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Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von landshuter, 10.09.2013.

  1. #1 landshuter, 10.09.2013
    landshuter

    landshuter Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich habe eine Wohnung in einem 6-Parteienhaus vermietet und einige Fragen...

    Meine Mieter haben 3 Kinder (2, 6 und 8 Jahre).
    Der eine pinkelt öfters mal vom Balkon, direkt runter Richtung Briefkasten und Eingang.
    Es liegen im Treppenhaus Kaugummis, Papierchen und anderes Zeug herum, die Mutter hat bisher nichts weggemacht.

    Dass die Kinder heulen, rufen und schreien ist normal, was auch die dortigen Nachbarn so sehen. Das Problem ist die Mutter: sie schreit den ganzen Tag, so dass auch die Nachbarn ums Haus herum in den angrenzenden Häusern sich gestört fühlen.

    Im Treppenhaus steht immer ein Kinderwagen (der selten benutzt wird, da das 2jährige läuft). Zwischen Hauseingang und der ersten Wohnungstür sind es etwa drei Meter, mitten drin der Kinderwagen. Zum Treppenauf- und abgang wahrscheinlich kein Meter Platz. Nachbarn hatten die Familie schon darauf hingewiesen, dass dies ein Rettungs- und Fluchtweg ist, der auch schon 4x dieses Jahr gebraucht wurde (ältere Frau im Haus). Hinweise werden ignoriert.

    Sagen darf man nichts, sonst heisst es, man wäre ausländerfeindlich (sind Albaner).

    Die Wohnung ist tipptopp, habe ich mich bei einem Besuch überzeugen können (hatten Streicharbeiten).

    Die ganzen Beschwerden habe ich nun schriftlich, unterschrieben von den Hausnachbarn und denen drum herum bekommen, man fordert mich Abhilfe zu schaffen.

    Nur: Wo und bei was darf/kann/muss ich etwas tun?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 10.09.2013
    Papabär

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    Hallo landshuter, :wink5:
    Ganz einfach: schriftlich Abmahnen!

    Die m. E. sichersten Gründe sind hier die Lärmbelästigung durch die Mutter, das Urinieren vom Balkon und der Kinderwagen im Hausflur.

    Wegen der Kaugummis und Papierchen usw. müsste man natürlich nachweisen können, dass das tatsächlich von dieser Familie stammt ... d.h. in mindestens einer der Beschwerden sollten die Verursacher klar identifiziert werden. Wenn da nur so etwas steht wie "... seit die hier wohnen ...", wird das als Grund nicht ausreichen.

    Auch sollten konkrete Vorfälle (d.h. mit Datum und Uhrzeit) benannt werden.
     
  4. #3 landshuter, 10.09.2013
    landshuter

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    Hallo und danke für die Nachricht.

    Also, die Mutter habe ich selbst schon gehört, da war ich noch nicht mal in der Strasse des Hauses.

    Urinieren vom Balkon: Sie hat "immerhin" mit einem Besen kurz drübergewischt, die Briefkastenanlage aber nicht sauber gemacht.

    Es haben alle Nachbarn unterschrieben - und es haben einige beobachtet, dass es definitiv von ihnen kommt. Es sind sonst keine Kinder im Haus. Aber die Mieterin fühlt sich nicht verantwortlich, es machen die anderen immer weg. Da kann ich die Beschwerde schon verstehen.

    Sie schüttelt auch immer die Teppiche vom Balkon aus, landet dann bei der Dame im EG, die selbst Eigentümerin ist. Sie hat sie gebeten, dass nicht zu machen, da dann der ganze Staub ins Fenster fliegt. Sie macht aber munter weiter.

    Und was ich vergessen hab: Ja, ich habe es dann auch gesehen: Es ist nicht nur der Kinderwagen, auch unter der Treppe (letzter Absatz zum Keller) stehen Kinderfahrräder, Bob, Dreirad. Als das Hochwasser war, konnte man so nicht an den Ablaufschacht.

    Ich bin etwas überrascht und überfordert - dass es soviel und sich so viele Leute stören, hätte ich nicht gedacht. Aber ich muss selbst sagen: Wenn man am Haus vorbeifährt: man hört sie nur schreien.
     
  5. #4 Papabär, 10.09.2013
    Papabär

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    Natürlich kann man die Fahrräder und das Dreirad mit aufschreiben - der Bereich wird ja wohl kaum zur Mietsache gehören. Als Fluchtweg ist dieser Bereich aber denkbar ungeeignet, insofern wird man mit diesem Argument hier nicht großartig punkten können.


    Und - mal ganz ehrlich: Wenn mir einer meiner Hausmeister bei Hochwasser erzählt, er käme nicht an den Ablaufschacht dran, weil da Kinderspielzeug rumliegt ... der wär´ wohl die längste Zeit Hausmeister gewesen.
     
  6. #5 landshuter, 10.09.2013
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    Das Haus hat keinen Hausmeister, da sich die 6 Parteien selbst drum kümmern.
    Laut Beschwerde kam man nicht an den Ablaufschacht, da man erst mal einen Berg von Spielzeug wegräumen musste, der auch unter Wasser stand.

    Frage zur Mieterin: Ich kann ihr doch nicht vorschreiben, nicht zu schreien... Und das ist der ausführlichste Punkt im Schreiben...
     
  7. Berny

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    Ich würde die relevanten Fakten tabellarisch aufschreiben: Wann hat Wer Was gemacht, Wie wirkte es sich aus, Wer war Zeuge. Dies in die schriftliche nachweisbare Abmahnung mit der Androhung der möglichen Kündigung.
     
  8. #7 Pharao, 11.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2013
    Pharao

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    Hi,

    die Frage ist doch erstmal, ist hier eine Besserung in Sicht bei diesem Mieter oder eher nicht :?

    Ich mein, das was du hier beschreibst zeigt ja schon wie Gleichgültig das dem Mieter anscheinend alles ist, denn man Schüttel eben nicht seinen Teppich auf den Balkon aus und lässt auch nicht seine Kinder da runterpinkeln, ect.

    Letztlich denke ich das du mit dem Mieter nie deine "freude" haben wirst, sodass ich dir hier anrate, gerade wenn du selber auch etwas Überfordert mit dieser Situation bist, das du dir einen Fachanwalt holen solltest und dann zusiehst, wie du die schnellstmöglich raus bekommst. Ich denke das das gut investiertes Geld ist !

    Ggf. wäre hier auch die Frage, in wie weit sich evtl das Jugendamt hierfür interessiert, denn anscheinend ist die Mieterin mit ihren 3 Bla ... <öhm ?> Kinder wohl auch selber etwas überfordert.
     
  9. #8 Papabär, 11.09.2013
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    Gibt es zum Mietvertrag eine Hausordnung ... und sind da Ruhezeiten vereinbart?
    Sie kann ja schreien wie sie will ... aber während der Ruhezeiten hat sie dies gefälligst in Zimmerlautstärke zu tun. (Leise)

    Tabellarische Auflistung, wie von Berny genannt, ist gut. Die Zeugen würde ich dort jedoch noch nicht namentlich benennen. Das gibt nur Krieg im Haus ... und sollte es dann mal zu einer Gerichtsverhandlung kommen (zur Erinnerung: Du musst Kostenvorschuss leisten), fällt den Zeugen dann womöglich (oft) ein, dass das Alles ja eigentlich garnicht so schlimm war.

    Jugendamt ... nja, kann man versuchen - aber solange es keine konkreten Anhaltspunkte für Misshandlungen oder Vernachlässigungen gibt, wird von dieser Seite aus vermutlich nicht allzu viel passieren (es sei denn, die Familie ist dort bereits als auffällig bekannt).
     
  10. #9 landshuter, 11.09.2013
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    Also zum Thema Jugendamt: Die waren auch schon da. Kinder mussten sich ausziehen und hatten wohl viel blaue Flecken. Mutter heult. Vater wusste nicht, was da tagsüber abgeht.
    Die Nachbarn hatten das Jugendamt informiert, nachdem die Mieterin ihre Kinder an den Haaren vom Balkon reingezogen hatte.

    Gegen einen Klaps auf den Po sagt niemand was. Aber wenn es mehrfach durchs Haus klatscht... Ich habe mich mit deren Nachbarn unterhalten.

    Ich halte es für richtig, dass Nachbarn in so einem Fall das Amt informieren, bevor etwas Schlimmeres passiert. Aber scheinbar ist nach ein/zwei Besuchen alles ok.
     
  11. Berny

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    Richtig...:smile031:
     
  12. #11 Secutor, 12.09.2013
    Secutor

    Secutor Gast

    Lass doch die Nachbarn aufschreiben wann und in welcher Form die Ruhestörungen genau auftreten, also ein "Lärmprotokoll" führen. So haben die erstmal was zu tun und du hast im Falle einer Klage nicht das Problem keine Zeugen mehr zu haben.

    Wenn die beschwerenden Mieter wissen, dass die Protokoll ggf. Gegenstand einer Gerichtsverhandlung werden, schreiben Sie nach meiner Erfahrung auch nicht mehr jede Kleinigkeit auf sondern beschränken sich auf das wesentliche.
     
  13. #12 Robert77, 12.09.2013
    Robert77

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    In unserer Hausodnung sind Kinderwagen und ähnliches gar nicht erst im Treppenhaus erlaubt und zwar wegen der Brandgefahr. Ich weiß nicht, wie es da bei euch aussieht?
    Ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht, aber ich sage meinem Mieter immer was mich stört. Das Argument, dass sie Albaner sind verstehe ich nicht. Wenn sich jemand nicht sozial ( also A-sozial) benimmt hat er das auch zu hören! Leider höre ich solcherlei Probleme öfter von Freunden mit albanischen Mietern.

    Lg
     
  14. #13 Pharao, 12.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.2013
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    Hi,

    je nachdem wie es vor Ort aussieht, kannst du aber der Mutter mit 1, 2, 3 Kindern auch nicht zumuten, das sie ihren Kinderwagen im Keller oder in ihrer Wohnung (zb im 3.Stock) "parken" muss/soll, gerade wenn sie den täglich benutzten will/muss. Und nicht jede Immobilie hat immer automatisch geeignete Abstellmöglichkeiten für Kinderwägen, sodass eben oft nur das Treppenhaus übrig bleibt.

    Natürlich hört man gelegendlich das Kinderwägen, ect angezündet werden im Treppenhaus, aber da liegt das eigentliche Problem eher am Wohnviertel bzw das Haustüren jederman offen stehn. Wenn man Einwände bringen möchte, dann wären es die Fluchtwege die eben mal frei seinen sollten/müssen.
     
  15. #14 Papabär, 12.09.2013
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    Das passiert auch, wenn die Haustüren von verschlossen sind. Es mag natürlich tatsächlich so sein, dass gewisse Wohnviertel eher davon betroffen sind als andere ... aber was willste dagegen machen? Das Haus einfach in ein besseres Viertel umsetzen geht ja nun schlecht. :engel001:


    Da hast Du natürlich recht - ich glaube aber, dass Robert es auch in diesem Zusammenhang gemeint hat.
     
  16. Berny

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  17. #16 Papabär, 12.09.2013
    Papabär

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    :112: Huch! Ähem ... :93: das sind dann doch aber keine Im_mobilien mehr ... dafür bin ich nicht zuständig. :91:
     
  18. #17 Aktionär, 13.09.2013
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    Ansonsten hilft in sachen "Verlegung" wohl nur ein Braunkohletagebau ... ;-)
     
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