Gartennutzung nicht möglich

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von coda, 21.03.2009.

  1. coda

    coda Neuer Benutzer

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    Wir haben vor 2 Jahren (im Winter) ein Einfamilienhaus gemietet. Der Garten war länger nicht vernünftig bearbeitet (aufgrund des Alters und der Krankheit der Besitzerin) und auch die neue Inhaberin (Erbin) wusste nicht was da wächst und wie der Zustand wirklich ist. Also haben wir gesagt, wir warten ab, was da im Frühjahr so rauskommt.
    Das Einzige was wächst ist Unkraut, vor allem Schachtelhalme die nicht zu bekämpfen sind, was wir nun 2 Jahre versucht haben. Zudem ist es ein Hanghaus und der Steingarten an der Terasse ist so schlecht angelegt, daß die Erde bei jedem Regenguß weiter abrutscht, über die Mauer hinweg auf den Rasen, so daß inzwischen in dem Gartenstück mit Rasen eine rechte "Schräglage" herrscht. Der Rest des Gartens ist Hang der ist vom Boden her so weich, daß man mit dem Rasenmäher steckenbleibt und eine Pflege des Gartenteils fast nicht möglich ist. Der Vermieter zeigt keinerlei Bereitschaft die Grundlagen dafür zu schaffen, daß der Garten neu angelegt werden kann, sprich z. B. den Steingarten ausheben zu lasssen und neu anlegen zu lassen und die Rasenflächen zu begradigen. Er will lieber erstmal die Terassenwand neu verputzen. Bei Grillen fallen uns auch immer wieder Teile des Anstrichs des Balkons oben drüber ins Essen, weill alles recht verkommen ist. Ab wann können wir Mietminderung geltend machen, weil so wie er ist, können wir den Garten nicht nutzen können, wir können auch keine Spielgeräte für die Kinder aufstellen, er bietet ein Bild der Traurigkeit man mag sich gar nicht mehr auf die Terasse setzen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 F-14 Tomcat, 21.03.2009
    F-14 Tomcat

    F-14 Tomcat Erfahrener Benutzer

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    ich tendiere zu § 536b Kenntnis des Mieters vom Mangel bei Vertragsschluss oder Annahme

    und halte eine Mietminderung für nicht möglich
    außer ihr habt euch eine Mietminderung wegen dem Garten bei Vertragsabschluss vorbehalten
     
  4. #3 lostcontrol, 21.03.2009
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    also ich denke auch, dass hier (wie so oft) gilt: "gemietet wie gesehen".
    die hanglage war euch bekannt.
    den steingarten konntet ihr (gerade im winter) besonders gut beurteilen. das wäre im sommer deutlich schlechter zu sehen gewesen.
    dass der boden weich ist, wäre ebenfalls auch im winter zu spüren gewesen. ausserdem dürfte das wohl auch in den nachbargärten der fall sein, es ist ja nicht so dass der boden in einem gewann mal schlecht, mal gut ist.
    die hanglage war euch bekannt - ihr könnt also nicht vom vermieter erwarten, dass er die rasenfläche für euch begradigen lässt.

    überhaupt könnt ihr keinesfalls erwarten, dass der vermieter für euch den garten neu anlegen lässt - genau das ist nämlich die gartenarbeit, die ihr übernommen habt. ihr dürft aber sicher (in absprache mit den vermietern) selbst den steingarten neu anlegen, den boden austauschen lassen usw. aber nicht erschrecken, sowas ist irrwitzig teuer...

    was stellt ihr euch denn überhaupt so unter gartenpflege vor? dass man da ab und an mit dem rasenmäher drübergeht und schlagartig erstrahlt der garten in parkartiger pracht und unkraut verschwindet vor lauter ehrfurcht von selbst?
    hattet ihr überhaupt schon mal 'nen eigenen garten den ihr langfristig angelegt und gepflegt habt? hört sich nicht so an...

    das gehört ja auch zu seinen aufgaben, wenn es denn nötig ist, denn das fällt unter instandhaltung. die gartenpflege ist aber EUER part.

    habt ihr das dem vermieter schon schriftlich gemeldet? solltet ihr tun, denn hier muss er wirklich was unternehmen. die mietminderung dürfte aber vermutlich recht gering ausfallen, sofern da überhaupt eine möglich ist.

    meiner ansicht nach garnicht, denn es gilt: "gemietet wie gesehen".
    ihr wusstet von der hanglage, ihr wusstet vom zustand des steingartens, ihr wusstet über den boden bescheid...
    gartenpflege ist nun mal arbeit, wenn ihr die übernommen habt und jetzt feststellt, dass das nicht ganz so easy ist wie ihr euch das vielleicht vorgestellt habt, dann bleibt euch vermutlich nur, das als "naturnahen garten" anzusehen und so damit zu leben.

    überhaupt: was stellt ihr euch denn so unter "garten" vor? da gibt's ja sehr, sehr unterschiedliche definitionen, auch ein verwildertes grundstück kann man als "garten" bezeichnen, aber auch den japan-garten, bei dem jedes gräslein streng ausgerichtet ist.

    tja, dann ärmel hochgekrempelt und ran an die arbeit!
    für die spielgeräte braucht ihr dann halt entsprechende unterkonstruktionen.
    jedes wochenende rangeklotzt, dann habt ihr im herbst vermutlich 'nen schönen garten.
    wenn ihr ohnehin den hang begradigen wollt (das solltet ihr aber unbedingt mit den vermietern absprechen, da das einen grösseren eingriff darstellt), müsst ihr sowieso mit schwerem gerät ran und unmengen erde verlagern - das wird das unkraut auch nicht überleben. dann könnt ihr neue erde einbringen und entsprechendes gras einsähen, wenn ihr das richtig macht (fachmann fragen!), habt ihr auch künftig weniger unkraut, und wenn ihr entsprechend gartenpflege betreibt wird es sich dann auch in grenzen halten.

    schachtelhalm bekommt man übrigens (auch ohne bodenaustausch) durchaus los, erkundigt euch mal in einem entsprechenden fachgeschäft. es gibt weit hartnäckigere unkräuter...
    der schachtelhalm ist ein indikator dafür, dass der boden recht feucht ist, aber das habt ihr ja mittlerweile auch selbst schon gemerkt, dass der boden "weich" ist.
    mal abgesehen davon dass schachtelhalm auch ein sehr nütliches heilkraut ist.
    seid froh drum dass ihr feuchten boden habt! andere stöhnen über ihre trockenen böden und dass dort nichts wächst... mir wär ein bisserl feuchtigkeit im boden auch lieber...
     
  5. coda

    coda Neuer Benutzer

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    Danke für die Antworten.

    An lostcontrol. Soviel Quatsch habe ich selten auf einmal gehört.
    Ich hatte hier um Rat gefragt und nicht darum gebeten, mich veralbern zu lassen.

    Wenn der Boden gefroren ist, kann ich nicht spüren, wie weich er ist. Im Winter blüht und grünt im Steingarten nichts, auch Unkraut kommt da keines, was willst Du da sehen. Die Schräglage des Gartens wird mit jedem Regenguss schlimmer, weil der gesamte Boden aus dem Steingarten über die Mauer desselben auf den vor 2 Jahren noch ebenen Boden geschwemmt wird, und das Ganze immer schiefer macht.
    und weiter: Ja. ich hatte schon Gärten, mehrere Male. 2. Wir haben uns zu gar nichts verpflichtet. In unserem Mietvertrag steht nicht mal drin, daß wir die Gartenpflege übernehmen und was das angeht, bin ich rechtlich durchaus im Bilde. Es bedeutet: Ich müsste nicht mal den Rasen selber mähen. Geschweige denn den GArten anlegen.

    Wir sind gerne bereit im Garten zu arbeiten, auch Geld zu investieren, aber aus das was hier gemacht werden müsste ist erst mal eine Grundlage schaffen für die Möglichkeit was anzupflanzen.

    3. war mit der Vermieterin abgesprochen, daß wir erst mal abwarten, was im Garten wächst, da sie selber das nicht wusste. Der Garten hat jahrelang brach gelegen. Danach sollte entscheiden werden, was gemacht werden muss, der Vermieter wollte für die Kosten aufkommen. Das war so abgesprochen, doch jetzt passeirt eben seit 2 Jahren nichts mehr. Die Massen an Unkraut ( 40 qm Schachtelhalme mögen gesund sein, aber ansonsten sind sie für jeden Gärtner ein Übel.
    Das Zeug kriegst Du nicht mal mit Gift weg und davon wusste die Vermieterin.

    Ich weiß daß ich rechtlich nicht verpflichtet bin, den Garten anzulegen und das wäre zu tun, denn außer einem Zaun(den wir gesetzt haben)
    und zwei Kirschloorbeebüschen, die seit Jahren nicht beschnitten wurden, wächst hier nix. Es gilt nicht gemietet wie gesehen. Auch das weiß ich.
     
  6. #5 lostcontrol, 02.04.2009
    lostcontrol

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    eben drum - im sommer ist der steingarten ja überwuchert, da siehste nur wenig von der substanz. und unkraut, tja, da muss man halt jäten...

    dann sollte man die mauer erhöhen.

    der punkt ist nur, dass ihr das eben nicht verlangen könnt.
    um einen garten vernünftig anzulegen (vor allem einen in hanglage), muss man leider sehr viel geld investieren.

    habt ihr das irgendwo schriftlich?

    doch, das kriegste schon weg. ist halt mühsam, aber es geht.

    warum sollte "gemietet wie gesehen" hier nicht gelten?

    und: du schreibst "das wäre zu tun" - warum? wer sagt denn wie der garten auszusehen hat? es gibt viele verschiedene definitionen von "garten" - eine wiese mit 2 kirschloorbeerbüschen kann man genauso als garten ansehen wie eine barocke gartenanlage...

    was steht denn überhaupt im mietvertrag bezüglich des gartens?
    du schreibst es stünde da nichts bezüglich der gartenpflege.
    steht da wenigstens was bezüglich der garten-NUTZUNG? wenn dazu auch nichts im mietvertrag steht, dann sind eure ohnehin schon schlechten chancen gleich NULL.
     
  7. Semmel

    Semmel Neuer Benutzer

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    Hallo, mal ein Gedanken zur Gartenpflege im vermietete Objekt.
    Fast 20 Jahre wohnten wir mit einer Mietpartei in einem 3 Fam. Haus.
    Ich machte die Gartenarbeit, der Mieter genoss.
    Ich will mich nicht loben, aber ich hatte einen sehr schönen, gepflegten Garten, wo auch viel gerne geleistete Arbeit von mir drinsteckte.
    Dann sind wir weggezogen, das Haus komplett vermietet.
    Die Gartenarbeit wollten die 2 Mietparteien unter sich aufteilen.
    Hach, ich lach heute noch!!!!
    Als ich mich nach nur 4 Wochen mal umschaute, traf mich fast der Schlag.
    In den Blumenrabatten war das Unkraut höhrer als irgendeine Staude, der Rasen konnte mit dem normalem Mäher nicht mehr gemäht werden.
    Bei nachfragen beim Mieter meinte dieser, gemütlich auf der Terasse sitzend, er hätte nicht gedacht, das Garten soooo viel arbeit macht.
    Die Situation, 4 Jahre nach unserem Auszug:
    eine pflegeleicht Rasenfläche, mit Mähplan im Wechsel, 3 Ziergehölze, die aber ach nun auch noch stören, da man ja rummähen muß.
    Übrigens ist eine Mietpartei ausgezogen, weil das Rasenmähen, ca 5 mal im Jahr 1/2 Stunde zu viel arbeit wäre, wohnt jetzt Gartenlos,
    wenns glücklich macht, bitteschön.

    Mein Fazit: zu einer Mietwohnung gehört kein Garten, Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, die Nachbarn hatten Glück und einen Mieter mit grünem Daumen.
     
  8. #7 lostcontrol, 02.04.2009
    lostcontrol

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    ja, das böse unkraut. das wächst einfach. und zwar schnell. aber das ist ja sicher ganz bestimmt auch vermietersache, genauso wie die (schnellstmöglich zu behebende) hanglage und erde, die bei regen auf die wiese gespült wird...

    bevor ich's vergess:
    ist DAS unkraut?:

    [​IMG]
     
  9. #8 Christian, 03.04.2009
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Wie geil!

    Da meldet sich jemand hier im Forum an, erzählt seine Probleme, bekommt (in meinen Augen) hilfreiche Antworten.

    Da die Antworten aber nicht das sind, was derjenige gerne hören will, wird erst mal systematisch nach diesen Kriterien selektiert:
    Und da der Threadersteller ja anscheinden Ahnung von der Materie hat ...
    ... hat er es doch eigentlich gar nicht nötig, hier zu fragen ... :stupid


    Wie misst man eigentlich die "Weichheit" des Bodens? Wir sind doch in Deutschland, da muss es doch einen Grenzwert dazu geben, ab dem man den Vermieter direkt verklagen kann ;)

    Coda, wie wäre es, wenn du, bevor du über Mietminderung, Klage und sonstige "mit dem dicken Hammer"-Methoden nachdenkst, einfach mal mit dem Vermieter redest? Vielleicht wartet der nur darauf, dass er mit der Gartenneugestaltung loslegen kann?

    Schade, dass es heutzutage die Kommunikation per Anwalt anscheinend eher gewählt wird als das persönliche Gespräch zwischen 2 erwachsenen Leuten.
     
Thema: Gartennutzung nicht möglich
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