Frage zu StGB

Diskutiere Frage zu StGB im Insider Forum Forum im Bereich Off-Topic; Wenn ein Rundschreiben an alle Hausbewohner verfasst und per Briefkasteneinwurf zugestellt und dabei der Anschein erweckt wird das Schreiben käme...

  1. #1 ehrenwertes Haus, 04.06.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Wenn ein Rundschreiben an alle Hausbewohner verfasst und per Briefkasteneinwurf zugestellt und dabei der Anschein erweckt wird das Schreiben käme vom Hausverwalter selbst, ist das Urkundenfälschung?
    Eine Form von Betrug bin ich mir ziemlich sicher.

    Wenn sich in diesem Schreiben, der der angebliche Autor selbst als unzurechnungsfähig auf Grund einer psychischen Erkrankung "outet", ist das Verleumdung?


    Welche rechtlichen Konsequenzen könnten sich für den Autor und den geschädigten eines solchen Schreibens ergeben?
     
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  3. SaMaa

    SaMaa Erfahrener Benutzer

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    Entweder stehe ich auf der Leitung oder der Satz ist schwer verstehbar formuliert. Zumindest für mich ;)
     
    Wohnungskatz gefällt das.
  4. #3 ehrenwertes Haus, 04.06.2019
    ehrenwertes Haus

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    Für dein Verständnis ein Bsp. in dem ich behaupte du zu sein und schicke unter deinem Namen folgendes (fiktive) Rundschreiben an deine Mieter, Nachbarn, Sportverein, Arbeitskollegen, Chef ... nur nicht an dich:
    Ich SaMaa (mit Echtnamen), bin eine Lügnerin und Intrigantin, klaue alles was nicht festgenagelt ist und freue mir dabei ein Loch ins Knie.
    Gez. (dein Echtname)

    "kursiv" ist frei erfunden und ausschließlich als Bsp.Text gewählt. Ich unterstelle unserer SaMaa im wahren Leben nichts dergleichen.
    Wäre das eine Verleumdung?
     
  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Na, dann ist doch alles klar.
    Fragst du hier, um Bestätigung zu bekommen?
     
  6. #5 Papabär, 04.06.2019
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Bin da jetzt nicht der Fachmann für - aber meiner Meinung nach hätte es bei der Verwendung des korrekten Namens durchaus das Potential einer üblen Nachrede.
    Wie es allerdings aussieht, wenn der Name - und ggf. ein Kopfbogen - nur ähnlich ist ...?

    Sollte sich der Verfasser jemals ermitteln lassen, wäre die eigentliche Frage aber: War es ein Unfall?
     
  7. SaMaa

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    Jetzt habe ich es verstanden.
    Ist bestimmt nicht schön, aber ob man das rechtlich jemandem zu 100% zuweisen kann um ihn zu belangen, wird bestimmt nicht einfach werden.
    Vermutungen, meine ich zu wissen, gelten vor Gericht nicht.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 04.06.2019
    ehrenwertes Haus

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    Ein zugestelltes Rundschreiben von Jemand der sich nur als der echte Verwalter ausgibt?

    Mir fällt Identitätsdiebstahl ein, der ist nicht strafbar (zumindest im Internet nicht). Das was man damit anstellt u.U. schon.
     
  9. Andres

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    Genau diesen Gedanken halte ich für die zentrale Frage in diesem Fall: Was wird mit diesem Schreiben erklärt oder bezweckt? Wenn ich zum Geburtstag gratuliere und einen fremden Namen unter das Schreiben setze, halte ich das nicht für Urkundenfälschung - es fehlt die Urkunde, genauer die Willenserklärung. Wenn ich stattdessen den Mietern "meine" neue Bankverbindung mitteile, ist das - neben anderen Dingen - auch Urkundenfälschung.


    Hat der Verwalter denn diese Erkrankung? Und weiß der Autor, dass seine Behauptung nicht stimmt?
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 04.06.2019
    ehrenwertes Haus

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    Nein.

    Ja.


    Naja, wie glaubwürdig oder seriös sind die Entscheidungen, Aufforderungen, Abmahnungen usw. eines Verwalters, der sich selbst oder von jemand Anderem mit seiner Identität für unzurechnungsfähig erklärt?
    Damit wird seine Kompetenz, Authorität und sein Ruf doch in absolut jeder Hinsicht ins bodenlose getrieben.
    Mit solchen Behauptungen können berufliche Existenzen vernichtet werden.
    Nach meiner Einschätzung (habe mehr Hintergrundinfo) war/ist das auch das Ziel des Schreibers.
     
  11. Andres

    Andres
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    Nun, dann darf man davon ausgehen, dass es sich hier tatsächlich um Verleumdung handelt.


    Ich meinte das anders: Was steht denn inhaltlich in den gefälschten Schreiben? Oder erzählt der "Verwalter" da nur Schwänke aus seiner Jugend? Ich bin einfach noch nicht überzeugt, dass die Schreiben auch wirklich Urkunden sind.
     
  12. #11 ehrenwertes Haus, 05.06.2019
    ehrenwertes Haus

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    Aufmachung wie ein echtes Verwalterrundschreiben, Verwalterlayout/Vordruck ein fast perfekter fake.
    Inhalt Vermieter psychisch krank und nicht zurechnungfähig mit einer Diagnose, bei der man sehr gute Chancen auf Dauergast in der geschlossenen Psychiatrie hat mit Sicherheitsverwahrung.
    Unterzeichnet mit vollständigem Verwalternamen, nicht handschriftlich nur PC-Servus.

    Optisch sieht das so aus, als ob nur die Unterschrift per Hand vergessen wurde.
    Nur Wortwahl und Grammatik stimmen absolut nicht mit dem echten Verwalter überein.
     
  13. #12 RP63VWÜ, 05.06.2019
    RP63VWÜ

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    Mit diesen Hintergrundinfos kannst Du doch (besser natürlich der Verwalter), da ja zumindest der Anfangsverdacht einer Straftat besteht, zu den Leuten gehen, deren berufliche Aufgabe die Ermittlung ist (sprich: Polizei, Anzeige).
    Schließlich ist eine Verdächtigung einer Person in diesem Kreis keine Verleumdung, üble Nachrede oder Beleidigung, sondern (dort!) nur ein Hinweis.

    Wenn ich mir vorstelle, dass jemand so ein "Spielchen" mit mir treiben würde …
    :7:
     
  14. Andres

    Andres
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    Da habe ich weiterhin Zweifel, ob das nun wirklich eine Urkunde ist. Ich glaube nicht dran ...


    Dafür ist es vielleicht falsche Verdächtigung.
     
  15. #14 RP63VWÜ, 05.06.2019
    RP63VWÜ

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    Vielleicht! Vielleicht (eher wahrscheinlich) nicht!
    Warum sonst sollte @ehrenwertes Haus die uns unbekannten Hintergrundinfos betonen?
    Nicht umsonst betont der § 164 StGB "wider besseres Wissen".
     
  16. #15 ehrenwertes Haus, 05.06.2019
    ehrenwertes Haus

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    Ich habe angeraten einen Anwalt die Anzeige formulieren zu lassen und die Hintergrundinfos entsprechend beizufügen.
    Wenn dann noch Unsicherhheiten bestehen, gibt es noch "in alle (Straftat)Richtungen ermitteln".

    @Andres und @RP63VWÜ
    ich denke ihr habt beide Recht. Am Ende kommt es wohl darauf an, wie (Wortlaut) eine persönliche Vermutung über den Verfasser auch zu Papier gebracht wird.

    Einem Laien wird man aber mehr Fauxpas/Umgangssprache in der Wortwahl zugestehen, wenn es um die juristische Interpretation geht, als einem hauptamtlichen Rechtsverdreher. Soll Anwalt das in Juristendeutsch dolmetschen.
     
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