Gasmelder

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von Johann Schmidt, 07.01.2016.

  1. #1 Johann Schmidt, 07.01.2016
    Johann Schmidt

    Johann Schmidt Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich vermiete zwei alte Häuser, die mit Gas versorgt werden. Das Einfamilienhaus war 1938 bezugsfertig, das Sechsfamilienhaus war 1959 bezugsfertig. Bei alten Häusern empfiehlt sich natürlich die Ausstattung mit Gasmeldern. Was meint Ihr: Wieviel sollte man in einen Gasmelder investieren? Wie sollte man die Gasmelder anbringen: Im Grunde genauso wie die Rauchmelder? Auch von der Zahl her? Über Antworten würde ich mich freuen.

    Beste Grüße

    Johann Schmidt
     
  2. AdMan

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  3. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Wofür willst Du einen Gasmelder?

    Hat Deine Therme keinen? Wenn nicht, lass den nachrüsten.
     
  4. Andres

    Andres
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    Nicht mehr oder weniger als bei anderen Häusern.


    Zwischen 15 und 30 € gibt es viele gute Geräte. CO-Melder sind eher günstiger, Propan/Butan-Melder etwas teurer. Kombinierte Geräte dürfen etwas teurer sein. Kombiberäte für CO, Propan/Butan und Rauch sind auch auf dem Markt, aber nicht sinnvoll. Begründung s.u. bei der Montage.


    Nein. Natürlich gehören die Melder zu den Gasverbrauchern. Während man also in einem Badezimmer eher keinen Rauchmelder montieren würde, hängt dort recht häufig die Gastherme ...

    Bei CO-Meldern ist die Montagehöhe nicht so wahnsinnig wichtig, da CO etwa gleich schwer wie Luft ist und sich daher gleichmäßig in der Raumluft verteilt, aber es ist üblich, diese Geräte etwa auf Brusthöhe zu montieren, d.h. so ähnlich wie Raumthermostate. Propan/Butan-Melder müssen unbedingt tief montiert werden, da diese Gase schwerer als Luft sind. Rauchmelder montiert man im Regelfall hoch, also völlig andere Baustelle.

    Auch das ist ein Grund, die Finger von den China-Krachern zu lassen, die unter o.g. Preisspanne bleiben: Für einen seriösen Preis bekommt man im Regelfall eine halbwegs verständliche, gedruckte Anleitung, in der solche Fragen beantwortet werden.


    Darüber kann man sicher geteilter Meinung sein oder anders gesagt: Du wirst bestimmt jemanden finden, dessen persönliches Sicherheitsbedürfnis mit folgender Aussage nicht vereinbar ist.

    Mehr als ein Gerät pro Raum, in dem ein Gasverbraucher ist, halte ich nicht für sinnvoll. Daher ist der Hinweis von Pitty genau richtig: Das soll doch bitte die Therme selbst leisten.
     
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  5. #4 Johann Schmidt, 08.01.2016
    Johann Schmidt

    Johann Schmidt Benutzer

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    Hallo,

    in der Küchenwand einer Wohnung verlaufen Gas und Wasserrohre. Über Jahre hatte sich dort Feuchtigkeit angesammelt, daher waren die Rohre stark angegriffen. Es hätte gut sein können, daß die Rohre irgendwann so angegriffen gewesen wären, daß Gas ausgetreten wäre. Ihr seht: Es geht nicht nur um die Therme. Um etwa die Gefahr poröser Rohre zu verringern, wollte ich die Häuser mit Gasmeldern ausrüsten.

    Beste Grüße

    Johann Schmidt
     
  6. Andres

    Andres
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    Das ist aber keine sinnvolle Vorgehensweise. Sollte Gas tatsächlich auf diesem Weg austreten, würde es sich nicht zuverlässig über Gasmelder in den Räumen aufspüren lassen. Das Gas könnte sich auch längere Zeit unbemerkt in Hohlräumen innerhalb der Wände oder in den zahlreichen Einbaumöbeln einer Küche ansammeln. Betriebsvoraussetzung für jeden Gasmelder, egal welches Gas er detektieren soll, ist ein freier Zugang von der Gefahrenquelle zum Melder. Die Anordnung muss so sein, dass ausströmendes Gas unter allen Umständen in so großer Menge am Melder ankommt, dass dieser auslöst - und zwar bevor eine gefährliche Konzentration in der Raumluft erreicht wird.

    Nebenbei: Gasleitungen (auch alte) bieten einen erheblichen Widerstand gegen Korrosion. Deine Befürchtung hatten nämlich schon andere Leute ...

    Steck das Geld lieber in eine angemessene Unterhaltung des Leitungsnetzes und der Gebäudesubstanz. Davon profitiert nicht nur die Sicherheit. Wenn du akute Probleme vermutest: Es ist nicht verboten, den Gascheck nicht erst nach 12 Jahren durchführen zu lassen. Nur mit der Umlage als Betriebskosten wird es dann schwierig.
     
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  7. #6 Akkarin, 08.01.2016
    Akkarin

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    Du könntest deinen Mietern Kanarienvögel schenken.
     
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  8. #7 Johann Schmidt, 12.01.2016
    Johann Schmidt

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    Hallo Andres,
    ich stimme Dir zu.

    "Steck das Geld lieber in eine angemessene Unterhaltung des Leitungsnetzes und der Gebäudesubstanz. Davon profitiert nicht nur die Sicherheit."

    Wie würde das näher aussehen?
     
  9. #8 SingleBells, 13.01.2016
    SingleBells

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    Gas oder CO2 Melder?

    Der Gasmelder hängt bei uns im Keller, wo all die Anschlüsse sind. Wird dort Alarm ausgelöst, geht dieser direkt an die entsprechenden Rettungsstellen.
     
  10. Andres

    Andres
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    Wände trockenlegen, Wasserleitungsnetz erneuern - solche Maßnahmen. Wenn die Feuchtigkeit in den Wänden so hoch ist, dass deine Sorgen berechtigt sind, wird das früher oder später auch zu anderen Problemen führen, z.B. Schimmel. Gelegentliche Investitionen ins Leitungsnetz führen auch zu erträglichen Prämien (bzw. überhaupt dem Fortbestand) einer Gebäudeversicherung mit Deckung für Leitungswasserschäden.
     
  11. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    So, jetzt kläre ich Dich auf. Als Eigentümer bist Du verpflichtet alle 12 Jahre Deine Gasleitung auf Dichtheit zu prüfen. Da fallen bei uns 50 Prozent der Gasleitungen durch. Das heißt, die müssen neu hergestellt werden. Hast Du die Dichtheitsprüfung nicht, bist Du immer haftbar und gehst in den Knast, wenn Deinen Mietern etwas passiert.
    Lass Dir von Deinem Sanitärfritzen ein Angebot geben zum Abdrücken der Leitung. Das Dauer nicht lange, Ca. 1-2 Stunden, das ist gut gerechnet. Danach weißt Du, ob Deine Leitung noch gut ist oder nicht. Ansonsten alt raus, neu rein, ist etwas teurer und Du kannst die nächsten 12 Jahre beruhigt schlafen.

    Ach so, so sparst Du Dir natürlich die Gasmelder.
     
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  12. #11 Johann Schmidt, 15.01.2016
    Johann Schmidt

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    Das mit dem Gascheck werde ich auf jeden Fall ansprechen. Ihr hattet geschrieben, daß der Gascheck umgelegt werden kann?
    An SingleBells: Ich wollte nach und nach beide Gasmelder installieren.
     
  13. Andres

    Andres
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    Der verpflichtende, ja. Es handelt sich dabei um Betriebskosten. Der Gascheck ist ein schönes Beispiel dafür, dass Kosten nicht jährlich anfallen müssen, um trotzdem noch Betriebskosten zu sein.
     
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  14. #13 Johann Schmidt, 17.01.2016
    Johann Schmidt

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    Alles klar.
     
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