Fragen zur Baufinanzierung

Diskutiere Fragen zur Baufinanzierung im Baufinanzierung Forum im Bereich Finanzen; Hallo, ich habe mal eine Frage. Habe eine Wohnung zur Vermietung gekauft. Einen Teil der Finanzierung habe ich über die Bank gemacht. Einen...

  1. #1 Changes, 02.05.2018
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    Hallo,

    ich habe mal eine Frage.

    Habe eine Wohnung zur Vermietung gekauft.

    Einen Teil der Finanzierung habe ich über die Bank gemacht.

    Einen kleinen Kredit habe ich von einem Familienmitglied erhalten.

    Mir geht es jetzt um dir Rückzahlung, damit das Finanzamt auch die Zinsen anerkennt die ich bei dem "Privat" Kredit zahle.

    Kann ich die monatliche Zahlung der Zinsen und Tilgung auch in Bar erledigen oder müssen diese überwiesen werden?

    Wir haben den Kredit schriftlich festgehalten inkl. Tilgungsplan und der Kreditgeber gibt die Zinsen natürlich auch als Einnahme bei seiner Steuererklärung an.

    Auf was muss ich eventuell noch achten, damit mir das Finanzamt die Zinsen als Ausgaben anerkennt und sich da nicht quer stellt. ;-)


    Vielen Dank vorab


    Grüße
     
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  3. Andres

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    Mir ist keine Vorschrift bekannt, die in diesem Fall gegen Barzahlung sprechen würde. Dass dabei eindeutig verständliche Quittungen geschrieben werden, sollte selbstverständlich sein. Es ist nach meiner Beobachtung nur so, dass das Finanzamt unbaren Zahlungen ein deutlich geringeres Misstrauen entgegenbringt.
     
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  4. Duncan

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    Grundsätzlich: Finanzämter lieben schriftliche Verträge und unbare Zahlungsweisen. Diese sind für sie auch sehr lange zurück nachvollziehbar. Der Rest der Frage ist eher etwas für den Steuerberater, der ist bei (Erst-)Vermietung und Finanzierung eh grundsätzlich anzuraten.
     
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  5. #4 taxpert, 02.05.2018
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    Grundsätzlich werden natürlich auch Barzahlungen anerkannt. Jedoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass bei Barzahlungen das FA im Normalfall die Mittelherkunft nachgewiesen haben möchte!

    Wenn man also z.B. der Oma jeden Monat 2.000 € zurück zahlen kann (oder einmalig 20.000 €), dabei aber nie an sein Konto muss, wird das FA sicherlich misstrauisch werden! Ggf. werden aber auch die Darlehensgeber nachweisen müssen, woher das Geld stammt. Bei Verträgen zwischen nahen Angehörigen (und noch dazu bar!) werden wir halt SEHR misstrauisch!

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  6. #5 immodream, 02.05.2018
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    Hallo changes,
    du denkst bitte auch daran, wenn du die Zinsen als steuerliche Ausgabe geltend machen willst, das dein privater Darlehensgeber auch die Zinsen als Einnahmen angeben muß.
    Und glaub mir aus eigener Erfahrung, da achtet das Finanzamt sehr drauf.
    Bevor ihr also irgendwelche Zinsen steuerlich geltend machen wollt , erst einmal durchrechnen, ob das wirklich sinnvoll ist.
    Grüße
    Immodream
     
  7. #6 Williewill, 24.11.2018
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    Hier würde ich mich gerne mal in Bezug auf das Quittung schreiben einklinken...wenn die monatliche Zahlung der Zinsen und Tilgung bar erfolgen sollte und demnach eine Quittung benötigt wird - reicht dann eine ganz normale Vorlage mit den typischen Pflichtangaben einer ordnungsgemäßen Quittung?
     
  8. #7 Williewill, 27.11.2018
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    Keiner eine Meinung? Mich würden etwaige Anforderungen interessieren, welche in dem Fall für das Quittung schreiben erforderlich sind.
     
  9. #8 immobiliensammler, 27.11.2018
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    Für das Schreiben einer Quittung ist zuerst einmal erforderlich, dass der Aussteller schreiben kann. Genaueres zur Quittung sagt § 368 BGB

    https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__368.html
     
  10. Ferdl

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    Mal ne blöde Frage: welchen vernünftigen Grund kann es geben, solche Geschäfte in Bar abzuwickeln?
     
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  11. Pitty

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    Genau das solltest Du durchrechnen. Wenn er die Zinsen versteuern muss, weil über dem Freibetrag kann es für Deinen Kreditgeber schlecht aussehen.
    Gibt er diese in seiner Steuererklärung nicht an, ist es Steuerhinterziehungen.
     
  12. #11 Williewill, 29.11.2018
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  13. Ferdl

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    Denke aber daran das du keine MwSt. ausweisen darfst.
     
  14. #13 immobiliensammler, 29.11.2018
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    Interessante Antwort, vor allem da es um Zins und Tilgungsleistungen ging! Berechnet Deine Bank Dir denn MWSt?
     
  15. Ferdl

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    sorry, hab ich überlesen :sauer030:
     
  16. #15 taxpert, 29.11.2018
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    Wenn Du die Hütte ust-pflichtig vermietest und daher zum VoSt-Abzug berechtigt bist, wird die Bank aus Eigeninteresse liebend gerne zur USt-Pflicht optieren!

    Die steuerlichen Ausführungen auf der Seite zum Quittungsvordruck sind gelinde gesagt Müll!

    Eine "Quittung" gibt es weder ertrags- noch umsatzsteuerlich!

    USt-lich ist jedes Abrechnungspapier, dass die Voraussetzungen des §14 UStG erfüllt, eine Rechnung, egal ob nun Rechnung, Quittung, Dingsbums oder gfcfroghkspbq draufsteht!

    Zivilrechtlich muss zunächst nur der Aussteller die Quittung gegen sich gelten lassen. Er/sie kann den quittierte Betrag nicht nochmal vom Quittungsempfänger verlangen!

    Ertragsteuerlich ist das halt ein Stück Papier auf dem etwas steht, was als Beleg für einen bestimmten verwirklichten Sachverhalt herhalten soll. Je dubioser der vorgebrachte Sachverhalt ist, desto eher und intensiver wird ein Prüfer den zu Grunde liegenden Sachverhalt ermitteln, egal ob auf dem Fetzen Papier nun Rechnung, Quittung, Dingsbums oder gfcfroghkspbq steht, §88 Abs.1 und 2 AO!

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  17. #16 immobiliensammler, 29.11.2018
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    Nur so am Rande (als ehemaliger Bankkaufmann): Mit welchen Umsätzen soll die Bank denn selbst USt-Pflichtig sein (zwecks Vorsteuerabzug)? Mir fallen spontan Münzhandel ein, ansonsten nicht sehr viel. Glaube nicht, dass eine Bank bei der Anmietung von Geschäftsräumen zur USt optieren kann.
     
  18. #17 taxpert, 29.11.2018
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    Neben Cum Ex und ADR haben die Banken seit einigen Jahren erkannt, dass es gar nicht so toll ist, nur ust-freie Umsätze zu tätigen!

    Nach §4 Nr.8 Bst. a) UStG sind die Leistungen der Banken steuerfrei. Nach §9 Abs.1 UStG kann die Bank aber bei Verträgen mit anderen Unternehmern zur USt optieren! Die Unternehmer kostet es nichts, da sie die in Rechnung gestellte USt als VoSt wieder bekommen und die Banken können so aus anderen Kosten, wie z.B. allgemeine Verwaltungskosten, einen entsprechenden VoSt-Abzug erhalten! Unterm Strich kann die Bank also damit nur gewinnen Deshalb ist seit einigen Jahren der Streit um die VoSt-Aufteilung festes Ritual bei den Betriebsprüfungen bei den Banken!

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  19. #18 immobiliensammler, 29.11.2018
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    1:0 für Dich - das war dann nach meiner Zeit, damals war unsere USt-Erklärung sehr übersichtlich, ein bißchen Münzhandel und die Vermietung der Schließfächer!
     
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