Freund der Mieterin wird Dauergast

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von paul20, 12.04.2007.

  1. paul20

    paul20 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    meine Mieterin hat einen Freund der weder im Mietvertrag bzw. nicht für die Wohnung gemeldet ist. Nun war ich vorgestern in der Wohnung und habe eine beschädigte Wohnzimmertür vorgefunden. Der Freund war auch da und hat seine Schuld zugegeben. Soviel wie ich mitbekommen habe ist er Dauergast!!! Muss ich mir das gefallen lassen als Vermieter?
    Weiterhin sind im Bad die Fußbodenfliesen eingrissen, fast jede 2 Fliese in Form von Kreuzrisse, Y-Risse. Die Mieterin wohnt seit 06-2007 in der Wohnung, saniert ist diese seit 2003(Bei dem Vormieter war alles ok.)
    Bei wem liegt die Beweispflicht? Meine Vermutung ist, bei dieser Art der Risse, das es Eigenverschulden oder Mutwilligkeit ist.
    Wer kann mir weiterhelfen. Danke.
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    1. War das Zufall, dass der Kerl anwesend war oder hat er dich reingelassen?
    (Da besteht die Frage nach dem Zugang zum fremden Besitz)
    2. Die Fliesen können auch einfach durch Setzung oder falscher Vermörtelung geplatzt sein (Lufteinschlüsse im Mörtelbett). Dann wäre das Vermieterpflicht.
    3. Die Tür ist ein einfacher Haftpflichtschaden. Der Kerle sollte das seiner Versicherung melden und gut is.
    4. Wenn er Dauergast ist, darf er in die NK-Abrechnung und vielleicht noch eine Abmahnung wegen unerlaubter Untervermietung...
     
  4. paul20

    paul20 Neuer Benutzer

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    Er schläft da und hat mich reingelassen. Er macht auch keine Anstalten, offiziell einzuziehen. Ich vermute hier mehr Sozialleistungen für unsere Mieterin. (arbeitslos mit Kleinkind). Muss ich Ihn im Mietvertrag aufnehmen, wenn er bzw. sie es möchte?
     
  5. #4 Thomas123, 12.04.2007
    Thomas123

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    Wie groß ist denn die Wohnung???
    Wenn sie groß genug ist, kannst du den Einzug eines "Lebensgefährten" nicht verbieten.

    Allerdings würde ich in diesem Fall mit der Mieterin sprechen und den "Lebensgefährten" in den Mietvertrag aufnehmen.

    Dann wäre zu überlegen, ob die laufenden Nebenkostenzahlungen entsprechend den gestiegenen Kosten heraufgesetzt werden können.

    :wink
     
  6. paul20

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    59m², also groß genug. Falls er sich weigern tut sich in dem Mietvertrag eintragen zulassen, was ich kann ich dann machen? Abmahnung für die Mieterin?
     
  7. #6 lostcontrol, 12.04.2007
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    ich würde auch in jedem falle die betriebskostenvorauszahlung nach oben anpassen (vor allem der wasserverbrauch wird mit sicherheit steigen - aber auch andere kosten, z.b. müll etc. - je nachdem was bei euch alles so abgerechnet wird halt).

    ich würde zudem darüber nachdenken die kaltmiete evtl. etwas nach oben zu korrigieren - eine wohnung wird ja von 3 leuten stärker abgenutzt als von 2 leuten...
    muss natürlich nicht sein, man sollte sich aber darüber im klaren sein.

    wenn der freund sich weigert, mit in einen (neuen?) mietvertrag aufgenommen zu werden, dann brüchte es trotzdem eine genehmigung vermieterseits, denn dann wäre das ganze ja eigentlich eine genehmigungspflichtige untervermietung...

    aber ich würde das trotzdem erstmal hinterfragen - besuch vom lebensgefährten läuft ja meist im wechsel ab (will heissen: man trifft sich mal beim einen, mal beim anderen). ein entsprechendes gespräch sollte da aber weiterhelfen können...

    ist das so? bist du da sicher? gibt's da irgendwelche gesetzestexte dazu?
    ich hatte das problem auch mal - hat sich dann von selbst erledigt, aber ich erinnere mich dass ich damals lange gesucht habe, ob es zu diesem thema irgendwas an gesetzesvorgaben gibt...
     
  8. #7 Martens, 12.04.2007
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    moin zusammen,

    die Aufnahme eines Lebensgefährten in die Wohnung bedarf der Zustimmung des Vermieters, diese darf der Vermieter aber nicht verweigern, siehe § 553 BGB. Handelt es sich jedoch nur nur um einen Dauergast, wird die Sache kompliziert...

    Die Betriebskosten richten sich nach den mietvertraglich vereinbarten Schlüsseln, sofern diese rechtlich zulässig sind, und nicht nach der Anwesenheit von bärtigem Volk in der Wohnung einer alleinerziehenden Mutter.

    Ich kenne ein paar alleinerziehende Mütter, die sind froh, wenn sie ihren aktuellen Freund NICHT im Mietvertrag stehen haben, dann werden sie den Kerl nämlich auch wieder los, wenn es reicht.

    60m² für zwei Erwachsene und ein Kind sind keine Überbelegung, also spricht nichts dagegen, dort in dieser Konfiguration zu wohnen.

    Die Nettokaltmiete richtet sich nach dem Mietspiegel / der Vergleichsmiete und ist in ihrer Erhöhung durch Kappungsgrenze eingeschränkt. Eine Mieterhöhung auf den Zuzug eines Lebenspartners zu begründen, halte ich für aussichtslos.

    Die Tür ist ein Gewaltschaden, das muß die Mieterin regeln. Wie und wo, ist ihre Sache, in Grenzen auch wann, spätestens zum Auszug muß das Teil wieder heil sein, bis dahin Ruhe bewahren.

    Die Fliesen gehen höchstwahrscheinlich auf das Konto des Vermieters, sofern keine Einschläge in der Oberfläche auf Gewaltschäden hinweisen. Ein Verschulden ist dem Mieter nachzuweisen.

    Man könnte jetzt eine Verletzung der Mitteilungspflicht des Mieters an den Vermieter konstruieren (§ 536 c BGB) - aber davon kommt der Kerl auch nicht in den Mietvertrag und die Fliesen sind trotzdem defekt.

    Ich würde die Leute einfach ihr Leben leben lassen, das ist oftmals auch ohne Intervention des Vermieters / Verwalters schwer genug, gerade in solchen Verhältnissen mit ALG und als Alleinerziehende/r.

    Ein Betreten der Wohnung ohne Anwesenheit des Mieters ist waghalsig - ich würde als Mieter jedenfalls toben, sowohl gegenüber dem Kerl, der einfach jemanden in MEINE Wohnung läßt, als auch gegenüber dem Vermieter, der meine Anwesenheit nicht abwartet.

    Besichtigungen haben angekündigt bzw. abgesprochen zu werden und sie sollten nicht in Überwachung ausarten.

    So, vielleicht habe ich die Mieterposition jetzt etwas überrissen dargestellt, das halte ich nach dem Verlauf dieser Diskussion aber auch für angebracht.

    schönen Abend,
    Christian Martens
     
  9. #8 lostcontrol, 12.04.2007
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    recht haste.
    nur in sachen betriebskostenverteiler wären wir da halt wieder bei dem problem FALLS es personenbezogene posten gibt...

    aber ansonsten finde ich auch, dass man sich nicht einmischen sollte ins leben der leute.
    zumal bei der ALG2/hartzIV-problematik. da kann sich durch eine offiziell gemeinsam bewohnte wohnung nämlich so einiges durchaus auch zum negativen in sachen finanzen ändern, und das kann einem vermieter ja dann auch nicht recht sein...

    solange die betriebskosten trotzdem realistisch verteilt werden können ist es vielleicht besser einfach mal abzuwarten, ob die zwei bzw. drei das ganze nicht ohnehin selbst irgendwann mal "offiziell" machen möchten...

    aber das hier:

    ist ja eigentlich auch mal wieder 'ne klassische lachnummer...
    es bedarf der zustimmung, diese darf aber nicht verweigert werden?
    da fragt man sich doch automatisch aus welcher situation raus dieser satz im gesetzbuch nötig wurde...
     
  10. #9 Thomas123, 13.04.2007
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    :top Wenn die Miete pünktlich kommt........interessiert mich nicht viel..... :zwinker



    Wie sagte schon Bismarck: Beim Blutwurst und beim Gesetze machen, darfst du nicht zugucken..... :wink :wink
     
  11. #10 Martens, 13.04.2007
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    moin zusammen,

    nochmals zum Untermieter, im genannten § ist die Gebrauchsüberlassung geregelt, dazu gehört auch die Untervermietung.

    Diese Gebrauchsüberlassung ist zustimmungspflichtig, das ist soweit völlig logisch, wenn ich mit X einen Mietvertrag abschließe, will ich nicht Y in der Wohnung haben.

    Zieht jedoch ein Lebenspartner hinzu(!), besteht ein berechtigtes Interesse des Mieters an der Gebrauchsüberlassung der Wohnung und der Vermieter darf daher seine Zustimmung hierzu nicht verweigern.

    So kommt es zu der Situation, daß die Veränderung bei den Mietern zustimmungspflichtig ist, der Vermieter erfährt also, wer in seiner Wohnung dauerhaft(!) wohnt, der Vermieter die Zustimmung aber erteilen muß, da ich mir meinen Lebenspartner unabhängig von den Ansichten des Vermieters aussuchen kann, bei Bedarf eben auch gleichgeschlechtlich.

    Da hat sich der Gesetzgeber schon Mühe gegeben, allen Eventualitäten gerecht zu werden, meine ich... :bier

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
  12. #11 simalexa, 04.05.2007
    simalexa

    simalexa Gast

    Ich würde die Mieterin einfach mal drauf ansprechen. Bevor man mit Paragraphen jongliert und an den Kopf wirft, ist ein Gespräch meist viel effektiver.

    Ich hab meinem Vermieter z. B. mitgeteilt, dass ich alleine im Mietvertrag stehen möchte, jedoch mein Freund regelmäßig bei mir ist. Wir haben uns dann geeinigt, dass ich Nebenkosten für zwei Personen bezahle und mein Freund einen Hausschlüssel bekommt, ich aber alleinige Mieterin bin und auch keinen Untermietvertrag mit meinem Freund abschließe.
     
  13. Dr.No

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    Das kann ich Dir verraten:

    Der Gesetzgeber ging davon aus, dass man den Paragraphen ganz liest bevor man (frau) lamentiert.

    Denn dann wüsste man (frau), dass die Zustimmung auch verweigert werden kann.
    Alles weitere wäre dann obsolet gewesen.
     
  14. #13 lostcontrol, 08.05.2007
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    dr.no - wie so oft siehst du mal wieder nicht wer hier was geschrieben hat...
     
  15. Dr.No

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    Quatsch!
     
  16. #15 lostcontrol, 08.05.2007
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  17. #16 Martens, 09.05.2007
    Martens

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    hey Ihr Lieben,

    man kann auch geteilter Meinung sein, und sich NICHT gegenseitig auf die Birne hauen!

    Ich möchte darum bitten, auch hier nach diesem Muster zu verfahren!

    :Blumen
    Christian Martens
     
  18. #17 lostcontrol, 09.05.2007
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    martens - mich nervt nur so langsam, dass quasi ALLES mir unterstellt wird - und zwar völlig unabhängig davon, ob ich dazu überhaupt irgendwas geschrieben habe oder nicht.
     
  19. #18 Thomas123, 10.05.2007
    Thomas123

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    Hallo Losti,

    nimms nicht so schwer, du bist in Ordnung!!

    :Blumen
     
  20. Dr.No

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