Frage zum Thema Abrechnungsprinzip der Betriebskostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Buchhaltung" wurde erstellt von SlideMouse, 26.07.2014.

  1. #1 SlideMouse, 26.07.2014
    Zuletzt bearbeitet: 26.07.2014
    SlideMouse

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    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin in der unglücklichen Lage, als frischer Vermieter eine BKA aufzustellen.

    Ich habe eine (eigentlich) sehr einfache Frage, auf die mich Urteile bzw. Informationen u.a. im Internet gebracht haben:

    Was darf ich:

    1) Vorauszahlungen an die Stadtwerke (allg. Strom).
    Ich habe in dieser Abrechnungsperiode (1 Jahr) ca 250 € an Abschlägen gezahlt. Der tatsächliche (reine) Stromverbrauch der Mieter betrug 190 €.

    Hier habe ich also ein Guthaben von 60 €.


    Was soll ich nun tun?

    Den Mietern
    a) die 190 € in Rechnung stellen?


    oder soll ich
    b)meine Vorauszahlungen diesen in Rechnung stellen (250€) und das Guthaben in der nächsten BKA 2014 berücksichtigen?



    Was darf ich, was nicht.


    Es sind zwar 190 € tatsächlich enstanden, mir wurden aber 250€ vom Konto abgebucht.


    Ich würde aus Einfachheit gerne den Mietern 250€ berechnen, und ihnen die 60 Euro in der nächsten BKA gutschreiben.


    Vielen Dank für die Hilfestellung!
     
  2. AdMan

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  3. Syker

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    Hallo slidemouse,

    Du darfst nur die wirklich entstandenen Kosten abrechnen.
    In deinem Fall also die 190€ der Endrechnung des Versorgers. Die 60€ erhälst du ja vom Versorger zurück.

    VG Syker
     
  4. #3 SlideMouse, 27.07.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2014
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    Guten Tag,

    leider haben Sie mir ihrer Antwort noch mehr Fragen aufgeworfen:

    Ich verstehe das Abflussprinzip so, dass ich alle Kosten mit denen ich belastet worden bin, auch umlegen darf.

    Zitat: "Nach dem Abflussprinzip kann der Vermieter über all diejenigen Kosten abrechnen, mit denen er selbst im Abrechnungszeitraum belastet wurde (dies wird auch als Ausgabenabrechnung bezeichnet). "

    Ich wurde (von meinem Konto) mit 250 € belastet.

    Den Mietern entsteht doch kein Nachteil, wenn ich das Guthaben jeweils immer gegenrechne. Oder sehe ich das falsch?


    Haben Sie eventuell ein Urteil oder eine genaue Quelle wo steht, dass ich nur die "tatsächlich angefallenen" Kosten umlegen darf?



    (Verstehe ich Sie u.a. richtig, dass ich die Guthaben immer einbehalten muss und nicht den Mietern ausschütte?)

    Vielen Dank für die Hilfe!
     
  5. #4 sara, 27.07.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2014
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Wieso willst du die Allgemeinstromkosten extra abrechnen? Die gehören doch zu den gesamten Betriebskosten dazu.

    Wenn du die Betriebskostenabrechnung erstellst, sind die Kosten für den ganzen Jahreszeitraum anzusetzen und nicht die Abschlagszahlungen.

    In diesem Fall dann für Allgemeinstrom 190€.

    usw. ...
     
  6. Syker

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  7. #6 SlideMouse, 27.07.2014
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    Ok,

    denn die Kernessenz, die ich wissen wollte war eben:

    Darf ich nur "tatsächlich angefallenen" Kosten umlegen. Oder eben nicht.


    Und so wie es hier aussieht, darf ich auch "fiktive" Kosten umlegen nach dem Abflussprinzip.
     
  8. #7 SlideMouse, 27.07.2014
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    Ich möchte nichts extra berechnen.

    Meine frage war eben nur, ob auch meine Abschlagszahlungen in Rechnung stellen darf.

    Aber anscheinend ist dieses Thema nicht so ganz einfach zu klären.

    Ich finde leider auch im Internet nichts passenendes dazu.
     
  9. #8 sara, 27.07.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2014
    sara

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    sorry, der Beitrag wurde geändert und leider nochmal erstellt, darunter.
     
  10. sara

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    fiktive - Nein!
    kannst du eigentlich nicht lesen?

    Wenn du es dir schwer machen willst kannst du so eine umständliche Rechnerei machen, aber wenn ein Mieter die Rechnungen sehen will, und er hat ein Recht darauf, hast du ein Problem deine Abrechnung zu erklären.
     
  11. #10 SlideMouse, 27.07.2014
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    Ich kann den Mietern doch in einer Exceltabelle meine gezahlten Abschläge aufzeigen.

    Darauf kann ich dann die Guthaben verrechnen et voila. Das Endergebnis steht.


    Z.B. so:
    29.01.2013 2,69
    05.02.2013
    21.02.2013 204,00 (Summe der gezahlten Abschläge 2012)
    12.03.2013 -124,08 (Guthaben des vorherigen Zeitraumes)
    21.03.2013
    23.04.2013 22,00
    22.05.2013 22,00
    21.06.2013 22,00
    23.07.2013 22,00
    21.08.2013 22,00
    23.09.2013 22,00
    22.10.2013 22,00
    21.11.2013 22,00
    23.12.2013 22,00
    Gesamt 280,61
     
  12. #11 sara, 27.07.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2014
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Dann aber am besten noch alle Konto-Auszüge dazu, denn Papier ist geduldig und ich muss (als Mieter) nicht glauben was du da in deiner Tabelle reinschreibst. :31:

    Viel Spaß dabei...


    in der Regel verrechnet der Versorger das Guthaben mit dem ersten Abschlag, bzw. erhöht bei Nachzahlungen die Vorauszahlung.
    natürlich kommt das aufs Gleiche raus...
     
  13. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    laut Deiner Aufstellung weiter unten sind das zwar nur 200,69 (9 x 22 und 1 x 2,69) aber Ok.

    Du machst jetzt die Abrechnung für 2013 verstehe ich Dich da richtig?

    Da Dir die tatsächlichen Verbräuche aus diesem Jahr vorliegen verstehe ich nicht warum Du diese nicht auch abrechnen willst.
    Wenn Du jetzt die Vorauszahlungen abrechnest wann werden denn die tatsächlichen Verbräuche dann abgerechnet ?

    Du kannst hergehen und kannst die aktuellen Vorrauszahlungen Deiner Mieter für die Betriebskosten anpassen und da kannst Du versuchen Dich auf die Vorrauszahlungen die Dir anfallen, zu berufen !
     
  14. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Betriebskostenabrechnung

    Allgemeinstrom wird in meinem Haus seit nahezu 48 Jahren Vermietung nach Jahresab-
    rechnung des Stromlieferanten in die NK-Abrechnung gesetzt. Meine Vorauszahlungen
    an die Stromgesellschaft haben einen Mieter nicht zu interessieren.
    Hatte noch nie Probleme mit Abrechnungen.
     
  15. #14 Papabär, 29.07.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Ich hätte da ´nen Verdacht und habe mir mal erlaubt, die m.E. kritischen Stellen rot zu markieren:
    Kann es möglich sein, dass hier für 2012 keine Abrechnung erstellt wurde, und diese Kosten noch in die 2013´er BKA mit "eingearbeitet" werden sollen?

    Weiterhin fehlen die Umsätze vom 05.02.13 und vom 21.03.13.

    Mit lediglich einer Excel-Übersicht rufst Du bei jedem, der sich ein nur ein wenig mit Betriebskostenabrechnungen auskennt, mindestens ein leises Schmunzeln ins Gesicht.


    Grundsätzlich wäre eine regelmäßige Abrechnung nach den Abflussprinzip zwar zulässig, nicht jedoch die hier versteckte Anrechnung der Kosten aus 2 Jahren.

    Bei Strom kann es dabei zudem Probleme geben, wenn der Heizstrom über den gleichen Zähler läuft ... den für Heizkosten ist das Leistungsprinzip zwingend.
     
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