Feststellungserklärung - nicht umlagefähige Kosten

Diskutiere Feststellungserklärung - nicht umlagefähige Kosten im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Eine Eigentümergemeinschaft (vermietete Eigentumswohnung, 2 Personen Anteil jeweils 50%) hat vor Kurzem die Abrechnung von der Hausverwaltung...

  1. #1 Mirajaul, 30.06.2019
    Mirajaul

    Mirajaul Neuer Benutzer

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    Eine Eigentümergemeinschaft (vermietete Eigentumswohnung, 2 Personen Anteil jeweils 50%) hat vor Kurzem die Abrechnung von der Hausverwaltung erhalten. Welche Kosten darf diese zusätzlich zu den umlagefähigen Kosten als Werbungskosten ansetzen?
    Angenommen folgende Punkte tauchen in der Abrechnung unter nicht umlagefähige Kosten auf:
    DL Reparaturen 20,49
    Mat. Reparaturen 6,95
    DL Aufzugsreparaturen 138,71
    Mat. Aufzugsreparaturen 208,07
    Kontoführung 5,49
    DL Verwalterhonorar 212,77
    Anschaffungen 2,01

    Zudem die Frage, ob angenommene Zinseinnahmen aus der Instandhaltungsrücklage in Höhe von 0,31€ (davon Abzug Kapitalertragssteuer 0,08€) irgendwo angegeben werden müssten?
    Vielen Dank schon mal im Voraus für etwaige Antworten!
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 01.07.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Ist das mutig oder grandiose Selbstüberschätzung oder "nur" der Versuch die Kosten für einen Steuerberater einzusparen?

    Mein Nicht-Steuerfachmann-Bauchi meint:
    Da diese Feststellungserklärung Basis für einen Grundlagenbescheid ist, welcher nur 1x erstellt wird aber eine Dauerwirkung auf alle zukünftigen (Einkommens)Steuererklärungen hat, solltest du hier nicht am Steuerberater sparen.

    Konkrete Steuerberatung ist in Foren auch nicht erlaubt.
     
  4. #3 taxpert, 01.07.2019
    taxpert

    taxpert Erfahrener Benutzer

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    Die Art der Fragestellung ist offenbar (hoffentlich!) so zu deuten, dass es sich um die erstmalige Anfertigung der entsprechenden Erklärung handelt.

    Wenn jedoch bereits diese Fragen nicht selbständig zu klären sind, dann steht zu befürchten, dass die wirklich Fragen bei erstmaliger Vermietung erst gar nicht gestellt werden! Von daher kann man wirklich nur empfehlen, einen StB oder LoHi zumindest für die erste Erklärung aufzusuchen!

    ... soweit richtig, ab da aber falsch!

    Die Erklärung zur einheitlich und gesonderten Feststellung der Besteuerungsgrundlagen ist nicht mehr und nicht weniger als die "Steuer-"Erklärung bei Personenmehrheiten. Da eine Personenmehrheit nicht Steuerrechtssubjekt hinsichtlich der Ertragssteuer (wohl aber hinsichtlich der USt und auch der GewSt) ist, sind die Besteuerungsgrundlagen (hier: die Einkünfte aus V+V) einheitlich festzustellen und jeweils anteilsmäßig gesondert an die jeweiligen für die Ertragssteuer zuständigen Stellen weiterzuleiten. Der entstehenden Bescheid für die Personenmehrheit ist dabei natürlich ein Grundlagenbescheid, jedoch immer nur für das jeweilige Jahr von Bedeutung!

    Zu beachten ist hier, dass Werbungskosten, die dem einzelnen und nicht der Personenmehrheit entstanden sind (z.B. Zinsen für Darlehen, die nicht von der Gemeinschaft aufgenommen wurden), bereits auf Ebene der einheitlich und gesonderten Feststellung als Sonder-Wk geltend gemacht werden müssen, und nicht erst auf Ebene der persönlichen ESt-Erklärung!

    Ich gehe davon aus, Du hast hier den EW-Bescheid oder GrSt-Messbescheid als Grundlagenbescheide für die GrSt vor Augen gehabt!

    taxpert
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 01.07.2019
    ehrenwertes Haus

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    Yapp.

    Ich weiß aber auch, dass ich ein (lernfähiger) Steuerdoofi bin ...:155:
     
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