtig verstehe, sind davon nicht alle WE) hätte der Verwalter also auch noch gerne etwas mehr als einen Monat als "Bonus". Das finde ich sehr gemäßigt für eine WEG, die unzweifelhaft dem Verwalter mehr Arbeit als der Durchschnitt machen wird.

    Zumindest erkenne ich überhaupt nicht den Wucher, den der Beirat behauptet, zwar nicht wörtlich, aber er verwendet die übliche Beschreibung. Auf welchem Stern muss man leben, unter solchen Umständen den marktüblichen Preis zu erwarten? Den gibt es vielleicht, wenn in ein paar Jahren die Verlängerung des Vertrags ansteht und bis dahin die Gemeinschaft wieder in ruhigerem Fahrwasser schwimmt.
     
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  11. #10 ehrenwertes Haus, 09.02.2019
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    Das klingt sehr viel im 1. Moment.
    Aber knapp 30 Euro/WE monatlich für eine wirklich gute Verwaltung finde ich nicht überzogen.
    Ich denke diese WEG übersteigt den "normalen" Verwaltungsaufwand deutlich bis Alles wieder rund läuft, wie es eigentlich vorgeschrieben ist.

    Übernahmekosten sind ein 1xBetrag. Der tut hier bestimmt auch vielen Eigentümern wirklich weh, aber wenn sie dafür eine ernsthafte Chance haben aus dem Schlamassel rauszukommen. Mit weiteren Pappnasen in der Verwaltung wird das wohl nix.

    Dieses Chaos werden sich nicht viele Verwaltungen zutrauen zu beseitigen und noch weniger auch die dafür erforderliche Kappa haben. Die Auswahl dürfte sich demnach in sehr engen Grenzen halten.
     
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  12. #11 ehrenwertes Haus, 09.02.2019
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    Vor 10 Jahren lagen die Preise bei 20-40 €/WE, was bei mir als Angebote eingetrudelt ist.
    Bei 20 € eben noch mit etlichen Spesenposten. Das Rund-Um-Glücklich-Paket Tendenz eher 30 € monatlich je WE.

    Nürnberg hat in den letzten Jahren schwer aufgeholt und ist nicht mehr die Billig-Metroploe, die es mal war.
     
  13. GJH27

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    Laut dem Zeitungsartikel geht es um 687 Wohneinheiten, macht also 30.000,00 : 687 = 43,67 je Wohneinheit - wie es in dem Artikel weiter heißt dafür "dass die uns als neue Akte anlegen".

    Bloß weil das ausmultipliziert ein recht stattlicher Betrag ist, bringt das keinen in die Insolvenz, der nicht ein ganz anderes finanzielles Problem hat...
     
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  14. #13 immobiliensammler, 09.02.2019
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    Wenigstens haben Sie sich meiner Meinung nach den richtigen Anwalt genommen. Kanzlei Kratzer & Partner hat sich regelmäßig mit anscheinend übermächtigen Gegnern angelegt und oft auch gewonnen. Die wurden bundesweit als einer der Ersten mit den Schrottimmobilienprozessen bekannt, wo sie die Haftung der finanzierenden Banken (Badenia, Hypo, DKB) durchgeklagt haben.

    Genau hier dürfte das Problem liegen - mal aus meinem Kenntnis zur geschätzten Struktur der WEG: Die Siedlung wurde von der Deutschbau (bundeseigen) Mitte der 60er Jahre vornehmlich für Postbedienstete gebaut. Im Rahmen der Privatisierung der Bundeswohnungen gingen diese Blöcke dann (genau wie auf der anderen Seite der Münchener Straße in der Bauernfeindsiedlung die Eisenbahnerwohnungen) an die Deutsche Annington, jetzt Vonovia. Freiwerdende Wohnungen wurden dann damals - nach Ablauf der Wohnungsbindung - vornehmlich an naja, wie sage ich das politisch korrekt, deutsche Mitbürger mit osteuropäischer Herkunft vermietet, sprich der neue Verwalter sollte russischsprachiges Personal beschäftigen. Die Vonovia hat dann wohl die Aufteilung gemacht und vornehmlich an die Mieter vertickt.

    Die WEG dürfte sich also wohl aus a) Postrentnern bzw. Pensionären, b) später eingezogenen Mietern c) Kapitalanlegern zusammensetzen. Da die Aufteilung wohl um 2000 herum war ist klar, dass hier bei den meisten die Wohnungen wohl noch nicht abbezahlt sind. Wenn dann - die Rücklagen (waren wohl rund 20 Mio.) sind ja wie man hört komplett für die Demontage der Dämmung aufgebraucht - nun ad hoc mal 50.000 Euro pro Wohnung für die Sanierung dazukommen dann können da schon manche ins schwimmen kommen.

    Ich denke man kann da demnächst via zvg-portal.de manches Schnäppchen machen - Joker ist dann, was die WEG in geschätzt 5 Jahren (nach OLG und BGH) von der Vonovia zurückbekommt oder eben nicht.

    Ich bleibe am Thema dran, schon aus puren Eigeninteresse!
     
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  15. #14 ehrenwertes Haus, 09.02.2019
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    Als Einzelbetrag sollte das keinem Eigentümer weh tun, schon klar.

    Hier durften die Eigentümer aber schon mehrfach den Geldbeutel öffnen.
    Ich denke auch für Sonderumlagen, die Rücklagen sind lt. Presse ja aufgebraucht.
    Ganz ohne Knete auf dem Konto wird keine Verwaltung arbeiten und auf ihre Vergütung verzichten bis die WEG die Kosten der Fassadenaktion bezahlt hat.
    Dann noch laufende Kredite und / oder Dauermedis mit Zuzahlungen, dann wird auch ein relativ kleiner Einzelbetrag schnell zu zu einem Problem.
    Ein Teil der Wohnungen steht doch schon zum VK. Bestimmt nicht nur, weil sich Kapitalanleger zurückziehen wollen.
     
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  16. #15 Papabär, 09.02.2019
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    ... die Abstimmen (ich interpretiere das als "stimmberechtigt sind")

    In anderen Artikeln ist von insgesamt 900 Einheiten die Rede - gut möglich, dass die restlichen 213 Einheiten der Vonovia gehören.
     
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  17. #16 immobiliensammler, 09.02.2019
    immobiliensammler

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    Bin da auch etwas irritiert - entweder wirklich "Restbestände" Vonovia oder 687 WE und 213 Garagen (da ja die Verwaltervergütung für die Garagen auch im Artikel separat erwähnt wird)
     
  18. GJH27

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    Dann teilt man halt die 30.000,00 nicht durch 687 sondern durch 900 - und schon wird der böse Gierschlund immer weniger schlimm...
     
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  19. #18 immobiliensammler, 17.02.2019 um 15:42 Uhr
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