Fehlerhafte Einzelabrechnungen

Diskutiere Fehlerhafte Einzelabrechnungen im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Ich hätte da eine Frage: Ich bin Wohnungseigentümer und habe die Hausverwaltung in den letzten Jahren dafür bezahlt, dass sie für mich die...

  1. #1 Immobilienfisch, 09.04.2018
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    Ich hätte da eine Frage: Ich bin Wohnungseigentümer und habe die Hausverwaltung in den letzten Jahren dafür bezahlt, dass sie für mich die Einzelabrechnung für die von mir vermietete Wohnung macht. Jetzt ist mir aufgefallen, dass die errechneten Betriebskosten konsequent um einen geringen Zehntelprozentsatz zu niedrig sind. Plausible Erklärung habe ich dafür bisher keine bekommen.

    Jetzt ist mir spontan die Geschichte mit dem Banker eingefallen, der Jahrelang den Rundungsbetrag der dritten Stelle hinter dem Komma auf sein Konto überwiesen hat - das fiel jahrelang niemand auf, hat aber bei ihm selbst zu beträchtlichem Reichtum geführt (Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist). Da stellt sich für mich die Frage, ob da jemand bei meiner Hausverwaltung (die ja insgesamt doch einen Haufen Objekte betreut) womöglich etwas Ähnliches durchzieht.

    Wohlgemerkt: An mir bereichert sich keiner, ich zahle nämlich für die Abrechnung einen Fixbetrag und das Geld läuft direkt zwischen mir und dem Mieter, ohne Umweg über die Verwaltung - der Mieter zahlt damit letztlich einfach nur ein bisschen weniger Betriebskosten als er sollte. Aber es gibt ja auch nicht wenige Vermieter, bei denen die Mietzahlungen über die Verwaltung laufen. Wäre die beschriebene "Ungenauigkeit" geeignet, bei der Abrechnung systematisch Geld abzuzweigen? (Vorweg: Mir ist da nichts eingefallen, ich würde diesen Verdacht aber gerne mit Hilfe anderer kreativer Geister ausschließen können.) Danke!
     
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  3. Andres

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    Hast du denn überhaupt gefragt und eine unplausible Erklärung bekommen? Das wäre ja mal ein Anfang ...

    Ob die Betriebskostenabrechnung mit den umlagefähigen Positionen der WEG-Abrechnung deckungsgleich ist, kommt ganz wesentlich auf die mit dem Mieter vereinbarten Umlagemaßstäbe an. Ist mit dem Mieter z.B. eine bestimmte Position nach Wohnfläche abzurechnen, die die Gemeinschaft aber nach (geringfügig abweichenden ...) Miteigentumsanteilen abrechnet, kommt es zu Abweichungen.


    Es wäre dann ja ziemlich dämlich, wenn die Verwaltung trotzdem ihre "Standard-Betrugsmasche" durchzieht, denn dadurch steigert sich das Entdeckungsrisiko. Aber gut, in der urban legend mit den Rundungsbeträgen wird der Bankster ja glaube ich auch wegen irgend einer Schusseligkeit erwischt.


    Es ist ja nicht "zu viel" Geld da, das man nun irgendwie verschwinden lassen könnte. Ganz im Gegenteil ist eigentlich zu wenig Geld da.

    Als denkbare Betrugsmasche fällt mir da höchstens ein, dass man sich nach erfolgter Abrechnung mit einer Nachforderung an den Mieter wenden könnte, die der Mieter an den Verwalter leisten soll. Das hätte aber ein immenses Entdeckungsrisiko, denn bei Korrekturen an der Abrechnung kommen fast zwangsläufig bei einem guten Prozentsatz der Mieter Fragen auf. Wenn der Mieter nun direkt beim Vermieter nachfragt, was denn da passiert ist, oder womöglich sogar einfach die Zahlung auf das bekannte Konto des Vermieters (statt in die schwarze Kasse des Verwalters) leistet, ...

    Ich glaube daran nicht und halte es für wahrscheinlicher, dass es sachliche Gründe für die Differenz gibt oder dass tatsächlich ein Fehler ohne jede Böse Absicht vorliegt. Vielleicht fehlt es mir aber auch einfach an der notwendigen kriminellen Energie für solche Gaunereien. :050sonst:
     
    immobiliensammler und dots gefällt das.
  4. #3 Immobilienfisch, 10.04.2018
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    Danke für die ausführliche Antwort. Da gäbe es natürlich noch das eine oder andere zu sagen, aber ich konzentriere mich auf das Wesentliche: du hast Recht.

    Da Mieter und Vermieter dieselbe Betriebskostenabrechnung sehen bleibt es jedenfalls ein Durchlaufposten zwischen Mieter und Vermieter. Um sich zu bereichern müsste jemand dafür sorgen dass entweder mehr Geld ins System Hausverwaltung hineinfließt oder weniger herauskommt (die Bereicherung wäre die Differenz). In diesem Fall landet aber alles, was der Vermieter von seinen Betriebskosten zu wenig herausbekommt automatisch als Gutschrift beim Mieter. Case closed.

    Nur als PS: Natürlich habe ich bei der Hausverwaltung gefragt, und natürlich habe ich keine Antwort bekommen. Passiert bei denen oft, so freundlich und sachlich begründet kann die Frage gar nicht sein. Wäre auch nicht das erste Mal dass die sich verrechnen, aber gestern dachte ich mir plötzlich, wo wenn nicht in einem Berg von Inkompetenz lässt sich Vorsatz ideal verstecken? Der Fehler bleibt rätselhaft, da über Zeit und in der Höhe erstaunlich konstant. Die Gesamtsumme aller Fehlbeträge wäre aber auch zu gering gewesen dass sich Aufwand und Risiko tatsächlich gelohnt hätten.
     
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Fehlerhafte Einzelabrechnungen

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