Fragen zu Heizkostenverteiler und Dienste

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Daimos2003, 15.11.2006.

  1. #1 Daimos2003, 15.11.2006
    Daimos2003

    Daimos2003 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    wir werden in balde Eigentümer eines Mehrfamilienhauses sein und stehn nun vor vielen Fragen, die da wären:

    Heizkostenabrechnungen selber machen oder machen lassen?
    Wir würden es gerne selber machen um kosten zu sparen. Im Moment erledigt das noch die Ista durch die auch sämtliche Zähler montiert sind ( Heizung,Wasser).
    Ist es auf dauer gesehen billiger die Heizkostenverteiler selber zu kaufen oder lieber mieten, kann mir hier jemand Preise nennen? Kosten miete/Kosten Kauf??? Im Moment sind etwa im ganzen Haus 20 Zähler montiert (Doprimo Compit).

    Wie ist es mit den Anbietern gibt es da Preislich gesehen grosse Unterschiede bei Brunata,Ista, Techem und was es noch so gibt? Gibt es Empfehlungen?Tips?

    Wir wollen uns einfach schon im Vorraus mal informieren, da auf den Homepagen der Anbietern ja alles sehr gut aussieht aber kein einziger schreibt was zu den Kosten, alle wollen gleich einen Termin machen.

    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
     
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  3. Heizer

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    Mieten ist auf Dauer billiger. Auch die Abrenung ist deutlich billiger bei einem Messdienst.

    Wenn Ihr alles selber macht bleibt ihr auf den Kosten weitesgehend sitzen. Wenn das ein Messdienst macht können die Gerätemieten und die Abrechnungskosten auf die Mieter umgelegt werden.

    Die Preise sind bei allen Großen ähnlich. Auch in der Qualität unterscheiden sie sich zwar Regional teilweise, aber einen besonders guten oder besonders schlechten kann ich so nicht nennen.

    Die Gerätemieten liegen so zwischen 3-4€ für einen HKV und zwischen 5-8€ für einen Wasserzähler im Jahr. Die Ablesekosten betragen so ca. 2€ je Messgerät. Bei größeren Hausverwaltungen können da auch noch deutlich geringere Preise vereinbart werden wenn es da um große Stückzahlen geht.

    Wenn Ihr die Geräte selber kauft kostet ein HKV ca. 25 € und 5 € die Montage und ein Wasserzähler ca. 30€ und 10 € die Montage. Die HKV haben eine Laufzeit von 10 Jahren und müssen dann ersetzt werden und die Wasserzähler bereits nach 5 bzw. 6 Jahren. Die Kosten für die Ablesung und Abrechnung bleiben aber dennoch.
     
  4. #3 Daimos2003, 15.11.2006
    Daimos2003

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    Hallo,

    danke für die schnelle Antwort!
    Das heisst also man kann die Miete für die HKV umlegen , heißt das der Mieter zahlt seine HKV selber oder wird das anteilig berechnet?

    Die Miete scheint mir ja sehr billig aber wie ist das mit dem Ablesen und Abrechnen, hauen die dann dafür kräftig drauf, das kann man ja nicht alles umlegen oder wieviel kann man umlegen?
    Ich hab gehört dass man für eine Abrechnung pro Mieter im Jahr um die 300€ zahlt, kommt das in etwa hin?
     
  5. Heizer

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    Die Gerätemieten, Ablese- und Abrechnungskosten sind vollständig auf den Mieter umlegbar wenn sie von einem Messdienst ausgeführt werden. Wenn das die HV selber macht sind das nicht umlagefähige Verwaltungskosten.

    300€ für ein normales Mehrfamilienhaus kommt in etwa hin.
     
  6. #5 Daimos2003, 16.11.2006
    Daimos2003

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    Meinst du 300€ für ein ganzes Haus?
    Werden eigentlich, wenn ich nur Heiz und Wasserkosten über einen Messdienst abrechnen lass, die Nebenkosten der Mieter direkt an die bezahlt oder an mich als Vermieter?

    Wie ist es eigentlich mit den anderen Nebenkosten, wie Grundsteuer und Gebäudeversicherung, macht es Sinn diese Nebenkosten auch über diese Anbieter abrechnen zu lassen? Sind diese Kosten auch umlegbar?
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Ja für ein durchschnittliches 10 Familienhaus kostet die Abrechnung ca. 300€ im Jahr. Also 30€ je Nutzer. Aber wie gesagt nur die Heizkostenabrechnung.





    Die meisten Anbieter rechnen nur die Heizkosten ab. D.h. sie erstellen die Abrechnung. Das Geld muss dann natürlich die Hausverwaltung einziehen. Der Messdienst hat mit dem Geldfluss nix zu tun. Er verteilt es nur in der Abrechnung.

    Einige bieten zusätzlich die Dienstleistung der kompletten Nebenkostenabrechnung an. Das lohnt aber nicht, da der Aufwand bei der HV nicht wesentlich geringer wird und die Dienstleistungskosten nicht umlegbar sind. Die HV muss dem Dienstleister jegliche Rechnungen zur Verfügung stellen und vorher prüfen, alle Buchungen selbst durchführen. Nur die eigentliche Verteilung der Kosten nach m² oder Personen je nach Schlüssel würde dann ausgelagert. Das lohnt kaum. Das bekommt jedes Hausverwalterprogramm ganz leicht hin.

    Alternativ bieten einige Versorger und Messdienste Contractingmodelle an. Dabei kauft der Dienstleister die Heizanlage, wartet und repariert sie und tritt als Wärmeversorger direkt mit den Mietern in einen Vertrag ein. Die Abrechnung erfolgt dann direkt mit dem Mieter. Die HV hat nix mehr mit Heizkosten zu tun. Auch das Inkassorisiko geht auf den Dienstleister über. Die HV muss nur noch die restlichen Nebenkosten abrechnen.

    Ganz neu auf dem Dienstleistungsmarkt ist die integrierte Abrechnung. Der Messdienst vermietet die Messgeräte, liest sie ab und plausibilisiert die Verbrauchswerte. Anschließend werden die Daten in das Hausverwaltungsprogramm der HV eingespielt. Dort werden nun die restlichen Nebenkosten hinzugefügt und in einer Abrechnung alle Nebenkosten und die Heizkostenabrechnung ausgedruckt und verschickt. Das ist für beide Seiten und natürlich den Mieter die preiswerteste und qualitativ hochwertigste Lösung. Mieterdaten müssen nicht mehr doppelt gepflegt werden, umständliche Papiermeldungen über Zählerwechsel und Nutzerwechsel entfallen da alles im direkten Datenaustausch ständig abgeglichen werden kann.
     
  8. #7 Daimos2003, 16.11.2006
    Daimos2003

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    Ich denke das werden wir machen, welches Programm kannst du mir da empfehlen oder bekomm ich da was vom Messdienst?

    Wie ist das mit dem Warm-kalt-Wasser abrechnen soll das auch der Messdienst übernehmen oder am besten selber machen und die Zähler kaufen?
     
  9. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Kalt- und Warmwasser macht der Messdienst auch mit. Warmwasser braucht man ja auch für die Heizkosten und da machen die Kalt immer gleich mit.

    Bei den Hausverwaltungsprogrammen habe ich keine Ahnung. Sie müssen aber E-Sätze 100-900 unterstützen. Also so ein 0815 Programm reicht da nicht. Ist ja auch eher was für große Hausverwaltungen.
     
Thema: Fragen zu Heizkostenverteiler und Dienste
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