Flächenberechnung für Heizkostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Cookie, 11.04.2008.

  1. Cookie

    Cookie Benutzer

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    Hallo Forum,

    bis vor 3 Jahren wurden die Heizungs- und Warmwasserkosten unserer 2-er-WEG von der ISTA ..ihr wisst schon... abgerechnet. Beim Studium der alten Unterlagen fiel mir auf, daß die zugrundeliegenden Flächenangaben evtl. nicht stimmen. Hier wurden fürs Gesamtobjekt 282 qm Wohnfläche zugrundegelegt, aufgeteilt

    - für meine Wohnung 125 qm
    - für die Gewerberäume 157 qm

    Die zur Teilungserklärung gehörigen Pläne weisen aus:

    - für meine Wohnung Grundfläche 124,7 qm, wegen Schrägen ist die ebenfalls angegebene DIN-Wohnfläche aber nur 105,6 qm

    -für die Gewerberäume 186,3 qm, davon sind 30,7 qm nicht heizbar (keine Heizkörper in den Räumen), blieben etwa die 157 qm, die ISTA benutzte.

    -zum Teileigentum der Gewerberäume gehören noch knapp 100 qm Lager im Keller, die prinzipiell heizbar wären (Heizkörper sind da).

    Meine Fragen:

    1. ist die Aufteilung von ISTA nach Grundflächen korrekt?
    2. muß der heizbare Lagerraum mit seiner Fläche berücksichtigt werden?

    Wäre echt klasse, wenn da jemand die Antworten wüßte!

    Vielen Dank im Vorraus von COOKIE :wink
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Was beheizt werden kann, muss auch als beheizbar abgerechnet werden.
    Da liegst du aus der Ferne betrachtet richtig.
    schnellstens Einspruch einlegen und die Ista informieren, wie die echten flächen sind. Wahrscheinlich haben die noch nicht einmal eine Ahnung davon, das etwas nicht stimmen könnte.
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Das wird so nicht funktionieren...

    Grundsätzlich ist die Information an den Abrechnungsdienst durch einen einzelnen Nutzer überflüssig. Der Nutzer ist nicht Vertragspartner des Abrechnungsdienstes und kann aus diesem Grund nicht das geringste veranlassen. Der Ablauf einer Heizkostenabrechnung ist bei allen Abrechnungsdiensten immer gleich: der Abrechnungsdienst ermittelt Verbrauchswerte, der Auftraggeber liefert die Daten hinsichtlich Flächen, Personzahlen oder anderer nicht verbrauchsabhängiger Umlageschlüssel und die Gesamtkosten. Der Abrechnungsdienst erstellt dann aus den Gesamtkosten und den Umlageschlüsseln die Abrechnung. Wo käme man wohl hin, wenn der Datenbestand durch den Abrechnungsdienst bei jeder Nörgelei eines Nutzers geändert würde? :help

    Lassen wir hier die Richtigkeit aller genannten Werte einfach mal offen...
    Wenn ich mich richtig erinnere, geht es bei Cookie um einen WEG. Abgesehen davon, dass es ohnehin nie einen "Einspruch" gegen eine Abrechnung geben kann, enfällt bei einer WEG auch dei Möglichkeit zur Vorbringung von Einwendungen. Über die Abrechnung der WEG entscheiden die Eigentümer durch Mehrheitsbeschluss. Mit dem Beschluss wird auch eine objektiv fehlerhafte Abrechnung für alle Eigentümer verbindlich. Der Beschluss kann innerhalb eines Monats bei Gericht angefochten werden. Bis zu einer Aufhebung durch das Gericht bleibt der Beschluss gültig. Die Abrechnung ist durch den Beschluss bis zur Feststellung des Gegenteils also "richtig".
     
  5. Cookie

    Cookie Benutzer

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    Hallo Capo,

    vielen Dank für Deine schnelle und kompetente Antwort!

    Die ISTA rechnet nach einem Eigentümerwechsel seit 3 Jahren nicht mehr für uns ab. Vermutlich wurden die Werte vom vorherigen Eigentümer der ISTA falsch gemeldet.
    Wir bzw. der ME unserer zerstrittenen 2er-WEG, der bisher die Heizkostenabrechnung machte, hat aber mit allen Werten, d.h. auch der Flächenberechnung der ISTA weiter abgerechnet. Mir war das auch nicht klar, bis ich jetzt die alten ISTA-Abrechnungen nachprüfte.

    Ich glaube kaum, daß ich die letzen Abrechnungen jetzt noch "angreifen" kann, da ich mit dieser Abrechnung einverstanden war -allerdings nicht wissend, daß die Grundlagen nicht stimmen?

    Wir werden hoffentlich in den nächsten Wochen per Gerichtsbestellung erstmalig einen professionellen Verwalter bekommen. Ich möchte natürlich, daß bereits die Abrechnung für 2007, die noch nicht erstellt ist, mit korrekten Flächen abgerechnet wird.

    Nun stolpere ich aber über die HeizKV, in der §7 (1) zwar vorschreibt

    aber keine "Definition" bietet, was genau eine Wohnfläche ist, daher meine Frage, ob mit "Wohnfläche" die DIN-Wohnfläche oder die Grundfläche gemeint ist. Es gibt ja verschiedene Berechnungsmöglichkeiten der Wohnflächen.

    Dazu kommt, daß für mich eine Abrechnung der Grundkosten nach umbautem Raum deutlich günstiger wäre, als nach Wohnfläche, da die Deckenhöhe bei mir nur 2,45 m, beim ME aber 3,25 m beträgt. Ich nehme an, ich müßte mich mit meinem ME einigen, welche Maßstäbe wir nehmen und das wird vermutlich unmöglich... :?

    Vielen Dank schonmal und Gruß von COOKIE


    EDIT (hat sich genau mit der ANtwort von RMHV überschnitten):
    Auch Dir vielen Dank für die ausführliche Antwort... Du kennst mein Dilemma :heul ja schon aus den anderen Threads!

    Also Abrechnungsdienst haben wir ja seit 3 Jahren nicht mehr, aber ich der wird wohl mit dem neuen Verwalter wieder kommen, hoffe ich! Ansonsten sehe ich es auch so, daß ich nicht bei der ISTA alleine was an den Basiswerten ändern kann.

    Wir hatten ja noch nie eine Eigentümerversammlung und daher keinen offiziellen Beschluss zur Abrechnung. Ich habs mir bisher halt angesehen, vom ME erklären lassen, wie er das gerechnet hat und dann bezahlt. Ich denke auch, daß damit die Abrechnungen für 2005 und 2006 nicht mehr angreifbar sind, ich war ja auch einverstanden, daß mit den Rechengängen, die auch die ISTA verwendet hat, weiter berechnet wird. Wäre also auch o.k. für mich, war ja kein "böser Wille" des ME, der hat das wohl auch nicht gemerkt bzw. gewußt.

    Nur die Abrechnung von 2007, die noch nicht erstellt ist (und die der Verwalter macht oder an einen Wärmemessdienst abgibt, weiß nicht, was da üblich ist) möchte ich halt auf Grundlage korrekter Zahlen über die Wohnflächen und tatsächlich beheizbaren Räume stellen.

    Und jetzt bin ich halt am Grübeln, wie wir -da völlig zerstritten- zu einer gerechten Abrechnungsgrundlage bezügl. der Räume und Flächen kommen sollen???

    Vielen herzlichen Dank nochmal für die Mühe, meine blöden Fragen zu beantworten!!!

    Gruß von COOKIE :wink
     
  6. #5 lostcontrol, 13.04.2008
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    also ich kenne da nur die vorgaben der wohnflächenverordnung (hier im forum zu finden links in der liste unter "WoflVO").
    gibt's tatsächlich noch andere (juristisch korrekte) möglichkeiten?

    bezügl. abrechnung:
    da wird ja zwischen 30:70 bis 50:50 nach grundkosten:verbrauch abgerechnet, wobei nur die grundkosten (also wartung, schornsteinfeger, betriebsstrom, betriebswasser etc.) nach dem flächenanteil umgelegt werden.

    der flächenanteil, der da zugrunde gelegt wird, ist meines wissens nicht mit der wohnfläche identisch sondern bezieht sich (wie bei der errechnung des grundsteueranteils) auf das verhältnis der einzel-wohnfläche zur gesamt-fläche. wie in diesem forum nachzulesen ist, hatte ich da auch so meine problemchen, weil mir nie klar war, wie man da denn nun kellerabteile oder treppenhaus berechnet (bzw. verteilt).

    die deckenhöhe wird letztendlich wohl eher keine rolle spielen - natürlich verbraucht man bei höheren decken mehr heizenergie, aber dieser verbrauch wird ja über die HKVs ermittelt.

    dass die deckenhöhe in der wohnflächenverordnung offensichtlich keine rolle spielt, finde ich eigentlich auch unverständlich, aber sicher hat sich der gesetzgeber etwas dabei gedacht...
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    In der HKVo ist u.a. vom umbauten Raum die Rede. Wähltman diese Form spielt die Deckenhöhe durchaus eine Rolle. Mehr umbauter Raum erfordert ja auch mehr Heizleistung und damit mehr Schornfegeranteil,Bereitstellungsverluste, Betriebsstrom u.s.w.

    Bei stark unterschiedlichen Deckenhöhen macht eine Berechnung nach umbautem Raum durchaus Sinn. Viel Spaß beim Ausmessen :lesen

    In der aktuellen Rechtssprechnung gehört zur beheizbaren Fläche alles was sich innerhalb einer Gebäudehülle befindet, welche beheizt ist. Also auch Kellerräume. Selbst wenn sich darin nichteinmal Heizkörper befinden. Denn auch diese Räume werden zumindest indirekt beheitzt und tragen somit zu den Bereitstellungs-, Wärme- und Zirkulationsverlusten bei.
     
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