Garten zur Mitbenutzung

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von schimmer.to, 27.06.2014.

  1. #1 schimmer.to, 27.06.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.06.2014
    schimmer.to

    schimmer.to Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich hab ein Problem zu dem ich etwas Auskunft benötige.

    Ich bin mit meiner Familie in eine Hochparterre-Wohnung in einem 4-Familien-Haus eingezogen.
    Im Vorfeld haben wir uns vom Vermieter zusichern lassen, dass wir uns unseren eigenen Garten abtrennen dürfen und darin eine Hütte für Fahrräder, Fahrradanhänger, Kinderwagen usw. aufstellen dürfen. Allerdings sollten wir dass nochmal mit den Mitmietern klären.

    Ich muss sagen, dass der Garten um dass Haus riesig ist. Hintern Haus haben wir sicher eine Rasenfläche von 10mx70m und dann noch aussen rum. Der Garten ist in der Mitte des Hauses geteilt, dass sich jeweils zwei Parteien darum kümmern müssen.

    Ich bin zu unseren Nachbarn gegangen, die über uns wohnen, hab ihnen von meinen Plänen erzählt und sie gebeten mit mir in den Garten zu gehen um sich alles mal anzuschauen. Natürlich waren die nicht wirklich begeistert, aber man konnte sich (dachte ich zumindest) dann einigen. Zwei Tage später ruft mich mein Vermieter an und erzählt mir, dass meiner Nachbarin der Zaun so nicht passt.

    Daraufhin bin ich wieder hoch und hab gefragt, was denn nicht in Ordnung ist. Der abgezäunte Bereich sei zu groß und überhaupt. Dann hab ich den Vermieter mit ins Boot geholt, dass er dabei ist, wenn die Sache nochmal Vorort beredet wird. Man konnte sich dann im Beisein des Vermieters einigen.

    Bevor ich angefangen habe den Zaun zu bauen, habe ich meine Nachbarn nochmal informiert und auch nachgefragt, ob des jetzt so akzeptabel ist. Ich bekam ein OK und hab den Zaun und die Hütte aufgestellt. Nicht an einem Tag, sondern immer mal wieder. Mittlerweile ist alles fertig und wir haben eine Rutsche, einen Sandkasten mit Sonnschirm und eine Bierzeltgarnitur als Sitzgelegenheit im Garten.

    Es gab nie ein Wort darüber, dass irgendjemanden irgendwas nicht passt oder Ähnliches. Heute kommt mein Vermieter zum Heckenschneiden und erzählt mir dass meine Nachbarin sich gerade eben beschwert hat, dass ihr der Zaun nicht passt, ab 10 Uhr sei hier ein Kindergarten, die Treppenreinigung sei nicht in Ordnung und sie geht zum Anwalt.

    So, jetzt steh ich da. Wie schaut die Sache jetzt aus. Mein Vermieter hat gesagt, wir lassen des jetzt auf uns zukommen. Der Garten sei groß genug, dass jeder genung Platz hat.

    Auf was kann ich mich einstellen, bin ich im Recht oder muss ich meinen Zaun wieder aubbauen?

    Für jede Info bin ich dankbar!
     
  2. AdMan

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  3. #2 ChristianP, 27.06.2014
    ChristianP

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    Hallo,

    meiner Meinung nach ist es die denkbar schlechteste Lösung, sowas per Gericht/Anwalt klären zu lassen.
    Kann man sich nciht irgendwie einigen, ohne klären zu müssen, wer "Recht" hat (was auch immer das genau ist)?
    Wenn ein Richter sagt "Die Nachbarin ist die Böse, ihr seid die Guten" wirdd as für den Hausfrieden bestimmt nicht förderlich sein.
    Der Vermieter scheint ja auf deiner Seite zu sein und/oder unparteiisch zu sein. So weit, so gut.
    Kann man die Nachbarin nicht mal auf 'ne Tasse Kaffe, 'ne Flasche Bier und/oder 'ne Grillwurst in euren Garten einladen? Oder, noch besser: Gleich alle Mieter aus dem Haus zu ner Grillparty einladen, quasi als Einstand oder so. Dann sehen die den Garten auch mal von der anderen Seite des Zaunes und es ist kein "schwarzes Loch" mehr, sondern plötzlich doch ganz schon hier.
    Wenn man sich dabei (mehr oder weniger) kennenlernt, motzt es sich danach viel schlechter über euch ;-)

    Vielleicht gehts der Nachbarin nicht um euch, sondern nur darum, vor dem Vermieter alles schlecht zu machen, und ihr seid dabei nur Mittel zum Zweck. Sowas kann man per Smalltalk leicht rausfinden ...

    Evtl. der Nachbarin anbieten, dass ihr deren Gartenanteil mitpflegt, wenn ihr eh schon zugange seid - wobei das je nach Nachbarin auch nach hinten losgehen kann.

    Habt ihr irgendwas schriftliches vom Vermieter bzgl. Garten/Zaun/...?

    Gruß,
    Christian
     
  4. #3 Martens, 27.06.2014
    Martens

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    Es wurde also vom Vermieter ein Schuppen zum Abstellen von Fahrrädern etc. genehmigt.

    Ist das denn der Vermieter aller Wohnungen im Haus oder hat der Nachbar einen anderen Vermieter?

    Nun steht dort im Garten - ich zitiere - eine Rutsche, einen Sandkasten mit Sonnschirm und eine Bierzeltgarnitur als Sitzgelegenheit. :D

    Wen wundert es, daß dieses Verhalten nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt?

    mich nicht.
    Christian Martens
     
  5. #4 Aktionär, 27.06.2014
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    Kann es sein, dass ihr dank der schönen Spielgeräte viel Besuch bekommt von anderen Müttern mit Kindern?
    Das klingt mir ein wenig danach, dass sich die Nachbarin vom Kinderlärm gestört fühlt, gegen den aber bekanntlich nichts einzuwänden ist. Passend dazu dann der Verweis auf die Treppenreinigung.
    Oder geht es in Richtung "Tagespflege / Tagesmutter" für andere Kinder? Dann könnte ich die Mieterin verstehen, dass sie da etwas dagegen hat ...
     
  6. #5 schimmer.to, 27.06.2014
    schimmer.to

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    Danke schon mal für die schnellen Antworten.

    Dem Vermieter gehört das ganze Haus und ja, der Vermieter hat uns die Hütte genehmigt.

    Aber es ist doch so, dass die Nachbarin gesagt hat dass der Zaun so ok ist. Ist es dann nicht meine Sache was innerhalb dieses Bereiches aufgestellt wird. Ich feier ja nicht den ganzen Tag wilde Partys oder Grillfeste.

    Wir bekommen natürlich ab und zu Besuch, aber nicht mehr als zweimal in der Woche. Es geht aber nicht in Richtung Tagesmutter oder so.
     
  7. Andres

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    Den Hinweis, dass die Rechtslage nicht unbedingt weiterhilft, halte ich für extrem wichtig. Was bringt dir eine Klärung der Rechtslage, wenn du danach Krieg vor der Haustüre hast? Das bitte immer im Hinterkopf behalten!

    Mit anderen Worten: Der Vermieter fordert dich nicht zum Rückbau auf und ist ganz im Gegenteil mit dem Zaun usw. einverstanden. Es wäre zwar ganz schön, diese Aussage schriftlich oder zumindest unter Zeugen zu bekommen, aber für den Moment bedeutet das, dass du "im Recht" bist.

    Die Nachbarin hat keine Ansprüche gegen dich, sondern höchstens gegen ihren Vermieter. Du stehst mit ihr in keiner vertraglichen Beziehung.

    Ob sie einen Anspruch gegen den Vermieter hat, hängt auch von ihrem eigenen Mietvertrag ab. Wenn dort z.B. die gemeinschaftliche Nutzung des (ganzen) Gartens zugesichert ist, muss sie nicht hinnehmen, dass dort etwas abgeteilt wird - egal wie "groß" der Garten auch sein mag. Das kann dir aber aus rechtlicher Sicht egal sein.

    Wie der Vermieter mit so einem Anspruch umgeht, bleibt ihm überlassen. Er kann z.B. einfach eine Minderung der Miete hinnehmen - fertig. Er könnte von dir aber auch eine Beseitigung der Einrichtungen fordern. Das wäre in meinen Augen berechtigt:

    Das sieht nur auf den ersten Blick aus wie eine Zusicherung. Wenn du deinen eigenen Text noch einmal sorgfälig liest, wird dir bestimmt auffallen, dass diese Aussage kaum unverbindlicher sein könnte. Was bleibt denn übrig, wenn auch nur ein einziger Mieter nicht "will"?

    Von dir als Mieter kann man nicht unbedingt erwarten, dass du so etwas weißt: Das ist eine typische "Angsthasen-Vereinbarung". Einerseits will dir der Vermieter nicht offen sagen, dass er die gewünschte Nutzung des Gartens nicht versprechen kann, weil er selbst vertraglich gebunden ist. Andererseits will er sich für dich auch nicht so weit ins Zeug legen, dass er dir die Nutzung gesichert ermöglicht (d.h. mit den anderen Mietern über eine Vertragsänderung verhandelt). Am liebsten wäre ihm, wenn sich alle gern haben und es keinen Ärger gibt. Faktisch hast du aber den schwarzen Peter.
     
  8. #7 Leipziger82, 27.06.2014
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    Zum Anwalt kann jeder gehen, so dass diese Aussage der Nachbarin erst einmal nichts wert ist. Grundlegend verstehe ich aber das Problem nicht: Ihr habt eine (hoffentlich schriftliche) Vereinbarung mit dem Vermieter, weshalb die Nachbarin auch 100 mal zum Anwalt gehen kann. Was soll das ändern?

    Wenn eine Lärmbelästigung vorliegt (was hier niemand einschätzen kann), dann kann der Vermieter natürlich aktiv werden.

    Ansonsten habe ich nicht verstanden, warum man seinen Teil des Gartens unbedingt mit einem Zaun abtrennen muss (ist wohl Teil der Deutschen Mentalität). Das sieht gleich aus wie: "Das hier ist meine, bleibe ja fern!"
    Vorher ging es offensichtlich auch ohne Zaun. Ich verstehe es daher voll und ganz, wenn sich ein Mieter auf den Schlips getreten fühlt.
    Gerade bei einem 4-Familien-Haus ist der Durchgangsverkehr doch überschaubar.

    Wir haben auch einen kleinen Garten zur Nutzung, wo wir Sitzbänke und ähnliches abgestellt haben. Ich habe aber mit keiner Sekunde daran gedacht, einen Zaun herum zu ziehen. Ich sperre niemanden aus. Wenn jemand vorbeikommen möchte, kann er das tun.

    Mein Tipp: Entferne den Zaun und lade alle anderen Mietparteien zu einer Grillparty ein. Es MUSS nicht immer das geltende Recht gepocht werden.
     
  9. Duncan

    Duncan
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    Ich würde das eher international - eh intergalaktisch sehen.
     
  10. anna

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    Warum überhaupt ein Zaun ? Geht der mitten durch den 70 m breiten Teil ?

    Im denke ich hinsichtlich der Bemerkung "Kindergarten" auch, dass es mehr um die "Gestaltung" und Nutzung des Gartens geht. Wir hatten das Problem bei unserer letzten Mietwohnung . Als die vorherigen Mieter ins Seniorenheim gezogen sind, kam eine Familie mit zwei Kindern als Nachfolger.

    Im Garten standen innerhalb kürzester Zeit Biertisch - Garnitur, Schaukel, Rutsche, Sandkasten, Baumhaus, Pool und als Krönung direkt unter unserem Schlafzimmerfenster ein Riesen-Trampolin. Wenn da am Sonntag bereits morgens um 7 Uhr Gekreische und Geplärre ist, kommt Freude auf. Die Kinder waren für das Trampolin viel zu klein. Jeden Tag waren eine Herde anderer Kinder mit ihren Müttern da. Wenn jemand in der Innenstadt eine Wohnung mit Garten hat, ist das schon eine Ausnahme. An so ziemlich jedem Wochenende mit gutem Wetter waren mindestens 3 weitere Familien mit Kindern zu Besuch.

    Unseren Balkon konnten wir kaum noch nutzen. Und Verständnis wurde auch nicht gezeigt. Man wird immer sofort in die Kategorie " kinderfeindlich " gesteckt. Alle Nachbarn (überwiegend Rentner) waren genervt. Wir sind nach 2 Jahren ausgezogen.

    Gruß
    Anna
     
  11. Gast2

    Gast2 Erfahrener Benutzer

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    Gast2

    Hütte erstellen kann man nicht so einfach. Dies mit von der Gemeinde genehmigungspflichtig
     
  12. Gast2

    Gast2 Erfahrener Benutzer

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    Gast2

    Nein es ist nicht dem Mieter seine Sache was im Bereich des Gartens geschieht. Der Mieter darf die Mietsache nur bestimmungsgemäß gebrauchen. Wenn ein Mieter ein Haus mit Hofraum angemietet hat, so darf er diesen bestimmungsgemäß nutzen, zum Abstellen von Fahrzeugen, aber nicht zum lagern von Brennholz.
    Ebenso ist es mit einem Garten, diesen darf der Mieter auch nur bestimmungsgemäß nutzen. Darüber schreibt die Gemeindeverordnung vor, wie hoch dass ein Gartenzaun sein darf und die Beschaffenheit des Gartenzauns. Ist der Gartenzaun zu hoch dann muss der laut Gemeindeverordnung entfernt werden. Z.B. Vieler Orts ist ein grüner Gartenzaun gar nicht erlaubt. Zudem bestimmt die Höhe des Zauns, wie weit man von der Grundstücksgrenze entfernt bleiben muss.
     
  13. Duncan

    Duncan
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    Das kommt drauf an. Einmal hat die Landesbauordung da ihre Vorstellungen und Vorschriften und dann kommt die Stadt/Gemeinde.
    Je nach Ausführung, Ort, Art und Nutzung gibt es von "einfach bauen" über anzeigepflichtig und genehmigunspflichtig bis nicht genehmigungsfähig.
    Für den Zaun gilt ähnliches.

    Ich halte ja den Eigentümer/Vermieter für "Parzellierungspflichtig", wenn der Garten in einzelnen Parzellen mit vermietet werden soll, ggf. muss man abwarten bis man frei von entgegensprechenden vertraglichen Verpflichtungen ist.
     
Thema: Garten zur Mitbenutzung
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