Fristlose Kündigung / ordentliche Kündigung

Diskutiere Fristlose Kündigung / ordentliche Kündigung im VF - Ankündigungen! Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo, ich würde gerne eure Erfahrungen wissen, ob folgende Gründe berechtigen zur Fristlosen oder Fristgerechten Kündigung....Auszug aus der...

  1. #1 Jennifer_B, 25.08.2017
    Jennifer_B

    Jennifer_B Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich würde gerne eure Erfahrungen wissen, ob folgende Gründe berechtigen zur Fristlosen oder Fristgerechten Kündigung....Auszug aus der Abmahnung.....


    · mehrere Mieter haben sich an uns gewandt, da sie in den letzten Wochen mehrmals durch erheblichen Lärm im Haus den Hausfrieden selbst in erheblicher Weise gestört haben.

    · Ordnungsamt und Polizei sind mehrmals zum Haus gerufen worden. Lärmprotokoll liegt vor


    Es liegen mir hierzu Beschwerden von Mitbewohnern des Hauses vor, die diese gravierenden Lärmbelästigungen glaubhaft darlegen. Ihr Verhalten stellt einen groben Verstoß gegen Ihre mietvertraglichen Pflichten dar, ich sehe mich deshalb gezwungen, Sie hiermit abzumahnen und aufzufordern, Ihr Wohnverhalten zu ändern und keinen störenden Lärm mehr zu verursachen. Insbesondere in der Nacht und in den frühen morgen Stunden.


    · Die Treppenhausreinigung wurde seit April Ihrerseits nicht mehr vorgenommen. Wir bitten Sie sich an die Hausordnung zu halten und das Treppenhaus sauber zu halten.

    · Das Herausstellen der Mülltonnen monatlich nach Absprache mit der Schlüsselübergabe ist mehrfach nicht erfolgt.


    · Das Anlügen der Vermieter berechtigt zur Kündigung des Mietvertrages. Siehe hierzu Ihre falschen Angaben zur Überlassung der Wohnung an dritter während Ihrer Abwesenheit.

    · Laut Aussagen aller Nachbarn und Zeugen aus der Nachbarschaft ist der ständige Aufenthalt Ihrer Freundin in der Wohnung zu belegen. Wir fordern Sie hiermit auf die Frage der Nebenkostenabrechnung mit uns zu klären.

    · Das Belästigen anderer Mieter und Verleumdungen gegen den Vermieter stört den Hausfrieden enorm und ist sogar Strafbar, andere Mieter haben sich am 24.08.017 bei uns beschwert.



    reicht dies ? es ist wirklich nicht mehr auszuhalten! Jeder beschwert sich über diesen Mieter. Der will einfach nicht uassziehe! Ja, ich weiß, das ein Anwalt dies besser beantworten kann, mich interessieren auch nur Erfahrungsberichte oder ähnliches....
     
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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Jennifer_B,
    ich würde ihn nach dieser Aufzähung auffordern, diese Verhaltensweisen ab sofort abzustellen, da ich ansonsten das Mietverhältnis fristlos, hilfsweise fristgerecht, kündigen werde und mir Schadensersatzansprüche vorbehalte.
     
  4. #3 Papabär, 25.08.2017
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    ruhestörender Lärm, der auch nach einer erfolgten Abmahnung anhält, berechtigt zur fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses. Der obige Text scheint mir aber als Abmahnung auch dann nicht geeignet, wenn man alleine das Wort dreimal unterstreicht.

    Ob eine dritte Person (hier die Freundin) nun ständig in der Wohnung ist, wäre zu vielleicht belegen ... aber sicherlich nicht durch den Mieter.

    Falschaussagen (vulgo anlügen) ggü. dem Vermieter sind so ein zweischneidiges Schwert. Es gibt Fragen, auf die muss ich dem Vermieter gar keine korrekte Antwort geben. Außerdem hätte der Vermieter zu beweisen, dass die Antwort A wirklich falsch war und B der Mieter es zu dem Zeitpunkt besser wusste.

    Ich rate hier dringend die Konsultation eines Fachanwaltes an.
    1. Der Kopfbogen eines Rechtsanwaltes macht bereits bei "normalem" Schriftwechsel auf die meisten Mieter einen ganz anderen Eindruck als jener von Lieschen Müller.
    2. Der Fachanwalt kann relevante Sachverhalte nicht nur besser (im Sinne von rechtssicher) formulieren - er wird auch unerhebliche Anschuldigungen erkennen und ggf. auslassen.
    3. Vor allem aber wird der Rechtsanwalt seinen Mandanten davor bewahren ins offene Messer zu laufen (ich blicke da mal auf §164 StGB).
    4. Der Fachanwalt kennt die Tücken bei fristlosen Kündigungen wegen Lärmens - und achtet i. d. R. auf ausreichende Beweisführung. Damit vermeidet er ggf. Gerichtskosten.
     
  5. #4 dots, 25.08.2017
    Zuletzt bearbeitet: 25.08.2017
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    Wem?
    Und warum macht derjenige aus dem Inhalt des Protokolls ein Geheimnis?

    Ich meine ja nur ... einfach nur ein Protokoll zu führen, wird nicht reichen. Das Protokoll wird auch das "richtige" aussagen müssen.
    Ansonsten hätte ich die perfekte Vorlage:
    ---
    Lärmprotokoll
    Montag: nix
    Dienstag: nix
    Mittwoch: war ich nicht da
    Donnerstag: nix
    Freitag: nix
    ---


    ... WEM glaubhaft darlegen? Dir, deinem Friseur, deinem Anwalt, dem Beschuldigten?

    Ich denke, du musst mal konkret werden: WELCHE Lärmbelästigungen?
    Z.B.
    01.01.2000, 17:23 Uhr, Einmaliges Tür zuknallen.
    02.01.2000, 23:44 Uhr, Einmaliges lautes Brüllen "Arschloch".

    So in der Art. Dann muss man sich auch keine Gedanken um Glaubhaftigkeit machen, entweder stimmen die Angaben oder nicht.

    Wann? Datum? Uhrzeit? Grund? Von wem gerufen?
    Vom Nachbarn 3 Häuser weiter, wegen etwas ganz anderem? Das wirst du dem Mieter nicht anlasten können!
     
  6. #5 dots, 25.08.2017
    Zuletzt bearbeitet: 25.08.2017
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    Lass uns mal ganz extrem und abwegig denken:
    Der Beschuldigte läuft in Socken durch die mit Teppichboden ausgelegte Wohnung. Aufgrund der Hellhörigkeit des Hauses fühlen sich die Nachbarn durch die Laufgeräusche gestört. Willst du dem Beschuldigten jetzt ernsthaft verbieten, die Mietsache vertragsgemäß zu nutzen?


    Krass! 8 Jahre lang? Oder welchen April meinst du?
    Übrigens: Der Angesprochene muss die Treppenausreinigung gar nicht "seinerseits" vornehmen. Es reicht durchaus, wenn er sie "seinerseits" vornehmen lässt.

    Dass man einer Bitte nicht entsprechen muss, weißt du, oder?

    Was genau wurde mit der Schlüsselübergabe abgesprochen?
    Und, noch spannender: Durch wen hätte das, was offensichtlich nicht erfolgt ist, erfolgen sollen?

    Welche Frage?
    Außerdem befürchte ich, dass nicht der Mieter diese ominöse Frage zu klären hat, sondern der Vermieter.
    Wenn er das nicht kann, hat er Pech gehabt und vielleicht gelernt, dass es nicht gut ist, Personenzahlen als Umlageschlüssel zu verwenden.

    Und: Den Satz solltest du nicht mit "Laut", sondern besser mit "Durch" beginnen. Oder aber die Tatsachen direkt nennen, statt rumzuschwadronieren, dass irgendwer irgendwas weiß.

    Toll! Jetzt ist nur noch offen, wer belästigt hat.
    So ist der Satz einfach nur für die Tonne.

    Garantiert nicht (in der von dir gewählten Formulierung).
     
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  7. #6 Jennifer_B, 25.08.2017
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    ersteinmal, danke für die ausführliche antwort!!! ein paar deiner anmerkungen sind schon umgesetzt nur hatte ich diese hier nicht exakt aufgeschrieben!
    deine anderen anmerkungen werde ich ändern, da uns absolut für sowas das wissen fehlt! wir sind ein privater vermieter und hatten bis dato zum glück noch nie probleme und sind echt ratlos.... deine tipps helfen da schon echt gut weiter.

    Ich weiß ein Anwalt kann es besser, aber leider kostet dieses auch eine menge wenn man nicht im rechtsschutz oder ähnliches ist :/
     
  8. #7 Jennifer_B, 25.08.2017
    Jennifer_B

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    P.S: das sind Auszüge aus einer Abmahnung und nicht aus einem Kündigungsschreiben! dies ist noch nicht aufgesetz
     
  9. Andres

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    Eine Abmahnung (wie jedes andere Schreiben, auf das man später vielleicht rechtliche Ansprüche stützen möchte) sollte in sich verständlich sein. Auch wenn die Vorgeschichte "bekannt" ist, wird sie in der Abmahnung wiederholt. Ein Außenstehender sollte ohne weitere Informationen aus der Abmahnung erkennen können, was hier Sache ist.

    Die Abmahnung sollte auflisten, was der Mieter konkret und für jeden Einzelfall getan oder unterlassen hat, wie damit gegen vertragliche Pflichten verstoßen wird und welches Verhalten vom Mieter erwartet wird.


    Das sehe ich nicht so. Vielleicht berechtigt es zur Anfechtung des Vertrags, wenn der Vertrag erst durch diese Lügen geschlossen wurde. Vielleicht liegen im Inhalt der Lügen (hier also wohl in der fehlenden Erlaubnis zur Gebrauchsüberlassung, wobei ich diesen Teil nicht wirklich verstehe) Gründe für Kündigungen oder Abmahnungen. Vielleicht auch nicht, denn es gibt Dinge über die man den Vermieter durchaus anlügen darf. Wie auch immer: Die zitierte Aussage ist eine (fragwürdige) Tatsachenbehauptung und passt überhaupt nicht in das o.g. Schema.

    Und dann natürlich die ganzen anderen inhaltlichen und formalen Punkte, die dots beanstandet ...


    Wenn man versichert ist, kostet der Anwalt sogar noch mehr - man merkt es nur nicht so deutlich. So oder so ist das kein Argument. Mit einem so schwach formulierten Schreiben wie dem obigen, kann man einen erheblichen Schaden anrichten. Wenn der Mieter merkt, dass der Vermieter nicht gut beraten ist und von der Sache mäßig viel Ahnung hat, ist er eher motiviert die Sache bis zum Ende auszufechten. Beim Anwalt wirkt alleine der Briefkopf gelegentlich schon Wunder, spätestens der Inhalt ...
     
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  10. dots

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    Natürlich können die allermeisten Anwälte es besser.
    Aber die geben sich bestimmt auch Mühe.
    Deine Texte wirken auf mich so, als wenn du dir keine Mühe gibst.

    Am Satzanfang verwendet man üblicherweise einen Großbuchstaben, und am Satzende lässt man nicht einfach was weg, weil man den beitrag einfach nur schnell - und ohne viel Aufwand - abschicken möchte.

    Das sind zugegebenermaßen nur Kleinigkeiten, aber deine Beiträge strotzen vor solchen Kleinigkeiten.

    Wenn du Abmahnungen und Kündigungen auch so verfasst, dann gute Nacht.

    Ich bin übrigens auch "nur"
    und
    .
     
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  11. #10 Jennifer_B, 25.08.2017
    Jennifer_B

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    ich habe einfach null ahnung! das gebe ich ja zu! und war mit sowas bisher nie konfrontiert. Es fehlt halt auch jedes klares denken, daher bedanke ich mich für eure tipps!
     
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Fristlose Kündigung / ordentliche Kündigung

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