Fernwärme: 1600 Euro/Jahr - ist das normal?

Diskutiere Fernwärme: 1600 Euro/Jahr - ist das normal? im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Mir wird eine Wohnung zum Kauf angeboten, eine DG-Wohnung mit ca 100 qm. Jetzt sehe ich die Heizkostenabrechnung (Fernwärme): 1600 Euro jährlich...

Sarah099

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Mir wird eine Wohnung zum Kauf angeboten, eine DG-Wohnung mit ca 100 qm. Jetzt sehe ich die Heizkostenabrechnung (Fernwärme): 1600 Euro jährlich, ganz schön viel!
Würdet ihr daraus schließen, dass es da im Sommer brüllend heiß und im Winter eisig ist?
Jetzt sehe ich: der Energieverbrauchskennwert des Hauses liegt bei 134,7 kwh - was auch immer das heißen mag...
 

pragmatiker

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lassen sie sich den energiepass zeigen. in fernwärme sind auch die leitungskosten und evt. mietkosten sowie controlling kosten enthalten, was fernwjäre teurer macht als "brenner vor ort"
 

Sarah099

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Der Energieausweis liegt mir vor, ich weiß bloß nichts damit anzufangen. Ist ein durchschnittlicher Energieverbrauchskennwert von 134,7 kWh denn eher gut oder schlecht???
Danke!
Sarah
 

Christoph

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Original von Sarah099
Der Energieausweis liegt mir vor, ich weiß bloß nichts damit anzufangen. Ist ein durchschnittlicher Energieverbrauchskennwert von 134,7 kWh denn eher gut oder schlecht???
Danke!
Sarah

Also laut meiner Vergleichstafel ist das ein eher guter Wert, sagen wir ein gut modernisiertes älteres Haus oder ein weniger gut isoliertes neueres Haus. Wobei ich meine Tabelle, wo der Verbrauch von ca. 30 kwh für ein Passivhaus bis zu 400 kwh für einen nicht sanierten Altbau geht, für etwas merkwürdig halte

Erfahrungsgemäß besteht bei ca. 135 kwh kein zwingender Sanierungsbedarf aber schon einiges an Einsparpotential
 

Sarah099

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Hm. Wenn also das Haus ziemlich gut isoliert ist. Aber trotzdem die Heizkosten in der Dachwohnung mit rund 100qm bei 1600 Euro liegen - dann stelle ich mir weiter vor, dass es da im Sommer glühend heiß und im Winter bitter kalt ist.
Schade eigentlich. Waren so schöne grüne Blicke durch die großen Fenster...
 

lostcontrol

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Original von Sarah099
Hm. Wenn also das Haus ziemlich gut isoliert ist. Aber trotzdem die Heizkosten in der Dachwohnung mit rund 100qm bei 1600 Euro liegen - dann stelle ich mir weiter vor, dass es da im Sommer glühend heiß und im Winter bitter kalt ist.
also das "glühend heiss" im sommer erschliesst sich mir jetzt nicht aus der heizkosten-rechnung. da würde ich mir dann doch eher die isolierung (vor allem nach oben) genau anschauen und natürlich die fenster.

ich find die heizkosten ziemlich hoch, habe aber null erfahrung mit fernwärme.
aber sieh's mal so: pragmatiker schreibt ja, dass da leitungskosten, miete etc. mit drin ist. das macht 'ne menge aus. du kannst das schlecht bis garnicht vergleichen mit einer zentralheizung.
bei einer zentralheizung hast du ja mehrere kosten die du mit reinrechnen musst, die dir vielleicht bisher aber garnicht bewusst waren bzw. die du bisher nicht reingerechnet hast oder gesondert wahrgenommen hast, d.h. ausser den reinen energiekosten (für öl, gas, pellets, was-auch-immer) den strom für den betrieb der heizung, den strom für die umwälzpumpen, die miete für die HKVs, die kosten für die abrechnung des ableseunternehmens (ablesung, berechnung der heizkosten), bisschen wasser für die heizung (nicht viel, aber auch das ist geld), den schornsteinfeger, wartungskosten usw. - vermutlich hab ich jetzt irgendwas dabei vergessen...
das alles fällt dann weg bzw. ist schon enthalten.
will heissen: kein schornsteinfeger, keine wartung, keine ablese-rechnung usw. - alles schon mit drin.

grundsätzlich kannst du aber schon davon ausgehen dass EG-wohnungen über nicht-beheizten kellerräumen und DG-wohnungen in sachen heizkosten meist teurer sind als die "sandwich-wohnungen" dazwischen. dafür hast du aber andere vorteile, z.b. im DG dass dir niemand "auf dem kopf rumtrampelt" und im EG den ebenerdigen ausgang bzw. vielleicht sogar garten...

der energiepass den du gesehen hast,
war das ein verbrauchsorientierter (der sagt in diesem zusammenhang überhaupt nichts aus, ausser über die heizgewohnheiten deines vormieters, und das auch nur dann, wenn du weisst ob der in der bude 24°C oder eben nur 18°C im winter hatte und das ganztags)
oder ein bedarfsorientierter, der sich tatsächlich mit der bausubstanz und deren effizienz auseinandersetzt?
 

Capo

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durchschnittlicher Verbrauch in Deutschland pro m²: 70-140 kWh
Damit wäre dann der Verbrauch im unteren Bereich: 7.000 kWh im Jahr bzw 7 MWh bis 14 MWh
Du bist also mit dem Verbrauch definitv gut bedient. Der Preis ist jedoch ziemlich heftig.
geschätzter Preis pro kWh: 6 Cent x 7000 kWh = 420 € Arbeitspreis [+ ( 31 € x 15kW ) ]
-> 885 € im Jahr
Der obere Bereich: 840€ + 465 € = 1305 €

Jetzt wird also zu erörtern sein, ob dein Verbrauch wirklich der ausreißer ist. Wenn man also davon aus geht, dass du statt kWh eher MWh gemeint hast, bist du am oberen Rand. Das ist auch plausibel, da der Winter hart war.
Also wird einfach nur die Fernwärme im Vergleich zu den obig genannten Werten teuer sein. und schon ist man bei 1600 €...
 
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