Freund zu Besuch

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Biina, 20.09.2007.

  1. Biina

    Biina Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich benötige unbedingt Hilfe/Rat. Ich habe seit 6 Wochen einen neuen Freund. Dieser ist jetz natürlich öfters zu Besuch und bleibt auch über Nacht.
    Wir wechseln meist ab. Er ist ne Woche bei mir...dann bin ich wieder eine Woche bei ihm...
    Nun hat gestern mein Vermieter der bei mir im haus wohnt, mein Freund angepflaumt und gefragt ob er denn hier wohnen würde weil er öfters hier wäre.
    Besteht dann das Recht, dass mein Vermieter ihn so anpflaumt?
    Darf mein Freund nicht bei mir bleiben oder übernachten?
    Muss ich meinem Vermieter mitteilen, dass mein Freund öfters da ist?
    Er wohnt ja nicht bei mir. Er ist nur öfters da. Er wohnt bei seinen Eltern und ist dort auch gemeldet.
    Nun hab ich natürlich bedenken, dass mein Vermieter mir dadurch die Wohnung kündigt o.ä. Was kann ich tun?? Kann ich ignorieren was mein Vermieter zu meinem Freund gesagt hat??
    Ist es auch ok, wenn mein Freund seinen Hund ab und zu dabei hat?? (Das kommt wenn überhaupt einmal im Monat vor).

    Bitte um Antwort.
     
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  3. #2 onkelfossi, 20.09.2007
    onkelfossi

    onkelfossi Erfahrener Benutzer

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    Nein.
    Nein, also er darf.
    Nein.
    Kann er deswegen nicht. Nichts.
    Ja.
    Ja.
     
  4. Biina

    Biina Neuer Benutzer

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    Danke für die Antwort, da bin ich sehr erleichtert :)

    noch eine Frage...ist das irgendiwe gesetzlich geschrieben?? Dass ich das bei meinem Vermieter vorlegen kann?? bei bedarf...
     
  5. #4 pragmatiker, 20.09.2007
    pragmatiker

    pragmatiker Erfahrener Benutzer

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    alles was nicht verboten ist, ist erlaubt. es würde doch ein wenig den rahmen sprengen, alles in gesetzte zu fassen, was erlaubt ist, gelle? :Blumen
     
  6. Biina

    Biina Neuer Benutzer

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    Dann soller mir also erst zeigen, dass es verboten ist ;)

    Danke!

    :party
     
  7. Chris

    Chris Benutzer

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    Hallo zusammen.

    Ich als Vermieter hätte in Biinas Fall auch keine Probleme damit, aber ich finde trotzdem, dass man diese "Besucherregel" irgentwie mal regeln sollte.
    Es heißt ja immer, dass man bis zu 6 Wochen Besuch haben dürfte. Alles andere wäre ja wohnen.
    Ich habe eine Mieterin, deren Freund seit April "zu Besuch" ist.
    Auf meine (höfliche) Frage, ob denn ihr Freund jetzt bei ihr wohnen würde, meinte sie natürlich, er sei zu Besuch.
    Anfangs (im April) hat er angeblich ein Praktikum gemacht und weil es für ihn zu weit war, nach Hause zu fahren, übernachtete er bei ihr.
    Das Praktikum sollte 3 Monate dauern und da habe ich ihr das gestattet. Mittlerweile ist ihr Freund aufgestiegen und studiert auf einmal. Er ist immer noch da. Er duscht, es fällt mehr Müll an und seine Klamotten werden auch immer gewaschen.
    Ist das jetzt Besuch, oder wohnen. Angeblich hat er eine Wohnung in einer anderen Stadt.
    Eine andere Mieterin hat auch schon bemerkt, dass jetzt zwei Personen in der Wohung sind und hat schon gefragt, ob die Person angerechnet wird.
    Wie soll ich das jetzt regeln? Es ist ja nicht so wie bei Biina. Mal eine Woche hier und die andere Woche da. Er ist jeden Tag hier.

    Gruß Chris
     
  8. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Es gibt eine Besucherregel. Wenn jemand länger als 6 Wochen durchgehend anwesend ist, ist es kein Besuch mehr.

    Von der rechtlichen Seite würde ich das folgendermaßen auslegen:
    Zahlt ein Besucher bereits eine andere Abrechnung, zahlt er ja mehr, als er "benutzt" und bleibt auch besuch.
    Zahlt er jdoch keine weitere Abrechnung und hat keinen festen Wohnsitz, dann ist es wohl kein Besuch mehr.

    Wenn es dem Vermieter auffällt, dass der Müll mehr wird, kontrolliert da wohl jemand....
    6 Wochen am Stück= Bewohner ! Basta!
     
  9. Biina

    Biina Neuer Benutzer

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    Hey...ich finde auch, dass er ja nich bei mir wohnt sondern eben nur ab und an da ist...und ich denke, dass dürfte ja kein problem sein...

    In deinem Fall würd ich sagen er wohnt shcon da wenn er ja täglich da ist. Da würd ich die Mieter drauf ansprechen und evtl. die Nebenkosten (müll, etc.) erhöhen.
     
  10. #9 pragmatiker, 21.09.2007
    pragmatiker

    pragmatiker Erfahrener Benutzer

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    AUS GRÜNDEN DER ABRECHNUNGSGERECHTIGKEIT FÜR DIE ANDEREN ZAHLENDEN BEWOHNER IST; SOBALD BETRIEBSKOSTEN NACH PERSONEN UMLGELEGT WERDEN DEINE MEINUNG NICHT DIE MEINE. für die anderen bewohner ist es vollkommen irrelevant, das der besuch woanders bezahlt, denn in ihrem haus müssen sie für den besuch mitbezahlen. sicher kein problem bei einem besuch von wenigen wochen. ab einem moant allerdings ist das kritisch. häufig taucht das problem auf bei ausländischen familien, deren besuch tatsächlich oft über monate bleibt und bei einzelpersonen, die für einige monate ihre partner beherben, bis entweder zusammengezoen wird oder die partnerschaft bricht. mal davon abgesehen, dass sich ein mieter nicht aufregen sollte, wenn der dauerhaft anwesnede besuch mit abgerechnet wird, ist es mal wieder "richterrecht", ab wann die gerichte nicht mehr von besuch sprechen. man muss immerhin bedenken, dass zB der deutsche bundsbürger im durchschnitt 50 kubikmeter wasser im jahr verbraucht, ein kostenfaktor für frisch- und abwasser von rund 25 euro/monat pro person. (je nach den kosten der gemeinde und der wasserwerke mehr oder weniger). auch die heizkosten steigen, denn besuch ist ja oft den ganzen tag anwesend, es wird also mehr geheizt als wenn die bewohner arbeiten und die heizung runterdrehen.

    keinerlei rolle spielt die frage, wenn verbrauchsmesseinrichtungen (Wasseruhren) angebracht sind oder nach qm abgerechnet wird.
     
  11. Niko

    Niko Benutzer

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    An pragmatiker

    ...keine Rolle nach qm - da bin ich mir nicht so sicher, ob hier nicht eine Verwechselung mit Wohnungsleerstand zuungunsten des Vermieters besteht.

    Einmal unterstellt, die "Besuchssituation" ist nach mehr als 6 Wochen wohnen als "Bewohnen" rechtskräftig festgestellt.
    Die zusätzliche Person führt faktisch zu einer Erhöhung der gesamten Betriebskosten. Alle BK, die nicht direkt über verbrauchsabhängige Zähler abgerechnet werden, sind davon betroffen.

    Wird ausschließlich nach Personenzahl umgelegt, ist eine eher gerechtere Aufteilung gewährleistet. (Allerdings je mehr Personen im Haus wohnen, je größer ist der prozentuale Anteil der BK-Erhöhung, den die (Rest)Allgemeinheit tragen muss).
    Bei ausschließlich qm-Umlage zahlen alle anderen Mietparteien zusammen den weitaus größten Anteil der zusätzlich verursachten BK. Dieses Ungleichgewicht wird umso größer, je mehr Wohnungen sich die gleiche Gesamtfläche des Hauses teilen. Außerdem schlägt hier das individuelle Bewohnerverhalten noch mehr zu Buche.

    Bislang wurde allerdings - soviel ich weiß - von keinem Gericht die qm-Umlage in Frage gestellt. Neuere Info's sind höchst willkommen.

    Von Chris
    Vorausgesetzt die BK werden nach Personen umgelegt:
    Haben Sie ihr die Erlaubnis schriftlich gegeben?
    Wenn nein, würde ich vor dem Hintergrund des fortgesetzten Wohnens schnellstens schriftlich die Situation als "Wohnen" ihr gegenüber klarstellen und die Anpassung der BK-Umlage für die entsprechende Periode auch rückwirkend ankündigen.

    Info über geänderte Umlage an alle anderen Mieter nicht vergessen.
    Der Einfachheit halber die nächste Jahresabrechnung in 2 Perioden bis/ab April einteilen.

    Bei einer schriftlichen Zusage für die Praktikumszeit wie oben verfahren, jedoch erst mit August die BK-Umlageanpassung ankündigen.
    Auf jeden Fall heraustellen, dass Sie nicht mit einer "Wohnsituation" (über einen längeren Zeitraum) gerechnet haben bzw. ohne Kostenumlage akzeptieren. (Auch Hinweis auf Beschwerde der weiteren Mieterin).

    Generelles Problem besteht, wenn Mieterin sich stur stellt, die BK-Abrechnung nicht oder nicht vollständig zahlt und auf "Gewohnheitsrecht" pocht (wegen der schon erlaubten 3 Monate). Dann müssen Sie schon (wieder einmal) den Klageweg beschreiten.

    Gruß
    Niko
     
  12. #11 pragmatiker, 23.09.2007
    pragmatiker

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    RE: An pragmatiker

    Bislang wurde allerdings - soviel ich weiß - von keinem Gericht die qm-Umlage in Frage gestellt. Neuere Info's sind höchst willkommen.

    richtig, die gericht dürfen gesetze nicht in frage stellen, lies mal § 556 a Abs. 1 Satz 1 BGB.

    die umlage nach personen ist zwar möglich, kann dem vermieter aber nicht vorgeschrieben werden. vermieter sollten die personenumlage auch tunlichst nicht wählen, denn dann haben sie ganz sicher irgendwann das "besuchsproblem" und dann ein "bespitzelungsproblem", wer denn nun recht hat.

    gerecht ist natürlich die verbrauchsmessung (wasser, abwasser: wasseruhren, müll: möglichst eigene tonnen)

    die vermieter machen sich das leben wirklich unnötig schwer, wenn sie personenschlüssel wählen.
     
  13. #12 onkelfossi, 23.09.2007
    onkelfossi

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    RE: An pragmatiker

    Quatsch. Bei Messgeräten und m² spielt Besuch keine Rolle mehr.

    Falsch. Nur da wo Verbrauchspositionen nach Personen abgerechnet werden.
     
  14. Niko

    Niko Benutzer

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    Nur am Rande: Eine klare Trennung zwischen "Besuchen" und "Wohnen" zu ziehen unter Berücksichtigung möglicher "Tricks", hat die oberste Rechtsprechung bislang versäumt. Und damit bleibt natürlich auch das "Bespitzelungsproblem" im Fall der Personenumlage - unnötigerweise - bestehen.

    Also, ich hatte beispielhaft die angebliche "Besuchsituation" als Wohnen vorausgesetzt und es geht um BK, die nicht (vollständig) verbrauchsabhängig erfasst werden!
    Vielleicht muss hier noch einmal das richtige Verständnis geklärt werden.

    Nach mehr als 6 Wochen ununterbrochenem Aufenthalt in der Wohnung muss für jede zusätzliche Person - (bei Umlage der BK nach Personenzahl) richtigerweise - ein entsprechend höherer Anteil an den BK entrichtet werden.
    Unter den gleichen Bedingungen erhöht sich aber der Anteil der BK bei der qm-Umlage kein bisschen - (logisch, denn die Wohnung wird durch zusatzliche Personen nicht auch flächenmäßig größer).

    In meinem Fall - Altbau, Gasetagenhzg., 1 Hauptwasserzähler - bedeutet das, dass bei zusätzlichen Personen die anderen Mieter - zu Recht - auf die Barrikaden gehen würden, wenn nach qm abrechnet würde.
    Um Einwänden vorzubeugen: Für 3 - in Worten DREI - Wohnungen im Haus (mit z. Zt. 2 Personen insgesamt) wäre die zusätzliche Installation von 8 - in Worten ACHT - separaten Wasserzählern erforderlich, um jeglichen Wasserverbrauch lückenlos zu erfassen.
    Dass dieser Aufwand völlig überzogen ist, liegt auf der Hand.

    Die Müllbeseitigung erfolgt über eine gemeinsame (Rest)Mülltonne. Diese steht in einem dafür eigens angeschafften Waschbetoncontainer entsprechender Größe. (War zu Beginn der 80ziger Jahre eine Pflichtauflage der Stadt und gilt - so viel ich weiss - auch heute noch).
    Weder in unserer Strasse, noch - so viel ich weiss - in der ganzen Stadt - sind Tonnen pro Haushalt-Wohneinheit üblich. Abgesehen davon, dass der (Folge)Aufwand wiederum inakzeptabel ist.

    Ich führe daher eine seit mehr als 40 Jahren bewährte Umlagekombination aus Personen- und Zimmerzahl fort.

    Ich frage mich grundsätzlich, worin der Vorteil der hier mehrheitlich bevorzugten qm-Umlage besteht?
    Ein nachweislicher Mehrverbrauch kann nicht annähernd verursachungsgemäß geltend gemacht werden. Besonders schlimm, wenn in der kleinsten Wohnung die Leute mit dem größten Verbrauch leben.

    An "onkelfossi":
    Besuch ist Besuch und nicht Wohnen! Das hat rechtlich noch nie Einfluss auf die BK gehabt.
    "Messgeräte" waren hier nicht das Thema.

    Ausserdem, wo nach qm abrechnet wird, produziert eine zusätzliche Person keinen Müll, verbraucht kein Wasser, stellt keine potentielle Versicherungsgefahr dar,...usw... oder wie? Die Person möchte ich sehen... :?

    Niko
     
  15. #14 pragmatiker, 24.09.2007
    pragmatiker

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    lieber niko, es bleibt dir offen, nach personen abzurechnen. unser hinweis war lediglich vermieterpraktisch und vermieterfreundlich. eine person mhe rproduziert in der regel auch mehr verbrauch, aber nur bei verbrauchsabhängigen kosten. und selbst da ist die personenumlage nicht immer gerecht, denn ich hatte fälle wie z.B. diesen: eine 2 köpfige familie betrieb einen priv. waschsalon (keine wasseruhren im haus und personenumlage) was glaubst du wohl, wer hat mehr wasser und abwasser verbraucht, die 2 oder die nachbarfamilie mit 5 personen ?

    es gibt auch 1 personenhaushalte, die wesentlich mehr wasser verbrauchen, als 3 personenhaushalte (was ich an den häusern sehen kann, in denen wasseruhren angebracht sind). in der regel gilt natürlich: mehr personen, mehr verbrauch. ich denke wir haben dir ausfürhlich erklärt, warum der qm schlüssel (sofern keine uhren vorhanden sind) für den vermieter die einfachste und konfliktfreiste lösung ist. wenn du aber "gerecht" sein willst und diskussionen über besucher liebst, ist es dir wie gesagt vollkommen frei gestellt, das so zu machen.
     
  16. Niko

    Niko Benutzer

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    Vermieterpraktisch..., einzig weil der qm-Umlagemaßstab nie verändert werden muss??? Vermieterfreundlich??? Auch wenn der Vermieter mit im Haus wohnt?

    War der "priv. Waschsalon" in einem anderen abgetrennten u. abschließbaren Raum außerhalb oder gar eine andere Wohnung? -> gewerblich(er) (Charakter)
    Wenn nicht, was hat dich davon abgehalten, dafür eine separate Wasseruhr zu installieren? Vielleicht überzogener Aufwand/Kosten? (siehe mein Beitrag).
    Worin würde - in deinem Beispiel - der Vorteil der qm-Umlage bestehen und für wen?

    Leider nein! An einer plausiblen detailierten Erklärung hätten hier sicher ALLE Forumleser Interesse. Zum wiederholten Mal, es geht hier NUR um unvollständige verbrauchsabhängige Erfassung von BK.
     
  17. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Ach ja? Es wurde bisher schon viel Text geschrieben zum Thema Umlagegerechtigkeit. Über das tatsächliche Rechtsproblem wurde dabei allerdings großzügig hinweggegangen.
    Die entscheidende Frage ist und bleibt, ob es sich um einen Besucher handelt oder um eine Gebrauchsüberlassung an Dritte, für die der Mieter eine Erlaubnis des Vermieters braucht. Hat man die Entscheidung getroffen, ergibt sich alles weitere aus dem Mietvertrag.
    Zutreffend wurde schon erwähnt, dass ein Aufenthalt über einen gewissen Zeitraum hinaus nicht mehr als Besuch angesehen werden kann. Der Zeitraum wird in der Rechtsprechnung, zwar nicht ganz einheitlich, bei ca. 6 Wochen angesetzt. Dieser Zeitraum darf aber nicht zum Umkehrschluss verleiten, dass jeder kürzere Aufenthalt wie z.B. jede 2. Woche für jeweils eine ganze Woche automatisch als Besuch zu werten wäre. Für die Abgrenzung zwischen Besucher und Bewohner wird man alle Umstände des Einzelfalls zu bewerten haben. Kein Einzelaspekt wird zwingend zu einer bestimmten Einordnung führen können. Die Aufenthaltsdauer ist sicher ein zu berücksichtigender Aspekt. Wer jede Woche nur an einem Tag/einer Nacht anwesend ist, wird kaum als Bewohner zu werten sein.
    Ein weiterer Aspekt wird sein, ob die Nutzung der Wohnung durch die fragliche Person auf Dauer angelegt ist. Wer einen Besuch macht, wird regelmäßig nach Ablauf einer gewissen Zeit wieder gehen und vermutlich nicht nach einem festgelegten Zeitplan zum nächsten Besuch erscheinen. Wer sich auf Dauer jede 2. Woche für eine Woche in der Wohnung aufhält wird m.E. als Bewohner anzusehen sein. Der Mieter benötigt damit die Erlaubnis des Vermieters. Eine Gebrauchsüberlassung an Dritte ohne Erlaubnis ist auch dann ein vertragswidriger Gebrauch der Mietsache, wenn ein Anspruch auf die Erlaubnis bestehen sollte.
    Das die Abgrenzung schwierig ist, ist kaum zu übersehen. Trozdem wird man nicht daran vorbei kommen.
     
  18. Chris

    Chris Benutzer

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    Hallo zusammen :wink.

    Habe noch mal mit meiner Mieterin gesprochen. Sie wollte mir den Mietvertrag ihres Freundes zeigen (warum der Mietvertrag des Freundes bei ihr ist, kann ich nicht verstehen). Aber eigentlich kann sie mir ja zeigen was sie will. Es ist doch egal, ob ihr Freund eine eigene Wohnung hat. Er kann meinetwegen auch zehn haben. Fakt ist, er verbraucht das Wasser im Haus und alle anderen Mieter müssen dafür zahlen. Und das sehe ich nicht ein.
    Sie hat schon leise angedeutet, dass sie und ihr Freund wohl nächstes Jahr heiraten wollen und das die Wohnung ihr ein wenig zu teuer wäre. Sie hat keine feste Arbeit, nur Gelegenheitsjobs.
    Es hat sich schon so angehört wie: "Wenn Sie die NK erhöhen, werde ich ausziehen".
    Ich habe ja nichts dagegen, dass er einzieht. Die Mieter erhöht sich ja dadurch nicht.

    Gruß Chris
     
Thema: Freund zu Besuch
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