Feuchtesanierung- Muss Eigentümerversammlung zustimmen?

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von andersen, 23.12.2009.

  1. #1 andersen, 23.12.2009
    andersen

    andersen Neuer Benutzer

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    Hallo,

    besitzen eine ETW in einem größeren Objekt.
    Nun ist im Schlafzimmer zum zweiten Mal in einer Außenecke eine feuchte Stelle aufgetreten. Letztes Mal haben wir selbst versucht, die Ecke wieder "schön" zu bekommen, aber jetzt tritt der Fleck wieder auf.
    Wir haben den Verwalter kommen lassen, der das Ganze begutachtet hat und die Temperatur der Wand in der Raumecke gemessen hat (zw. 11,5 und 16,8 Grad, übrige Wände so bei 19/20 Grad).
    Wir haben ihn gebeten, einen Fachmann von einer Bautrocknungsfirma zu kontaktieren, der sich das Ganze mal anschaut und Lösungsvorschläge bietet (gelüftet wird richtig), wir vermuten, dass außen was nicht stimmt, da hängt ein Balkon drüber. Unser Verwalter hat jetzt soeben mitgeteilt, dass er das für eine klassische Wärmebrücke hält, da die BEtondecke bis außen geht (??? geht das überhaupt???). Also sind nach seiner Aussage "bauliche Maßnahmen" angesagt, und deshalb will er mit dem Thema bis zur Eigentümerversammlung warten. Die ist ENDE MAI! Ich habe arge Bedenken, dass bis dahin aus dem nassen Fleck ein schimmliger Fleck geworden ist (beim letzten Mal ist der Fleck innerhalb von ca. 4Tagen von Postkartengröße auf über DIN A 4 angewachsen). Kann das sein, dass auch in so einem Fall die Eigentümerversammlung zustimmen muss? In dem Schlafzimmer schläft ein Baby! Rege mich gerade total über unseren Verwalter auf!
    Für die Anschaffung von Vordächern ist er letzte Jahr im Dezember höchstpersönlich von Tür zu Tür gegangen, um dafür Unterschriften zu sammeln, das konnte nicht bis zur ETV warten...
    Freue mich auf sachdienliche Tips!
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Sorry, aber nach deiner Schilderung sehe ich das wie dein Verwalter. Jetzt hast du zwei möglichkeiten: Den Schimmel bis zur endgültigen Sanierung immer wieder kurzfristig bekämpfen (schimmelweg und was es da alles für mittelchen gibt)
    Die andere Möglichkeit ist die intensive Beheizung des Raumes und versuchen,das Bauteil auf 17°C zu bekommen. Dann gibt es keine Feuchtigkeit und keinen Schimmel.

    Dafür muss eine WEV her, weil das ein baulicher Schaden/ Mangel ist. Vielleicht hängt da moch mehr dran bzw ist bei anderen WE ähnlich und das "projekt" muss in einem Rutsch durchgeführt werden.

    btw: Warum soll es nicht gehen, dass eine Betondecke über das ganze Stockwerk geht? Anders geht das nur sehr aufwendig, oder?

    Warum regst du dich auf? Das Problem wird von allen WE getragen und nicht nur von euch. Ihr habt den Fehler begangen und die Feuchtigkeit im ersten Gang unfachmännisch zu "verschieben". Jetzt wird das Problem richtig und grundlegend angegangen und ihr werdet in Zukunft ruhe haben. Zudem wird keine gescheite Firma Beton und Fugen bei nassem Wetter herstellen. Betonieren kann die Firma sowieso erst am durchgängigen 5°C Lufttemp. Unter dieser Temp holt man sich die Baumängel im Beton mit der Feuchtigkeit direkt ins Haus. Gefrorenes Wasser im Beton; mangelnde oder gar keine Bindung zum Zement und schweres Reagieren der Chemikalien. Aus 4 Wochen werden dann schonmal 8 Wochen.
    Aber wie beschrieben: ordentliche Firmen machen das sowieso bei besserem Wetter, sofern irgendwie möglich.
     
  4. #3 Kitzblitz, 26.12.2009
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    Kältebrücke hin oder her - die werden sich nie ganz vermeiden lassen. Denn Betonbalkonplatten lassen sich thermisch nicht wirklich von der Stahlbetondecke trennen. Die Randbereiche werden wärmegedämmt. Die Decken selbst sollten nach außen hin ebenfalls wärmegedämmt sein.

    I.d.R. liegt die Entstehung von Schimmel dann doch an den Bewohnern bzw. deren Art eine Wohnung zu bewohnen. Schauen wir einmal, ob sich das Problem nicht doch in den Griff bekommen lässt.

    Wie alt ist das Gebäude ?
    Wird das Schlafzimmer beheizt ?
    Wenn ja, welche Zimmertemperatur ?
    Welche Temperatur herrscht in den anderen Räumen vor?
    Ist die Schlafzimmertür geschlossen ?
    Wie und wie oft lüftet ihr ?
    Treten die Probleme auch bei anderen Wohnungen auf ? - Hier wird von den Mitbewohnern aus falscher Peinlichkeit oft nicht die Wahrheit gesagt !

    Erster Lösungsansatz, der sicher Wirkung zeigen wird, wäre aus allgemeiner Erfahrung:

    Bei Temperaturunterschied Schlafzimmer zur restlichen Wohnung, muss die Schlafzimmertüre stets geschlossen bleiben, da sonst die feuchtigkeitsgesättigte wärmere Luft an den kältesten Stellen des Schlafzimmers kondensiert - die kälteste Stelle habt ihr bereits gefunden. Also sollte die wärmere Luft möglichst nicht ins Schlafzimmer kommen.

    Nun sollte man schauen, dass die feuchte Wandstelle wärmer wird. Bitte nicht mit Heizstrahlern, Infrarotlampen oder dergleichen arbeiten - damit würde Brandgefahr entstehen (... der Schimmel wäre dann zwar auch weg ... aber das ist nicht die Lösung).

    Stellt einfach einen einen Ventilator so auf, dass er die feuchte Wandstelle belüftet. Durch den Luftzug wird die Feuchtigkeit mitgetragen und weiterhin wird so die Wandstelle (an der sonst wahrscheinlich keine hohe Luftzirkulation besteht) erwärmt. Der Ventilator kann auch an eine Zeitschaltuhr angeschlossen werden, denn er muss nicht permanent laufen - wichtig ist nur, dass der feuchten, kalten Wandstelle ab und zu Luft zugeführt wird.

    Den Erfolg kann man dann in wenigen Tagen sehen.

    Die chemische Keule (Schimmel-Ex und dergleihen) würde ich im Schlafzimmer möglichst nicht anwenden.
     
Thema: Feuchtesanierung- Muss Eigentümerversammlung zustimmen?
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