FRistlose Kündigung wegen Mietzinsverzug, MIeter nicht mehr auffindbar

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von FErdi, 13.10.2013.

  1. FErdi

    FErdi Neuer Benutzer

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    Hallo liebe Forenmitglieder, Habe 2 Zimmer Wohnung vermeitet vor 5 Monaten, jetzt zahlt MIeter seit 2 Monaten nicht mehr und ist seither nicht mehr in Wohnung und nicht mehr auffindbar mit übervollem Briefkasten ect. FRistlos gekündigt habe ich bereits zum 31.10 , welche Möglichkeiten gibt es danach außer langwierigen KLage. Vielen DAnk für eure Hilfe
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Legal und ohne den Mieter ausfindig zu machen? Keine ...
     
  4. FErdi

    FErdi Neuer Benutzer

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    Mieter nicht auffindbar

    Danke mir ist klar, daß die Lage bescheiden ist, trotzdem brauche ich irgendeine Lösung, die irgendwie vertretbar ist. Was passiert wenn ich die Wohnung durch Verwalter räumen lasse ( steht fast nichts drin ) Schloß tausche und weitervermietet. Bin froh um jeden praktikablen Tip. Ferdi
     
  5. Yoki

    Yoki Neuer Benutzer

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    Hallo Ferdi,

    uiii, kein guter Ausgangspunkt.

    Wichtig ist schon mal dass er nicht in der Whg liegt ....(sorry aber weiss man es ) ich hoffe natürlich nichtr ...vermutlich würde sich das jetzt auch auswirken.

    Schwierig aus einer solchen Situation jetzt richtig zu handeln.

    So wie ich es verstehe sit dr Mieter jetzt seit 2 Mon. nicht mehr gesehen worden und schweint sich auch nicht in der Wohnung aufzuhalten.

    Kündigung hast Du ihm in den Briefkasten geworfen ? (den überfüllten)

    Vlt. wäre es schon einmal hilfreweich wenn Du versuchst herauszubekommen ob er offiziell noch da gemeldet ist (das geht bei uns hier über das Einwohnermeldeamt mit dem Grundbesitzabgabenbescheid damit bekommt man als V;M Auskunft wer bei einem gemeldet ist)

    Warum ? Könnte ja sein dass er vlt. auch mal eben umgezogen ist und sich dort auch angemeldet hat ...

    Legal geht es dann auch nur so dass Du Dir am besten Fach(!!)anwaltlichen Rat einholst um wirklich auf der guten Seite zu stehen.

    So mal eben wird das leider alles nicht gehen. Aber erkundige Dich da bitte genau.

    Ich drück Dir die Daumen .

    LG
     
  6. kathi

    kathi Gesperrt

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    Natürlich KANNST du die Wohnung räumen lassen, das Schloss austauschen und neu vermieten. Deiner Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Nur musst du bereit sein auch die Folgen in Kauf zu nehmen, die das haben KANN.
     
  7. Andres

    Andres
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    Eigentlich nicht, man muss sich nur an den "üblichen" Ablauf halten, statt das "irgendwie schneller" machen zu wollen - auch wenn's ärgerlich ist.

    • Kündigung beweissicher zustellen (Gerichtsvollzieher oder Einwurf mit Zeuge(n)).
    • Nach Ablauf der letzten Frist (hier wurde der 31.10. genannt) Räumungstitel erwirken. Ein Anwalt würde helfen, man kann das aber auch selbst machen. Etwas Formulierungshilfe gibt es vom Rechtspfleger ...
    • Damit zum Gerichtsvollzieher, Vorschuss leisten. Hier bietet sich eine Räumung nach Berliner Modell an - der verbleibende Krempel scheint recht wenig zu sein, kann man also selbst einlagern.
    • Nach Übergabe durch den Gerichtsvollzieher dann als erstes den Zustand und Inhalt der Wohnung mit (vielen!) Fotos, Videos und Zeugen dokumentieren. Mieter behaupten gerne mal Goldbarren in der Wohnung ...
    • Wohnung ggf. aufbereiten und dann neu vermieten.

    Wenn sich der Mieter nicht wehrt, kann man das ganze Prozedere mit etwas Glück in 3 Monaten durchziehen - zur Sicherheit würde ich eher mit 5-6 Monaten rechnen.

    Wenn beim Mieter etwas zu holen ist, kann man sich natürlich alle Kosten sowie Mietausfall erstatten lassen.


    Um das mal etwas näher auszuführen: Das Betreten der Wohnung stellt einen Hausfriedensbruch dar. Im schlimmsten Fall bestreitet der Mieter (erfolgreich) den Zugang oder die Wirksamkeit der Kündigung. Dann besteht das Mietverhältnis weiter, was dann z.B. bei bereits erfolgter Neuvermietung zu Schadensersatzansprüchen des Mieters führt.

    Ob man dieses Risiko eingeht oder lieber den sicheren Weg geht, muss jeder selbst wissen.
     
  8. Yoki

    Yoki Neuer Benutzer

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    Andres, das ist vollkommen richtig und das ist sicherlich der Weg der jetzt der richtige und rein rechtlich natürlich auch der Beste ist um auf der ganz sicheren Seite zu sein als VM.

    Schlimm genug schon dass man als VM da steht und vermutlich, wenn alle Stricke reissen, noch auf einem Berg kosten sitzen bleibt ....

    Das ist auch das was ich mit schwierig meine .... Ein normaler Weg den ich als VM gehen muss wenn alles korrekt ablaufen soll und muss .... Ohne hinterher der Dumme zu sein, der man in gerade solchen Situationen auch meist ist (finanzielle verluste die schon ganz schön zu Buche fallen können und werden)


    Aber es ist nun mal auch so dass man nicht so kann/darf wie man gern möchte ... Ausser man spricht die gleiche Sprache und bekommt den Mieter zu Gesicht.

    Hier weiss jetzt keiner ob er jetzt einfach so verschwunden ist,ob er überhaupt noch am Leben ist, vlt. In einer Klinik liegt, im Gefängnis etc...weiss man es ...? nein.

    Also ist es doch angebracht den wie Andres angesprochenen normalen Weg zu gehen ... Wenn es gar keine Möglichkeiten gibt den Aufenthaltsort des Mieters herauszubekommen.

    Bin ehrlich, mir tun die VM Kollegen wirklich immer so leid wenn sie solche Mieter erwischen, nicht das wir sowas noch nicht hatten in den ganzen Jahren wo wir vermieten .... Nur hatten wir *dass Glück* diesen Mieter ausfindig zu machen und das in seiner Sprache zu regeln, so hielt sich alles in Grenzen für uns.... Welcher VM kann schon solche Unmengen an Kosten und Mietausfall etc. Länger stemmen ?? Aber das ist die andere Seite der Medaillie und unterm Strich gibt es mehr gute Mieter als schlechte, denn meist wird wenn nur pber die Schlingel berichtet ...da schauts so aus wenn es viele solcher Schlingel gibt .... Es gibt aber mehr gute Mieter !!!

    Ferdi ich wünsch Dir dass du eine gute Lösung finden wirst.

    LG
     
  9. #8 immodream, 15.10.2013
    immodream

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    Hallo Yoki,
    den Ausdruck " und das in seiner Sprache zu regeln " werde ich mir merken.
    Denn diese Sprache habe ich mit einigen Mietern in den letzten Jahren auch gesprochen und die haben mich tatsächlich verstanden und nicht auf ein Gericht als Dolmetscher bestanden.
    Grüße
    Immodream
     
  10. FErdi

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    Liebe Forumkollegen, vielen Dank für die Tips. Ich bin z.zt dran den Vater des Mieters zu finden um somit weiter zu kommen. Über den Zeitaufwand möchte ich lieber nicht nachdenken.Alles in allem ist es wirlich zum heulen, was Mieter -bis dato zum erstenmal bei mir- so treiben. Ich halte euch auf dem laufenden. Leider ist das Objekt 500 km entfernt.
    Ferdi
     
  11. #10 Have_a_nice_day, 27.10.2013
    Have_a_nice_day

    Have_a_nice_day Neuer Benutzer

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    Zu den Ausführungen von "Andres" ist nichts hinzu zu fügen, sofern sich der Räumungstitel auch über den Wege "erstreiten" läßt ... beim AG Köln geht nichts ohne eine "öffentliche Zustellung der (Räumungs-)Klage" und damit verbunden möchte das AG Köln Negative Auskünfte von mehreren Behörden über die Adresse des Betroffenen.(Arbeitsamt, EMA, Post-Anschriftenprüfung, Lokale Dienststelle Polizei, ARGE, Energieversorger).

    Ein solches Verfahren dauert in der Regel in Köln bis zu 6 Monaten ... wenn man am Ball bleibt, soll heißen das Verfahren aktive begleitet um keine Schlummerphasen zu erleiden.

    Da ist es eine Risikoabwägung, ob man ein solches Objekt nicht direkt "räumt" - was natürlich verboten ist ... aber Kosten minimiert ...

    Ich kann noch empfehlen den Versuch zu unternehmen die neue Adresse zu ermitteln:
    Post-Anschriften Prüfung, Nachsendeauftrag, EMA Anfrage (Legitimation), Versorger (Strom ?) - Wer war der Arbeitgeber ?

    Die Dokumentation ist das A und O bei der Räumung ... Die Räumung nach Berliner Modell heißt, daß der Gerichtsvollzieher "nur" den Schließzylinder austauscht um den Vermieter / Eigentümer in den Besitz der Mietsache zu versetzen. Eine Räumung der Mietssache und die Aufbewahrung und Verwertung des geräumten Gutes durch den GV findet nicht statt. Der Vermieter übt sein Vermieterpfandrecht gem. § 562 BGB an allen in der Wohnung befindlichen Gegenständen aus.

    Nachteil: Die Sachen sind anschließend einen Monat lang zu verwahren, mit Ausnahme von Abfall etc.. Die Haftung des Vermieters ist in dieser Zeit auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Der Vermieter hat unpfändbare Sachen auf Verlangen herauszugeben. Nach Ablauf des Monats kann er den Hausrat verwerten. Die Verwertung ist auch mit Tücken "behaftet" und muss im Regelfall über einen amtlichen Auktionator erfolgen.

    DOKUMENTIEREN !!! PHOTOS machen - nirgendwo waren mehr Juwelen, Rohdiamanten, Dukaten-Esel, Goldmünzen als in diesem "Nachlass" ...

    Vorteil: Kostenersparnis - kein Vorschuss für einen Spediteuer den der GV beauftragen würde für die Räumung und Einlagerung.


    Und jetzt nochmal was persönliches:

    500 km ist die Distanz, die deine Freundin entfernt wohnen sollte, solltest Du verheiratet sein !

    Eine Immobilie darf nicht weiter als eine Autostunde weit weg sein ... Da muss man mal hin können, Handwerker kontrollieren, nach dem rechten schaun, den Mieter fragen können warum die Miete noch nicht da ist ... Man(n) muss mit Dir rechnen müssen ...

    Auf so eine Distanz hat eine Verwaltung einen lauen Job, fürchtet sich niemand vor einer Kontrolle, einer Stipvisite ...

    Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch ... bei 500 km ist die Katze in anderen Galaxien ... auf die Distanz ist alles geduldig - es wird ja nicht gleich jemand erscheinen ...
     
  12. #11 Aktionär, 28.10.2013
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    Eine öffentliche Zustellung dauert nicht nur in Köln mehrere Monate.

    Was die Entfernung zum Objekt angeht: Der TE hat ncihts dazu gesagt wie er zu der Immobilie gekommen ist. Vielleicht war das ganze eher passiv (z.B. ererbt) und es konnte kein Einfluss auf die Entfernung genommen.
     
  13. Berny

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    Hi Have_a_nice_day,
    danke für Deine ausführlichen Ausführungen! :)
     
  14. tokape

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    Da das Thema immer mal wieder hochkommt hier mal ein schöner Link:
    NRW-Justiz: Antrag auf Räumung einer Wohnung

    Auf dieser Seite der NRW-Justiz gibt es eine nette pdf mit dem Vordruck zum einleiten einer Räumungsklage. Dort steht auch, was alles benötigt wird. Spart schon mal den Anwalt. Vorerst!

    Das andere: Man kann ja auch mal einen Wohnungsschlüssel zu Beginn des Mietverhältnisses behalten (was der Mieter nicht weiss macht ihn nicht heiss!) Sollte dann der GV irgendwann die Tür öffnen müssen spare ich mir den Schlüsseldienst (bei uns in der Gegend ca. 150,- EUR incl. neuem Schloss). Dem GV ist es ja egal ob man einen Schlüssel hat oder nicht.

    Mit diesen beiden Aktionen habe ich, je nach Miethöhe, so um die 1.000,- EUR gespart. Wenigstens etwas!
     
  15. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Danke Dir für den Link!:046sonst:
     
  16. #15 Aktionär, 28.12.2013
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    Und das "Vorerst" ist bereits dann vorbei, wenn die gegnerische Partei eine Klageerwiderung ankündigt und auch durchzieht. Dann kommt man wohl nciht mehr ohne Rechtsbeistand aus, aber einen Versuch ist es allemal wert.
     
  17. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    Ist schon klar, aber wie oft sind Mieter, wie in diesem Thread ja auch, einfach abgehauen. Ich habe auch schon des öfteren erlebt, dass wenn die Klage ins Haus kommt, sich die unwilligen Mieter schnellstens aus dem Staub machen.
     
Thema: FRistlose Kündigung wegen Mietzinsverzug, MIeter nicht mehr auffindbar
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