Feuer durch Fahrlässigkeit des Mieters - keine Gebäudeversicherung!

Dieses Thema im Forum "Versicherungsschäden" wurde erstellt von Besitzer01, 22.12.2013.

  1. #1 Besitzer01, 22.12.2013
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    Hallo an alle im Forum,

    gestern hat die Küche in unserer vermieteten Wohnung gebrannt.
    Gott sei Dank konnten wir selbst mit dem Feuerlöscher den Brand löschen.
    Polizei und Feuerwehr waren da, mussten aber nicht tätig werden.
    Das Verschulden ist klar: Fahrlässigkeit des Mieters.

    Nun folgende Frage:
    was müssen wir als Vermieter beachten?
    Ich weiß noch nicht genau Bescheid über den Versicherungsumfang unseres Mieters.
    Was aber, von unserer Seite zu sagen ist: wir haben zzt. keine Gebäudeversicherung, denn nach einigen Wasserschäden hat uns unsere Versicherung gekündigt und bisher hat keine andere Versicherung uns aufgenommen.

    Spielt das, für unsere Vorgehsnweise im Zuge des Wohnungsbrands eine Rolle?

    Ich hatte hier im Forum gelesen, dass ggf. ein Gutachter der Gebäudeversicherung kommen soll. Das fällt ja nun weg.

    Auf was müssen wir unbedingt achten?

    Danke im Voraus!
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Wem gehört die Küche? Welche Schäden (Sach- und Personen-) sind entstanden?
     
  4. #3 Besitzer01, 22.12.2013
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    Hallo,

    die Kücheneinrichtung gehört den Mietern.
    Der Schaden ist erkennbar wohl nicht so groß, ein Teil der Küche ist erhalten geblieben.
    Wobei die bestimmt nicht behalten werden kann/soll. Kann ich als Vermieter verlangen, dass die Schränke erneuert werden?

    Küchentür und der Rahmen sind jedoch beschädigt und der Ruß liegt auf den Wänden und der Gestank in der Wohnung ist groß.

    Reicht das Abwaschen der Wände (gestrichener Putz) oder sollte der Putz runter?
    Braucht es eine Spezialfirma bzw. kann ich das verlangen?
     
  5. #4 Kitzblitz, 22.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 22.12.2013
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    Warum solltest du das tun ? - Ist doch nicht deine Küche. Wie der Mieter damit klar kommt, ist doch sein Problem.
    Du musst dich mit dem Schaden am Gebäude befassen.

    Das wäre dann der Gebäudeschaden.

    Die Art der Sanierung hängt vom Ausmaß der Rußbeaufschlagung ab und welche Schadstoffe enthalten sind.
    Brandschadensanierer gibt es jede Menge über die Gelben Seiten o.ä. zu finden. Da lässt du 3 kommen und dir die Sanierung anbieten.

    Von einer Sanierung in Eigenleistung rate ich grundsätzlich ab. Hier ist spezielles "Knoff Hoff" erforderlich hinsichtlich der richtigen Auswahl der Reinigungsmittel und Neutralisierung der beaufschlagten Oberflächen.

    Je nach Intensität und Einwirkungsdauer des Bandes wäre es auch sinnvoll, die Decken zu prüfen. Beton brennt zwar nicht (sofern es sich um Stahlbetondecken handelt) - der darin verlegte Baustahl könnte Schaden genommen haben. Wenn ihr den Brand mit dem Feuerlöscher löschen konntet, war die Einwirkzeit des Feuers auf die Decke sehr wahrscheinlich zu kurz, dass der Baustahl seine Eigenschaften verändert haben könnte.



    Worin bestand die Fahrlässigkeit des Mieters ?

    Ist der Mieter entsprechend haftpflichtversichert (inkl. sogenannter Mietsachschäden) ?

    Haftbar kannst du den Mieter bei nachgewiesenem Verschulden trotzdem machen. Er haftet dann halt dir gegenüber direkt. Ob du den Schaden dann aber ersetzt bekommst, hängt davon ab, ob der Mieter über ausreichende finanzielle Möglichkeiten verfügt.

    Haben Feuerwehr/Polizei den Brandschaden - und hier insbesonders dessen Ursache - hinreichend dokumentiert ? - Im Zweifelsfalle musst du das Verschulden des Mieters vor Gericht nachweisen können. Also auch hier mal mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr reden und eine Kopie des Einsatzberichtes anfordern.


    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  6. #5 Kitzblitz, 22.12.2013
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    Versucht es mal mit einer reinen Gebäude-Feuer-Versicherung - ggf. mit Elementarschäden. Wenn ihr keine Leitungswasserversicherung benötigt, müsst ihr auch die Leitungswasserschäden nicht angeben. Geht am besten zu einem Versicherungsmakler, der hat viel mehr Möglichkeiten als ein Versicherungsvertreter einer Versicherungsgesellschaft.

    Ohne Gebäude-Feuer-Versicherung könnte ich nur ruhig schlafen, wenn das Gebäude ohnehin kaum noch einen Sachwert über den Abbruchkosten hätte.


    Für das technische Vorgehen zur Schadenbeseitigung ist es egal, ob ihr eine Gebäudeversicherung habt oder nicht.

    Da nun aber kein Sachverständiger des Versicherers kommt, müsst ihr dessen Part irgendwie mit abdecken.

    Jemand mit Sachverstand sollte die Projektleitung der Brandschadensanierung übernehmen. I.d.R. könnt ihr euch da auf den Projektleiter des Brandschadensanierers stützen - die Ausschreibung müsst ihr aber zunächst selbst durchziehen. Der Projektleiter eines Brandschadensanierers wird erst mit Beauftragung tätig werden wollen.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  7. #6 Besitzer01, 22.12.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.12.2013
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    Lieber Ulrich,

    zunächst einmal VIELEN DANK! Du hast mir schon sehr mit Deinen ausgiebigen Informationen geholfen.

    Was ich noch nicht ganz verstanden habe: sind Tür und Rahmen nicht Haftpflichtschäden des Vermieters? Weil Du sagtest: Gebäude. Die wir ja nicht haben.
    Oder müssen wir das dann privat zahlen? Kann ich mir kaum vorstellen....

    Und zu den Brandsanierern: also ich soll 3 bestellen, die sollen sich den Schaden ansehen, jeweils ein Angebot machen und ich beauftrage dann einen?!
    Und wenn das dann so läuft, dann zahlt die Haftpflichtversicherung des Mieters?
    Hm, sagen die dann nicht: Moment mal, den Sanierer suchen wir aus, denn wir zahlen ja auch...?

    Den Tipp mit der Gebäude-Feuerversicherung mit Elementarschäden (was imer sich dahinter verbirgt ;-)) setze ich sofort um!!! Allerdings ärgere ich mich gerade über ..., die ich mit der Suche für die gesamte Gebäudeversicherung beauftragt habe und die mir 1. nicht wirklich geantwortet haben. Erst als ich nachfragte, wie der Stand der Dinge sei, wurde mir mitgeteilt, dass bisher alle Versicherer abgelehnt haben.
    Und 2. hätten die mir ja "Deinen" Tipp auch mal geben können, nämlich nur Gebäude-Feuerversicherung erst einmal abzuschließen... sehr unbefriedigend!
    Ich glaube ich suche mir einen anderen Makler...!

    Beste Grüße aus Nordhessen
    Silke
     
  8. #7 Kitzblitz, 22.12.2013
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    Hallo Silke,

    lass mich vielleicht noch Folgendes erklären.

    Du meinst sicher Haftpflichtschäden des Mieters.

    Als Vermieter und Gebäudeeigentümer musst du dich wohl oder übel mit dem Gebäudeschaden befassen. Ich würde es weder dem Mieter noch dessen Haftpflichtversicherer überlassen, was an meinem Gebäude gemacht wird.

    Zu den Begrifflichkeiten musst du unterscheiden zwischen dem eigentlichen Sachschaden (Brandschadensanierung) und deinem Anspruch gegen den Mieter.

    I.d.R. wirst du als Gebäudeeigentümer in Vorleistung gehen müssen, denn die Haftpflichtversicherer brauchen u.U. Monate, bis eine Entschädigungsleistung fließt.

    Wenn du deinen Mieter haftbar machen willst, musst du selbstverständlich auch den Nachweis führen können, dass du dich bemüht hast, den Schaden möglichst gering zu halten. Daher ist die Ausschreibung der Sanierungsleistungen eigentlich Pflicht - die freihändige Vergabe ist da später immer anfechtbar.

    Wenn 3 Brandschadensanierer den Schaden begutachtet haben und ihre Vorschläge machen, kommst du allein schon durch die damit verbundenen Gespräche ins Thema und kannst dir ein Bild von den zwingend erforderlichen Maßnahmen machen. Mit jedem Gespräch wird man ein wenig schlauer und kann dann beim nächsten auch gezielter nachfragen.

    Wenn dein Mieter eine Privatehaftpflicht inkl. Mietsachschäden hat (das würde ich so schnell wie möglich klären), ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen Schadenregulierer dessen Haftpflichtversicherung vor Ort zu bekommen (die Leute haben manchmal auch brauchbare Ideen - haben aber zunächst einmal die Schadenabwehr im Auge). Wenn du einen Ansprechpartner hast, kannst du ihn über jeden Schritt informieren. Dann kann er dir später nicht "blöde kommen" mit dem Argument: "das hätten Sie uns aber auch mitteilen können".

    Im Zitat von mir geändert: Maklername in "??????".

    Zunächst solltest du den Maklernamen löschen. Es gibt Firmen, die scannen ständig das WWW nach ihrem Firmennamen und gehen gegen Leute vor, die sich öffentlich rufschädigend äußern.

    Wenn du dem Makler ein Mandat erteilt hast, lasse dir Nachweise über die geführten Versichereranfragen und deren Antworten vorlegen.

    Möglicherweise kannst du den Makler auch wegen Fehlberatung in die Haftung nehmen.


    An deiner Stelle würde ich einen Rechtsanwalt zur Wahrnehmung deiner Interessen im Brandschadenfall und ggf. auch zur Haftbarmachung des Versicherungsmaklers konsultieren. Ein Erstgespräch mit einem Rechtsanwalt ist nicht so teuer, bringt dir aber ganz bestimmt viele neue Ansätze zur weiteren Vorgehensweise.


    Damit sich für die Forenmitglieder ein klareres Bild vom Schadenhergang ergibt, schilderst du den Schadenhergang und die Begleitumstände, die zum Brandschaden in der Küche geführt hatten am Besten noch etwas ausführlicher. Vielleicht ergeben sich daraus weitere Ansätze.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  9. #8 Kitzblitz, 22.12.2013
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    ... wikipedia meint: http://de.wikipedia.org/wiki/Elementarschaden

    Pass aber auf, dass du dir mit den Elementarschäden kein "Ei ins Nest legst". Wenn das Gebäude in einem ausgewiesenen Überschwemmungs- / Hochwassergebiet steht, wäre diese Erweiterung der Gebäude-Versicherung sicher genauso hemmend, wie dein Leitungswasserrisiko.

    Daher würde ich primär nach der Versicherung des Feuer-Risikos schauen - das ist Pflicht, der Rest ist Kür.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  10. #9 Besitzer01, 23.12.2013
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    Kurzer Zwischenstand,

    der Mieter hat seine Haftpflichtversicherung angesprochen und diese hat natürlich erst einmal den "normelen" Ablauf 1. Gebädeversicherung des Vermieters übernimmt Kosten (Neuwert), 2. dann Regress an Haftpflicht des Mieters, die nur Zeitwert erstattet.

    Nachdem der Mieter mitteilte, dass es keine GebäudeV. gibt, und gefragt hat, wie es denn aussieht, wenn eine Fachfirma mit der Brandsanierung beauftragt wird, lautete die Antwort, dass da gerne die Fachfirma kommen kann mit der die Versicherung des Mieters zusammenarbeitet und einen Kostenvoranschlag erstellen muss.

    So wird es sein.

    Meine Frage: übernimmt die Haftpflicht denn dann 100% der Kosten oder ist davon auszugehen, dass sie einen Teil der Sanierungskosten auf uns, die Vermieter, abwälzt?
    Im Sinne von Neuwert versus Zeitwert.

    (Natürlich ist das Thema 2. und 3. Kostenvoranschlag zu berücksichtigen. Aber da geht es ja nur um Differenzen)

    WENN das so sein sollte müssten wir widerum doch der Sanierung zustimmen, denn es könnte ja sein, dass uns die Kosten zu hoch sind und WIR nun auf die Idee kommen, den Schaden eigenmächtig zu beseitigen.
    Nach dem Motto: ist doch unser Eigentum und zur Not stellen wir uns halt hin und wischen, putzen, malern....
    Also, nur rein theoretisch. Damit ich einfach verstehe, welche Hnadhabe wir in der Situation haben.

    Beste Grüße
    Silke
     
  11. #10 Kitzblitz, 23.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2013
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    Damit dürfte doch schon ein Sachbearbeiter mit Schaden-Nr., Telefon-Nr., Fax-Nr. bekannt sein ! - Hat dir dein Mieter diese Daten schon übermittelt ?

    Du solltest vom Versicherer schnellst möglich eine Bestätigung bekommen, aus der hervorgeht, dass dein Anspruch dem Grunde nach nicht abgewehrt - also anerkannt - wird.

    Über die Höhe der Entschädigung wird ein i.d.R. ein Streit entstehen, der sich hinziehen wird. Ich kann dir nur raten einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung deiner Interessen zu beauftragen. Dann ist die Phase des "Austestens deiner Schmerzgrenze" durch den Haftpflichtversicherer geringer. Die Haftpflichtversicherer nutzen die Kostenangst der Geschädigten i.d.R. zum eigenen Vorteil (möglichst geringe Entschädigungsleistung) ziemlich dreist aus.

    Merke: Du bist dort Anspruchstellen - nicht deren Kunde !

    Um so wichtiger ist es, dass du dir auch andere Meinungen einholst. Nur so erfährst du als Laie, wie umfänglich die tatsächlich erforderliche Brandschadensanierung sein kann. Der Brandschadensanierer der Haftpflichtversicherung hat die Aufgabe, eine möglichst billige Ausführung anzustreben.

    Sorry - du hast einen Schaden am Gebäude, den dir dein Mieter zugefügt hat. Nun suchst du aus Angst vor den möglichen Kosten, die an dir hängen bleiben können, schon nach Eigenleistungslösungen. Genau dieses Verhalten ist dem Haftpflichtversicherer die gesündestes Basis für eine preiswerte Schadenregulierung.

    Willst du dich mit 15 EUR für die schwer schuftende Stunde abspeisen lassen ?
    Wischen, Putzen, Malern kann dein Mieter doch auch ? - Er kann doch den Schaden in Naturalien (Mithilfe) den Schaden wieder gut machen !

    Willst du das Risiko eingehen, dass die Sanierung in Eigenleistung nicht zum Erfolg führt, weil z.B. der Brandgeruch mit dem "Schwarzen Zwerg" oder "Meisterp(r)opper" oder der "Braunen Kröte" nicht dauerhaft weg bleibt ?
    ... die Produktnamen habe ich verfälscht - ich will ja keine Schleichwerbung machen.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich

    P.S.: Wenn ihr den Brand mit dem Pulverlöscher gelöscht habt, solltet ihr ganz schnell das sicher in der ganzen Wohnung verteilte Löschpulver beseitigen. Das Löschpulver wirkt hygroskopisch und verursacht ziemlich schnell Korrosion auf allen ungeschützten Metalloberflächen.
     
  12. Rita_R

    Rita_R Neuer Benutzer

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    Hallo Besitzer01,
    nicht wenigstens die elementarsten GebäudeVersicherungen aufrechtzuerhalten ist ein böser Fauxpas, aber daran ist hinterher ja leider nichts mehr zu ändern. Der Ratschlag, den Versicherungschutz einzeln anzugehen wurde ja schon gegeben.

    Bevor du weiter über Reinigungsarbeiten in Eigenhilfe nachdenkst: mit normalen Putzmitteln besteht sehr große Gefahr die Situation zu verschlechtern! Lies dir mal ein paar Infos durch
    Link1
    Link2
    Link3
    Schon wenn Spanplattenmöblen/beschichtete oder lackierte Möbel geschmort/gebrannt haben, sind die Folgen kaum in Eigenhilfe zu beseitigen.

    zum grundsätzlichen Ablauf schau vielleicht mal >hier

    Kläre nun schnellstens, ob der Mieter eine Versicherung hat, die greifen könnte (Haftpflichtversicherung des Mieters auch für Mietsachschäden).
    Daneben suchst du dir vor Ort einen Sachverständigen für Brandschadenbeseitigung > i.d.R. kennen die auch gleich entsprechende (verlässliche) Sanierungsfirmen.
    Bedenke: wenn/falls die Versicherung einen Sachverständigen schickt, dann bearbeitet der die Angelegenheit im Interesse der Versicherung. Auch mit von der Versicherung beauftragten Sanierungsfirmen habe ich durchweg schlechte Erfahrungen gemacht. Letzlich muss es dir darum gehen Spätschäden an deinem Eigentum zu vermeiden - mit falscher Sparsamkeit schadest du dir da eher!

    Gruß Rita
     
  13. #12 Kitzblitz, 24.12.2013
    Kitzblitz

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    Hallo Rita,

    mit deinen Links wird Silke sicher etwas anfangen können. Du hast da eine gute Auswahl getroffen, die wesentlichen Problempunkte - verständlich geschrieben - sind damit sehr ausführlich behandelt.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich

    P.S.: ... Ich hoffe, dass Silke das nicht erst liest, wenn Sie heute Abend, vom Kampf mit den Brandschäden ermattet, vorm WWW sitzt ...
     
  14. #13 Besitzer01, 26.12.2013
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    Hallo Rita, Hallo Ulrich,

    Rita, ganz herzlichen Dank, dass Du mich mit so viel wertvollen Inforamtionen versorgt hast!
    Dadurch sind meine Informationen zum Thema Gebäudeversichung deutlich angereichert worden.

    Und, wie Du schon feststelltest, das "Kind ist nun schon in den Brunnen gefallen". Dafür, dass die nicht wenigstens die elementarsten GebäudeVersicherungen aufrecht erhalten wurden ist dann auch mein Vater zuständig gewesen, der bis vor kurzem sein Haus (mit den 2 Mietwohnungen) noch selbst verwaltet hat. Er war damals so sauer über die Kündigung, dass er trotzig reagiert hat und den Glauben hatte, "die können mich mal....".

    Tja, zwischenzeitlich ist ihm, altersgemäß, alles zuviel geworden und so hat er mir die Hausverwaltung übertragen. Leider auch mit den ungeahnten Folgen. Und, wie schon geschrieben, der beauftragte Versicherungsmakler hat nur den Auftrag "Wohngebäudeversicherung mit Wasser" entgegengenommen und eine Absage nach der anderen vermittelt. MEHR NICHT! Eigentlich ein Unding!!!

    Ulrich,

    ich mag Deinen Humor. Es könnte meiner sein ;-)!!!!

    Ein wenig habe ich Dich mit meinem "Selbstputz-Beispiel" auf den Weg ins Tal der Missverständnisse gebracht ;-). Sorry, aber selbst zu wischen hatte ich nie vor! Es sollte eigentlich nur den Sachverhalt verdeutlichen. Was mir aber offensichtlich nicht gelungen ist!

    Daher, angereichert mit neuem Wissen, nochmal folgendes:

    Ich habe verstanden, dass ich wenigstens 1-2 eigene Angebote von Brandsanieren benötige.
    Diese Angebote werden dann wohl erwartungsgemäß, was die Kosten angeht, (deutlich) höher ausfallen.

    Ich habe auch verstanden, dass die Haftpflichtversicherung der Mieter, so wenig wie möglich leisten/zahlen möchte/wird.

    Das habe ich noch nicht verstanden:

    wenn ich, als Vermieter, die Brandsanierungsfirmen um ein Angebot bitte, werden diese ja automatisch meien Rolle als Vermieter erfahren und wahrscheinlich, logischerweise, ein unfangreicheres Angebot erstellen. Liegt das nicht in der Natur der Sache?
    Auftraggeber Haftpflichtversicherer = abgespecktes Angebot
    Auftraggeber Vermieter (bzw. Gebäudeversicherung, falls vorhanden ;-)) = aufgestocktes Angebot

    Wie kann ich denn wissen, dass die für mich erstellten Angebote tatsächlich besser sind, als die, die der Haftpflicht vorliegen? Übrigens ist Link 2 von Rita, DIE Firma, mit der die Haftpflicht des Mieters zusammenarbeitet...

    Was ich weiterhin nicht verstanden habe:
    Wenn das Angebot der Firma mit der die Haftpflichtversicherung zuammenarbeitet bspw. 200 (egal was ) beträgt, zahlt die Versicherung dann auch 200 oder sagt sie, nein, davon muss ein Prozentsatz X vom Vermieter übernommen werden.
    Da 200 Neuwert wäre, die Versicherung aber nur Zeitwert übernimmt.
    So wäre es ja zwischen den Versicherungen Gebäude vs. Haftpflicht, stimmt es?

    Was ich, in dem Zusammenhang, dann auch nicht verstehe:
    Wenn die Angebote der von MIR beauftragten Firmen bspw. 400 wären, mit welcher Grundlage kann ich denn dann entscheiden, dass diese Firmen den Auftrag ausführen.
    Mit "ich will aber" oder "sonst habe ich bestimmt irgendwann einmal mit Spätschäden zu rechnen" werde ich da wohl nicht weit kommen?!
    Und dann? Dann sagt die Haftpflicht "beauftrage doch wen Du willst, wir zahlen nur 200 minus x Prozent"?

    Und dann komme ich und sage, "na gut, dann gebe ich da jetzt alles einem Anwalt (den ICH dann ja wohl zahlen muss?) und der kann sich mit Euch rumstreiten. Und bis keine Lösung gefunden wird/ist, wird die Küche auch nicht saniert. Denn es gibt ja bis zur Einigung bzw. der Klärung der Notwendigkeit keinen Auftrag."

    Oder soll ich zwingend den "teureren Auftrag" meinen Angebostgeber erteilen?
    Weil Du, lieber Ulrich ja sagst, ich spare sonst an der falschen Stelle.
    Und muss sonst mit Spätschäden rechnen.

    Bitte versteh mich an dieser Stelle um Gottes Willen nicht (wieder) falsch ;-)!!!

    Klar ist mein Mieteigentum beschädigt worden. Und es soll unbedingt wieder in einen guten Zustand versetzt werden.
    Und wir reden von einem Einkaufskorbs, der auf dem Ceranfeld stand und der mit einem halben 9 Liter Feuerlöscher zu bekämpfen war.

    Aber ja, die Wände sind komplett verrußt!

    Nocheinmal: Danke im Voraus!
    Gruß
    Silke
     
  15. #14 Kitzblitz, 26.12.2013
    Kitzblitz

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    Hallo Silke,

    eine ausreichende Portion Humor sollte man sich immer bewahren.

    Nachdem du nun den Brand etwas beschrieben hast, handelt es sich offenbar überwiegend um Oberflächenkontaminatinen. D.h., der Schäden hält sich in engen Grenzen, da die Tragfähigket der Bauteile weiterhin gegeben ist.

    Für langwierige Diskussionen mit dem Sachbearbeiter des Haftpflichtversicherers über den Sanierungsumfang wirst du keine Zeit haben.

    Die Gespräche und Angebote mit weiteren Brandschadensanierern werden dich fachlich weiter bringen. Was du letztendlich beauftragst, bleibt dir überlassen.

    Bedenke, dass du jetzt auch Beweise sichern musst. Mach Fotos und führe ein Tagebuch, in das du alle Vorkommnisse einträgst. Im Streitfall sind solche Dokumente vor Gericht unheimlich brauchbar.

    Anwaltlichen Rat solltest du dir einholen und sobald der Versicherer dir komisch kommt, solltest du auch einen Anwalt mit der Wahrnehmung deiner Interessen beauftragen.

    Bedenke, dass brennender Kunststoff Giftstoffe freisetzt. Die Oberflächen müssen fachmännisch gereinigt und passiviert werden. Die Verfahren konntest du auf den Links sehen.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich

    ... die nächsten 4 Tage nicht mehr online.
     
  16. Rita_R

    Rita_R Neuer Benutzer

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    Hallo Silke

    Vorstellbar wäre auch, dass die Einzelpreise einer Sanierungsfirma, mit denen die Versicherung/der Sachbearbeiter bevorzugt zusammenarbeitet, erheblichen über den normalen Preisen liegt, dass aber die Versicherung Art/Umfang der zur Schadenbeseitigung erforderlichen Arbeiten kleinredet. So geschehen bei einem größeren Wasserschaden einer befreundeten Vermieterin, den ich anfänglich für sie betreute, bis wir dann einen Sachverständigen unseres Vertrauens einschalteten ...

    Zur Regulierung über Haftpflichtversicherung>Zeitwertabzug habe ich keine eigenen Erfahrungen. Ich würde aber ggf. argumentieren, dass bei Reinigungsarbeiten/Dekontarminationsarbeiten ein Zeitwertabzug nicht gerechtfertigt ist, denn hier tritt durch die Arbeiten keine Verlängerung der Nutzungsdauer Deiner Wandoberflächen/Deines Putzes/Deiner konstruktiven Bauteile ein. Möglicherweise sind dem Mieter ja wirksam Schönheitsreparaturen übertragen, dann wärst Du dort ja eh' außen vor.

    Mit den Regulierungssachbearbeitern/Sachverständigen der Versicherung kann man oft auch handeln. Für ein echtes Vergleichsangebot (d.h. mit gleichem Leistungsumfang) müsstest Du das Angebot in die Hände zu bekommen, das die Versicherung sich eingeholt hat. Das bräuchtest Du auch, um Dich mit einem Sachverständigen Deines Vertrauens darüber zu bereden.

    Aus der Ferne ist es etwas schwierig - Dein Kenntnisstand/Deine Bau-Vorerfahrungen und wie groß ist der Schaden tatsächlich? Ich würde eher raten, grundsätzlich einen eigenen Sachverständigen hinzuzuziehen - spätestens aber dann, wenn Dir etwas komisch vorkommt. Es geht für Dich zunächst um die Sicherheit, ob die von der Versicherung für die Schadensbeseitigung als erforderlich angesehen Maßnahmen auch ausreichend und von der Ausführung in Ordnung sind (ich würde z.B. nicht dulden wollen, dass guter Kalkputz mit Gipsputz oder kunststoffvergütetem Putz ausgebessert=versaut wird oder, dass statt Verunreinigungen entfernt diese einfach mit Absperrfarbe überstrichen werden). Das Deiner Meinung nach Erforderliche dann nötigenfalls per Anwalt gegenüber der Versicherung einzukämpfen wäre erst die nächste Stufe, die bisher weder bei mir selbst noch im Bekanntenkreis erforderlich war.

    Ehrlich gesagt würde ich es mir aber nicht (mehr) antun wollen, mich selbst mit einer Versicherung herumstreiten zu wollen - ich würde das lieber andere für mich tun lassen. Wenn Du das Glück hast einen Sachverständigen mit entsprechenden Vorerfahrungen in Deiner Nähe zu finden, dann weiss der i.d.R. auch seine Leistungen der Versicherung zu "verkaufen" - in meinem (glücklicherweise auch privaten) Umkreis finden die sich unter der Bezeichnung: Architekt, Baubiologe, Schadengutachter > vom letzten mal der >Link - das nur zur Info unter welchen Bezeichnungen man Leute finden kann, die einem zur Seite stehen.

    Vielleicht sind aber die Auswirkungen/Folgen des Brandes für Dich gar nicht so schlimm - grundsätzlich musst Du Dich nur soweit damit herumplagen, dass Dein Eigentum/Deine Bausubstanz von den Folgen des Brandes durch den Mieter/dessen Versicherung eben wieder befreit wird. Was mit deren Küchenmöbeln etc. passiert, ist ja glücklicherweise nicht Dein Problem.
     
  17. #16 Besitzer01, 13.02.2014
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    Guten Morgen an alle im Forum,

    ich möchte Ihnen heute Feedback geben, wie sich die Situation weiter dargestellt hat.

    Die Haftpflichtversicherung des Mieters hat eine Sanierungsfirma vorbei geschickt, die den Schaden aufgenommen hat. Es musste glücklicherweise nur fachmännisch gereinigt und gestrichen werden. Wir, als Hauseigentümer, mussten auch keinen prozentualen Anteil für die Maler-Arbeiten leisten, da der Mieter die Küche gerade erst im letzten Jahr gestrichen hatte. Sogar die kosten für die Beschaffung eines neuen Feuerlöschers des Hauses, der zum Einsatz kam, wurde formlos übernommen.

    Wir sind also noch einmal mit einem "blauen Auge" davon gekommen.

    Natürlich bin ich jetzt fieberhaft auf der Suche nach einer Wohngebäudeversicherung, die unser Haus, ohne Wasser, gegen alle anderen möglichen Schäden versichert. Was sich als genau so schwierig darstellt, denn die Versicherungsagentur, die ich beauftragt habe, sagt, dass trotzdem alle ehemaligen Wasserschäden mitgeteilt werden müssen. Und so kommen wir gerade vom Regen in die Traufe......

    Ich habe dies daher als ein neues Thema ins Forum gestellt und hoffe inständig, dass wir bald wieder Versicherungsschutz erhalten.


    VIELEN DANK an Kitzblitz und Rita, die mich hier so perfekt beraten und betreut ;-) haben.

    Gruß
    Besitzer01

    PS. Kann man dem Forum irgendetwas Gutes tun, als Dank?
     
  18. #17 Martens, 13.02.2014
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    Christian Martens
     
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Feuer durch Fahrlässigkeit des Mieters - keine Gebäudeversicherung!

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