Fenster Sondereigentum

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Emma 2005, 12.08.2013.

  1. #1 Emma 2005, 12.08.2013
    Emma 2005

    Emma 2005 Neuer Benutzer

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    Hallo,
    Ich besitze ein DG Wohnung bei der Fenster ausgetauscht werden müssen da defekt.
    Laut einem Eigentümerbeschluß von 1991 muß jeder Eigentümer für Reperatur bzw. Austausch der Fenster selbst aufkommen.
    Die DG Wohnungen wurden 1992 ausgebaut. Nun sollen in der gesamten Anlage die Fenster ausgetauscht werden, nur nicht bei den DG Wohnungen. Bezahlt wird dies dann aber aus der Umlage bzw Sonderumlage die ich auch mitzahlen muß.
    Meine Fenster muß ich aber selber bezahlen und zusätzlich die Sonderumlage für die anderen Fenster.
    Bitte um Tips wie ich mich verhalten soll
     
  2. AdMan

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  3. Wubbu

    Wubbu Erfahrener Benutzer

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    Die anderen beiden Threads wurden von mir gelöscht. Es ist absolut nicht notwendig das gleiche Thema 3 Mal ins Forum zu posten. Dies bitte künftig unterlassen.
     
  4. #3 Martens, 12.08.2013
    Zuletzt bearbeitet: 13.08.2013
    Martens

    Martens
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    moin Emma,

    Fenster sind als Außenbestandteil des Gebäudes immer Gemeinschaftseigentum, so daß grundsätzlich die Gemeinschaft für die Instandhaltung zuständig ist.
    Die Kostentragung für Instandhaltung kann die Gemeinschaft aber auch abweichend regeln, wobei grundsätzliche Regelungen (z.B. jeder trägt die Kosten seiner Fenster selbst) in der Teilungserklärung stehen müssen oder später durch Vereinbarung zu treffen sind. Ein Beschluß reicht nicht aus und wäre nichtig.

    Zur Beurteilung der konkreten Situation ist es notwendig, den genauen Beschlußwortlaut von 1991 zu haben und auch den des aktuellen Beschlusses.
    Ist die Frist zur Anfechtung der letzten Beschlüsse schon abgelaufen?

    Christian Martens
     
  5. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Du meinst doch wohl immer Gemeinschaftseigentum ? oder ?
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Den alten Beschluss wird man nicht brauchen. Er ist mangels Beschlusskompetenz nichtig und er wird auch durch die zwischenzeitlich erfolgte Rechtsänderung nicht gültig. Damit spielt auch der Ablauf der Anfechtungsfrist keine Rolle.

    In 1991 gab es noch keine Beschlusskompetenz zur Änderung der Kostenverteilung.

    Im Sachverhalt ist nicht erwähnt, dass mit dem aktuellen Instandsetzungsbeschluss eine abweichende Kostenverteilung beschlossen wurde. Damit wäre die Kostenverteilung nach der bestehenden Vereinbarung für Instandsetzungskosten vorzunehmen.
     
  7. #6 Martens, 13.08.2013
    Martens

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    ähm, ja.
    Danke, ich hab's korrigiert.

    Christian Martens
     
  8. Daoane

    Daoane Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich überlege eine Immobilie zu erwerben, bei der in der Teilungserklärung die Fenster und Türen als Sondereigentum deklariert sind, was meinem Verständnis nach rechtens ist.

    In der Teilungsgrundlage heißt es wie folgt: "Die Behebung von Schäden an Festern, Rolläden und Türen, auch von Außenfenstern und Dachfenstern sowie Eingangstüren im räumlichen Bereich eines Sondereigentums obliegt ohne Rücksicht auf die Ursache des Schadens dem betreffenden Wohnungs- und Teileigentümer auf dessen Kosten, auch wenn sie zum gemeinschaftlichen Eigentum gehören"

    Die Fenster sind noch gut in Schuss, wurden allerdings schon bei der Generalsanierung 1998 eingebaut. In der IH-RL sind 40.000€ vorhanden, was meinem Verständnis aber ja nicht für einen Austausch der Fenster verwendet werden würde? Wäre das für euch ein Grund vom Erwerb der Immobilie abzusehen? Bei dieser Immobilie müsste ich ja dann noch eine zusätzliche private RL bilden.

    Danke für eure Antworten!
     
  9. #8 immobiliensammler, 05.05.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Hallo Daoane,

    für mich wäre dieser Punkt nichts, was gegen die Wohnung sprechen würde! Die Klausel kenne ich aus vielen Teilungserklärungen. Rücklagen für Schäden im Sondereigentum musst Du eigentlich immer bilden. Die IHR verbleibt dann halt für andere Reparaturen, irgendwann kommt bestimmt mal das Dach oder die Heizung, sei froh wenn dann keine Sonderumlage erhoben werden muss.
     
  10. Duncan

    Duncan
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    Die Kostentragung durch den Sonder-/Teileigentümer ist nichts ungewöhnliches, ich neige zu der Annahme, dass dies mittlerweile so üblich ist. Es muss halt berücksichtigt werden und entsprechende Rücklagen geschaffen werden.
    Das sehe ich auch so. Wie viel die Summe wirklich ist, kann man ohne Kenntnis der Immobilie nicht abschätzen. Die kann vertretbar, aber auch verschwindend gering sein. Redet man von einer 3er WEG mit 250m² Wohnfläche oder von einer Wohnanlage mit den Ausmaßen des Märkischen Viertels oder Siemensstadt, mit Tausenden von Wohnungen...
    Wenn die sonstigen Zahlen stimmen nicht.
    Nicht nur bei dieser. Bei jeder! Brauchbarer Ansatz: lege dir ein Konto an auf dem immer die Warmmiete der Wohnung eingeht (und wenn du dir selbst diese Miete zahlst), davon bezahlst du dann das Hausgeld und mögliche Sonderumlagen, Reparaturen, Instandhaltung usw.. Da wird dann auch angespart für Modernisierungen. Wenn Geld für ein neues Bad, neue Küche, neue Elektrik, neue Wasserleitungen, neuen Fußböden usw. drauf ist kannst dann mal daran denken gelegentlich was abzuweigen. Zusätzlich bietet dir dies die nötige "Kriegskasse" wenn mal Mieten ausfallen, Rechtstreitigkeiten mit Mieter/HV usw...
     
  11. Andres

    Andres
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    Dann musst du noch einmal an deinem Verständnis arbeiten. Fenster und Wohnungseingangstüren sind zwingend Gemeinschaftseigentum. Nur Zimmertüren können Sondereigentum werden.

    Die hier vereinbarte Kostentragungspflicht ist aber wirksam und - wie die Vorschreiber schon erklärt haben - unbedenklich und absolut üblich.
     
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