Freileitungsablösung und Netzkabelsanierung

Diskutiere Freileitungsablösung und Netzkabelsanierung im Beleuchtung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Guten Morgen, ich habe vom ortlichen Stromnetzbetreiber einen Brief mit beiligendem Netzanschlussvertrag erhalten. Konkret geht es darum, dass...

  1. #1 hELLfIRE, 06.03.2017
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    Guten Morgen,

    ich habe vom ortlichen Stromnetzbetreiber einen Brief mit beiligendem Netzanschlussvertrag erhalten.
    Konkret geht es darum, dass alle älteren Häuser in der Siedlung über einen Freileitungsanschluss versorgt werden.

    Der Stromnetzbetreiber möchte diese Freileitungen jetzt entfernen und dafür einen neuen Netzanschluss für jedes Haus errichten. Die kosten für die Errichtung vom Netzanschluss werden wohl vom Stromnetzbetreiber übernommen.

    Das Problem dabei ist jedoch.
    Die Freileitung geht aktuell bis zum Haus bis unters Dach.
    Im Dachstuhl ist ein Sicherungskasten (für mich also der aktuelle Netzanschluss) mit Hauptsicherungen angebracht. Von dort geht es nach unten zum eigentlichen Sicherungskasten mit Zähler.

    Der Stromnetzbetreiber möchte jetzt jedem Haus- bzw. Grundstücksbesitzer den Netzanschluss aber nur bis kurz hinter die Grundstückgrenze legen und auch nur diese Kosten tragen.
    Alle anderen Arbeiten die ab Netzanschluss (Grundstücksgrenze) bis zum Haus erfolgen müssen, soll der Haus- bzw. Grundstücksbesitzer selbst beauftragen und er soll auch selbst alle Kosten dafür tragen.

    Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht?
    Wie war das bei euch?
    Gibt es da keine Art Bestandsschutz der besagt das der Netzanschluss vom Haus- bzw. Grundstücksbesitzer in das Haus gelegt werden muss, weil er ja aktuell auch im Haus ist?
    Könnte man sich irgendwo diesbezüglich mal beraten lassen?
     
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  3. #2 immobiliensammler, 06.03.2017
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    Ich habe das auch schon bei ein paar Objekten machen müssen, ich habe das halt einfach gemacht und mit denen nicht das Streiten angefangen, über die Rechtsgrundlage habe ich mich nicht groß gekümmert und mir dafür die Anwaltskosten gespart. Ich denke aber schon, dass das die Verträge hergeben werden.

    Die Kosten hielten sich jeweils im Rahmen, ein Außenkabelkanal zum alten Stromeinlass (bei den Objekten war dann jeweils die Hausverteilung unterm Dach), Kosten jeweils circa 300 - 500 Euro.
     
  4. #3 hELLfIRE, 06.03.2017
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    Wie weit waren denn die Häuser bei dir vom Netzanschluss (Grundstücksgrenze) entfernt?
    Bei mir sind das mal locker 50m da Hammergrundstück mit einem 2,5m breiten neu gepflasterten Weg.
    Wenn es nur die Materialkosten für das Kabel sind, die man bis zum Haus zahlen müßte, dann kan man das ja noch verkraften,
    So kommen da aber noch Tiefbauarbeiten dazu. Der neu gemachte Pflaster vom Weg muß geöffnet und wieder verschlossen werden usw..
     
  5. #4 immobiliensammler, 06.03.2017
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    Hallo hellfire,

    das Problem hatte ich nicht, Entfernung Haus zum Übergabepunkt rund 5 Meter, wobei ich da überhaupt keine Erdarbeiten zahlen musste, d.h. der Versorger hat die Leitung auf seine Kosten bis zum Übergabepunkt am Haus (nur jetzt eben nicht oben am Dach sondern unten in der Erde) gelegt, ob das jetzt Kulanz war oder rechtlich verpflichtend weiß ich nicht, Netzbetreiber bei mir war in diesen Fällen die TEN (Thüringer Energienetze)
     
  6. Andres

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    Nein, das Gegenteil ist der Fall: Solche Fragen regeln die sog. "Technischen Anschlussbedingungen" (TAB), die Teil der AGB deines Versorgers sind. Sofern sich dein Versorger an den Bundesmusterwortlaut hält, ist unter Nr. 5.5 (Freileitungshausanschluss) in Abs. 3 geregelt:

    "Bei Umstellung des Netzanschlusses (z. B. von Freileitungsbauweise auf Kabelbauweise) sorgt der Anschlussnehmer für die entsprechende Anpassung seiner Anlage"

    Andernfalls wird dein Versorger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine inhaltsgleiche Festlegung an anderer Stelle getroffen haben.


    Mir ist aus dem persönlichen Umfeld ein Fall bekannt, in dem die Kosten für diesen Umbau trotzdem vom Versorger übernommen wurden. Der Fall war aber etwas anders gelagert, denn bei meinem Bekannten lief auch die Versorgung der Nachbarschaft über "seine" Freileitung, d.h. es gab Erdkabel zu den Nachbarn. Den Umbau dieser Struktur hätte er ohnehin nur dulden (Stichwort: Blumenbeet) und nicht zahlen müssen, aber bei dieser Gelegenheit gab es den eigenen Hausanschluss wohl vom Versorger geschenkt.

    Alleine der Wegfall des Dachständers wäre für mich schon ein ausreichender Anreiz, die Kosten für den Umbau zu tragen. Dass die Hauptverteilung für diesen Umbau bereits vorbereitet ist, macht die Sache aus meiner Sicht noch attraktiver.
     
  7. #6 hELLfIRE, 06.03.2017
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    Es geht ja gar nicht darum, dass ich kein Erdkabel haben möchte.

    Ich habe nur ein Problem damit, dass der Netzbetreiber jetzt daher kommt und der Meinung ist, dass der neue Haus- bzw. Netzanschluss nicht mehr ins Haus gelegt wird. Da wo er aktuell nämlich ist. Ob das im Keller oder im Dach ist sei mal dahingestellt.

    Klar macht er das um die Kosten auf die Eigentümer abzuwälzen.
    Nur ich habe ja den Netzbetreiber nicht darum gebeten SEINEN Netzanschluss zu erneuern bzw. auf Erdkabel umzustellen.

    Der Netzbetreiber kann das natürlich machen.
    Aber dann soll er halt auch die Kosten für SEINE Anlage, bis zum Haus bzw. bis ins das Haus wie es aktuell auch der Fall ist, tragen.
     
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