Frist zur Mängelbeseitigung

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von Adrasteia, 02.12.2010.

  1. #1 Adrasteia, 02.12.2010
    Adrasteia

    Adrasteia Neuer Benutzer

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    Hallo, ich bin ganz neu hier und habe gleich eine Frage.

    Wir vor ein paar Monaten umgezogen. Unsere neue Wohnung ist eigentlich schön. Eigentlich.
    Nunja zumindest solange es nicht regnet oder schneit.

    Momentan haben wir nasse Wände.

    In ein paar Zimmern sind es "nur" die Zimmerecken, die nass sind. Auch im Kinderzimmer. Im Schlafzimmer allerdings ist ein riesiger Wasserfleck in der Ecke und die Nässe zieht sich oben an der Wand überm Bett (in der Ecke zwischen Wand und Decke) über die ganze Zimmerlänge. In der Außenecke läuft das Wasser (innen) in der Wand runter, ein großer nasser Fleck ist in halber Zimmerhöhe in der Ecke und mittlerweile hat es die Feuchtigkeit bis runter zum Boden geschafft. Als ich das Bett von der Wand wegzog ... auch dahinter ist es naß :heul
    Es handelt sich um Außenwände.

    Die Hausverwaltung weiß Bescheid, vor zwei Monaten wurde sie telefonisch informiert und schriftlich hat sie es vor eineinhalb Monaten auch nochmal bekommen.

    Ja, was soll ich sagen ... es ist das wohlbekannte Vermieterlied: vermutlich hätten wir die Feuchtigkeit selbst in die Wohnung eingebracht (z.B. durchs Malern und Fliesenlegen) und außerdem lüften wir nur nicht richtig.
    Allerdings lüften wir tatsächlich regelmäßig, kontrollieren täglich Temperatur und Luftfeuchtigkeit - und hatten so die Wände zunächst wieder trocken und die hohe Luftfeuchtigkeit relativ in den Griff bekommen.

    ... Bis zum nächsten Regen und jetzt Schneefall ...

    Laut Hausverwalter wäre es das erste Mal, daß Feuchtigkeit in der Wohnung auftritt. Von unseren Vormietern wissen wir da aber was anderes. Wir haben schriftlich, daß auch sie bereits Feuchtigkeit und Schimmel angezeigt haben.


    Ich bin gerade so gefrustet, daß ich am liebsten wieder ausziehen würde. Aber die Wohnung ist wirklich schön - wenn nur dieses Wasserproblem nicht wäre - und das Umfeld einfach nur supernett.

    Also erstmal der Versuch, hier was zu ändern. Wir wissen, daß wir die Miete kürzen können, allerdings müssen wir eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung geben.
    Da die Hausverwaltung bereits im Oktober über das Problem informiert wurde, müßte eine Fristsetzung bis zum 31.12.10 doch ausreichend sein?

    Und noch eine andere Frage:
    In den letzten zwei Tagen betrug die Luftfeuchtigkeit vorm Lüften nicht mehr über 70% und die Wasserflecken im Schlafzimmer werden auf einmal sehr viel schneller kleiner als in all den Tagen zuvor - liegt das vielleicht an den eisigen Temperaturen?


    fragende Grüße
     
  2. AdMan

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  3. Capo

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    Die eisigen Temperaturen hätten die entgegengesetzte Wirkung, wenn es eine Wärmebrücke geben würde. Kurzer Exkurs: eine Wärmebrücke bringt die Wärme des Raumes nach draussen und das ohne Unterbrechung. Das sind zB Metallstangen durch das Mauerwerk (Balkonbefestigungen) oder ähnliches. Die Temperatur im Raum sinkt und besonders in den Ecken. Dort bildet sich dann Kondenswasser ähnlich wie im Herbst der Frühnebel oder der Morgentau (Hohe Luftfeuchte in der Nacht kann bei niedrigen temperaturen am Morgen nicht gehalten werden und erscheint als Nebel in der Luft.

    Das was du aber beschreibst, ist das typissche "falsches Lüften" Schadensbild. Vielleicht wird nun kräftiger geheizt und die Raumteperatur wird kontinuierlicher oben gehalten. Dann kann die Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen und das Wasser läuft nicht die Wand herunter.

    Abhilfe: Lüften per durchzug und zwar mindestens 15-20 minuten, jedoch mindestens bis 55% luftfeuchte. Alle Fenster schließen und alle Räume auf 21°C bringen. Erfahrungsgemäß ist im Schlafzimmer auch die Raumtep am niedrigsten, deswegen auch der große Kondenswasser"schaden".

    Vielleicht liegt die Wohnung auch im Dachgeschoss und die eine oder andere ziegel ist verrutscht, was das Abkühlen noch forciert und zusätzlich Wasser eindringt.
     
  4. #3 Max_Headroom, 02.12.2010
    Max_Headroom

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    Wie ist denn die Außenhaut beschaffen? Wurde das Haus mal nachträglich gedämmt?
    Es ist sehr ungewöhnlich wenn in mehreren Zimmern so ein Schaden auftritt - das sieht wirklich nicht nach typischen Dachschäden o.ä. aus. Selbst eine Durchfeuchtung der Fassade tritt nicht an allen Ecken und Enden auf.

    Daher tippe ich momentan auch eher darauf, daß es die Feuchte aus dem Innenbereich ist die da kondensiert. Das *kann* an einer fehlöerhaften Außendämmung liegen oder einem falschen Außenanstroch. Es *kann* aber auch mit einer zu hohen Luftfeuchte im Innenraum zu tun haben. Neben Kochen, Aquarium, TRockner und nasser Wäsche ist das der Mensch selbst, der da "ausdünstet". Ist die Wohnung zudem sehr hermetisch abgesichert (Holzfenster oder Plastefenster? Zwangslüftung vorhanden?) dann kommt dan eben auch keine Feuchtigkeit raus. Aber das ist um diese Zeit eigentlich kein Problem - kurzes, starkes Lüften der ganzen Wohnung hilft schon weiter!

    Aber das hilft nicht dauerhaft wenn es andere, bautechnische Mängel gibt - daher meine Fragen zur Außenhaut und den Fenstern.

    MH
     
  5. #4 Adrasteia, 02.12.2010
    Adrasteia

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    Das Haus ist aus den sechziger Jahren, die Fassade wurde vor 20 Jahren erneuert. Neue Fenster wurden vor ein paar Jahren eingebaut. Das Dach ist wohl so alt wie das Haus.

    Von außen sieht diese eine Außenecke dunkler aus als die restliche Fassade. Sie ist dem Sonnenlauf folgend - ohne den Kompaß genauestens zu befragen - südwestlich gelegen.
    Der dunkle Fleck auf dieser Außenecke beginnt in etwa dort, wo die Oberkante unseres Schlafzimmers sein müßte.
    Ich bin kein Baufachmensch, daher weiß ich nicht, ob das was zu bedeuten hat.


    Da wir wirklich täglich lüften - gerade das Schlafzimmer - und das mit dem Lüften wirklich ziemlich genau nehmen, können wir uns einfach nicht vorstellen, daß die Wassermenge, die den Flecken zufolge in der Wand sein muß (insgesamt mindestens 2 qm) - auf fehlerhaftes Lüften zurückzuführen sind.
    Nein, wir lüften nicht nur mit angekippten Fenstern. Ja, wir reißen die Fenster richtig auf.

    Die Probleme mit den Wasserläufen an/in der Schlafzimmerwand traten zuallererst nach massiven Regenfällen auf. Als es noch so warm war, daß man den ganzen Tag lüften konnte, haben wir die Wände durch langes, ausdauerndes Lüften wieder trocken bekommen. Zumindest die nassen Flecken waren weg und die Luftfeuchtigkeit lag nur noch bei ca 60% - vorm Lüften. Nach dem Lüften war es immer noch etwas besser.

    Und klar, wir heizen. Schon weil unser Nachwuchs nicht bei 10-15° in der Wohnung sitzen und spielen soll. Abgesehen davon würde ich erfrieren, wenn wir nicht wenigstens 20° in der Wohnung hätten (ja, ich bin die Frau im Haus) :eek

    Als es vor ein paar Tagen den ersten Schnee gab, der ziemlich nass war, waren die Wasserflecken größer als je zuvor.
    Könnte es jetzt nicht doch sein, daß das Wasser derzeit gefroren ist und daher gerade nicht durch die Wände rieselt? Und das Wasser, welches sich im Innenbereich befindet, wird durch das Lüften "abgelüftet" - während das gefrorene derzeit nicht weiter kommt?

    Klar, wir lüften. Jeden Morgen ist das mein Job und regelmäßig friere ich mir dabei einen ab. Denn es sind mindestens 10 Minuten, die ich die Fenster aufreiße.
    Aber wenn wir jetzt zu lange lüften, werden dann nicht gerade die nassen Wände noch kälter? Und setzt sich das Kondensat dann nicht genau dort ab, wo wir es nicht haben wollen?


    fragende Grüße
     
  6. #5 Christian, 02.12.2010
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    Hallo,

    ich habe hier im Forum gelernt, daß man ab dem Moment, ab dem der Vermieter vom Mangel weiß, die Miete mindern kann.
    Rückwirkend (für letzten Monat) gehts allerdings nicht.

    Wie lüftet ihr?
    Wie kontrolliert ihr? Mit welchem Ergebnis?

    Gruß,
    Christian
     
  7. #6 Adrasteia, 02.12.2010
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    Fenster aufreißen ;-)
    In etwa so:
    Unter der Woche reiße ich früh die Fenster auf - zunächst in Küche - Eß- und Wohnzimmer. Diese Räume hängen zusammen. Die Türen zum Flur sind dabei geschlossen. Schlafzimmer, Bad und WC lüfte ich, wenn ich jeweils mit meinem "Morgenprogramm" in diesen Räumen durch bin. Währenddessen mache ich die Fenster in Küche - Eß- und Wohnzimmer wieder zu - die Türen sind dann immer noch geschlossen.
    Fenster zu.
    Kind aus dem Bett geworfen und angezogen. Während Kind im Eßzimmer so tut als frühstücke es, wird das Kinderzimmerfenster aufgerissen.
    Nachmittags macht mein Mann dieses Procedere.
    Am Wochenende darf früh einer von uns im Bett bleiben und mit dem Kind kuscheln oder lesen oder Kissenschlacht machen ... während der andere in alle anderen Zimmern das/bzw. ein Fenster aufreißt. Das Schlafzimmer wird dann anschließend gelüftet. Nachmittags und/oder abends lüften wir dann auch nochmal.

    Luftfeuchtigkeit und Temperatur werden mit Hygrometern kontrolliert, die in Kinder-, Eß- und Schlafzimmer stehen.
    Mit dem Ergebnis, daß Luftfeuchtigkeit und Temperatur nach dem Lüften niedriger sind als vorher.

    Ausreichend? Die Antwort meine ich ;o)

    Grüße
     
  8. #7 BarneyGumble2, 02.12.2010
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    Eine Ferndiagnose ist immer schwer bis unmöglich bei solchen Problemen, aber für mich hört sich das eigentlich nicht so an, als wenn riesige Flächen an der Wand nass sein könnten vom Kondensat.
    Zumindest kann ich keine groben Lüftungsfehler entdecken.

    Gibt es denn in der Nähe von den feuchten Stellen evtl. Dachflächen, Risse in der Innen- oder Aussenwand, Regenrinnen, Wasser- oder Abwasserrohre etc.?
     
  9. #8 Christian, 02.12.2010
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    Wie hoch bzw. niedrig ist die Temperatur und Luftfeuchtigkeit denn?
     
  10. #9 Adrasteia, 02.12.2010
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    Danke :wink

    Über uns ist eine Dachgeschoßwohnung. Die Dachschrägen gehen aber in dieser Wohnung nicht bis runter zum Boden, da ist noch eine Wand - wie auch immer das heißt - davor gesetzt.
    An allen vier Außenecken der Wohnung ist es drinnen mehr oder weniger feucht - oben in der einen Ecke. Aber den Vogel schießt halt das Schlafzimmer ab.

    Dann gibt es die beschriebene dunkle Ecke draußen an der Außenfassade. Genau bei der besonders betroffenen Schlafzimmerecke. Nunja, die Wasserflecken sind an eben dieser Innen-Ecke besonders schlimm, bzw. sie sind von dieser Ecke aus die Wand entlang gewandert. Aber ich weiß halt nicht, ob das wirklich was zu bedeuten hat.

    Wir wollen keinen Streß mit dem Vermieter. Wir sind selbst froh, wenn wir unsere Ruhe haben. Aber dieser Zustand ist ja nicht nur unangenehm sondern auf Dauer auch gesundheitsgefährdend und genau darum können und wollen wir ihn nicht hinnehmen.

    Uns wäre es sehr recht, wenn der Vermieter die Ursache findet und abstellt. Denn wir mögen die Wohnung und das Umfeld wirklich.
    Aber er hat sich tatsächlich auf falsches Lüftungs- und Heizverhalten zurückgezogen :wand:



    Vor ein paar Tagen wars im Schlafzimmer z.B. 78% und 18° vorm Lüften - danach 67% und 16°.
    Heute vormittag hatte das Schlafzimmer 66% Luftfeuchtigkeit, die nach 15 min auf 60% runter waren.





    Grüße
     
  11. #10 Christian, 03.12.2010
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    Das ist nicht zwingend so. Es gibt auch absolut harmlosen Schimmel, den man sogar (auf Käse ;)) essen kann, ohne davon umzukippen :D

    In solchen Situationen erreicht man regelmäßig besonders viel, wenn Mieter und Vermieter als Team zusammenarbeiten (und nicht gegeneinander arbeiten).
    Hol' deinen Vermieter mit ins Boot, aber versuche auch, seine Denkweise zu verstehen.

    Aus dem bauch raus und mit meinen persönlichen Vergleichswerten im hinterkopf finde ich die Luftfeuchtigkeit nciht gerade niedrig.

    Versuch doch mal, eine Woche lang übertrieben zu heizen UND übertrieben oft und gründlich zu lüften.
    Wenns dann trotzdem nicht besser wird, hat man ein Argument mehr.

    Grundsätlich würde ich aber empfehlen, beim Lüften alles, was geht, aufzureißen - auch die Türen. Und wirklich ALLE Zimmer gleichzeitig zu lüften. Also wirklich ALLE Fenster aufmachen, ALLE Zimmertüren, die Balkon-/Terassentür(-en), die Wohnungstür und vielleicht sogar die Haustür.
     
  12. #11 Adrasteia, 03.12.2010
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    Aber von Schimmel schrieb ich ja gar nicht. Bzw. haben wir den noch nicht, die Vormieter hatten ihn allerdings schon.
    Nasse Wände und die hohe Luftfeuchtigkeit sind auch nicht gerade gesundheitsfördernd.
    Und ganz ehrlich - so lecker finde ich Schimmel nun auch nicht, daß ich ihn von den Wänden lecken wollte ;)




    Würden wir ja gerne. Allerdings fällt das schwer, wenn man mal ganz pauschal beschuldigt wird, selbst schuld zu sein. Oder behauptet wird, es hätte noch nie, niemals nicht ein Problem mit Feuchtigkeit gegeben. Obwohl es bereits vom Vormieter angezeigt wurde, obwohl schon bei der Wohnungsübergabe eine kleine Ecke in der Küche feucht war, deren Ursache aber ganz schnell beseitigt werden sollte. Obwohl im Kinderzimmer eine Ecke offensichtlich trockengelegt wurde - da ist bereits so eine komische Wand angebracht.
    Klar kann ich verstehen, daß man Angst hat, daß es teuer wird. Aber aus Angst vor den Kosten kann man doch einen Baumangel nicht einfach weiterbestehen lassen. Meinetwegen kann man das ja machen - wenn man selbst in der Wohnung wohnt. Aber nicht, wenn ich da drin wohne und Miete bezahle :)?

    Wir wollen uns nicht herumstreiten, wir wollen einfach nur eine trockene Wohnung. Unseren Teil der Verantwortung dafür übernehmen wir.
    Und es sollte doch im Interesse eines Eigentümers sein, seine Bausubstanz zu erhalten?



    Ja, wir finden die Luftfeuchtigkeit auch enorm hoch. Daher haben wir die Hausverwaltung bereits vor zwei Monaten darüber informiert. Und kontrollieren seitdem regelmäßig mit Hygrometer.
    Als die Temperaturen im Herbst noch so mild waren, waren die Fenster teilweise wirklich die gesamte Zeit geöffnet, in der einer von uns daheim war. Tagsüber bis zum (späten) Abend.


    Das mit den geschlossenen Türen machen wir ja extra so, damit die feuchte Luft aus den noch ungelüfteten Räumen nicht in die frisch gelüfteten Räume kommt.
    Alle Fenster aufreißen geht für mich bei den jetzigen Temperaturen fast gar nicht. Ich bin schon froh, wenn ich soweit durchgelüftet habe, ehe das Kind morgens aufsteht. Zumindest unter der Woche.
    Am Wochenende reißen wir fast alle Fenster gleichzeitig auf - wie oben beschrieben.

    Nein, die Wohnungstür reiße ich frühmorgens während meiner Morgenroutinen bestimmt nicht auf. Wir haben wirklich nette Nachbarn, aber das geht dann doch zu weit.



    Grüße
     
  13. kathi

    kathi Gesperrt

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    Das ist natürlich nicht schön, wenn man pauschal beschuldigt wird, aber es ist nunmal sehr oft wirklich ein Lüftungsproblem, wenn in einer Wohnung Feuchtigkeit oder Schimmel entsteht. Und ganz logischerweise geht man als Vermieter erstmal hin und versucht es mit der Lösung, die am nächsten liegt und nichts kostet.
    Wenn du Vermieter wärst, dann würdest du auch zuerst nach der billigsten und einfachsten Lösung suchen, bevor du mit aufwändigen Isolierungsmassnahmen anfängst. Man kann das auch Ausschlusskriterium nennen.
    Allerdings scheint ihr wirklich richtig zu lüften. Man kann von Mietern nicht erwarten, dass sie im Winter 8 mal am Tag für 10 Minuten stosslüften um die Bude trocken zu bekommen. Vielleicht bekommt man sie tatsächlich so trocken, aber dann liegt trotzdem ein Baumangel vor.
    Wir haben Mieter die praktisch im Winter nie lüften, aber trotzdem kein Problem mit nassen Wänden oder Schimmel. Aber das sind über 100 Jahre alte nicht isolierte Häuser. Und weil das trotz des Alters so gut klappt schrecken wir auch vor irgendwelchen Wärmedämmmassnahmen zurück, frei nach dem Motto "never change a running system".
     
  14. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Genau das ist das Problem. In dieser Konstelation liegt der Taupunkt bei 9 °C. eine ungedämmte aussenwand erreicht das mühelos und schon ist die Feuchtigkeit da.

    Nach den ganzen Beschreibungen:
    Fehler 1: Nach der Renovierung wurde die Feuchtigkeit nicht genügend abtransportiert. Trocknungsgerät holen und Raumfeuchte aus Mörtel und Gips raus holen. (sowas kann man mieten..)
    Fehler 2: mangelnde Beheizung. Heizung auf Funktionsweise überprüfen. Vielleicht ist da noch Leistung drin... (Entlüften? Ventil auf funktion prüfen )

    so würde ich das "beheben": Trocknungsgerät aufstellen und nach einer Leckage suchen (rohrleitungen prüfen; Wäsche grundsätzlich außerhalb der Wohnungn trocknen; Pflanzen vorübergehend ausquartieren; beim Trockner, sofern vorhanden, auf die problemlose Abführung der Flüssigkeit sorgen; Waschmaschine nur im geschlossenen Raum verwenden und nach der Wäsche Fenster öffnen)
    dann die Heizkörper prüfen, ob die richtig heiz werden und höher stellen (mindestens 21°C erreichen). Das Lüften der Wohnung auf ein Minimum reduzieren. frühstens 1-2 stunden, nachdem die 21°C erreicht sind, komplett Durchzug machen und das bei höchstens 15 minuten belassen.

    Das Problem ist, dass die Raumtemp die Luftfeuchtigkeit nicht aufnehmen kann. höhere Temp können mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Also müssen die Wände erwärmt werden. In diesem zusammenhang auch mal prüfen, ob die Wände nicht mit falschen Tapeten hermetisch abgeriegelt sind. Die Luftzirkulation an den Heizkörpern muss frei sein. (Keine Möbel vor den Heizkörpern und auch keine schöne langen schwere Vorhänge)

    Nach 2-3 Wochen (nach einer Woche Stress durch das Trocknungsgerät im "feuchtesten Raum") hast du das Schimmelproblem im Griff. wie in etlichen Threads bereits erwähnt: Für Feuchtigkeit/ Schimmel gibt es drei Faktoren: a) Temperatur b) relative Raumfreuchte c) Bausubstanz
    a und b kann der Mieter beeinflussen. c wird richtig teuer und ein Vermieter wird deswegen immer Punkt a und b als Ursache erklären. Vorallem weil der Punkt c auch fast ohne sinn ist, wenn sich a und b nicht ändern.

    Das sollten sich Mieter mal klar machen. Das ist in etwa so, als wenn man den Autoverkäufer haftbar machen will, weil man einen Unfall hatte. Die Bremsen hätten ja besser funktionieren können, wenn sie hochwertiger gebaut worden wären... :gehtnicht
     
  15. #14 Christian, 04.12.2010
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    Okay, mein Fehler.
    Aber trotzdem kann ja wegen den nassen Wänden durchaus Schiommel vorhanden sein, den du nur nicht siehst.

    Ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen:
    Der Vermieter behauptet, es liegt am Lüften, und du bist der festen Überzeugung, da´ß es ein Baumanghel ist (so kommt es, mal stark übertrieben formuliert, hier rüber).

    Ich könnte mir vorstellen, daß die Wahrheit genau in der Mitte liegen könnte ... aber das ist reine Spekulation.

    Mit welchem Ergebnis?
    Das ist das gleiche Problem mit der Angabe "Ständige kontrollen durch Labor XY" auf Lebensmitteln. Hört sich toll an, aber sagt absolut nichts über das Ergebnis der kontrolle aus.

    Das kann (kann, nicht muss) ein Fehler sein. Mal angenommen, die Wände etc. kühlen durch das ständig geöffnete Fenster aus, die Raumluft wird durch die Heizung jedoch schnell wieder aufgeheizt. Dann schlägt sich die Feuchtigkeit an den kalten (ausgekühlten) Wänden nieder.

    Je heftigeren Durchzug du in der Wohnung schaffast, um so vollständiger wird die feuchte Luft nach draußen und die trockene Außenluft nach innen befördert.
    Wenn du jedes Zimmer für sich lüftest, gibts keinen Durchzug, und es wird nur ein bisschen Luft ausgetauscht. Deswegen solltest du ALLE Fenster und ALLE Türen GLEICHZEITIG aufreißen - dann reicht auch eine relativ kurze Lüftungszeit.

    Du musst schon wissen, was du willst. Man kann manchmal halt nicht alles haben: Trockene Wände UND keine spannenden Nachbarn - das geht nunmal in diesem Fall nicht. Setz' also deine Prioritäten, und lebe mit den Konsequenzen ;)


    Auch wenn das jetzt vielleicht so aussieht, als wenn ich an jedem einzelnen Satz von dir was zu meckern habe, so ist das aber definitiv nicht böse gemeint. Vielleicht schaffen wir es ja, die Wände trocken zu bekommen :-)

    PS: Achte mal auf die Luftfeuchtigkeit (Hygrometer), wenn du im Schlafzimer das Fenster eine halbe Stunde offen lässt, und die Tür zum Flur geschlossen lässt. Und dann, im Vergleich dazu, die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer, nachdem du 10 min alle "Öffnungen" der Wohnung auf hattest - incl. Wohnungs- und Haustür.
    Ich wette mit dir, daß du in den 10 Minuten mit "alles auf" die Luftfeuchtigkeit auf deutlich kleinere Werte bringen kannst wie mit der halben Stunde "nur-Schlafzimmer-lüften".
     
  16. #15 Adrasteia, 05.12.2010
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    Das Renovieren fand im Frühjahr/Sommer statt. Da waren schon wegen des schönen Wetters die Fenster ständig offen. Wenn da die Feuchtigkeit nicht rauskonnte - wann dann?




    Ist doch klar, daß die Zimmerluft auskühlt, wenn man im Winter lüftet. Die 16° waren ja nach dem Lüften.

    Und genau das ist ja eine der Fragen, die mich beschäftigen: wenn man länger lüftet - wie hier von jemandem vorgeschlagen - dann kühlen die Wände aus und nachher wirds schlimmer statt besser.?




    Wir sind in der Sache wirklich reflektiert, haben uns belesen, heizen und lüften nach Empfehlungen.
    Meinst Du wirklich, wir sind so blöd und hängen bei dieser Luftfeuchtigkeit noch nasse Wäsche in der Wohnung auf? Der Wäscheständer steht auf dem überdachten Balkon und der Trockner steht im Keller.
    Mein Daumen ist leider ausgesprochen braun - deswegen gibts hier nicht allzuviel Grünzeug in der Wohnung.
    Die Heizungen sind nicht zugestellt. Schwere Vorhänge gibts hier nicht.
    Grünzeug und Tapeten gibts im Schlafzimmer gar nicht - und das ist der am schlimmsten betroffene Raum.

    Aber interessant finde ich Deine Empfehlung, das Lüften auf ein Minimum zu reduzieren.
    Ja was denn nun?


    Grüße
     
  17. #16 Christian, 05.12.2010
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    Hallo Adrasteia,

    du musst in möglichst kurzer Zeit möglichst viel "Innenluft" gegen "Außenluft" austauschen - in möglichst kurzer Zeit, damit die Wände, Möbel, etc. nciht auskühlen.

    Eine Stunde Fenster auf Kipp ohne Durchzug tauscht bestimmt auch die gesamte Luft in der Wohnung einmal komplett aus, kühlt aber gleichzeitig die Bauteile aus.
    Fünf Minuten richtiger Durchzug tauscht genau so die komplette Luft in der Wohnung aus, ohne die Wände auszukühlen.

    Du musst also möglichst kurz lüften, damit die Bauteile nicht auskühlen, gleichzeitig aber möglichst so lange, daß die komplette Luft ausgetauscht wird.
     
  18. #17 Adrasteia, 05.12.2010
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    Ergebnis steht ja schon irgendwo oben: nach dem Lüften ist die Luftfeuchtigkeit niedriger, Temperatur auch.




    Irgendwo oben stand auch noch ein Zusatz, sinngemäß: "an den milden Tagen im Herbst". Es war draußen noch warm und drinnen haben wir überhaupt noch nicht heizen müssen. (Ich bin eine Frostbeule, es war wirklich nicht kalt)





    Alle Fenster und Türen in der Wohnung waren bis zum Herbst aufgerissen. Spätestens dann hätte ja alle Feuchtigkeit raus sein müssen.
    Jetzt bei Minustemperaturen - und da kannst Du Dich auf den Kopf stellen - werde ich nicht alle Fenster und Türen gleichzeitig aufreißen. Da müssen separate Querlüftungen in den beiden Bereichen Küche-Eßzimmer-Bad und Schlafzimmer-Bad-WC-Kinderzimmer reichen.



     
  19. #18 Kitzblitz, 05.12.2010
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    Das Schlafzimmer ist häufig bei Schimmelbildung betroffen. Hintergrund ist, dass bei den meisten betroffenen Wohnungen das Schlafzimmer am wenigsten beheizt wird. D.h., die Raumluft und damit auch dessen Außenwände sind kühler als die der anderen Räume. Zudem hält man sich sehr lange Zeit im Schlafzimmer auf und verdunstet dabei auch eine ganz beträchtliche Menge Wasser.

    Steht nun die Schlafzimmertüre länger auf, kommt es zum Luftaustausch innerhalb der Wohnung. Die kältere Schlafzimmerluft "fällt" in die anderen Wohnräume und im Ausgleich strömt warme, wassergesättigtere Luft nach. An den kühleren Außenwänden des Schlafzimmers kommt es zu Kondensationserscheinungen.

    => Beachten: Schlafzimmertüre bei Temperaturunterschieden stets geschlossen halten.

    Weiterhin ist es so, dass häufig Schimmel ensteht, weil die Luftzirkulation gestört ist, oder nicht genügend Luftbewegung durch Personen entsteht (z.B. weil tagsüber niemand daheim ist) oder sogar die Heizkörper ungünstig plaziert sind. Es gibt Raumbereiche/Wände, an denen fast kein Luftaustausch stattfindet. Auch hier werden die Außenwände kühler als die anderen.

    => Abhilfe schafft hier das stundenweise (Zeitschaltuhr) laufen lassen eines Lüfters (nicht Heizlüfter, sondern die Dinger, die man im Sommer einsetzt). Damit kommt auch es auch in diesen Bereichen zu ausreichender Zirkulation der Raumluft.

    Momentan ist kurzes Stoß- und Querlüften von Wohnräumen besonders wirkungsvoll - die Luft draußen ist durch die vorherrschende Kälte sehr trocken.

    Baumängel (z.B. Kältebrücken) sind nicht auszuschließen.
     
  20. #19 Christian, 05.12.2010
    Christian

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    Warum möchtest du nicht alle "Öffnungen" gleichzeitig aufreißen?
    Ich denke, daß das mehr bringt und für ein angenehmeres Klima sorgt, statt erst die eine Hälfte der Wohnung zu lüften und dann die andere.
     
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