fehlerhafte fristlose Kündigung verschickt. Was nun ?

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von fluffibaer, 25.07.2011.

  1. #1 fluffibaer, 25.07.2011
    fluffibaer

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    Guten Tag,

    Nachdem ich dem säumigen Mieter nach mittlerweile 5 nicht gezahlten Mieten die fristlose Kündigung zugeschickt habe,ist mir ein ein grober Fehler meinerseits aufgefallen.

    Und zwar beträgt der Rückstand in Wirklichkeit nur 4 Monatsmieten.Ganz klar mein Verschulden.

    Die Frage ist jetzt,wie weiter vorgehen.Die jetzt ausgesprochene fristlose Kündigung ist ja schlicht falsch.

    Die fristlose Kündigung an sich soll allerdings aufrecht erhalten werden,was ja auch bei 4 Monatsmieten berechtigt ist und keine Besserung der Zahlungsmoral zu erwarten ist.

    Der ersten fristlosen wiedersprechen,Irrtum darin zugeben?

    Einfach noch eine weitere fristlose Kündigung zustellen,diesmal natürlich korrekt und mit neu beginnender 2 wöchigen Frist zur Räumung.

    Was meint ihr?
    Und ehrlich,ich ärgere mich selbst am meisten wegen dieser unentschuldbaren Dummheit.

    Die zum Glück noch nicht versendete Räumungsklage beim Anwalt habe ich erstmal unverzüglich gestoppt.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 25.07.2011
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    fluffi,

    die Kündigung beruht ja auf dem Zahlungsverzug, welcher nach mehr als zwei offenen Mieten ausreichend gegeben ist. Ob nun fünf oder "nur" vier Mieten offen sind, ändert an der Begründung der Kündigung nichts.

    Nächste Woche ist wieder ein Monat um, ab Donnertag paßt es dann wieder. :)

    Wenn Du unsicher bist, schreibst Du eine zweite Kündigung, in der als Grund nur der Zahlungsrückstand von mehr als zwei Monatsmieten angegeben wird.

    Räumungsklage kann raus.

    Christian Martens
     
  4. #3 fluffibaer, 25.07.2011
    fluffibaer

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    Danke für die Antwort.

    Im Kündigungsschreiben habe ich sämtliche offenen Forderungen aufgeführt.

    Diese eine Monatsmiete allerdings fälschlicherweise.

    Was passiert z.B. während der Gerichtsverhandlung,wenn er nun nachweist,das eben dieser eine Mietzins geleistet wurde?
    Ein platzen des Verfahrens will und kann ich mir aus solch einem Grund nicht leisten.

    Die verschickte fristlose Kündigung liegt noch nicht lange in der Vergangenheit zurück,ich verliere vielleicht 2 Wochen.Ich muss ja auch nicht wieder 14 Tage Frist zur Räumung gewähren,7 Tage z.B. täten es ja auch.


    Wie jetzt also am besten vorgehen?

    1. Kündigung widerufen? Als ungültig erklären? Diesen Wideruf mit in die jetzt folgende fristlose einarbeiten oder schlicht und einfach nur eine weitere,jetzt korrekte Kündigung zustellen und in der Räumungsklage natürlich auf diese dann verweisen,nicht auf die erste.


    Ich mache mir halt Sorgen wegen Fehlern in diesem Zusammenhang,weil Mir der säumige Mieter schon klar gemacht hat,das er kein Interesse daran hat,auszuziehen.Untermauert wird dies dadurch,das er zwar keine Miete zahlt,aber bereits am dem Tag zum Anwalt ist als die Kündigung bei ihm eintraf.
    In einem Schreiben des Anwalts wurde mir nun mitgeteilt,das trotz Mietrückstand das Mietverhältnis uneingeschränkt fortbesteht.
    Auch wenn dort nachweisbar falsch argumentiert wird - weitere Fehler möchte ich mir nicht erlauben.

    Freundliche Grüße
     
  5. #4 Soontir, 25.07.2011
    Soontir

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    Ich würde persönlich keine neue Kündigung schreiben, oder gar die alte für nichtig erklären.

    Denn am Grund für die außerordentliche fristlose Kündigung ändert sich nichts. Hier für muss der Mieter mit zwei Monatsmieten im Rückstand sein, ob es nun 4 oder 5 sind ist unerheblich.

    Falls es dann zur Klage kommt, hier dann einfach die tatsächlichen Rückstände dem Gericht nennen.

    Wie der Anwalt des Mieters auf die Idee kommt, dass das Mietverhältniss trotz der Kündigung des Mietverhältniss weiterbesteht, würde mich mal interessieren.
     
  6. RMHV

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    Also noch einmal gaaaanz langsam zum mitdenken: eine fristlose Kündigung ist spätestens ab 2 Mieten Rückstand möglich. Es ist nicht zu erkennen, dass irgendein Richter eine im Räumungsverfahren geforderte 5. Miete von der Klagesumme abzieht und zu der Erkenntnis kommt, dass dann weniger als 2 Mieten offen wären.

    Im übrigen ist es die freie Entscheidung des Klägers, im Räumungsprozess gleich die komplette die Forderung mit einzuklagen, die Klage auf einen Teil der Forderung zu beschränken oder die Forderung überhaupt nicht einzuklagen. Es kann also nicht so schwer sein, die Klage richtig zu formulieren. Im übrigen hätte eine falsche Forderung allenfalls zur Folge, dass die Klage hinsichtlich eines Teilbetrags i.H.v. einer Miete abgewiesen wird. Für den restlichen Betrag wäre der Mieter trotzdem zur Zahlung zu verurteilen. Die Folge wäre, dass die Kostenen - immer unterstellt, die Klage geht ansonsten störungsfrei durch - hinsichtlich einer fehlerhaften Klageforderung zu 80% dem Mieter und zu 20% dem Vermieter anzulasten wären.
    Für den Räumungsanspruch, der bei einer fristlosen Kündigung doch wohl der wichtigste Anspruch ist, hätte das aber nicht mal die allergeringsten Auswirkungen.
     
  7. #6 fluffibaer, 25.07.2011
    Zuletzt bearbeitet: 25.07.2011
    fluffibaer

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    Danke für weitere Antworten.


    Für zurückliegende Forderungen werden Nachweise angeführt,welche,ich zitiere "vorgelegt werden können".
    Nun,zumindest für die eine Forderung könnte das ja korrekt sein,für weitere allerdings nicht.
    Desweiteren hat der Anwalt den aktuellen Monat Juli aussen vor gelassen .


    Da die Räumungsklage noch nicht verschickt war,ist es natürlich durch das ändern 3-4 Sätze natürlich schnell auf den aktuellen Stand zu bringen,keine Frage.
    Es soll auch nur Räumungsklage erwirkt werden.

    Wenn ausser dem Verlust von max. 1 Woche Zeit durch die erneute jetzt korrekte Kündigung nichts weiter zu erwarten ist,wäre es dann nicht sinnvoll,um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen?
    Ist zwar unschön,aber meinen Stolz würde ich dadurch nicht verlieren .

    Nachtrag. In der neuen Fassung würde auch gleich die hilfsweise ordentliche Kündigung mit ausgesprochen,welche in der ursprünglichen nicht verfasst wurde.


    Viele Grüße
     
  8. #7 Gruwo-NDS, 26.07.2011
    Gruwo-NDS

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    Lassen Sie sich bloss nicht durch den Anwalt des Mieters einschüchtern.

    Die Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung waren gegeben. Ob es sich dabei tatsächlich nur um vier Monatsmieten statt um fünf, wie im Kündigungsschreiben erwähnt, handelt ist völlig unerheblich. Dies ändert absolut nichts an der Rechtmäßigkeit der ausgesprochenen fristlosen Kündigung.

    Eine erneute fristlose Kündigung ist absolut nicht notwendig. Sie sollten gleich die Räumungsklage in die Wege leiten.
     
  9. Berny

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    Hallo fluffibaer,

    falls Du Dich in der Kündigung auf § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB bezogen haben solltest, ist das alles sowieso kein Thema.
     
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