Fristen zwischen Bekanntmachung und Durchführung eine Reparatur

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von DAG67, 08.06.2014.

  1. DAG67

    DAG67 Benutzer

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    Hallo, nachdem von der ETG ein Beschluß zur Durchführung einer Reparatur gemacht worden ist vergibt der Verwalter den Auftrag dazu an eine Fa. und spricht einen Termin ab.
    In dem konkreten Fall muss die Fa. zur Durchführung in die Wohnung ( diese ist vermietet ).

    Gibt es in diesen Fall Fristen die der Verwalter einzuhalten hat ( zwischen der Bekanntgabe des Termins und der Durchführung der Reparatur ) ?
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Das erfordert das Einverständnis des Mieters.


    "Bekanntgabe" genügt nicht, es ist eine Terminvereinbarung mit dem Mieter erforderlich, falls der nicht gerade bereit ist, die Schlüssel beim Verwalter/Eigentümer/Hausmeister/... zu hinterlegen und mit Durchführung in Abwesenheit einverstanden ist. Das wäre aber großes Glück - wer würde das schon akzeptieren?

    Davon abgesehen gibt es keine formale Frist, die einzuhalten wäre. Wenn man zu wenig Vorlauf einplant, macht der Mieter einem vielleicht einen Strich durch die Rechnung.
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Nach § 555a Abs. 2 BGB sind Erhaltungsmaßnahmen rechtzeitig anzukündigen. Dabei ist nicht davon die Rede, dass der Mieter ein Mitspracherecht hätte. Vielmehr ist der Mieter schlicht und einfach zur Duldung verpflichtet. Bekanntgabe ist also völlig ausreichend.
    Der Mieter wird vorzutragen haben, warum ein rechtzeitig angekündigter Termin nicht zumutbar wäre.
    Als rechtzeitig wird eine Ankuendigungsfrist von 4 Tagen bei einem berufstätigen Mieter und von einem Tag bei einem nicht berufstätigen Mieter anzusehen sein. Mit 4 Werktagen oder einer Woche sollte der Vermieter auf der sicheren Seite sein.
    Noch mal: der Mieter ist zur Duldung verpflichtet. Diese Verpflichtung hängt nicht davon ab, ob es dem Mieter zufälligerweise gerade passt, sondern nur von der rechtzeitigen Ankündigung.
     
  5. Andres

    Andres
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    Und was macht das für einen praktischen Unterschied, wenn der Mieter schlüssig darlegen kann, warum Termin X nicht geht?
     
  6. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    aber gerade bei berufstätigen wird der Einwand "ich bekomme an dem Termin nicht frei" durchaus nachvollziebar sein. Sollte also dem Mieter der Termin nicht passen, dann muss/sollte i.d.R. der Mieter alternativ Vorschläge machen und das kann man in der Ankündigung zu einem Termin x auch gleich schon reinschreiben ..... :91:
     
  7. Duncan

    Duncan
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    Gerade bei diesen weise ich auch darauf hin, dass ich ihre persönliche Anwesenheit nicht benötige, sondern nur den Zugang, der kann gerne auch durch eine beliebige Person ihres Vertrauens (oder geringsten Misstrauens) gewährt werden. Oma, Cousine, Schwager, Hund Fridolin, den Standortpfarrer...
    Gar nicht selten findet sich da eine Möglichkeit. Nicht selten heißt es: Ach, der Monteur von gestern? Ja, könnte sich der den Schlüssel sich nicht heut nach Feierabend abholen? Dann kann er da morgen gleich früh anfangen...

    Arge Terminproblem haben irgendwie nur Rentner nach Ankündigungen mit 14-tägigem Vorlauf... :unsicher024:
     
  8. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    solange die Reparatur "warten" kann, wäre mir das auch wurscht. Immerhin kann dann die Beeinträchtigung für den Mieter auch nicht so groß sein.

    Ansonsten akzeptiere ich das aber auch, wenn ein Mieter gerne selber anwesend seinen will bzw. eben keinen Bekannten hat oder eben den Handwerker nicht unbeaufsichtig in seine Wohnung lassen will.

    Anders sieht es nur aus, wenn die Reparatur nicht "warten" kann bzw. man mit Folgeschäden ansonsten rechnen muss.
     
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