Fiktive Hausverwaltung von der Steuer absetzen

Diskutiere Fiktive Hausverwaltung von der Steuer absetzen im Verwaltung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Guten Morgen, ich habe eine Eigentumswohnung wo ich die Verwalter kosten absetzen kann. Wie sieht es bei einem Mehrfamilienhaus aus, an dem ich...

  1. #1 Schmidt1986, 26.10.2019
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    Guten Morgen,

    ich habe eine Eigentumswohnung wo ich die Verwalter kosten absetzen kann.

    Wie sieht es bei einem Mehrfamilienhaus aus, an dem ich die Verwaltung selbst übernehme.
    Kann ich dort die fiktiven Kosten absetzen?

    Danke und Gruß
     
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  3. #2 taxpert, 26.10.2019
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    Und wie immer auf diese Frage die gleiche „Antwort“:

    Gegenfrage: Kann ein Arbeitnehmer seine eigene Arbeitszeit/-leistung als Werbungskosten absetzen?

    taxpert
     
  4. #3 immobiliensammler, 26.10.2019
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    Oder (anderer Gedankengang, gleiches Ergebnis):
    Was bringt es Dir, wenn Du die "fiktiven Verwaltungskosten" dann auch gleich wieder als Einnahme versteuern musst?
     
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  5. #4 Schmidt1986, 26.10.2019
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    Also mein Vorgänger hat immer für Gartenarbeiten 50 Stunden a 15 Euro im Jahr angegeben, als Ausgaben.

    Warum gehen dann andere Ausgaben nicht?
     
  6. #5 immobiliensammler, 26.10.2019
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    Hat er die in der Steuererklärung angegeben oder in der Betriebskostenabrechnung für die Mieter?

    Wenn er die beim Finanzamt angegeben hat wo hat er die dann versteuert?
     
  7. #6 Schmidt1986, 26.10.2019
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    Er hat diese in der Steuererklärung angegeben und laut seiner Aussage, wurden diese auch immer anerkannt.

    Er hat diese als fiktive Kosten angegeben, anscheinend wurde es halt akzeptiert.

    Somit dachte ich, dass ich die fiktiven Verwalterkosten auch angegeben kann.
     
  8. #7 immobiliensammler, 26.10.2019
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    Wenn er das tatsächlich in der Steuererklärung angegeben hat (irgendwelche Kosten angegeben, ohne dass tatsächlich eine Ausgabe entstanden ist) wäre das meiner Meinung nach schlicht und einfach Steuerhinterziehung.

    Wenn Du das so fortsetzen willst - eigenes Risiko!
     
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  9. #8 ehrenwertes Haus, 26.10.2019
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    Sagen kann man viel. Ob das dann nur Wunschdenken ist oder den Tatsachen entspricht, bleibt jedem frei selbst zu entscheiden.

    50h im Jahr, kann ich mir vorstellen, das auch ohne Belege vom FA akzeptiert werden. Aber nicht als Eigenlohn, sondern eher unter der Rubrik "Nachbarsbub hilft".
     
  10. #9 Gerald Hörhan Fan, 26.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 26.10.2019
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    Beauftrage jemanden damit dann sparst Du Zeit und Steuern. Alles andere ist wie I-sammler schrieb Steuerhinterziehung.

    Wenn dieser jemand geringfügig verdient, zahlt er für diese Tätigkeit auch keine oder sehr wenig Steuer.
     
  11. #10 immodream, 26.10.2019
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    Schmidt1986,
    wie die Anderen es schon ausführlich beschrieben haben, ist das ein Nullsummenspiel .
    500 € Verwaltungskosten die du produzierst entsprechen natürlich auch 500 € Einnahmen für dich .
    Also nichts an Steuern gespart.
    Was du natürlich versuchen kannst, ist ein Arbeitszimmer für die Hausverwaltung in Ansatz zu bringen.
    Ich mußte damals auch einen Wohnungsplan nachreichen und hatte das kleinste Zimmer von 11 m² als Arbeitszimmer eingezeichnet.
    In diesem Zimmer steht auch der große Arbeitstisch, der Computer und die Büroschränke.
    Diese Einrichtungsgegenstände incl. Bürostühle kann man dann auch in der Steuererklärung aufführen.
    Anteilige Miete oder Abschreibung des eigenen Hauses neben Heizkosten und anderen Nebenkosten werden dann auch anerkannt.
    Ebenso können Telefonkosten incl. Internetanschluß anteilig aufgelistet werden .
    Wer natürlich nur 1 oder 2 Wohnungen verwaltet wird Schwierigkeiten haben zu erklären, das man für diese Tätigkeit ein eigenes Arbeitszimmer benötigt.
    Wer jedoch wie ich zig eigene Wohnungen verwaltet , könnte Notfalls auch mal ein Foto bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung machen , wo dann zig Abrechnungen auf Büroschränken, dem Fußboden und der 3 m langen Arbeitsplatte verteilt sind .
    Viel Erfolg
    Immodream
     
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  12. #11 taxpert, 29.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2019
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    Richtiges Ergebnis, falsche Begründung!
    Aber auch diese Argumentation und Beweisführung geht ins Leere!
    Denn es kommt nicht darauf an, ob Du den Raum benötigst, ...
    ... denn es kommt ausschließlich darauf an, dass Du den Raum (zeitlich) zu weniger als 10% für private Sachen nutzt.
    Bei nur 1-2 Wohnungen wird natürlich automatisch die Frage gestellt: "Und die anderen 11 Monate im Jahr?"

    Man muss natürlich aber auch die Kirche im Dorf lassen! In den meisten Fällen dürften wir (ohne Einrichtungsgegenstände) von Werten unter 1.000 € reden. In neun von zehn Fällen dürfte neben den Vermietungseinkünften noch weitere Einkünfte vorliegen, so dass das AZ nicht den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet, so dass der Abzug sowieso auf 1.250 € begrenzt ist.

    Das FA schreitet eigentlich nur dann ein, wenn entweder der Betrag entsprechend hoch ist (BFH IX R 52/14 fast 3.500 € nur Wk V+V wegen AZ!) oder die private Mitnutzung offensichtlich nicht von untergeordneter Bedeutung sein kann (ebenso BFH IX R 52/14 ganze zwei Wohnungen im selben Haus!).

    taxpert
     
  13. #12 immodream, 29.10.2019
    immodream

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    Hallo Taxpert,
    das Thema Arbeitszimmer hatten wir ja schon mehrfach angesprochen .
    Bei mir liegen die in Ansatz gebrachten Kosten für das Arbeitszimmer immer unter den 1250 € .
    Grüße
    Immodream
     
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