Fristsetzung zur Mängelbeseitigung und Androhung von Beauftragung von Handwerkern

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von Goldhamster, 13.03.2015.

  1. #1 Goldhamster, 13.03.2015
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

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    Hallo,
    nach wirklich ruhigen Jahren hat es mich jetzt auch mal wieder erwischt.

    Mietobjekt:
    Kleine 2Zi -Wohnung in 2Fam-Hs, Bj 1870? (kein Gründerzeithaus) unterster Standard aber schöner Garten und gute Lage. Geringe Miete. Vermietet seit ca. 1,5 Jahren an Einzelperson

    Problem:
    Feuchtigkeit im Haus, dh. Wände
    somit Schimmel und noch ein paar Kleinigkeiten

    Frage:
    Nun droht der Mieter schriftlich über den Mieterverein mit Beauftragung von Handwerkern zum Abstellen der Mängel zu meinen Lasten. Das kann ja sehr teuer werden und schreit ja schon nach Ärger.
    Wie reagiert man am besten?

    Danke für die Hinweise
     
  2. AdMan

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  3. #2 Nero, 13.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.2015
    Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    Da es sich bei meinen kleinen Haus auch im Grundsatz um ein älteres Modell (1890) handelte, war mir bewusst, wo noch ein Feuchtigkeitsproblem (aufsteigend = Wände ) liegen könnte.

    Ich habe daher nach Mängelanzeige des M. ! sofort nach Begutachtung einen Handwerkerbetrieb beauftragt, der den Keller vollkommen freigelegt und nach neuesten Maßstäben abgedichtet hat. Auf meine Kosten - zu wessen sonst.

    Die Sache wird immer - falls die Bausubstanz zutreffend - zu deinen Lasten ausgehen - egal woher der Wind weht.

    Ich habe aber auch "gerne" die teure Pille geschluckt - denn ich wollte auf gar keinen Fall Schimmel im Haus haben.

    Muss aber nochmals abschließend erwähnen, dass es sich um einen Gewölbe/Sandsteinkeller gehandelt hat, den der M. seit 1998 luftdicht (bis zum Schlüssellloch ) abgeriegelt hatte. Bis dahin gab es nie Probleme.

    Egal - nimm das Heft in die Hand und werde selbst tätig - bevor es andere auf deine Kosten über das Erforderliche hinaus tun. L. G.
     
  4. Andres

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    Seit wann bestehen diese Mängel? Schon bei Übergabe der Mietsache? Beweisbar?

    Hat der Mieter die Mängel schon mitgeteilt bzw. waren dir die Mängel schon vor diesem Schreiben bekannt? Was hast du bisher unternommen, um dir bekannte Mängel zu beseitigen?

    Mit anderen Worten: Zunächst einmal würde ich zusehen, dass ich nicht mit der Beseitigung von Mängeln in Verzug bin und auch sonst die Voraussetzungen für Ersatz von Aufwendungen oder Kostenersatz nicht gegeben sind.
     
  5. #4 Goldhamster, 13.03.2015
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

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    Hallo und danke für die Antworten.

    Das Haus ist sehr alt und hat diese Mängel auch schon länger. Auch schon im gewissen Maße bei der Übergabe. Ich war aber lange nicht mehr in der Wohnung.

    Aber wie will denn der Mieter intensive Feuchtigkeitsschäden beseitigen lassen? Wenn das so einfach wäre, hätten wir das ja schon lange mal gemacht... Der kann doch nicht eine komplette Horizontale Abdichtung im Mauerwerk anbringen lassen. Das sprengt doch jeden Rahmen...
     
  6. #5 Glaskügelchen, 13.03.2015
    Glaskügelchen

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    Na wenn er Geld hat, zahlt er halt die nächsten 30 Jahre keine Miete mehr ;-)
    Nein, aber ernsthaft........... hättest du im MV auf die feuchten Wände hingewiesen, hättest du jetzt ein Problem weniger.
     
  7. Duncan

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    ehm - so feuchtes Mauerwerk im Gründungsbereich macht dir die Bausubstanz auf Dauer kaputt. Irgendwann unreparierbar! = Totalverlust des Hauses. Wenn du nicht unbedingt ein Denkmalobjekt brutal entsorgen willst (Risiko!), solltest du da schon aus Eigeninteresse lieber heute als morgen beigehen. Die Mauerwerktrockenlegung kann auch/nur in Abschnitten erfolgen. Wenn du schon angefangen hast kann der Mieter schlecht mit Ersatzvornahme kommen...
    Je, nach Geschick und körperlicher Leistungsfähigkeit kann man da auch sehr viel selbst machen.

    Also:
    1. Termin bei Mieter zu genauen Schadensaufnahme, mit Mauerwerksfeuchtemessung.
    2. Handwerkerangebote einholen
    3. Durchführung der Arbeiten zeitnah.
    Ausschachten kann eigentlich jeder ohne körperliche Handicaps. Abfegen, abwaschen auch. Fehlstellen ausputzen ist auch kein Hexenwerk. Dickbeschichtung auftragen ist auch keine Kunst, muss nur gleichmäßig und in der richtigen Stärke(je nach Produkt und Hersteller) erfolgen. Schutzmatte, verfüllen, verdichten, Oberflächengestaltung...
    oder halt per Injektionsverfahren, da eher jemanden ran lassen der das schon mal gemacht hat...

    Bei meinem Altbau bin ich jetzt halb rum. :160:
    Effekte spür- und messbar.
     
  8. #7 Glaskügelchen, 13.03.2015
    Glaskügelchen

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    @Duncan
    Bitte mal Vorsicht mit "sowas kann jeder" und derartigen Ratschlägen.
    Für eine gute Querlüftung der Kellerräume sorgen, sowie eine Ummantelung der Rohre, die im Sommer Unmengen an Kondenswasser produzieren, kann schon Wunder bewirken.
    Im Sommer ZU und im Winter OFFEN ist oftmals auch sehr wichtig.
     
  9. Andres

    Andres
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    Doch, genau das kann der Mieter tun, falls die Voraussetzungen gegeben sind - und er einen möglicherweise sechsstelligen Betrag vorschießen kann.

    Dass sich die Lage seit Überlassung erheblich verschlechtert hat (so verstehe ich "in gewissem Maße"), ist ein erster Schritt in diese Richtung. Dass du vom Mangel Kenntnis hattest, ist ein weiterer Schritt. Jetzt noch ein bischen Verzug und die Sache ist durch.

    Ob das die Vermietung für dich unwirtschaftlich macht, darf dem Mieter (zu Recht) egal sein. Ganz im Gegenteil: Du brauchst dich nicht zu wundern, wenn der Mieter irgendwann sauer wird, wenn es in dieser Sache nicht vorwärts geht.
     
  10. #9 Goldhamster, 14.03.2015
    Goldhamster

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    Danke für die Antworten :wink1:

    in den nächsten Tagen steht ein Ortstermin mit dem Mieter an. Mal sehen wie schlimm es wirklich ist. Ich werde berichten.

    Schönes WE


    (zur Info: das Haus hat keinen Keller)
     
  11. #10 alibaba, 14.03.2015
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    das find ich auch schön ,aber auch sehr teuer ,aber was tut man nicht alles für seine

    Mieter:87:

    im FlachBau hatte ich aussen auch mal eine kleine Sanierung gegen Feuchtigkeit

    gemacht , alten Putz im Sockelbereich abgeschlagen trocknen lassen ,

    mit Teeranstrich eingesalbt und Kies mit der Hand rangeworfen ,für den zweiten

    Arbeitsschritt , das neu verputzen ,Putz hält Heute noch ,feuchtigkeit geht auch keine

    mehr rein , die Senkrechtsperre war noch gute Pappe ,NachKriegsWare :15: GDR:45:

    Gruss
    alibaba :45:
     
  12. #11 Goldhamster, 21.03.2015
    Goldhamster

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    Hallo,

    es hat sich beim Ortstermin als nicht so wild dargestellt. Puhhh, Glück gehabt.
     
  13. #12 Nochso'nTrottel, 25.03.2015
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    Hallo Goldhamster,

    nachdem ich gerade mit den Auswirkungen (oder besser gesagt, fehlenden Auswirkungen) einer Horizontalabsperrung zu kaempfen habe, lass Dir noch einen guten Rat geben. Bevor Du einem der Horizontalabsperrer einen suendhaft teuren Auftrag gibst, lass Dir das Ganze von einem darauf spezialisierten Bausachverstaendigen oder Architekten ansehen.

    In aller Regel ist das naemlich gar keine 'aufsteigende Feuchtigtkeit' (nach Ansicht so mancher Sachverstaendiger gibt es so etwas sogar ueberhaupt nicht), sondern beruht wirklich nur auf falscher Lueftung / fehlender Isolierung von Leitungen / undichtem Regenablauf oder sonst einem ganz profanen Grund.

    Und die Unternehmen kriegst Du hinterher auch nicht gepackt, selbst wenn die Horizontalabsperrung vollkommen wirkungslos bleibt, weil in Ihren AGB so viele Vorbedingungen fuer eine Haftung stehen, dass Du billiger kommst, wenn Du das Haus gleich komplett abreisst und neu baust anstatt die Bedingungen zu erfuellen.

    cu
    Noch so'n Trottel
    (der grad soo einen Hals hat, dass er sich extra fuer diesen Post angemeldet hat)
     
  14. #13 Goldhamster, 25.03.2015
    Goldhamster

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    Ich bin selber so ein Bausachverständiger oder Architekt oder sowas in der Art.

    Natürlich ist das aufsteigende Feuchtigkeit. Die Abdichtung bei Neubauten hierzu ist in DIN 18195 geregelt.

    Wenn du so schlau bist mir hier Tipps zu geben, dann frage ich mich, ob du Häuser aus der Mitte des 19. Jahrhunderts kennst. Da ist logischer Weise keinerlei horizontale Mauerwerkssperrschicht.
     
Thema: Fristsetzung zur Mängelbeseitigung und Androhung von Beauftragung von Handwerkern
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