Fragen bzgl. Bürgschaft

Dieses Thema im Forum "Sicherheitsleistung" wurde erstellt von Elsa, 06.11.2014.

  1. Elsa

    Elsa Benutzer

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    Huhu,

    mein Freund und ich haben uns eben eine Wohnung angeschaut, in die wir uns direkt "verliebt" haben und diese gerne mieten würden. Ich bin derzeit noch Studentin (nächsten Herbst mache ich mein Staatsexamen, kein Bafög), mein Freund ist Arbeitnehmer. Wir würden beide Hazptmieter der Wohnung sein.

    Jetzt ist es so, dass die Vermieterin/Maklerin (so ganz blicke ich da noch nicht durch..) meinte, dass sie uns zwei Selbstauskunftsbögen fertig macht, einen für ihn und einen für mich. Für mich bräuchte ich allerdings einen Bürgen. Jetzt wurde ich damit bisher noch nie konfrontiert und hätte ein paar Fragen:

    Da wir beide Hauptmieter wären, würden wir ja ohnehin gesamtschulnerisch haften. Hier verwundert mich irgendwie, dass nur ich einen Bürgen brauche, weil bei der gesamtschuldnerischen Haftung ja die andere Person herangezogen wird, wenn der andere die Flügel streckt. Ist da ein Bürge nur für mich überhaupt notwendig? Weil mein Bürge würde dann im Fall aller Fälle für uns beide und nicht nur für mich haften müssen.. Dann würde mich interessieren, ob ich einen Bürgen benötige, wenn ich über "ausreichend" Gespartes verfüge - ich bekomme zwar nur wenig Unterhalt, allerdings habe ich Gespartes und könnte davon die Warmmiete alleine über 1 Jahr zahlen. Eine Kaution würde dann sowieso noch hinterlegt werden.

    Vielen lieben Dank,

    Elsa
     
  2. AdMan

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  3. #2 Tobias F, 06.11.2014
    Tobias F

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    Ganz klare Antwort, wenn der Vermieter das zur Bedingung macht - JA.
    Dabei ist es völlig gleichgültig was der Vermieter sich davon verspricht.
     
  4. Elsa

    Elsa Benutzer

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    Danke für Deine Antwort :)

    Mir erschließt sich das leider einfach nicht, warum ein Hauptmieter einen Bürgen benötigt, der andere aber nicht. Im Endeffekt haften beide Hauptmieter doch ohnehin gesamtschuldnerisch.. Mein Freund hat jetzt vorgeschlagen, dass er sich für mich verbürgt, aber das ist im Prinzip ja völlig sinnfrei. Damit hätte der Vermieter zwar seinen Bürgen, man hätte sich das Ganze aber auch sparen können.

    Naja, wenn ich die wir die Unterlagen haben, werde ich da einfach mal nachfragen. Vielleicht ist das auch nur Proforma, immerhin hat die Vermietung ja noch gar keine Kenntnis über die Einkommensverhältnisse usw.

    Liebe Grüße,
    Elsa
     
  5. Andres

    Andres
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    Ich glaube, dass das nur etwas unglücklich formuliert wurde. Der Vermieter wäre wohl mit zwei gewöhnlichen Einkommen zufrieden. Dein Freund bringt das eine Einkommen und als Ersatz für dein Einkommen wird eine Bürgschaft gefordert.


    Richtig, daher wird das der Vermieter kaum akzeptieren. Da war wohl eher an eine Bürgschaft von Eltern o.ä. gedacht.


    Die wenigsten Studenten verfügen über ein Einkommen über der Pfändungsfreigrenze. Schon mit deinen ungefähren Angaben zur Tätigkeit kann der Vermieter also grob abschätzen, dass dein Einkommen nicht als Sicherheit geeignet ist.
     
  6. Elsa

    Elsa Benutzer

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    Die Vermieterin/Maklerin meinte, dass eine Bürgschaft nicht notwendig ist, wenn die Warmmiete nicht mehr als 1/3 des Einkommens ausmacht. Ob das jetzt allgemein anerkannt ist, oder nicht, keine Ahnung. Würde mein Freund die Warmmiete komplett alleine bezahlen, würde das sogar eine Ecke weniger als 1/3 des Einkommens ausmachen. Ich denke, dass ist der Punkt, der mich verwirrt: Wenn er alleine die Wohnung ohne Bürgen bekäme, dann dürfte sich daran doch auch nichts ändern, wenn es zwei Hauptmieter gäbe, weil gesamtschuldnerische Haftung.


    Einen Papa habe ich leider nicht mehr und meine Mama würde sich da vermutlich quer stellen. Nicht, weil sie Angst hat (denn das braucht sie wirklich nicht), aber weil sie weiß, was das bedeuten könnte. Und sie ist ein absolutes "Sicherheitstier". Oder sie würde sich fortwährend in alles einmischen wollen (was ich bei einer Bürgschaft auch irgendwie verstehen kann).
    Aber so wie ich das gerade im Internet gelesen habe, könnte man die Kaution auch von 2 auf 3 KM anheben und dann dürfte das Thema Bürgschaft ja von Tisch sein, oder gibt´s dazu eine neue Rechtsprechung? Ob ich anteilig 1 oder 2 KM als Kaution zahle, ist mir ehrlich gesagt egal - solange ich nicht den Stress mit einer Bürgschaft habe.

    Das verstehe ich ja. Aber es gäbe ja zwei Hauptmieter und der eine könnte die Warmmiete monatlich 2x zahlen, um an diese Grenze zu kommen. Das ist es eben, was mich verunsichert: Wenn ein Hauptmieter scheinbar ausreichend Sicherheit bietet, dann kann´s doch wegen der gesamtschuldnerischen Haftung beinahe egal sein, was mit dem anderen ist. Oder wie machen das Ehepaare, bei denen ein Teil gar nicht arbeiten geht, das andere aber gut verdient?

    Vielen Dank für die Antworten :) Hoffentlich kommt das nicht falsch rüber, ich verstehe schon, dass der Vermieter ausreichend Sicherheit haben will. Würde ich auch haben wollen, wenn ich Vermieter wäre. Ich würde nur gerne einfach des Aufwandes, der ständigen Einmischung und des "Du-Hast-Etwas-Gut-Bei-Mir" wegen, um eine Bürgschaft herum kommen. Da wäre es mir sogar lieber 5 KM Kaution zu zahlen :D

    Liebe Grüße,
    Elsa
     
  7. #6 Glaskügelchen, 06.11.2014
    Glaskügelchen

    Glaskügelchen Erfahrener Benutzer

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    Der Punkt ist, dass Vermieter grundsätzlich keine höhere Sicherheit verlangen dürfen als 3 Monatsmieten.
    Egal ob diese Sicherheit als Bürgschaft oder als Kaution oder wie auch immer aufgebracht wird.

    Es gibt Ausnahmen und zwar dann, wenn die zusätzliche Bürgschaft freiwillig angeboten wird, wenn damit eine Kündigung abgewendet werden kann und wenn die Wohnung nur dann vermietet wird, wenn die Bürgschaft erbracht wird.
    Letzteres setzt aber meines Wissens nach voraus, dass ein potentieller Mieter die Miete allein vermutlich nicht wird bezahlen können.
    Das alles trifft auf euch nicht zu. Daher könnte deine Mama ruhig die Bürgschaft eingehen, denn wenn die Vermieterin nur 2 MM Kaution verlangt, würde sie für maximal eine Monatsmiete bürgen und alles darüber wäre unwirksam. Und die eine MM könntest du ihr doch bezahlen.
    Dass die Forderung der zusätzlichen Bürgschaft in eurem Fall unwirksam wäre, müsst ihr der Vermieterin ja nicht unbedingt auf die Nase binden.

    Die Gefahr, wenn nur einer der Partner gut verdient, liegt darin dass der besser verdienende Partner auch mal ausziehen könnte.
    Die Frage hatte ich gerade erst selber hier im Forum gestellt: Solltet ihr während der Mietzeit heiraten, und du würdest die Wohnung behalten, dann müsste der Vermieter deinen Partner aus dem Vertrag entlassen und dann wärs das mit der gesamtschuldnerischen Haftung.
     
  8. #7 BHShuber, 07.11.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    das ist aber dein privates Problem und hat den Vermieter in keinster Weise zu interessieren.

    In diesem Fall steckt der Vermieter die Regeln für die Anmietung ab, man kann es akzeptieren oder lassen.

    Sorry aber so ist es nun mal.

    Gruß

    BHSHuber
     
  9. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Das, was der Vermieter verlangt, muss nicht zwangsläufig logisch sein.
    Selbst wenn der Vermieter bei allen anderen 2 MM Kaution verlangt, und bei euch dann plötzlich 3 - weil ihm deine Nase nicht passt - , so ist das durchaus legitim.

    Ich kann dein Anliegen ja verstehen, aber ich gebe zu bedenken, dass es nicht den allerbesten Eindruck macht, wenn man gleich zu Beginn eines (hoffentlich jahrelangen) Vertrags- und auch Vertrauensverhältnisses (aus Sicht des Vermieters(!)) auf eine gewisse Art querschießt. Wie gesagt, ich kann dein Anliegen durchaus verstehen. Aber manchmal ist es besser, "Ja" und "Amen" zu sagen, oder sich direkt was anderes zu suchen. Einschätzen, was in eurem konkreten Fall besser ist, wird hier niemand, das könnt ihr selbst am besten.
     
  10. #9 Elsa, 07.11.2014
    Zuletzt bearbeitet: 07.11.2014
    Elsa

    Elsa Benutzer

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    Danke nochmals für die Antworten.

    Ich meinte es ja auch überhaupt nicht böse. Wie gesagt, die Besichtigung war erst gestern, die Unterlagen zum Ausfüllen haben wir noch gar nicht bekommen und wegen der Bürgschaft habe ich auch noch überhaupt nichts zur Maklerin/Vermieterin gesagt oder gar nachgefragt. Ich hab also noch gar nicht quer geschossen o.ä.

    Ich wollte hier nur nachfragen, denn der Großteil hier ist ja Vermieter, ob es auch (natürlich immer aus persönlicher Sicht, wie der konkrete Vermieter das im Einzelfall sieht, ist eine andere Geschichte) für einen Vermieter annehmbare Alternativen zur Bürgschaft gibt. So wie sich mir die Sache darstellt, geht es doch schlicht darum, dass der Vermieter eine Sicherheit haben will - was ich auch sehr gut verstehen kann. Natürlich ist es mein persönliches Problem, dass ich keinen Bürgen habe(n möchte). Aber im Grunde kann es dem Vermieter doch eigentlich egal sein, ob er als Sicherheitsleistung direkt drei Monatskaltmieten in Form einer Kaution bekommt oder eine Kaution i.H.v. 2 Monatskaltmieten + eine Bürgschaft. Oder seht ihr das aus (persönlicher) Vermieteransicht anders?

    Es gäbe natürlich auch noch die Möglichkeit, dass mein Freund alleiniger Hauptmieter wäre und ich einen Untermietvertrag mit ihm schließen würde, sofern der Vermieter damit einverstanden ist. Und wegen der gesamtschuldnerischen Haftung: Würde mein Freund eine Bürgschaft für mich übernehmen, bräuchte der Vermieter doch keine Angst haben, dass bspw. der einkommenstarke Hauptmieter auszieht und der andere, einkommensschwache Hauptmieter zurückbleibt und er dadurch dann Nachteile erleidet, zumindest wäre das über diese Bürgschaft doch abgedeckt.

    Ihr habt ja Recht - am Ende muss das der betreffende Vermieter entscheiden. Und wenn er unbedingt auf eine Bürgschaft besteht, dann muss er sich eben andere Mietinteressenten suchen. Hier ist ein relativ großer Wohnungsleerstand, viele Vermieter halten ihre Wohnungen viele Monate für einen zukünftigen Mieter frei, da sollte es kein Problem für uns sein, eine andere Wohnung zu finden. Ich fände es nur schade, wenn es lediglich an der Form der Sicherheitsleistung scheitert, denn eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3 Monatskaltmietenist ist ja kein Problem. Ich hab´s bei einem ehemaligen Nachbarn gesehen, denn der hatte auch einen Bürgen, der zum Schluss auch nicht mehr zahlen konnte und für den Vermieter war das sicherlich auch keine schöne Angelegenheit.

    Liebe Grüße,
    Elsa
     
  11. #10 Leipziger82, 07.11.2014
    Leipziger82

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    Grundsätzlich würde ich die Variante mit den 3 Kaltmieten bevorzugen. Mir wäre der Aufwand, hier noch eine Bürgschaftsvereinbarung zu schließen, viel zu hoch. Von dem Theater, dass im Zweifel bei Nutzung der Bürgschaft entstehen könnte, fange ich gar nicht erst an.
     
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