Frist Jahresabrechnung

Diskutiere Frist Jahresabrechnung im Verwaltung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Guten Tag , gibt es verbindliche Fristen bis wann der Verwalter die Abrechnung für 2021 erstellen muss ? Liege ich richtig mit der Annahme dass...

Gast14358

Guten Tag , gibt es verbindliche Fristen bis wann der Verwalter die Abrechnung für 2021 erstellen muss ? Liege ich richtig mit der Annahme dass gemäß (BGH, Urteil v. 05.07.06, Az. VIII ZR 220/05) der Verwalter die Abrechnung innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf der Abrechnungsperiode erstellen muss ? Vielen Dank für Meinungen
 
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Gast14358

Danke für die Antwort. In Teilungserklärung und im Vetrag ist nicht geregelt. Warum greift dann das höchtrichterliche Urteil nicht ?
 
Andres

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Liege ich richtig mit der Annahme dass gemäß (BGH, Urteil v. 05.07.06, Az. VIII ZR 220/05) der Verwalter die Abrechnung innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf der Abrechnungsperiode erstellen muss ?
Mich würde ja schon mal interessieren, wo und wie du diese Theorie aus dem genannten Urteil ableiten möchtest, vor allem da es dort gar nicht um Wohnungseigentum geht.
 

Gast14358

Datenquelle: Webside GeVestor:

BGH: Erstellung der Abrechnung binnen 6 Monaten​

Enthalten Ihre Teilungserklärung und Ihr Verwaltervertrag keine Regelungen darüber, bis wann Ihr Verwalter die Jahresabrechnung zu erstellen hat, muss Ihr Verwalter die Abrechnung innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf der Abrechnungsperiode erstellen (BGH, Urteil v. 05.07.06, Az. VIII ZR 220/05).

Dementsprechend muss Ihr Verwalter die Jahresabrechnung für das Jahr 2015 bis spätestens 30.06.2016 erstellen.
 

Gast14358

weitere Datenquelle. Webside der Rechtsanwälte Klages Glaser Glösck

Zitat aus deren Hompage:

  • Nach BGH Abrechnung spätestens nach 6 Monaten
Der Bundesgerichtshof hat nämlich gemäß Urteil vom 05.07.2006 unter dem Aktenzeichen VIII ZR 220/05 klargestellt, dass der WEG-Verwalter grundsätzlich die Jahresabrechnung innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf der sogenannten Abrechnungsperiode zu erstellen hat, sofern in der Teilungserklärung oder im Verwaltervertrag keine ausdrücklich andere Regelung hierzu vereinbart worden ist.

Die grundsätzliche Abrechnungsperiode bezieht sich immer auf ein Kalenderjahr, also 01.01. eines Jahres bis zum 31.12., so dass entsprechend die Abrechnung spätestens bis zum 30.06. des Folgejahres zu erfolgen hat.
 

Gast14358

Auf der Hompegae dieser Kanzlei ist ein Video in dem der Anwalt dies noch einmal erklärt
 
Andres

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Beim besten Willen: In diesem Urteil geht es darum, wie lange sich der Vermieter mit der Nachforderung einer nachträglichen Grundsteuererhöhung (in diesem Fall nicht nur nach dem Wirtschafts-, sondern sogar nach dem Abrechnungszeitraum) noch Zeit lassen darf, bis er die verspätete Geltendmachung nach § 556 BGB wieder selbst zu vertreten hat. Das hat wirklich überhaupt nichts mit der Frage zu tun, bis wann eine WEG-Abrechnung fertig sein muss. Die genannte Frist wird in diesem Urteil noch nicht einmal in irgendeinem anderen Zusammenhang genannt. Auch ist aus dem Urteil nicht ersichtlich, ob es sich überhaupt um eine Eigentumswohnung handelt.

Und dann ist es halt wie so oft in diesem Internet-Neuland: Alle schreiben voneinander ab, auch den größten Blödsinn, kaum jemand prüft irgendetwas nach, Hauptsache es gibt Content. Das Urteil ist direkt beim BGH im Volltext nachzulesen. Du kannst dort gerne selbst suchen, durch welche Aussage der Richter sich diese steile These stützen lässt.

Auf der Hompegae dieser Kanzlei ist ein Video in dem der Anwalt dies noch einmal erklärt
Na, dann muss es ja stimmen. :049sonst:
 

Gast14358

Das Video des Anwalts für WEG Recht der Kanzlei Klages Glaser Krosch ist übrigens auf Youtube zu sehen
 
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Das Video des Anwalts für WEG Recht der Kanzlei Klages Glaser Krosch ist übrigens auf Youtube zu sehen

Macht es die Aussagen im Video richtiger? Über Gevestor brauchen wir gar nicht zu sprechen, der Ruf des Herrn Norman Rentrop sprich da denke ich für sich selbst.

Hast Du das BGB-Urteil gelesen? Was soll das also mit dem WEG-Recht zu tun haben?

Nur mal als Denkanstoß: Das Urteil stammt vom 8ten Senat, der ist für u.a. für Wohnraummietrecht zuständig, genau aus diesem Bereich stammt auch das Urteil (Möglichkeit der Nachforderung von Grundsteuernachzahlungen). Für das WEG-Recht wäre der 5te Senat zuständig gewesen, bring mir also bitte ein Urteil dieses Senates, dass Vorgaben zum Zeitraum für die Abrechnung macht.
 

Gast14358

sollte eine Quellenangabe sein, Also hat eurer Meinung nach der Rechtsanwalt das Urteil falsch gedeutet und dargestelt ?
 
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sollte eine Quellenangabe sein, Also hat eurer Meinung nach der Rechtsanwalt das Urteil falsch gedeutet und dargestelt ?

Frag doch den Anwalt! Haufe z.B. ist anderer Meinung:

Hier zum Nachlesen!

Da tauchen zwar auch die 3 bis 6 Monate auf, aber nur als Soll! Komisch wenn der BGH dies doch angeblich höchstgerichtlich so entschieden hat!
 
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die 3-6 Monate würden sich gut mit der Ausage des Fachanwaltes für WEG Recht decken.

Nur steht da was von "Allgemein" etc., sogar eine Liste von möglichen Ausnahmegründen, nichts von einem Muß laut BGH-Entscheidung! Aber vielleicht findest Du noch jemanden im Forum der die Meinung des Anwaltes teilt! Nochmal die Frage: BGH-Urteil gelesen? Verweis auf das WEG-Recht darin gefunden? Irgendwas über Abrechnungsfristen für WEG-Verwalter darin gefunden?
 
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Wenn ich das Urteil lese finde ich darin nichts passendes. Daher alles sehr merkwürdig

Wie @Andres schon geschrieben hat: Marktschreierei von Rentrop (Gevestor) und dann schreibt halt einer den Quatsch vom Anderen ab. Kontaktier doch mal den Anwalt und frage ganz doof nach, evtl. kriegst Du ja eine Antwort. Nochmal: Falscher Senat beim BGH, der ist für WEG-Recht überhaupt nicht zuständig.

Wenn ich der 100te bin der eine Meinung im Internet vertritt (warum kann man den Puff-Besuch nicht von der Steuer absetzen) kriege ich keine Clicks, wenn ich als einziger "Der Grund den Puff-Besuch von der Steuer abzusetzen" als Überschrift setze dann klicken die Leute drauf. Es geht eigentlich nur darum Content zu generieren.

Wäre ich aus Köln wüsste ich bei solchem Verhalten, welche Anwaltskanzlei für mich garantiert nicht erste Wahl wäre.
 
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Joachim87

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Ich bin über denselben Sachverhalt gestolpert.

Das angegebene Urteil des BGH (Urteil v. 05.07.06, Az. VIII ZR 220/05) mehrfach durchgelesen, aber keinen entsprechenden Hinweis auf eine 6-Monatsfrist gefunden.

Wäre ja möglich, dass der nicht zuständige 8. Senat in einem Nebensatz etwas zum WEG-Recht hat verlauten lassen. Aber nichts dergleichen.

Gleichwohl ist es merkwürdig:
Der Fall einer tatsächlich oder vermeintlich verspäteten WEG-Abrechnung tritt ja bundesweit jährlich tausendfach auf.
Da muß es einfach was von den Obergerichten geben ...

Gruß Joachim
 
Fremdling

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Der Fall einer tatsächlich oder vermeintlich verspäteten WEG-Abrechnung tritt ja bundesweit jährlich tausendfach auf.
Da muß es einfach was von den Obergerichten geben ...
Steile These. Unterstellen wir ohne Anspruch auf Richtigkeit einmal, die Richter des BGH täten sich so ein Urteil (HGA max. binnen 6 Monaten nach Ablauf des Wirtschaftjahres) an. Welchen praktischen Wert hätte das? Was würde das für den Alltag von WEGs bedeuten, in dem die vielfältigsten Hindernisse gegen die Erfüllung bestehen können?
Als Verwalter müsste ich im Rahmen meiner Zertifizierung zusätzlich einen Zauberlehrgang absolvieren und bei unverschuldetem Verstoß gegen das BGH-Urteil drohte mir Beugehaft???
Für diesbezügliche Hardliner gibt es im novellierten WEG den erleichterten Wechsel zu einer neuen Verwaltung, ohne sich über termingerechte HGAs streiten zu müssen. Den diesbezüglichen Idealisten wünsche ich recht viel Glück!
 
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