Feinfilter am Hausanschluss

Diskutiere Feinfilter am Hausanschluss im Kaltwasserversorgung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, gibt es da irgendwelche Vorschriften, wann man die haben muss? Ein Mieter meint das wäre nötig und müsste hinter der Wasseruhr...

  1. #1 Ich-bin-es, 15.08.2018
    Ich-bin-es

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    Hallo zusammen,

    gibt es da irgendwelche Vorschriften, wann man die haben muss? Ein Mieter meint das wäre nötig und müsste hinter der Wasseruhr angebracht werden. Da ich diese Anfrage noch nie hatte, denke ich dass für die Wasserqualität bis zum Haus doch eigentlich der Versorger zuständig ist. Trotzdem scheint es Situationen zu geben, wo das erforderlich ist. Wisst ihr mehr?

    Grüße
    Karin
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 16.08.2018
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  4. #3 FMBerlin, 16.08.2018
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    Der Einbau ist nur bei Neubauten bzw. Teilerneuerungen der Trinkwasserinstallation mit Metallrohren Pflicht um die neuen Rohre zu schützen. Eine Nachrüstpflicht für ältere Gebäude gibt es ausdrücklich nicht.

    https://www.gesundheitsamt.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen125.c.5806.de

    Bei einem Bestandsgebäude würde ich mir den (freiwilligen!) Einbau gut überlegen. Ein Wechselfilter muß alle 6 Monate gegen einen neuen ausgetauscht werden. Ein alternativ möglicher Rückspülfilter muß alle 2 Monate von Hand oder per elektrischer Automatik gespült werden. Bei einem Defekt des automatischen Rückspülfilters geht bis zum Bemerken des Fehlers eine erhebliche Wassermenge dauernd verloren. Bei unterlassener Rückspülung/Austausch können sich im Filter Bakterien vermehren. Hört man dazu die Meinung der daran verdienenden Sanitärbranche fragt man sich, wie die Menschheit bisher ohne diese Filter überleben konnte.
     
  5. #4 immodream, 16.08.2018
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    Hallo Ich- bin- Es,
    da ich in allen Objekten die kompletten Frischwasserleitungen habe austauschen lassen, wurden dabei auch immer Rückspülfilter eingebaut.
    Die Rückspülung der Filter führe ich regelmäßig selbst durch.
    Ob diese Filter den Verschleiß durch Schmutzpartikel in meinen neuen Einhebelmischern wirklich verringern oder nur den Verdienst des Sanitärfachmannes erhöhen , kann ich leider nicht genau sagen.
    Eine alte Anlage , die bisher keine großen Probleme macht ( Perlatoren an den Wasserhähnen regelmäßig verschmutzt ) würde ich nicht nachrüsten.
    Grüße
    von einem Nichtfachmann
    Immodream

    PS: Vielleicht kann der Duncan mal etwas zu diesem Thema schreiben
     
  6. #5 Ich-bin-es, 17.08.2018
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    So wie es klingt, macht man das um die eigene Technik zu schützen, wenn Metallrohre verwendet werden. Wie steht es aber um eine mögliche Gesundheitsgefährdung der Mieter? Darauf genau zielen meine Mieter ab.
     
  7. AJ1900

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    Hatte mal den Fall das ein Mieter angebeliches Kupfer im Wasser bemängelt hatte. Nach mittellangem Briefverkehr war die Essenz des ganzen das man dann eben mal ein paar Sekunden Wasser laufen lassen muß, wenn er Bedenken bzzgl. der Wasserqualität hat.
    Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, das so ein Feinfilter an der Qualität am Wasserhahn des Mieters was ändert, weil sich die Qualität eigentlich immer dadurch verändert, wie lange das Wasser in den Rohren steht, und wie alt die Rohre sind, was für Material verbaut wurde usw..
    Kurz gesagt, alles Dinge die eigentlich erst nach dem das Wasser den Filter passiert hat auftreten.
     
  8. Duncan

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    Ich habe die Filter in meinen Anlagen auch drin, weil halt so Vorschrift bei Erneuerung. Einen positiven Nutzen kann ich nicht erkennen. Wenn ich mir die Filter mal so ansehe, tja die werden etwas braun. Spült man die Filter geht das halt wieder ab. Das Substrat sollte man mal genauer untersuchen. Mich erinnert es sehr stark an die Bakterienkulturen, die man auf Filtersubstraten, die vom Aufbau her sehr an die Filter erinnern, züchtet, damit diese z.B. im Koi-Teich das Wasser reinigen/Nitrat, Ammonium & Co. mindern...
    Ob mit oder ohne Filter und wenn Filter ob der gespült wird oder nicht einen Unterschied im Verschleiß/Verschmutzung der Perlatoren kann ich nicht erkennen, sehr wohl aber beim Nutzerverhalten.
     
  9. #8 sara, 17.08.2018
    Zuletzt bearbeitet: 17.08.2018
    sara

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    Stell dir vor du lässt das Wasser aus dem Wasserhahn durch ein super feines Sieb laufen, mehr ist da nicht, was soll da an der Qualität erstmal verändert sein ?
    Bei normalen wie oben beschriebenen Filteranlagen.
    Ich habe solche Rückspüler auch eingebaut. Allerdings im Wohnhaus mit gleichzeitigem Druckminderer, weil sich damals bei der alten Heizung mit Waormwasser das Sicherheitsdruckventil öffnete.
    Im Mietshaus hatte der Installateur auch dem Mietern erzählt, dass ihre eigenen von ihm eingebauten Einhebelmischer wegen nicht vorhandenem Filter immer undicht würden.

    Und jetzt habt ihr mich daran erinnert, dass ich mal wieder rückspülen muss. :?
    Das habe ich aber noch nie alle 2 Monate gemacht.

    Ich würde keinen Filter mit austauschbaren Filter einbauen lassen und auch keine Wasserstation die mit Zusätzen das Wasser verändert.
     
  10. #9 immodream, 17.08.2018
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    Hallo,
    bei der Neuvermietung macht jedenfalls ein Wasserfilter an der Hauswasserstation bei der Begehung des Kellers immer einen guten Eindruck.
    Selbst wenn Mietinteressent und Vermieter nicht wissen was da eigentlich gefiltert wird.

    Hallo sara,
    ich vergesse regelmäßig die Rückspülung.
    Müßte ich auch mal wieder demnächst überall durchführen.
    Grüße
    Immodream
     
  11. #10 FMBerlin, 17.08.2018
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    Laut Auskunft meiner bevorzugten Sanitärfirma filtern die Wechselfilter feiner als die Rückspülfilter.

    Ich halte das Verkeimungsrisiko bei nur seltenerem Filterwechsel oder gar -reinigung (nicht DIN-gerecht) in der Praxis für sehr gering. Der Eigentümer haftet sowieso für die Einhaltung der Trinkwasserverordnung.
    Auf den meisten Fehlerstromschutzschaltern (FI-Schalter, neudeutsch: RCD) steht auch Prüftaste "monatlich drücken". Wer tut das bitteschön?

    Ein praxisgerechter Kompromiss wäre vielleicht Filterwechsel/Rückspülung bei der jährlichen Heizungswartung. Alle 2 Monate persönlich vobeizuschauen wird für viele nicht in Frage kommen und ob die Übertragung der regelmäßigen Rückspülung auf den Mieter den Eigentümer aus der Haftung entläßt, möchte ich angesichts der deutschen Rechtsprechungsgepflogenheiten bezweifeln. Das funktioniert ja schon beim Winterdienst nicht.
     
  12. #11 Ich-bin-es, 17.08.2018
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    Ist es nicht die Frage, ob die Rückstände, die in diesem Filter sich sammeln, zu trinken nicht schädlich ist?
     
  13. #12 FMBerlin, 18.08.2018
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    Die Antwort ist nein, denn sonst wären diese Filter bereits seit vielen Jahren für alle Hausanschlüsse zwingend vorgeschrieben worden und nicht nur für Neuinstallationen. Man denke an das Verbot und die Austauschpflicht für Bleileitungen auch in Bestandsgebäuden.
    Alles, was sich in den Filtern ansammelt entstammt dem der Trinkwasserverordnung entsprechendem und streng überwachten Frischwasser. Den üblichen Filterinhalt, im Wesentlichen Eisenoxidpartikel aus den Graugußleitungen des Waserversorgers auf der Straße, zu trinken ist höchstens unappetitlich aber in der Regel nicht gesundheitsschädlich.
     
  14. #13 Ich-bin-es, 18.08.2018
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    Danke. Ihr habt mir sehr weiter geholfen.
     
  15. #14 Ich-bin-es, 18.08.2018
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    Obwohl da immer auch Lobby am Werk ist. Also der Schluss, wenn es gesundheitsgefährlich wäre, wäre es verboten ..... die Zuständigkeit vor der Wasseruhr liegt ja in der öffentlichen Hand und für die wäre es ein enormer Kostenfaktor. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass es gesund ist, diese Partikel zu schlucken. Allerdings habe ich noch nie welche gesehen. Auch in besagtem Mietshaus nicht.

    Zumindest habe ich aber nun Klarheit, entgegen der Meinung des Mieters, dass ich diese Filter nicht einbauen lassen muss.

    Gruß
     
  16. #15 immodream, 18.08.2018
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    Hallo Ich-bin-es,
    es gibt Mieter, die sind der Meinung der Vermieter müßte die Elektrik auf den neuesten Stand bringen, Wärmedämmung anbringen, eine neue Heizung einbauen und bei allen Dienstleistungen den preiswertesten Anbieter aussuchen.
    Da kann man einfach nur dem Mieter sagen " sie haben eine Kündigungsfrist von drei Monaten und Tschüs "
    Grüße
    Immodream
     
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