Frage zu § 25 WEG Stimmrecht

Diskutiere Frage zu § 25 WEG Stimmrecht im Eigentümerversammlung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Ja, genau @Fremdling Deinen Beitrag #5 habe ich schon gesehen. Konnte dann aber die nachfolgenden Beiträge von @BHShuber nicht richtig...

  1. Bovary

    Bovary Erfahrener Benutzer

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    Ja, genau @Fremdling Deinen Beitrag #5 habe ich schon gesehen. Konnte dann aber die nachfolgenden Beiträge von @BHShuber nicht richtig interpretieren. Fazit: Es muss zwar nicht sein, aber man könnte schon eine konstruierte Majorisierung vermuten. Das war mir nicht so ganz eindeutig klar.
    Ich bin zwar nicht der TE, finde diese Konstellation aber trotzdem "spannend".
    Wenn ein Objekt in dieser Konstellation angeboten würde, wäre mein Interesse sicher sehr stark gedämpft bzw. nicht vorhanden.
    Aber es kann ja auch sein, dass bei einer Bestandsimmobilie mehrere Einheiten zum Verkauf stehen und es dann über ein solches Konstrukt zur Majorisierung kommt (vielleicht auch durch einem bereits vorhandenem Miteigentümer).
     
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  3. #22 BHShuber, 17.11.2016
    BHShuber

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    Hallo nochmal,

    alles ist möglich oder unmöglich, das haben die meisten hier bereits erlebt im Laufe der Zeit.

    Doch ist es natürlich äußerst schwierig, für eine Majorisierung einen stichfesten Nachweis zu erbringen um einen oder mehrere Beschlüsse erfolgreich anzufechten, es sei denn, die Sachlage ist so klar, dass selbst ein halbdepp erkennen kann, worum es hier geht.

    Verhindern freillich kann man sowas nicht, es gibt immer Superschlaue die versuchen Ihre eigenen Interessen durchzusetzen, wenn sie hierfür eine Möglichkeit sehen, in dem Wissen ist man natürlich auf Alarm gebürstet und achtet sehr auf die Kleinigkeiten, die andere Miteigentümer so oft nicht sehen.

    Gruß
    BHShuber
     
  4. #23 gonzo123, 17.11.2016
    gonzo123

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    Hallo,
    ich hätte da noch eine 2 kleine Zusatzfragen um das ganze interessanter zu machen.

    Können Wohnung 3,4 und 5 zusammen per Mehrheitsbeschluss D oder E zum/zur Hausverwalter/-in wählen ?

    Gruß gonzo123
     
  5. #24 BHShuber, 17.11.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    ja und nein, vielleicht eventuell !

    Hier spielen viele Kriterien, die wir nicht kennen eine besondere Rolle, insbesondere der Inhalt der Teilungserklärung und maßgebend die Vereinbarungen in der Gemeinschaftsordnung.

    Nutzt allerdings einer der Miteigentümer seine Stimmenmehrheit dazu, sich selbst oder einen Miteigentümer zu Verwalter zu bestimmen oder zu verhindern dass dieser als Verwalter abgesetzt wird, sieht die Sachlage anders aus.

    Nachweisbar müsste das dann in einer Anfechtungsklage nach § 23 Abs. 4 und § 43 Abs. 1 Nr. 4 WEG für nichtig erklärt werden, denn der Sachverhalt nach Verkündung des Beschlusses wäre nicht automatisch nichtig.

    Das könnten wir jetzt hier bis in die Unendlichkeit treiben.

    Gruß
    BHShuber
     
  6. #25 ThorstenBW, 11.01.2021
    ThorstenBW

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    Hallo zusammen,

    ich habe eine Verständnisfrage zum Wohnungsbesitz/ Anzahl Stimmen verbunden mit dem Wertprinzip, die zu diesem Thema passt. Im Eingangspost ging es um das Kopfprinzip. Als eigenes Thema schien es mir nicht zielführend, daher stelle ich sie hier mit ein, auch wenn das Thema schon ein paar Jahre ruht.

    Ausgangslage vom Eingangspost in Wohnung 4 und 5 angepasst.

    Wohnung 1 = 1 Eigentümer ( A ) = 1 Stimme

    Wohnung 2 = 1 Eigentümer ( B ) = 1 Stimme

    Wohnung 3 = 1 Eigentümer ( C ) = 1 Stimme

    Wohnung 4 = 1 Eigentümer ( D ) = 1 Stimme ?

    Wohnung 5 = 2 Eigentümer ( D 50 % mit E 50 % ) = 1 Stimme ?


    Normalerweise zählen beim Wertprinzip nach meinem Verständnis rein die MEA.
    Habe ich 2 Wohnungen und 400/ 1000 MEA, habe ich 1 Stimme und 40 % „Gewicht“.

    Es gibt meines Wissens Beschlüsse bei denen die doppelt qualifizierte Mehrheit notwendig ist. Also MEA und Stimmen.

    1. Wie verhält sich das im Beispiel, wenn die Person D Wohnung 4 allein besitzt und die zweite Wohnung 5 zusammen mit dem Partner? Hat man dann bei der doppelt qualifizierten Mehrheit 2 Stimmen und die 400/ 1000 (sofern man sich mit dem Partner aus 5 einig ist?)

    2. Da es bei der doppelt qualifizierten Mehrheit um sehr wichtige Dinge in der WEG geht, kann das Herbeiführen solch einer Konstellation für sich schon in Richtung Herbeiführung einer Majorisierung „ausgelegt“ werden?

    Habe ich das soweit richtig verstanden, oder bin ich auf dem Holzweg?
     
  7. #26 jorgk, 12.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 12.01.2021
    jorgk

    jorgk Erfahrener Benutzer

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    Ich finde das Thema wird nun langsam aber sicher etwas zerredet bzw. stellt sich nicht mehr zielführend dar. Vielleicht Dein Thema in einen neuen Thread?

    Jedenfalls, nach nochmaligem (interessiertem) Lesen des Threads hatte ich den Eindruck, dass die ursprüngliche Frage zum Kopfprinzip nie wirklich beantwortet wurde (zumindest mein Eindruck).

    Da habe ich aber zwischenzeitlich mal dieses Fundstück für die ursprüngliche Diskussion gefunden.

    Also wäre § 25 WEG so auszulegen, dass zwischen einem 'Alleineigentümer' und einer 'Rechtsgemeinschaft' (selbst wenn der 'Alleineigentümer' an dieser beteiligt ist!) zu unterscheiden ist. Das führt dann nicht dazu, dass die Stimmrechte für diese beiden Eigentumsverhältnisse in dem 'Alleineigentümer' quasi verschmelzen, selbst nicht wenn der 'Alleineigentümer' die Stimme für die 'Rechtsgemeinschaft' ausübt. Es handelt sich trotzdem um unterschiedliche „Wohnungseigentümer" im Sinne des WEG.
    [Hier fand ich es lese-verständlich].

    Anschliessend: In dem Zusammenhang von Majorisierung zu reden ist, denke ich, nicht zielführend; ich denke/vermute das ist etwas ganz anderes.
    (Ich denke/vermute: Wenn nach dem Wert-/MEA-Prinzip abzustimmen ist sollen die Vorschriften bez. Majorisierung verhindern, dass der dominierende Miteigentümer sein Stimmrecht missbräuchlich ausübt. Also Entscheidungen allein zu seinem Vorteil und [offensichtlichem] Nachteil der 'unterlegenen' Miteigentümer ausübt).
     
  8. ThorstenBW

    ThorstenBW Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich bin davon aus gegangen, dass meine Frage eine ähnliche / identische Antwort wie die Ausgangsfrage erzeugt, also mit 1 - 2 Posts erledigt ist, daher fand ich ein neues Thema dafür "überdimensioniert". Dadurch wird ein Forum aus meiner Sicht irgendwann unübersichtlich. Wenn es hier anders gehandhabt wird, ist es für mich völlig ok, wenn die Mods es in ein neues Thema abtrennen.

    Dein Link und die Einschätzung zur Majorisierung beantwortet meine Fragen perfekt, von daher sind bei mir alle Unklarheiten beseitigt.
    Also nochmals Danke.
     
Thema: Frage zu § 25 WEG Stimmrecht
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