Fragen zum verbrauchsbasierten Energieausweis

Diskutiere Fragen zum verbrauchsbasierten Energieausweis im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Ich hoffe, ich finde hier Rat. Mir wurde ein neuer verbrauchsbasierter Energieausweis für Nichtwohngebäude erstellt und ich habe dazu Fragen:...

  1. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    Ich hoffe, ich finde hier Rat. Mir wurde ein neuer verbrauchsbasierter Energieausweis für Nichtwohngebäude erstellt und ich habe dazu Fragen:

    Wenn ein Gebäude ca. 25% der Fläche Wohnraum (drei Wohneinheiten) hat und den Rest Gewerbe, braucht man dann einen Energieausweis für Nichtwohngebäude oder/und einen für Wohngebäude? Ich habe im Internet die Grenze für den Wohnanteil bei 10% Fläche und 5 Einheiten gefunden.

    Auch die Aufteilung der Gebäudenutzung (Flächenanteil) kann ich nur bedingt nachvollziehen. Werden bei Nichtwohngebäuden die Wohnungen unter "Praxen und Büro" subsumiert? Dennoch komme ich auf Unterschiede bei den Kategorien von bis zu 10%. Ist es sinnvoll hier auf Korrektur zu bestehen?

    Der aktuelle "Endenergieverbrauch Wärme" ist im Vergleich zum "Energieverbrauchskennwert" des verbrauchsbasierten Energieausweises von 2008 um ca. 5% niedriger ohne das Energiesparmassnahmen ergriffen wurden. Sind die Werte überhaupt zu vergleichen oder ist der Unterschied innerhalb der statistischen Fehlertoleranz?

    Der "Endenergieverbrauch Strom" ist mit über 110 kWh / (m² x a) sehr hoch. Kann das sein, weil einer der Gewerbemieter, ein Eisladen, vermutlich einen hohen Stromverbrauch hat? Angegeben ist, dass der Wert Warmwasser, Beleuchtung und Sonstiges enthält - Kühlung ist nicht angekreuzt. Was versteht man in diesem Zusammenhang unter "Sonstiges"?

    Ich weiss, das sind Detailfragen aber ich hätte sie gerne geklärt, bevor ich mich mit dem Dienstleister auseinandersetze.
     
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  3. #2 sara, 05.09.2017
    Zuletzt bearbeitet: 05.09.2017
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Da die Energiemenge der letzten 3 Jahre zugrunde liegt, ist das auf jeden Fall möglich, denn die letzen Winter waren nicht so kalt und somit wurde auch weniger Energie benötigt für die Beheizung.

    ??? "110 kWh / (m² x a)" sollen wir jetzt raten was diese Angabe real zu bedeuten hat?
    und da wir die Gebäudegegebenheiten nicht kennen, ist auch keine Aussage dazu zu machen. Normalerweise ist am Allgemeinstrom kein Einzelstrom der Mieter angeschlossen.

    Unwahrscheinlich, aber es soll auch Stromklau geben, wenn z.B. im Keller etwas davon am Allgemeinstrom hängt (was ich damit aber nicht aussagen will).
     
  4. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    Sind die Klimafaktoren nicht dafür da diese Schwankungen auszugleichen? Aber vermutlich ist der Unterschied mit ca. 5% innerhalb der statistischen Fehlertoleranz.

    Wenn Du mich so fragst: ich hoffe auf Erklärung auf Basis von Wissen.

    Für den verbrauchsbasierten Energieausweis gem. EnEV 2007 (damals trotz gleicher Nutzung wie heute "für Wohngebäude") wurde nur die Energielieferung für die Gasheizung abgefragt. Jetzt, gem. EnEV 2013, wurde ein verbrauchsbasierter Energieausweis für Nichtwohngebäude auf Basis der Energielieferung für die Gasheizung und der Stromlieferung erstellt. Dabei wurde explizit nicht nur nach dem Allgemeinstrom (für Licht und Heizungssteuerung) sondern auch nach dem Stromverbrauch der Gewerbemieter gefragt. Da laut Ausweis der Stromverbrauch im Gebäude sehr hoch ist, der mir bekannte Allgemeinstrom-Verbrauch allerdings sehr gering, kann die Ursache also nur bei dem Stromverbrauch der Gewerbemieter liegen (z. B. Kühlung im Eisladen). Mit "Stromklau" hat das nichts zu tun.

    Die Frage ist nun, ob diese unspezifische Aussage (hoher Stromverbrauch) gewollt ist oder ob der Dienstleister bei der Erstellung des Ausweises z. B. hätte nach Gewerbe differenzieren müssen.

    Ausserdem frage ich mich, ob es richtig ist, dass ein Gebäude mit ca. 25% der Fläche für Wohnraum (drei Wohneinheiten) nur einen Energieausweis für Nichtwohngebäude bekommt?
     
  5. #4 sara, 06.09.2017
    Zuletzt bearbeitet: 06.09.2017
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Sorry, dann muss ich passen!

    Nachtrag:
    Quelle:http://www.energieausweis-energiepass-beratung.de/energieausweis-nichtwohngebaeude.php
    hier noch der entsprechende §§22 EnEV 2014
    http://www.enev-online.com/enev_2014_volltext/22_gemischt_genutzte_gebaeude.htm
     
  6. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    Danke für Deine Hilfsbereitschaft und den Link zu einer verständlicheren Fassung der EnEV. :top Leider steht da auch nicht verbindlich was unter "nicht unerheblicher Teil" zu verstehen ist. Ich lass von mind.10% der Fläche (trifft hier zu) und mind. 5 Einheiten (trifft hier nicht zu).
     
  7. #6 sara, 06.09.2017
    Zuletzt bearbeitet: 06.09.2017
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    also in meinen kopierten Text steht das doch eindeutig!
    Wenn eine der beiden Möglichkeiten zutrifft gilt das, nicht und sondern oder?
     
  8. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    Und oder Oder, die Frage stellt sich mir auch. Ich nehme auch an, hier gilt Oder aber sicher bin ich mir nicht.
     
  9. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    Falls es jemanden interessiert hier die Ergebnisse meiner Recherche und Antworten des Dienstleisters, der den Energieausweis erstellt hat.

    Für ein Gebäude mit ca. 25% der Fläche Wohnraum (drei Wohneinheiten) hat und den Rest Gewerbe, braucht man einen Energieausweis für Nichtwohngebäude und einen für Wohngebäude (die jeweiligen Flächen werden separat betrachtet). Die Grenze für den Wohnanteil liegt wohl bei 10% Fläche und 5 Einheiten.

    Unterschiede im "Endenergieverbrauch Wärme" zum letzten verbrauchsbasierten Energieausweises sind trotz Klimafaktoren auf das Wetter zurückzuführen.

    Bei Nichtwohngebäuden beinhaltet der "Endenergieverbrauch Strom" nicht nur den Gemeinstrom (Licht, Heizungssteuerung usw.) sondern auch die Verbräuche der Gewerbeeinheiten. Da diese sehr hoch sein können, ist der Wert nur bedingt aussagekräftig. Er wird im Energieausweises nicht aufgeschlüsselt.

    Beim Stromverbrauch ist mit "Kühlung" die Raumkühlung (Klima- und Lüftungsanlagen) gemeint, nicht die Kühlung im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit (z. B. Kühlschränke im Eisladen).

    hth
     
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